i3 vs ZOE

Re: i3 vs ZOE

Beitragvon pierrot » So 1. Dez 2013, 17:29

Carsten hat geschrieben:
Das ist alles sehr schön, aber eine Zoe hätte ich mir nie gekauft. Erst der kompromißbehaftete, mit mangelhafter Reichweite und Ladeeigenschaften behaftete, teure usw schlechte i3 macht für mich die Elektromobilität interessant.

Hallo Carsten,
ich gratuliere zur Bestellung eines i3. Jeder hat so seine Präferenzen, das ist auch gut so und du kaufst dir lieber einen BMW als einen Renault. Warum aber der i3 die Elektromobilität erst interessant macht verstehe ich nicht ganz. Der i3 kann, als reines Elektrofahrzeug gesehen, nicht vieles besser als die Zoe. BMW hat die Chance nicht genutzt, das beste Elektroauto auf den Markt zu bringen. Als Premium Hersteller und mit dem Bonus, dass man mehr Geld verlangen kann, hätte ich mindesten mehr Reichweite und einen besseren Lader als die Konkurrenz erwartet. Deswegen werde ich keinen i3 bestellen, wenigstens nicht einen der ersten Generation.
Gruß,
Pierre
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Re: i3 vs ZOE

Beitragvon Carsten » So 1. Dez 2013, 18:27

pierrot hat geschrieben:
Carsten hat geschrieben:
Das ist alles sehr schön, aber eine Zoe hätte ich mir nie gekauft. Erst der kompromißbehaftete, mit mangelhafter Reichweite und Ladeeigenschaften behaftete, teure usw schlechte i3 macht für mich die Elektromobilität interessant.

Hallo Carsten,
ich gratuliere zur Bestellung eines i3. Jeder hat so seine Präferenzen, das ist auch gut so und du kaufst dir lieber einen BMW als einen Renault. Warum aber der i3 die Elektromobilität erst interessant macht verstehe ich nicht ganz. Der i3 kann, als reines Elektrofahrzeug gesehen, nicht vieles besser als die Zoe. BMW hat die Chance nicht genutzt, das beste Elektroauto auf den Markt zu bringen. Als Premium Hersteller und mit dem Bonus, dass man mehr Geld verlangen kann, hätte ich mindesten mehr Reichweite und einen besseren Lader als die Konkurrenz erwartet. Deswegen werde ich keinen i3 bestellen, wenigstens nicht einen der ersten Generation.
Gruß,
Pierre


Hallo Pierre,
siehe u.a. hier http://www.goingelectric.de/forum/bmw-i3/i3-mehr-als-10-000-stueck-verkauft-t2793-50.html, 5. Post.
Viele Grüße,
Carsten
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Re: i3 vs ZOE

Beitragvon meta96 » So 1. Dez 2013, 20:17

... ein bisschen Rivaltät tut beiden schon gut, immerhin sind dann die Hersteller gezwungen, stetig ihre Fahrzeuge zu verbessern ;). Ich glaube ja, dass jeder i3-Fahrer in seinem Umfeld zumindest einen weiteren E-Auto Fahrer generieren wird (i3, Zoe, Leaf ...), daher :thumb: für unsere Vorbesteller.

Vor allem glaube ich, dass die neue Kundenschicht die der i3 erreicht, hinten herum viel bewirken wird. Es werden sich einige "Normalos" denken, warum um Gottes Willen der Chef jetzt auf einmal mit dem i3 seiner Frau in die Firma kommt und nicht mehr mit dem X5/X6. Glaube auch, dass ein paar Jungs erkennen werden, dass sie mit ihrem i3 mehr Aufmerksamkeit erregen, als mit Ihrem Porsche ... der i3 wird ähnlich wie der/das Model S auch uns nicht i3 Fahrern mehr Akzeptanz (und vielleicht auch mehr Anerkennung) bringen ... also liebe Vorbesteller bringt den i3 auf die Straßen, jawohl ;)
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Re: i3 vs ZOE

Beitragvon Carsten » Mo 2. Dez 2013, 08:06

@ meta96: Sehe ich ganz genau so wie Du. Ich bin auch schon kräftig am werben pro E-Mobilität und bin bei der Probefahrt mal kurz bei meinen Eltern vorbei. 30m Mitfahrt haben großes Erstaunen bewirkt. Dies wird sehr vielen so gehen.

@ Pierre: Nochmal zurück zu i3 vs Zoe. Ganz sachlich betrachtet - was kann ein 5er mehr als ein Laguna? Nicht wirklich viel, er ist viel teurer und trotzdem deutlich erfolgreicher ;)
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Re: i3 vs ZOE

Beitragvon kai » Mo 2. Dez 2013, 08:49

Hi Leute,

ich bleibe dabei:
Beide Autos sind meines Erachtens die erste Generation von Großserienfahrzeugen, für die sich KEIN MENSCH mehr in 4 Jahren intensiv interessieren wird. Quasi iPhone1 und Android 2.3.

Der Wertverlust wird riesig sein, wenn doppelte Reichweite für geringeren Preis in wenigen Jahren verfügbar sein wird.

Ist doch toll das es jetzt Leute gibt die "investieren", einmal in ein günstiges und ein andermal in ein teureres Auto. Beide werden einen hohen Preis zahlen, aber das ist es beiden wert.

Also Leute gebt GAS ! damit wir ENDLICH mal einen BMW i3 in Hamburg sehen.

Gruß

Kai
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Re: i3 vs ZOE

Beitragvon teutocat » Mo 2. Dez 2013, 09:19

Carsten hat geschrieben:
Wieviel zweifelsohne technisch gute Leafs würden ohne Botschafterleasing auf der Straße fahren?


nanana,
Botschafter Leasing gibt es nur in D (vielleicht noch in A oder CH ?). Woanders gibt es vor allem Subventionen oder sonstige Privilegien für die Anschaffung eines E-Mobils, und davon hat der LEAF massiv profitiert, weil er einfach auf dem Markt erhältlich war. Davon wird der i3 wahrscheinlich auch irgendwann profitieren (zulassungszahlenmässig), wenn er denn endlich ausgeliefert wird.
Aber: Die Jahresproduktion des i3 ist auf ca. 30000 Einheiten p.a. eingestellt. Wenn also ab sofort kein LEAF produziert/verkauft werden würde, dann bräuchte BMW mindestens 2 Jahre um ihn einzuholen. Davon ist aber lange nicht auszugehen, denn der LEAF hat sich sehr bewährt und wird bereits in der zweiten Generation produziert und an mehr als einem Produktionsstandort. Ich denke der LEAF wird noch eine ganze Weile das weltweit meistverkaufte E-Mobil bleiben.

Unabhängig davon bin ich vom Konzept des i3 überzeugt, habe eigentlich nichts zu meckern und finde dass er derzeit der beste elektrische Kompaktwagen ist.

Gruß
Roman
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Re: i3 vs ZOE

Beitragvon green_Phil » Mo 2. Dez 2013, 10:22

creative-tec hat geschrieben:
Der i3 scheint auf den ersten Blick innovativ, entpuppt sich aber bei genauer Betrachtung als zu Kompromiss behaftet. Kleiner Kofferraum,unsinnige Tür Anordnung, wichtige Technologien kosten entweder Aufpreis (Wärmepumpe) oder sind praktisch nicht nutzbar (schnellladen).Der i3 ist eher ein Carbonauto als ein E-Fahrzeug.Der Rangeextender soll die mangelhafte Reichweite kaschieren.Der i3 zeigt das image und Wertigkeit für viele wichtiger sind als Technik.Für BMW nimmt man viele Unzulänglichkeiten in kauf und redet sie sich schön. Wichtig ist nicht das BMW ein 50000 € Carbonauto baut, sondern das es endlich bezahlbare Elektroautos gibt.Da ist Renault mit dem Zoe ungefähr doppelt so Vorsprunglich wie BMW mit dem i3.

Ich tue mir das mal an und gehe Punkt für Punkt darauf ein.

- Kofferraum ist klein. Stimmt, aber ausreichend groß für seinen Einsatzzweck! Es ist kein Familienvan und kein Langstreckenauto. (Wann geht das endlich in die Köpfe rein?) Und wenn wir schon beim Vergleich mit dem ZOE sind: Der i3 kann die Rücksitzbank GETEILT umklappen! Voilà, ein flexibel erweiterbarer Kofferraum!

- unissnige Türanordnung. Es ist eine andere Türanordnung. Blödsinn ist das nicht. Ich verweise wiederholt auf den Einsatzzweck eines i3s. KEIN FAMILIENVAN! Für das Einsteigen ab und zu ist das völlig ausreichend, so wie es ist. Und es ist meines Erachtens auch nur ein kleiner Kompromiss, wenn man täglich durch die Vordertür hinten einsteigt. Es ist so viel Platz, man kann sich das Öffnen der Hintertür sparen, wenn man die Sitzlehne vorklappt. Oder man lässt den Sitz und öffnet geschwindt die Hintertür. Ist eine Sache von einer Sekunde. Selbst schon mehrfach getan!

- wichtige Technologie kosten Aufpreis (Wärmepumpe). Stimmt. Dafür muss man als REX-Fahrer die Wärmepumpe nicht mitbezahlen. Man hätte auch die Wärmepumpe mit in den Basispreis reinnehmen können (der dann höher gewesen wäre) und den REX billiger anbieten. Kommt hin wie her in meinem Portemonaie auf's Gleiche raus. So kann BMW von einem niedrigen Einstiegspreis profitieren. Da hast Du wohl nicht gründlich nachgedacht, bevor Du kritisierst. Schwache Leistung.

- i3 kann praktisch nicht Schnellladen. Falsch. Einfach Blödsinn. Der i3 kann DC schnell laden! Mit 50 kW! AC kann er nur gut 7 kW, das stimmt und ist ein Kritikpunkt - zumindest, solange es noch nicht überall CCS gibt. Ein Vergleich:
ZOE 44 (AC [kW]) - nicht möglich (DC [kW])
i3 7,4 (AC [kW]) - 50 (DC [kW])

Wir sehen: der i3 und der Zoe sind einfach verschiedene Autos mit verschiedenen Konzepten. Der i3 hat deutlich mehr Flexibilität beim Laden, leider derzeit (noch!) mit wenigen CCS-Stationen. Der Zoe bietet momentan etwas mehr Praxistauglichkeit für längere Fahrten mit Zwischenladen.

- Der i3 ist eher ein Carbonauto als ein E-Fahrzeug. Stimmt. Cool, oder? (Ein Carbonauto definiere ich als Auto, das hauptsächlich mit Carbon gebaut wurde) Nur ein wenig Alu ist beim i3 auch drin, also eher eine Aluminium-Carbon-Auto. Für mich ist das so gar kein Kritikpunkt. Der Zoe fährt noch mit Stahl. Ob das besser ist? (Nein, es ist einfach nur anders)

- Der Rangeextender soll die mangelhafte Reichweite kaschieren. Aha. Das ist also Deine Meinung. Gott sei Dank denkt BMW da anders, denn die sehen den REX als Beruhigungspille für Ängstliche, die ihre tägliche Fahrleistung gern mit 100% Pufferkapazität abends beenden. BMW kaschiert nichts. Und schon gleich gar nicht mit dem REX.

- Der i3 zeigt das image und Wertigkeit für viele wichtiger sind als Technik. Jetzt wird es unsachlich. Ohne jetzt Gegenargumente ins Feld führen zu müssen, sage ich einfach: BMW hat die bessere Technik. Es fehlt einzig der AC-Schnelllader, sonst ist die Technik der i3s wohl ausgereifter als die des ZOEs. Mir juckt es fast in den Fingern jetzt aufzuzählen... :D

- Für BMW nimmt man viele Unzulänglichkeiten in kauf und redet sie sich schön. Und noch weniger stichhaltig. Das muss man nicht kommentieren.

- Wichtig ist nicht das BMW ein 50000 € Carbonauto baut, sondern das es endlich bezahlbare Elektroautos gibt.Da ist Renault mit dem Zoe ungefähr doppelt so Vorsprunglich wie BMW mit dem i3. Das sehe ich etwas anders. Wichtig ist, dass es für jede Käuferschicht - sprich für jeden Kundenanspruch und jedes Budget - passende Autos gibt. Nicht nur kleine Stadtwagen für kinderlose Paare. Ein saubilliges Auto, was alle Ansprüche erfüllt wird es aber NIE geben. Ihr könnte also aufhören, darauf zu warten.

LG, Philipp.
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Re: AW: i3 vs ZOE

Beitragvon JuergenII » Mo 2. Dez 2013, 10:28

Wissen hier überhaupt manche, welchen Bockmist sie so schreiben?

creative-tec hat geschrieben:
Der Zoe demokratisiert das E-Auto.
Es ist das erste für die breitere Masse bezahlbare Elektroauto mit sehr guter Technik.


So, so, der Zoe ist das erste bezahlbare Elektroauto? Angeboten für 21.000 bis über 24.000 Euro + Batteriemiete ab 79 bis über 100 Euro pro Monat, solange man das Teil fährt! Macht bei 6 Jahren Nutzungsdauer auch Minimum 5.688 Euro aus oder in Summe zwischen 26,688 und 29.688 Euro. Wirklich sehr preiswert und für die Masse voll bezahlbar! Für die Preise bekomme ich auch einen E-up aber mit Batterie und bis zu 160.000 km Garantie auf selbige.

Und was die Aussage um so zweifelhafter macht: Wo ist denn die breite Masse an Käufern? Die findest Du nirgends, noch nicht mal im Heimatland Frankreich.

Der i3 scheint auf den ersten Blick innovativ, entpuppt sich aber bei genauer Betrachtung als zu Kompromiss behaftet.

Sehe ich beim Zoe und allen anderen E-Fahrzeugen genauso.

Der Kofferraum wird also bemängelt! Der i3 hat einen größeren als der e-up, vom Smart ganz zu schweigen. Im Gegensatz zum Zoe kann man bei ihm wenigstens die Rücklehnen getrennt umlegen, was bei 3 Personen einen deutlich größeren Kofferraum ergibt als beim Zoe.

Lieber nehme ich eine etwas andere Tür Anordnung in Kauf, als ihn nur als reinen Drei-Türer zu bekommen. Und das mit den wichtigen Technologien ist auch so eine Sache! Wie effektiv die Wärmepumpe ist, wird sich noch zeigen. Beim Leaf brachte sie kaum Mehrreichweite, das war eher der besseren Aerodynamik und Gewichtseinsparung geschuldet. Und die Schnellladung funktioniert auch beim BMW mit CCS Lader. Die gibt es zwar genauso wenig wie zahlreiche 43 kW AC Lader - und nur mit denen kann der Zoe die üblichen 30 Minuten und 80% erreichen. Dazu muss ich aber jedes mal Renault 2 Euro bezahlen. Stimmt, richtig massentauglich!

"Der i3 ist eher ein Carbonauto als ein E-Fahrzeug."

Diesen Satz musst Du noch mal genau erklären? Ist der Zoe dann eher ein Stahlfahrzeug als ein E-Fahrzeug??

"Der Rangeextender soll die mangelhafte Reichweite kaschieren."

Der REX wäre bei den jetzigen Reichweiten auch in jedem anderen E-Fahrzeug empfehlenswert. Dein Zoe kommt im Winter bei Kälte auch kaum über 100 km weit. Selbst Renault geht von 100 (Winter) bis 150 km (Sommer) realen Km aus.

"Der i3 zeigt das image und Wertigkeit für viele wichtiger sind als Technik."

Würde ich so nicht sagen, oder liest Du nicht in den BMW Foren? Da wird der Kleine niedergemacht. Gerade BMW Halter können mit dem i3 relativ wenig anfangen.

"Für BMW nimmt man viele Unzulänglichkeiten in kauf und redet sie sich schön."

Das ist ein Punkt, da gebe ich Dir Recht. Bei BMW stört mich eher das "Verkaufsambiente" und die Tatsache, das ich ihn in München nur bei der BMW Niederlassung warten und reparieren darf. Und die ist mit Verlaub, was Kundenzufriedenheit anbelangt, unterdurchschnittlich.

Wichtig ist nicht das BMW ein 50000 € Carbonauto baut, sondern das es endlich bezahlbare Elektroautos gibt.
Da ist Renault mit dem Zoe ungefähr doppelt so Vorsprunglich wie BMW mit dem i3.

Erstens sollte man den richtigen Preis nennen, der beginnt ab 35.000 Euro. Will man auf ein ähnliches Ausstattungspaket kommen wie beim Zoe sind es rund 40.000 Euro. Rechnet man die Batteriemiete dazu liegt der preisliche Unterschied bei rund 10.000 Euro oder weniger (je nach Fahrleistung). Ganz ehrlich, den Unterschied ist er mir sogar wert. Denn was Verarbeitung und konzeptionelle Ideen bei Produktion und Fertigung angeht, gibt es zur Zeit kein zweites Fahrzeug - egal ob EV oder Verbrenner.

Und für Deine 50.000 Euro bekomme ich bei BMW Extras, die gibt es bei der Konkurrenz erst gar nicht.

Zudem bekommt man bei Renault die Ladeinfrastruktur quasi Serie geliefert.
Gegen Aufpreis dann sogar mit 22kw zu hause laden, das ist Fortschritt.

Die bekomme ich beim i3 auch in Serie, sogar mit dem großen Vorteil, das mir dazu zu Hause - wie auch beim Leaf - eine normale Steckdose reicht! Und da die Batterie etwas kleiner ist, geht das auch in überschaubaren Zeiten. Und sollte der Wagen tatsächlich mal aufladen und ich muss dringend weg, dann schalte ich den REX ein und fahre los. Wie geht das beim Zoe, wenn der gerade geladen werden muss? Da wartet dann der Fahrer erst mal bis zu einer Stunde - sofern er zusätzlich in einen Drehstromlader (inkl. Leitung und Anschlusskosten) investiert hat, denn beim Zoe geht das "serienmäßig" zu Hause auch nur mit 3,7 kW.

Also viel bleibt bei kritischer Betrachtungsweise nicht über. Das BMW keine Billigfahrzeuge baut, muss doch mittlerweile jedem hier klar sein. Und das immer wieder neue Leute heraus kriechen und einem weismachen wollen, das der Zoe ach so billig ist soll mir mal einer erklären. Ich würde sogar eine andere Rechnung aufmachen, damit man mal sieht wie teuer der Zoe tatsächlich ist:

Man nehme die 41.730 Euro eines i3 in Zoe Ausstattung, ziehe die 24.410 eines Zoe Zen ab und nehme für die 17.320 Euro Differenz einen KfW-Kredit über 6 Jahre für 2,5% auf. Macht rund 260 Euro im Monat. Davon muss man jetzt noch die Akkumiete abziehen, wobei ich hier mal von realistischen 15.000 Jahreskilometer ausgehe (94 Euro), macht also einen Mehrpreis von 166 Euro im Monat aus. Dazu kommen noch günstigere Wartungskosten bei BMW (alle 2 Jahre oder 60.000 km rund 100 Euro) und geringere Stromkosten, da bei ähnlicher Reichweite ein deutlich kleinerer Akku reicht. Noch übler wird der Vergleich mit einem E-up. Da kann ich die Mehrkosten über VW zur zeit mit 0,9% finanzieren, was in etwas die Akkumiete beim Zoe ausmacht.

Nur wenn ich die Fahrzeuge verkaufe, brauche ich bei Renault erst mal jemand, der bereit ist, für einen Gebrachten zusätzlich pro Jahr fixe 1.000 Euro und mehr an Renault zu überweisen. Das werden aber die wenigsten Gebrauchtwagenkäufer machen wollen.

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Re: i3 vs ZOE

Beitragvon Adrian » Mo 2. Dez 2013, 11:34

He Kai,

wenn es in ein paar Jahren deutlich mehr Reichweite geben wird, dann sehe ich den Wertverlust nicht so hoch. Denn den Akku kann man doch einfach tauschen. BMW hat ja auch schon angekündigt, dass die nächste Akkugeneration kompatibel sein wird.

2017 wird ein Akku wahrscheinlich nicht mehr wie 3.000-5.000 € kosten, d.h. wer es nötig hat tauscht seinen Akku und hat dann ein "neues I phone"...mit x % mehr Reichweite.
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Re: i3 vs ZOE

Beitragvon kai » Mo 2. Dez 2013, 12:57

Hi Adrian,

Deine Vorahnung in Ehren, aber schau doch mal wer heute noch ein iPhone 1 haben will. Und was das jetzt für ein Wertverlust ist.

Wir sind hier bei Elektronikpreisverfall angekommen. Maximal 2 Jahre, dann weg mit dem Ding.
2017 ? Wow, da hole ich mir den kleinen Tesla für 35.000€ :)

Schätze das 2017 viele Fahrzeuge folgende Standardausstattung haben müssen
- Schnelladung AC 11-43kw, alleine fürs zuhause Laden extrem wichtig
- Schnelladung DC 120kw CCS/Tesla, für Autobahn
- Option zur Induktionsladung 22kw AC, für die Bequemlichkeit
- Mindestens 50kwh Akku, für 250-300km reale Reichweite
- Radnabenmotoren oder zumindest Allrad
- flexibles Raumkonzept
- höchste Recyclingfähigkeit
- (gegen Aufpreis) kostenloses Laden ( Wie Nissan in UK, Renault in FR, Tesla weltweit)

Denen fällt garantiert was ein, nur das es immer teuere wird wie bei den fossilen Kisten, das wird nicht klappen. Alleine Teslas Einkaufspreise bei den Batterien wird extrem Preisdruck von Oben für BMW und Mercedes aufbauen.

Ein i5 mit 30kwh oder ein kleines Model S mit 60kwh könnten in 2015 preisgleich sein. Mal sehen wie sich die Käufer entscheiden.

Die Spannung fängt doch erst an. Die Leute beginnen doch erst zu realisieren, das es da was neues gibt.

Kai
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