Seid ihr mit eurem i3 denn zufrieden?

Re: Seid ihr mit eurem i3 denn zufrieden?

Beitragvon JuergenII » Mi 19. Nov 2014, 01:07

TOMbola hat geschrieben:
Genauso so sehe ich das auch. Der Rex ist in meinen Augen total kontradproduktiv, der er die schnelle Verbreitung der E-Mobilität verhindert. Da kann man sich das Ding schönreden wir man möchte, insbesondere bei einem Nutzungsgrad von 3-5%.

So so kontraproduktiv!

Es ist also sinnvoller sich einen BEV zu kaufen und zusätzlich einen fossilen PKW zu halten. Denn die weisen Argumente der BEV Fahrer, man leiht sich mal kurz einen Wagen von den Nachbarn oder man fährt dann mit Öffis oder nimmt einen Mietwagen sind für den privaten Einsatz durchaus interessant, für den gewerblichen Einsatz aber absolut ungeeignet.

Die Punkte die Frank geschildert hat stimmen vollkommen. Die 14 Euro KFZ Steuer und die etwas erhöhte Wartung - rund 60 Euro im Jahr - können die Vorteile eines integrierten REX nicht schmälern. Und der Mehrverbrauch durch den REX sind die sprichwörtlichen Peanuts. 0,4 kWh sind einfach lächerlich und macht in der Theorie gerade mal 600 Meter weniger Reichweite aus. Praktisch sieht es etwas schlechter aus, da der REX - zumindest wenn Benzin im Tank ist - so 5 bis 8 km vor Akkuende automatisch anspringt.

Und in der Tat, ohne REX wären die Verkäufe des i3 gut 40% geringer, denn wie schon Manfred hier richtig erwähnt hat, alle seine EV's fahren problemlos. Warum soll ich also soviel Geld für einen i3 BEV ausgeben, wenn ich das auch deutlich billiger haben kann. Der REX ist das herausragende Extra, welches auch Leute von der E-Mobilität überzeugt, die ohne nie einen EV gekauft hätten.

Also was ist besser? Bescheidene Absatzzahlen oder Leute zur E-Mobilität bringen, die von der reinen Le(e)(h)re des BEV nicht überzeugt sind, aber trotzdem damit über 90% und mehr rein elektrisch zurücklegen?

Denn es sind gerade die 3 oder 5% der REX-Fahrten, die in einem BEV nerven. Fragt doch mal Hamburger Jung über seine neusten Überlegungen. Und der hat sich vorab intensiv mit der Materie auseinandergesetzt. Und ausgerechnet unser Gasfahrer, schwadroniert hier fürstlich über Dinge, die er praktisch über einen längeren Zeitraum noch nie ausprobiert hat.

Wenn die Teile mal unter widrigsten Bedingungen 300 km weit kommen, und das Schnellladenetz vernünftig ausgebaut ist, dann aber auch nur dann ist die Möglichkeit den i3 auf Wunsch mit einem Hilfsmotor zu kaufen obsolet. Man stelle sich nur mal vor, es gäbe den i3 nur mit REX. Da wären ja dann fast 30% der Beiträge im i3 Bereich nicht vorhanden.

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Re: Seid ihr mit eurem i3 denn zufrieden?

Beitragvon Schibulski » Mi 19. Nov 2014, 01:58

TOMbola hat geschrieben:
Genauso so sehe ich das auch. Der Rex ist in meinen Augen total kontradproduktiv, der er die schnelle Verbreitung der E-Mobilität verhindert. Da kann man sich das Ding schönreden wir man möchte, insbesondere bei einem Nutzungsgrad von 3-5%.

Das sehe ich als 3%er natürlich ganz anders.

1) Der i3 ist ein E-Auto, mit oder ohne Rex.

2) ALLE Mitmenschen erkennen im i3 ein E-Auto, insofern wirbt er für E-Mobilität und verhindert sie nicht. Andere E-Mobile erkennt man erst, wenn sie an der Säule hängen.

3) Wir tragen aktiv zur Verbreitung der E-Moblität bei: Stehen 2x die Woche an einer Ladesäule in einem auch von Touristen stark frequentierten Gebiet und können das Auto beobachten: Es ist unglaublich wie viele Menschen stehen bleiben und sich die E-Autos interessiert ansehen. Gute Werbung, auch mit (unsichtbarem) Rex.

4) Ich hätte gern ohne Rex gekauft, aber wir liegen mit 55km etwas außerhalb der i3 Design-Ziele. Wenn dann keine Ladesäule frei ist, kann man auf der Rückfahrt nicht mehr Mutti besuchen oder in den Baumarkt gehen. Da hilft auch Denken vor der Abfahrt nicht. Macht nix, kann man ja morgen nochmal hinfahren...hast dann zwar nix verbrannt, aber VIEL Strom verbraucht.

5) Wir hätten das mit der E-Mobilität auch sein lassen können. Haben die anderen drei Autos angemeldet gelassen. Aber wir fahren damit sehr viel weniger! Ist es jetzt das "weniger verbrennen", oder das "politische Zeichen" was uns zu Gutmenschen macht? lol

Zurück zum Thema "Zufriedenheit mit i3": Definitiv zufrieden mit dem Auto i3. Ohne politische Färbung.
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Re: Seid ihr mit eurem i3 denn zufrieden?

Beitragvon Manfred Heck » Mi 19. Nov 2014, 03:19

Warum mal wieder diese Gutmenschen-Geschichte? Warum ohne politische Färbung?

Die Parteien haben zur politischen Meinungsbildung beizutragen und die Politik stellt die Weichen. Zusammen mit der Wirtschaft und beiden unterstelle ich, dass sie den Umstieg zur E-Mobilität gar nicht wollen. Da werden von der Quandt-Familie hohe Spenden an politische Parteien gezahlt, die sonst so reisefreudige Frau Merkel fährt nicht zum Klimaschutzgipfel nach New Yorck, sondern spricht zeitgleich vor Vertretern der Industrie, Herr Gabriel läßt die Dreckschleudern ääh Kohlekraftwerke ungebremst weiter laufen, die Infrastruktur an Ladestationen wird zögerlich ausgebaut und mit verschiedenen Steckern und noch mehr Ladekartensystemen eingebremst und, und, und...

Ich frage mich auch, wieso die E-Autos so teuer angeboten werden, wo doch so vieles wegfällt. Kein Verbrennungsmotor, kein Getriebe, keine Kupplung kein Abgassystem mit Kathalysator, Lambdasonde, Auspuff , kein Tank usw. Dennoch ist der E-Up mehr als doppelt so teuer. Hat VW "vergessen", die nicht mehr verbauten Teile abzuziehen? Ach ja, die Batterie ist ja sooo teuer. Beim Leaf macht die Kaufbatterie rd. 6.000 € aus. Nehmen wir ganz grob kalkuliert den Up für rd. 13.000 € plus Batterie ca. 6.000 € plus E-Motor viell. 2.500 € plus Steuerungsteile etc. noch einmal 2.500 €, dann will VW noch etwas mehr verdienen und den Verkauf bremsen, also plus 3.000 € = 27.000 € Listenpreis.

Davon müßte man den Mehrgewinn von 3.000 € wieder abziehen (VW soll ja verdienen, aber gleich doppelt?), minus V-Motor, Getriebe, Kupplung, Abgasanlage, Tank etc. ganz grob geschätzt viell. 8.000 € ergeben 11.000 € Minderpreis. Nach dieser arg überschlägigen Schätzung sollte der Up für 16.000 € in der Preisliste stehen.

Ich weiß, das ist alles arg grob geschätzt, aber ich habe mir die Augen gerieben, als die VW-Preise veröffentlicht wurden. Und eigentlich den Protest mündiger Bürger erhofft. Aber der zählt und schluckt bzw. kauft weiterhin den halb so teuren Verbrenner. Mir scheint, das alles ist so gewollt. Wir bleiben auf der Strecke und wenn man einem kürzlichen ZDF-Bericht glauben mag, auch langfristig unsere nationale Volkswirtschaft.

Ach ja, das ist politische Färbung. Sorry.
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Re: Seid ihr mit eurem i3 denn zufrieden?

Beitragvon Manfred Heck » Mi 19. Nov 2014, 03:46

Ich habe vergessen zu erwähnen: Nein, ich bin kein "Gutmensch". Nein, ich bin kein Parteimitglied (mehr). Nein, natürlich kann jeder fahren, was er will und wir alle dürfen dann unter Krach und Abgase und Feinststäuben leiden. Nein, ich rette die Welt nicht mit 3 E-Autos, 1 Hybrid und einem weiteren Bestand von früher angeschafften 5 Verbrennern, hab's auch nicht vor. Nein, die REX-Fahrer gehen mir nicht auf den Geist. Besser ein REX-Fahrer als ein Verbrenner-Fahrer. Aber da endet es auch schon.

Es ist außerordentlich schwierig, andere und in meinem Fall Mitarbeiter vom E-Auto zu überzeugen, obwohl ihr Fahrprofil passt, der Wagen eh von mir bezahlt wird und ich auch die Mehrkosten bei der 1 Prozent-Steuer übernehmen würde und anbiete, auf Firmenkosten zu laden. Ja nicht sich drauf einlassen, umdenken iggitt. Vielleicht argumentiere ich deshalb mittlerweile... na sagen wir "pointierter"? Das reine E-Auto passt viel mehr Leuten, als diese glauben. Und für mich ist es kein Argument, wegen 1-5 Prozent das Wischiwaschi mit einem REX einzugehen - meine persönliche Meinung. bei einem größeren REX-Fahrantei sieht das aus momentaner Sicht mit den Reichweiten und der Ladeinfrastruktur sicher anders aus.
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Re: Seid ihr mit eurem i3 denn zufrieden?

Beitragvon Carsten » Mi 19. Nov 2014, 07:43

Ich finde es auch einigermaßen erschreckend, wie unflexibel und bequem die meisten Mitmenschen sind. Ich kenne niemanden in meiner Umgebung, der sich ein Elektroauto gekauft hat, auch nach einer Probefahrt nicht und meinem guten Zureden nicht. Alle sagen, fährt supertoll und leise, aber Reichweite (obwohl es zu 95% paßt), Kosten (obwohl zu 100% leistbar) und unterschwellig Technologieängste. Das wesentliche Thema ist für meine Begriffe die Bequemlichkeit. Da hilft natürlich ein REX, den Umstieg zu erleichtern, Elektroauto light sozusagen.
Ich persönlich war auch konsequent, fahre BEV und nehme die eventuellen Einschränkungen in Kauf, mache aber auch die Beckerfaust, wenn nur noch wenige km im Tank sind und das Laden an einer fremden Ladesäule klappt (das geht Euch REXlern leider ab ;) ).
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Re: Seid ihr mit eurem i3 denn zufrieden?

Beitragvon JuergenII » Mi 19. Nov 2014, 08:38

Carsten hat geschrieben:
Ich persönlich war auch konsequent, fahre BEV und nehme die eventuellen Einschränkungen in Kauf, mache aber auch die Beckerfaust, wenn nur noch wenige km im Tank sind und das Laden an einer fremden Ladesäule klappt (das geht Euch REXlern leider ab ;) ).

Wenn wenig Akkuladung beim i3 vorhanden ist, bedeutet es nach der Beckerfaust im besten Fall rund 2 1/2 bis 3 Stunden Warten um bei max. 7,4 kW den Akku wieder voll zu bekommen. Wie lange dauert das bei den auf 5,x kW kastrierten Wagen?

Ach lieber Neukunde, leider musste ich auf dem Weg zu Ihnen dank eines Unfalls eine Umleitung nehmen, mit der ich Ihren Standort leider nicht mehr erreichen kann. Hatte Glück und konnte nach weiteren 20 Km Umweg an der Ladesäule die Beckerfaust machen. Ich hoffe es stört Sie nicht, dass ich den Termin um 4 Stunden nach hinten verlegen muss. Wir treffen uns jetzt gegen 20:00 Uhr. Ah verstehe, Sie sind zu der Zeit nicht mehr erreichbar. Gut dann verschieben wir das Ganze. Wie, Sie machen das Geschäft jetzt mit einem Anderen? Ich bitte Sie, bedenken Sie doch das ich die reine BEV Lehre beachte, da kommt so was ab und zu vor. Wie, das interessiert Sie nicht? Schade und ich dachte ich hätte es mit einem aufgeschlossenen Geschäftspartner zu tun.

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Re: Seid ihr mit eurem i3 denn zufrieden?

Beitragvon TOMbola » Mi 19. Nov 2014, 08:50

Wer sich rechtfertigt................................................
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Re: Seid ihr mit eurem i3 denn zufrieden?

Beitragvon Hamburger Jung » Mi 19. Nov 2014, 17:24

Hallo Jürgen,

nun, wenn der i3 (ohne REX) für berufliche Zwecke benötigt wird, bei Entfernungen die die Reichweite ausreizen, dann ist der i3 nichts für dieses Profil.

Das sollte aber auch klar sein, oder?

Mit dem Toyota Brennstoffzellen Auto wird es nichts anderes. Hast zwar erheblich weitere Reichweiten vom Grundsatz, jedoch eine noch schlechtere Infrastruktur. Es ist halt immer so bei etwas "neuen".

Lg HH Jung
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Re: Seid ihr mit eurem i3 denn zufrieden?

Beitragvon Carsten » Mi 19. Nov 2014, 17:45

Juergen, ich dachte Du verstehst emojis? Vielleicht ist das Thema aber auch mittlerweile zu emotional, um dies zu erkennen.

Völlig klar, daß es solche Themen gibt, aber wenn Du genau liest, sprach ich auch nicht von diesen.

Take care,
Carsten
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Re: Seid ihr mit eurem i3 denn zufrieden?

Beitragvon JuergenII » Mi 19. Nov 2014, 18:12

Carsten hat geschrieben:
Juergen, ich dachte Du verstehst emojis? Vielleicht ist das Thema aber auch mittlerweile zu emotional, um dies zu erkennen.

Hast ja Recht, es geht hier immer noch um die Zufriedenheit. Aber da die BEV Fraktion was die REX Fraktion angeht teilweise etwas "verschrobene" Ansichten hat, kommen das Thema halt immer wieder auf, auch wenn es mit dem Grundtenor hier wenig zu tun hat. Und die meisten Probleme die die BEV Käufer haben, wären wohl Geschichte wenn es a) flächendeckend CCS Lader gäbe oder b) einen 3-phasen AC Lader.

Einer der großen Vorteile des i3 mit dem bösen REX für uns ist halt, dass wirklich alle unsere Strecken zu 200% abgesichert sind, komme was wolle. Und ich freue mich schon auf die Austauschakkus mit doppelter Kapazität. Dann kann man mit einer Kombiladung nonstop zum Gardasee durchfahren. Was will das Münchner Herz mehr. :mrgreen:

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