Segeln mit dem BMW i3

Re: Segeln mit dem BMW i3

Beitragvon HED » So 9. Feb 2014, 22:13

Hasi16 hat geschrieben:
HED hat geschrieben:
Ich bin auch einer der wenigen, die trotz Direktschaltgetriebe sparsamer mit Handschalter fahren können, ist einfach so.

Der war gut! :lol:
Sorry, ich kann es mir nicht vorstellen, sofern es sich um ein ganz modernes handelt...

Ich bekomme es in einem neuen Mercedes oder BMW auf jeden Fall nicht hin!





Tja. Ich schaffe es die Werksangabe zu erreichen, und teilweise zu unterbieten.

Ich fahre derzeit mit dem 7 Gang DSG. Ich habe doch geschrieben, warum ich sparsamer mit Handschalter unter gewissen Umständen sein kann.

Kein Mensch kann so schnell schalten wie ein Direktschaltgetriebe, selbst kein Profirennfahrer. Aber das ist nicht alles. Während des Kuppelns geht natürlich Energie verloren.

Doch wie erklärst du dir das. Wenn ich auf die Ampel langsam zurolle, also mit den DSG wird das Auto zu langsam und bremst den Verkehr etwas ein. Das passiert, wenn man zu früh sich ausrollen lässt. Dann muss man wieder Gas geben.

Ich bin jemand der ganz früh das Gas wegnimmt, in der "Hoffnung" die Ampel wird gleich grün, sodass ich diese fließend passieren kann.
Dann wird man aber zu langsam.

Beim Vebrrenner mit Handschaltung habe ich es oft so gemacht, dass ich in der langsamen Phase die Schalknauf in die Mitte geschupst habe, mit einer ganz lässigen Handbewegung. Wurde dann die Ampel grün zügig angefahren 3,4,5. zack zack.

Zudem habe ich auch oft den vierten Gang übersprungen, von dritten direkt in den fünfen.

Zwar verbraucht man im Leerlauf etwa 0,6 Liter pro Stunde, allerdings ist es trotzdem effizienter, als wieder Gas zu geben, wenn man zu langsam beim Ausrollen wird!

Außerdem weiß das Direktschaltgetriebe nicht, wie sich der Verkehr vor dir verhalten wird. Und es weiß auch nicht, ob der dritte oder der fünfte Gang beim Gefällte über der Landstrasse eher Sinn macht!

Sparsamer als ich kann man gar nicht mehr mit Handschalter fahren, glaub mir das. Ich schalte aber auch sicherlich 40% öfter als der Durchschnitt.

Die Verbräuche haben mir Recht gegeben. Ohne zu kriechen bin ich mit Verbrauchern an die Werksangabe heran gekommen und zwar exakt. Durch Nachtanken gemessen.

Schalten muss gelernt sein, kann halt nicht jeder. Ich berücksichtigte dabei den voraussichtlichen Streckenverlauf, bei den Strecken den ich kenne und wähle exakt den Gang, der am effizientesten ist.

Ich brauche für einen Gangwechsel ungefähr 0,2sek. Ich achte sogar darauf, das beim Zurückschalten die Drehzahl nicht zu hoch schnellt. Dann ist der Gangwechsel langsamer, allerdings mit dem Vorteil, das die Schubabschaltung aktiv bleibt.

Weil die Schubaschaltung des Motors ist ab einer bestimmen Drehzahl nicht mehr aktiv.

Die Kupplung war nach 230.000 Kilometern auch noch die erste, spricht auch für mich. :D
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Re: Segeln mit dem BMW i3

Beitragvon Carsten » Mo 10. Feb 2014, 07:48

HED hat geschrieben:
Ich schalte aber auch sicherlich 40% öfter als der Durchschnitt.

Also das hört sich nach mächtig nach Arbeit an und ist glaube ich nur etwas für Freaks. Ich fahre sehr gerne Auto und habe mit dem Schalten null Probleme. Trotzdem fahre ich seit einer gefühlten Ewigkeit nur noch Automatik. Fast alles am Auto geht mittlerweile automatisch oder vollautomatisch. Wozu also die Schalterei? Entspanntes Fahren = Automatik. Sportliches Fahren = Automatik. 8-)
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Re: Segeln mit dem BMW i3

Beitragvon franmedia » Mo 10. Feb 2014, 10:11

HED hat geschrieben:
...und bin den i3 natürlich auch schon eine Stunde gefahren.
...
Womit wir beim ersten Beispiel wären.
Hier ist Rekuperation das effizienteste. Aber dafür muss der Grad der Rekuperationsstufe genau passen. Während meiner Testfahrt musste ich manchmal ganz minimal Gas geben, auf das Zurollen der Ampel. Sonst hätte ich die anderen zu sehr ausgebremst.
Wäre die Rekuperation nicht so stark gewesen, hätte ich mich ohne "Gas" auf die rote Ampel zurollen lassen können.

Und hier fängt es schon an.

Zweites Beispiel. Ihr fahrt ca. 50km/h und seht einen Kreisverkehr kommen. Dieser ist sehr groß und ihr seht von weiten das niemand da ist. Man nimmt das Gas weg, aber durch die Rekuperation geht zu viel Schwung verloren.

Die Rekuperation ist nicht besonders effizient, wenn ich die gewonnene Energie für das Beschleunigen gleich wieder abverlange!


Drittes Beispiel.

Auf der Autobahn passiert ihr momentan ein Gefälle. Schon leichte Gefälle sind nicht unbedingt mit bloßem Auge zu sehen. Desto schneller man fährt, desto länger kann man ohne Motorleistung dahingleiten. Das geht aber nicht, wenn die Rekuperation zu stark ist, wie im i3.

So gerne ich das Auto mag, muss das mal hier gesagt werden. Ich mein ich habe es bei der Testfahrt doch gemerkt.


Und genau deswegen muss eine Rekuperation optimal mit dem eigenen Fahrstil harmonieren.

Merke: Rekuperation ist unbedingt notwendig, aber nicht immer und überall sinnvoll.

Moin, kann es sein, dass hier ein Missverständnis vorliegt? Rekuperation bedeutet eben nicht nur "voll vom Gas" zu geben. Genauso wie "Gas geben" ja nicht unbedingt "Vollgas" bedeutet. Das (i3) Gaspedal ist eben ein Potentiometer mit virtueller Nullstellung, deren Lage davon abhängt, wie schnell man gerade fährt.

Es gibt eben zwei definierte Stellungen: Fuss voll drauf = Vollgas = maximale Beschleunigung = maximaler Energieverbrauch und Fuss ganz weg = maximale Rekuperation = maximale Motorbremse = maximaler Energierückfluss.

Dazwischen ist es eine Sache des Gefühls im rechten Fuss. In der Mitte irgendwo ist der Segelpunkt (der wandert natürlich je nach Geschwindigkeit und Fahrsituation). Die Schwierigkeit: Während die autofahrende Welt sich jahrzehntelang ein Gefühl für das Gasgeben antrainieren konnte, ist der i3, soweit ich weiß, das erste Auto, bei dem man sich "negatives Gasgeben" angewöhnen muss. Ich übe schon fast vier Wochen, finde mich auch schon ganz gut dabei, aber eben noch nicht perfekt. Dass das nach nur einer Stunde Training nicht perfekt funktionieren kann, ist eigentlich keine ganz große Überraschung.

Das Autobahnbeispiel kann man übrigens perfekt mit dem Tempomaten lösen. Bei den anderen Beispielen ist das aber schwieriger.
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Re: Segeln mit dem BMW i3

Beitragvon green_Phil » Mo 10. Feb 2014, 12:28

franmedia hat geschrieben:
Dazwischen ist es eine Sache des Gefühls im rechten Fuss.

Genau so ist es. Und es funktioniert! Man gewöhnt sich recht schnell daran. Seit fast 4 Wochen fahre ich jetzt den i3 und am Wochenende bin ich mit einer Zwischenladung rund 250 km gefahren. 90 km davon Autobahn mit 90 km/h, 20 km Stadtverkehr (ständiges Stop and Go) und der Rest Landstraße. Der zuvor genullte Durchschnittsverbrauch zeigte letztendlich 13,0 kWh/100 km an, und das trotz leichter Heizung. Ohne Heizung hätte ich den NEFZ-Zyklus sogar unterboten. Und mit diesen Werte kann ich guten Gewissens behaupten: Segeln ist mit dem i3 wirklich gut machbar! Denn ohne Segeln hätte ich diesen Wert nie auch nur annähernd erreicht.
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Re: Segeln mit dem BMW i3

Beitragvon LocutusB » Mo 10. Feb 2014, 14:58

Darf ich es bitte für alle nochmal ganz deutlich schreiben:

DIE REKUPERATION BEIM i3 IST STUFENLOS VON 0% (SEGELN) BIS 100% (MAXIMALE VERZÖGERUNG) STEUERBAR. UND DAS ALLES MIT DEM RECHTEN FUSS.

Sorry, aber immer wieder die gleiche Diskussion mit Argumenten von Leuten, die kein Gefühl im rechten Fuß haben.
Ich war auch lange der Meinung, dass ich selber besser schalte als jede Automatik. Bis ich DSG gefahren bin. Aber auch hier beeinflusst man den Schaltpunkt mit dem rechten Fuß, und damit meine ich nicht den Kickdown. Ausserdem schaltet mein DSG bei Gefälle erst zurück, wenn ich die Bremse mindestens leicht antippe. Und wenn man vom Dritten in den Fünften schalten kann, hat man den Dritten schon zuweit ausgefahren ...

So jetzt aber zurück zum Thema. Bringt den Segeln mit einem Elektroauto so viel wie mit einem Verbrenner? Ich bin nicht der Ansicht. Vorrausschauendes Fahren und immer nur so viel Energiezufuhr wie nötig und keine Rekuperation wären wohl ideal.
Oft wird hier ja von Gefällen auf der Autobahn geschrieben, wo man segeln kann. Wenn man ein EV mit Tempomat fährt, wird die Energiezufuhr ja genau so weit reduziert, dass die Geschwindigkeit gehalten wird. Optimal. Wird das Gefälle stärker, so dass der Tempomat "bremsen" müßte, wird es wieder verlustbehaftet. OK. Aber wie oft kommt die Situation bei Euch vor. Hier in Bayern reicht dafür nicht mal der Irschenberg.

Nix für Ungut,
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Re: Segeln mit dem BMW i3

Beitragvon green_Phil » Mo 10. Feb 2014, 15:08

LocutusB hat geschrieben:
Wird das Gefälle stärker, so dass der Tempomat "bremsen" müßte, wird es wieder verlustbehaftet. OK. Aber wie oft kommt die Situation bei Euch vor. Hier in Bayern reicht dafür nicht mal der Irschenberg.

Doch doch, das kommt schon vor, ziemlich oft sogar. Hier in der Oberpfalz (auch in Bayern) eigentlich auf jeder Landstraße. Falls Du Dich nur auf Autobahnen beziehen wolltest, so kann ich da sagen, dass es vorkommt, und zwar wenn man langsamer fährt und nicht rast. Beim Rasen bremst ja der Luftwiderstand genug. Wenn Du aber in Bayern die A9 nach Thüringen fährst, kommt kurz vor der Bundeslandgrenze ein starkes und sehr langes Gefälle. Dort rekuperiert es mit dem Tempomaten auch! Die Frage, die ich mir in dieser Situation stelle ist dann immer: Tempomat raus und die Geschwindigkeitszunahmen mitnehmen für die gerade Strecke bzw. den nächsten Berg (dabei geht Energie verloren, weil mit höherem Speed auch der Luftwiderstand extrem zunimmt, gerade über 90 km/h) ODER Tempomat drin lassen und die Energie ebenfalls mitnehmen, aber in den Akku speichern, nicht in der Geschwindigkeit. Auch dabei treten Verluste auf. Das können wohl nur unsere Theorie-Berechnungs-Experten lösen ;)
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Re: Segeln mit dem BMW i3

Beitragvon EVplus » Mo 10. Feb 2014, 15:20

Ihr könnt auf den Erfahrungen des " hypermiling" und der " nempimaniac" aufbauen.

Ein paar Tipps von dort werden Euch auch mit dem i3 helfen. Fragt einfach mal " Onkel google" danach.

Eine anständige alltägliche Schnellladung erübrigt jedoch die Anstrengungen mit möglichst wenig kWh möglichst viele km abzureissen.

Die "nempimaniac" Aufkleber habe ich eingestampft.....
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Re: Segeln mit dem BMW i3

Beitragvon HED » Mo 10. Feb 2014, 18:37

Carsten hat geschrieben:
HED hat geschrieben:
Ich schalte aber auch sicherlich 40% öfter als der Durchschnitt.

Also das hört sich nach mächtig nach Arbeit an und ist glaube ich nur etwas für Freaks. Ich fahre sehr gerne Auto und habe mit dem Schalten null Probleme. Trotzdem fahre ich seit einer gefühlten Ewigkeit nur noch Automatik. Fast alles am Auto geht mittlerweile automatisch oder vollautomatisch. Wozu also die Schalterei? Entspanntes Fahren = Automatik. Sportliches Fahren = Automatik. 8-)


Das hast du Recht, das macht auch kein Spass, vor allem nicht bei Stop and Go in der Stadt!

Nun fahre ich 7 Gang DSG und das ist viel entspannender.

Manchmal greife ich aber selber mit Paddels ein, bei Gefälle z.B. Weil mir die Gangwahl nicht passt.
HED
 

Re: AW: Segeln mit dem BMW i3

Beitragvon i_Peter » Mo 31. Mär 2014, 13:14

molab hat geschrieben:
... An eine rote Ampel ransegeln wäre noch effizienter, aber ich hab keine Lust, Leuten im Weg "rumzustehen" - man müsste ja früher langsamer werden. Anschleichen mache ich nicht, würde mich auch selbst nerven.


emobiler hat geschrieben:
...Außerdem finde ich dieses beschriebene "Anschleichen" beim Segeln als Unding gegenüber anderen PKW-Fahrern.


Was bitte schön ist denn mit diesem unbeliebten "Anschleichen" gemeint ?

Für den Stadtverkehr finde ich folgendes Fahrverhalten ideal:
Vor einer roten Ampel nicht wie vielfach praktiziert, mit Gas/Strom bis kurz vor die Ampel brausen und dann zum Stillstand bremsen, sondern kurz bremsen/rekuperieren bis man die Geschwindigkeit erreicht hat, die sicherstellt, dass man segelnd mit maximal möglicher kinetischer Energie an der Ampel ankommt, wenn die gerade wieder auf Grün schaltet. Das funktioniert natürlich am Besten, wenn man auf einer bekannten Strecke die Dauer der Ampelphasen kennt.
;)
Ich finde überhaupt nicht, dass ich dabei Fahrern hinter mir "im Weg stehe", weil erstens segeln das Gegenteil von stehen ist und zweitens ich tatsächlich an der roten Ampel zum Stillstand bremsen müsste und dann den ganzen Verkehrsfluss zum Erliegen bringen würde (was leider eine Vielzahl von Fahrern so praktiziert).

Also einfach einmal nachdenken, wie man den Verkehrsfluss am Besten flüssig (und energieeffizient) hält und dann nur Mut, einfach tun.
8-)
Nach meiner Erfahrung regt das die Fahrer auf den anderen Spuren an, ebenfalls mit möglichst hohem Tempo rollend die Ampel zu queren.
BMW i3 22kWh i3 best-selling Plug-In in D 2016
193 km = größte bisher erzielte Reichweite (gefahren + angezeigte Restreichweite)
"Gewicht ist der Feind, Luftwiderstand das Hindernis"
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Re: Segeln mit dem BMW i3

Beitragvon LocutusB » Mo 31. Mär 2014, 13:22

Hallo Peter,

in der Diskussion ging es auch um Abbieger, die z.B. Grün haben, während Du auf die rote Ampel zu segelst und die Zufahrt zur Abbiegespur "blockierst", die ja evtl. erst später anfängt.
Situationsbedingt gibt es also durchaus Fälle wo ausrollen zur Ampel den übrigen Verkehr behindert.

Gruß
Philipp
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