Was passiert bei leerer 12V Batterie - Hier die Antwort :-(

Re: Was passiert bei leerer 12V Batterie - Hier die Antwort

Beitragvon LocutusB » Do 19. Mär 2015, 11:12

Ich glaube nicht, dass es unter normalen umständen Probleme bei einer längeren Nutzungspause gibt. Weder mit dem Hochvoltspeicher noch mit der 12V Batterie. Hatte den i3 selbst auch schon 3 Wochen problemlos geparkt. Wenn alle Steuergeräte schlafen passiert bei "normalen" Urlaubslängen nichts. Ist ja auch beim Verbrenner so …
Bei mir war halt mindestens ein Steuergerät dauerhaft aktiv, was nicht sein sollte. Der Stromlose Typ-2 Stecker in der Buchse könnte hier die Ursache gewesen sein.

@Papmobil: Der Strom ist nicht so hoch, da ein tiefentladener Bleiakku Sulfat auf den Polen bildet und dieser den Stromfluss behindert. Ein Ladegerät, besonders die besseren die auch einen sulfatierten Akku wieder auffrischen können, pulsieren den Ladestrom mit hohen Frequenzen. Die resultierenden Spannungsschwankungen könnten negative Auswirkungen auf die übrigen Systeme haben.
Dem Techniker war bei der ganzen Aktion merklich unwohl. Hat auch mit einem Kollegen Rücksprache gehalten in welcher Reihenfolge die Wiederbelebung genau erfolgen sollte.
Es waren aber auch viele "könnte" und "müsste" enthalten. Aber wenn halt dann doch was schief läuft wird es gleich teuer, für wen auch immer.
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Re: Was passiert bei leerer 12V Batterie - Hier die Antwort

Beitragvon NixNutzz » Do 19. Mär 2015, 11:14

Papmobil hat geschrieben:
[…] Ich sehe eher Probleme, direkt eine vollgeladene 12V Autobatterie (mit ihrem riesigen maximalem Strom) anzuschließen. […]


Der Ladestrom wird durch den Innenwiderstand des leeren Akkus begrenzt. Bei einer neu aufgeladenen Zelle ist der Innenwiderstand am kleinsten, bei der entladenen Zelle am größten.

Wenn ich mit einem normalen Verbrenner einem anderen Fahrzeug mit leerem Akku Starthilfe gebe, werden ja auch beide Akkus mit den Starthilfekabeln parallel geschaltet. Idealerweise lasse ich beim "spendenden" Auto auch noch den Motor laufen, damit die Lichtmaschine den Akku stützt. Im vorliegenden Fall hätte man wahrscheinlich auch mit einem Verbrenner normale Starthilfe geben können.

Warum hat der Techniker das Hochvoltsystem getrennt? Beim Anschließen der Hilfsbatterie schwankt durch den einsetzenden Ladevorgang die Akkuspannung, in diesem Fall von den gemessenen 2,5V bis wieder die 12V stabil anliegen. Dadurch könnten die Steuerung des 12V-Systems und der Laderegler des Hochvoltsystems für die Nachladung der 12V-Batterie in einen undefinierten Zustand kommen und möglicherweise unerwünschte Schaltvorgänge verursachen.
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Re: Was passiert bei leerer 12V Batterie - Hier die Antwort

Beitragvon Hasi16 » Do 19. Mär 2015, 11:40

Vertraut den BMS-Entwicklern und schließt Euren Wagen einfach ans Stromnetz an, wenn ihr ihn länger stehen lässt. Dem Akku wird wohl nichts passieren. Mein Wagen steht fast immer am Strom (also realistisch mindestens 22 Stunden am Tag). Ich glaube nicht, dass es dem Akku schadet.
Es tut dem Akku viel mehr weh, wenn man ihn immer leer fährt und dann wieder auflädt, als wenn man ihn bei jeder Gelegenheit sofort wieder auflädt. Vier Zyklen von 75 % auf 100 % sind viel unschädlicher als einmal von 0 % auf 100 %.

Viele Grüße
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Re: Was passiert bei leerer 12V Batterie - Hier die Antwort

Beitragvon Papmobil » Do 19. Mär 2015, 11:46

@ NixNutzz
Ich sehe da aber kein Argument, dass es gefährlich ist, ein Ladegerät anzuschließen.
Unter einem Ladegerät verstehe ich natürlich ein Netzteil, bei dem die Leerlaufspannung unter ca. 13,8V bleibt (als kein super Schnellladegerät auf Rollen mit 18V und mehr Leerlaufspannung).
Als Hardwareentwickler nutze ich aus Sicherheitsgründen immer gerne ein definiert strombegrenzendes Netzteil, um ev. Schäden durch zu hohe Ströme (die bei einer externen Autobatterie mit vielen 100A auftreten können) zu verhindern.

Wie gesagt, mir geht es um die Aussage des Servicetechnikers: "Ein Ladegerät könnte an dieser Stelle Schaden verursachen!" ???
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Re: Was passiert bei leerer 12V Batterie - Hier die Antwort

Beitragvon Papmobil » Do 19. Mär 2015, 11:50

LocutusB hat geschrieben:
....
@Papmobil: Der Strom ist nicht so hoch, da ein tiefentladener Bleiakku Sulfat auf den Polen bildet und dieser den Stromfluss behindert. Ein Ladegerät, besonders die besseren die auch einen sulfatierten Akku wieder auffrischen können, pulsieren den Ladestrom mit hohen Frequenzen. Die resultierenden Spannungsschwankungen könnten negative Auswirkungen auf die übrigen Systeme haben.
Dem Techniker war bei der ganzen Aktion merklich unwohl. Hat auch mit einem Kollegen Rücksprache gehalten in welcher Reihenfolge die Wiederbelebung genau erfolgen sollte.
Es waren aber auch viele "könnte" und "müsste" enthalten. Aber wenn halt dann doch was schief läuft wird es gleich teuer, für wen auch immer.


OK, das wäre eine mögliche Erklärung bzgl. der Gefährlichkeit von Ladegeräten in diesem Fall.
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Re: Was passiert bei leerer 12V Batterie - Hier die Antwort

Beitragvon Starmanager » Do 19. Mär 2015, 12:01

Hasi16 hat geschrieben:
Vertraut den BMS-Entwicklern und schließt Euren Wagen einfach ans Stromnetz an, wenn ihr ihn länger stehen lässt. Dem Akku wird wohl nichts passieren. Mein Wagen steht fast immer am Strom (also realistisch mindestens 22 Stunden am Tag). Ich glaube nicht, dass es dem Akku schadet.
Es tut dem Akku viel mehr weh, wenn man ihn immer leer fährt und dann wieder auflädt, als wenn man ihn bei jeder Gelegenheit sofort wieder auflädt. Vier Zyklen von 75 % auf 100 % sind viel unschädlicher als einmal von 0 % auf 100 %.

Viele Grüße
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Hallo Hasi,

kannst Du bitte diese Aussage fundamentieren? Waere interessant zu wissen ...
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Re: Was passiert bei leerer 12V Batterie - Hier die Antwort

Beitragvon Starmanager » Do 19. Mär 2015, 12:05

Papmobil hat geschrieben:
@ NixNutzz
Ich sehe da aber kein Argument, dass es gefährlich ist, ein Ladegerät anzuschließen.
Unter einem Ladegerät verstehe ich natürlich ein Netzteil, bei dem die Leerlaufspannung unter ca. 13,8V bleibt (als kein super Schnellladegerät auf Rollen mit 18V und mehr Leerlaufspannung).
Als Hardwareentwickler nutze ich aus Sicherheitsgründen immer gerne ein definiert strombegrenzendes Netzteil, um ev. Schäden durch zu hohe Ströme (die bei einer externen Autobatterie mit vielen 100A auftreten können) zu verhindern.

Wie gesagt, mir geht es um die Aussage des Servicetechnikers: "Ein Ladegerät könnte an dieser Stelle Schaden verursachen!" ???



Ein Ladegeraet ist fuer ein Automech ein ganz anderes Geraet. Es hat nur einfache Gleichrichtung und geht gleich zur Sache wie man es vom Bleiakku Ladegeraeten gewohnt ist. Daher die Vorsicht. Es koennte ein defekter Akku mit hohem Innenwiderstand sein und die ungesiebte Spannung steht an allen Bauteilen an die ja nicht mehr darauf ausgelegt sind dass sie einen Drehstrom-Generator sich abgeben muessen wenn mal einer die Batterie abhaengt oder die eine defekte Zelle hat.
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Re: Was passiert bei leerer 12V Batterie - Hier die Antwort

Beitragvon Papmobil » Do 19. Mär 2015, 12:57

Starmanager hat geschrieben:
...
Ein Ladegeraet ist fuer ein Automech ein ganz anderes Geraet. Es hat nur einfache Gleichrichtung und geht gleich zur Sache wie man es vom Bleiakku Ladegeraeten gewohnt ist. Daher die Vorsicht.
....


Ich sprach daher ja auch von einem einstellbaren Netzteil mit zusätzlich einstellbarer Strombegrenzung.

Damit habe ich auch mit "ruhigem" Gewissen unter Spannung die Batterie in unserem Touran getauscht. Man (bzw. ich) weiß ja nie, welche Steuergeräte nach Spannungsausfall zickig reagieren. Ich habe da schlechte Erfahrungen mit unserem ehemaligen ML270CDI gemacht.
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Re: Was passiert bei leerer 12V Batterie - Hier die Antwort

Beitragvon Hasi16 » Do 19. Mär 2015, 13:02

Starmanager hat geschrieben:
Hasi16 hat geschrieben:
Es tut dem Akku viel mehr weh, wenn man ihn immer leer fährt und dann wieder auflädt, als wenn man ihn bei jeder Gelegenheit sofort wieder auflädt. Vier Zyklen von 75 % auf 100 % sind viel unschädlicher als einmal von 0 % auf 100 %.

kannst Du bitte diese Aussage fundamentieren? Waere interessant zu wissen ...

Klar!
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/4414.pdf

Seite 25:
Geringe Zyklentiefen (Teilzyklus) verlängern die Lebensdauer ihrer Li-Ion-Akkus. Warten Sie deshalb nicht, bis Ihr Akku vollständig entladen ist, also 100% Zyklentiefe erreicht werden, sondern laden Sie ihn am besten schon früher wieder auf. Der von NiMH und NiCd-Akkus bekannte Memory- oder Lazy-Effekt tritt bei Li-Ion-Akkus nicht mehr auf, zusätzliche Auffrischungszyklen mit Komplettentladung sind unnötig. Da jeder Zyklus zu irreversiblen Kapazitätsverlusten führt, würde dies die Lebensdauer sogar verkürzen.

Viele Grüße
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Re: Was passiert bei leerer 12V Batterie - Hier die Antwort

Beitragvon LocutusB » Do 19. Mär 2015, 13:11

Papmobil hat geschrieben:
Damit habe ich auch mit "ruhigem" Gewissen unter Spannung die Batterie in unserem Touran getauscht.

Geht beim aktuellen Touran auch ohne, musst halt die Uhr wieder neu stellen ;-).

Hochstromfähige 12V Akkus gibt es heute schon recht günstig. Die funktionieren sogar für die Starthilfe beim Verbrenner. Allemal einfacher zu handhaben und günstiger als die 10A Variante eines regelbaren Labornetzteils mit sauberer Gleichspannung.
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