Nach einem Jahr i3... Mein Fazit

Nach einem Jahr i3... Mein Fazit

Beitragvon systematic » So 25. Mär 2018, 17:52

Ich fahre meinen i3 (1. Generation mit 60 Ah) nun seit über einem Jahr und wollte immer schon einen Review-Beitrag verfassen, um meine Eindrücke los zu werden. Viel ist es nicht, dennoch gehört es hierher ;)

BMW i3 war mein erstes (E-)Auto, welches mich (hinein) in die Elektromobilität begleitet hat. Umso größer war der Wow- und Aha-Effekt. Das Fahrzeug selbst hat alles gegeben, um mir den Einstieg so leicht und angenehmen zu gestaltet, wie es nur geht. Dafür danke ich BMW als Hersteller.

Plus(e)
Als Positiv möchte ich folgende Dinge hervorheben:
- Qualität & Verarbeitung (Außen & Innen)
- Vom Fahrzeug nie im Stich gelassen

Das ist jetzt nicht viel, aber das ist genau das, weshalb ich mich für einen i3 entschieden habe (ohne jetzt andere Hersteller schlecht reden zu wollen): Das Auto muss laufen, ohne dass ich Probleme damit bekomme. Diese Anforderung erfüllt der i3 mit Bravour. Super.

Minus(e)
Wo Licht, da bekanntlich auch Schatten. In meinem Fall hat sich die Werkstatt (Offakamp in HH) als schwächstes Glied der Kette erwiesen: Schlechtester Kundenservice, den ich je erlebt hatte. Die mehrfachen Besuche (Service-Inspektion und Rückruf-Aktion) haben bei mir einen sehr bitteren Nachgeschmack hinterlassen, da immer etwas schief gelaufen ist. Eine "Entschuldigung" ist schnell hinterher geworfen, ändert aber nichts an der nicht vorhandenen Professionalität des offiziellen BMW-Vertragspartners.

Mit einer Rechnung in Höhe von 401 € für die erste Service-Inspektion habe ich wirklich nicht gerechnet, wo doch immer propagandiert wird, E-Fahrzeuge wären preiswert im Unterhalt. Aber gut, nun ist es so ;)

Zwei Dinge stören mich leicht:
1. Der Fahrer-Türgriff knackt gelegentlich beim Öffnen der Tür.
2. Der Akku braucht lange beim DC-Laden, siehe Tweet mit Messungen. Ich bin der Meinung, hier einen Thread gesehen zu haben mit Vermutungen/Ansagen, die Ladegeschwindigkeit sei per Software eingeschränkt, wo es doch Probleme mit Akkus der i3 1.Gen gegeben hatte. War doch so?

Fazit
Ich liebe meinen i3. Ich glaube, er mag mich auch. Wir sind ein feines Team ;)
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Re: Nach einem Jahr i3... Mein Fazit

Beitragvon dedetto » So 25. Mär 2018, 18:03

Danke für die Zusammenfassung.
Ich überlege auch grade bzgl. der Anschaffung eines i3. Daher sind solche Berichte wichtig.

Das mit dem langsamen CCS (DC) Laden kann ich auch für den Testwagen bestätigen.
Auch er hatte bei dem kühlen Wetter auf "langsam gestellt. Mein e-UP! läd viel, viel schneller!
Dafür baucht der an einer Typ2 Wallbox gefühlte Ewigkeiten...
Viele Grüße aus Bayern
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Re: Nach einem Jahr i3... Mein Fazit

Beitragvon LocutusB » Mo 26. Mär 2018, 12:10

systematic hat geschrieben:
2. Der Akku braucht lange beim DC-Laden, siehe Tweet mit Messungen. Ich bin der Meinung, hier einen Thread gesehen zu haben mit Vermutungen/Ansagen, die Ladegeschwindigkeit sei per Software eingeschränkt, wo es doch Probleme mit Akkus der i3 1.Gen gegeben hatte. War doch so?

Die DC Ladegeschwindigkeit wird von der Temperatur beeinflusst. Hohe Temperaturen werden dank Klimatisierung recht gut vermieden. Niedrige kann man durch "Warmfahren" vermeiden.

Bei den i3s der ersten Generation gab es teilweise Probleme mit der KLE, dem zweiten Ladegerät für die AC Ladung. Diese luden nicht mehr mit den vollen 7,4kW sondern eher mit um die 5kW. Ist aber inzwischen überholt, die betroffenen KLEs wurden getauscht und die Softwarebremse wieder gelöst ...
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Re: Nach einem Jahr i3... Mein Fazit

Beitragvon geko » Mo 26. Mär 2018, 12:42

Beim DC Laden ist die Akkutemperatur die häufigste Einschränkung. Vor allem im Winter vergessen viele Fahrer den Akku NACH der Fahrt, also wenn er noch warm ist, aufzuladen an DC und nicht erst kalt am nächsten Morgen vor der nächsten Fahrt.
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Re: Nach einem Jahr i3... Mein Fazit

Beitragvon Fridgeir » Mo 26. Mär 2018, 13:04

Mein i3 stammt aus 09/2013, also einer der ersten, ich habe erst im Dezember an einer Ladesäule 48,x kW abgelesen und fotografiert; und ja, der Akku war nach etlichen Kilometern und DC-Ladevorgängen definitiv in Betriebstemperatur.
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Re: Nach einem Jahr i3... Mein Fazit

Beitragvon systematic » Mo 26. Mär 2018, 14:05

In meinem Fall war der Akku immer vorgewärmt, da ich zur Ladestation 10-15 Minuten lang fahre...
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Re: Nach einem Jahr i3... Mein Fazit

Beitragvon TMi3 » Mo 26. Mär 2018, 14:53

Am besten die Akku-Temp im Geheimmenü auslesen. Im Winter (Minusgrade) ist der Akku auch nach 100km AB mit 120km/h nicht vorgewärmt.
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Re: Nach einem Jahr i3... Mein Fazit

Beitragvon geko » Mo 26. Mär 2018, 17:13

systematic hat geschrieben:
In meinem Fall war der Akku immer vorgewärmt, da ich zur Ladestation 10-15 Minuten lang fahre...

Das reicht im Winter bei Weitem nicht! Beispiel von vor drei Wochen bei mir: Ein -10 Grad kalter Akku erwärmte sich im Stadtverkehr um gerade mal 1-2 Grad nach 20 Minuten. Um die Komfortzone des Akkus zu erreichen (in der Region um die +20 Grad!), muss man schon 50+ km mit VMax 100+ km/h fahren.
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Re: Nach einem Jahr i3... Mein Fazit

Beitragvon systematic » Mo 26. Mär 2018, 17:53

Dann mache ich einen erneuten Test im warmen Frühling ;)
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Re: Nach einem Jahr i3... Mein Fazit

Beitragvon Helfried » Mo 26. Mär 2018, 18:06

geko hat geschrieben:
Um die Komfortzone des Akkus zu erreichen (in der Region um die +20 Grad!), muss man schon 50+ km mit VMax 100+ km/h fahren.


50 Kilometer, das sind eine halbe Stunde, bringen aber beim BMW auch nur 3 Grad Erwärmung, oder?
Denn ähnliche andere Autos erwärmen sich nach meinem Wissen bei satten 120 km/h um ca. 5°pro Stunde.
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