i3 ein zukünftiger Klassiker?

Re: i3 ein zukünftiger Klassiker?

Beitragvon Karlsson » Di 17. Feb 2015, 19:26

Elektronik leicht zu ersetzen???

Also im Maschinenbau kenne ich da aber ganz andere Probleme. Nach ein paar Jahren ist die Steuerung kaputt, Ersatz gibt's keinen, Hersteller möglicherweise auch längst nicht mehr am Markt.
Die Anlagen sind dazu ziemlich kompliziert und ein paar Jahre später kennt sich keine Sau mehr mit der vorherigen Technik aus.
Die Mechanik ist immer noch gut oder lässt sich reparieren. Aber Elektronik....großes Drama!
Der einzige Vorteil vom E-Auto könnte sein, dass möglicherweise weniger Steuergeräte verbaut werden.
Je weniger, desto besser.
Die Autos von 1980 kann man mit der simplen Technik noch ganz gut im Schuss halten. Aber Baujahr 2015?
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Re: i3 ein zukünftiger Klassiker?

Beitragvon NotReallyMe » Di 17. Feb 2015, 20:02

Wir dürfen davon ausgehen, daß BMW die Ersatzteile für den I3 viel länger als ein paar Jahre bevorraten wird, da hätte ich eher Angst bei anderen Herstellern. Auch bezüglich der Klebeverbindungen (die meist eine Kombination mit anderen Verbindungs-Verfahren sind) würde ich mir nicht allzu großen Sorgen machen. Wie in einem anderen Post bereits erwähnt weiss ich, daß BMW bei der QS besonders des Carbons und den daraus erstellten Komponenten große Sorgfalt walten lässt und den Herstellungs-Prozess zur Reduktion des anfangs vielen Ausschuss ständig weiter optimiert. Eine Blech-Karosse wird im Laufe des Lebens bekanntermaßen immer weicher. Ob Carbon analog wohl einfach zerbröselt ;-)?
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Re: i3 ein zukünftiger Klassiker?

Beitragvon Karlsson » Di 17. Feb 2015, 20:16

NotReallyMe hat geschrieben:
Wir dürfen davon ausgehen, daß BMW die Ersatzteile für den I3 viel länger als ein paar Jahre bevorraten wird

Na so 30 Jahre sind wohl Standard. Sind da nicht oft Elkos verbaut, die auch kalendarisch altern?
Für einen Klassiker sind 30 Jahre ja dann nicht so viel. Versuch doch mal an Ersatzteile für einen Käfer mit Bretzelscheibe zu kommen oder für einen T1.
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Re: i3 ein zukünftiger Klassiker?

Beitragvon BMWFan » Di 17. Feb 2015, 20:18

Kohlefaser besteht fast aus reinem Kohlenstoff. Kohlenstoff hat eine praktisch unbegrenzte Lebensdauer, weil es biologisch und chemisch schwer angreifbar ist, und darum ist ja auch Kohle in so riesigen Mengen elementar zu finden und auch Diamant so stabil. Im Gegensatz zu Eisen, welches bekanntlich schnell oxidiert, sobald die Schutzschicht an der Oberfläche beschädigt wird. Die Frage, ob der i3 eine Klassiker wird, ist wesentlich weniger wichtig, als die Frage, ob er ein Meilenstein in der Automobilentwicklung darstellt. Und das ist er definitiv.
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Re: i3 ein zukünftiger Klassiker?

Beitragvon Snuups » Di 17. Feb 2015, 20:32

elektronische BauteileVerschleißen auch, wenn man sie nicht benutzen. Im Grunde kann man sagen, dass 80 % der produzierten Elektronik spätestens nach 30-50 Jahren nicht mehr funktioniert. Es ist ja heute schon schwierig, noch einen funktionierenden Commodore 64 zu bekommen. Auch als vor einiger Zeit ein paar 100 originalverpackte sie 64 aufgetaucht sind, war gut die Hälfte kaputt. Rein mechanische Fahrzeuge sind wesentlich leichter zu erhalten. Ich fürchte bei der Elektromobilität wird es in Zukunft Spezialfirmen geben, die Elektronik nachbaut bzw. modernere Teile einbaut. Es wird immer Fahrzeuge geben, die einen gewissen Unterhaltungswert haben. Welche das im einzelnen sind, wird sich zeigen. Ob der BMW ein Klassiker wird kann man heute noch gar nicht sagen. Es gibt einfach noch viel zu wenige, dass sie den Menschen in Erinnerung bleiben. Noch sind Elektrofahrzeuge absolute Exoten. Dass einige Hersteller besonders hässliche Karosserien für Elektrofahrzeuge designen liegt einfach in der Natur der Sache, aufzufallen. Early Adopter achten oft nicht auf Funktionalität oder praktische Nutzen. Wie die Vergangenheit allerdings zeigt, im Oldtimermarkt sind eher die Topmodelle begehrt. Natürlich gibt es auch für VW-Käfer Fans. Aber wirkliche Klassiker sieht man er bei Mercedes, Düsenberg, Rolls Royce oder Bugatti. Fahrzeuge, die von der breiten Masse zwar wahrgenommen wurden, aber von anderen Leuten gefahren worden sind.
Liebe Grüsse
Snuups

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Re: i3 ein zukünftiger Klassiker?

Beitragvon Karlsson » Di 17. Feb 2015, 21:14

Snuups hat geschrieben:
Wie die Vergangenheit allerdings zeigt, im Oldtimermarkt sind eher die Topmodelle begehrt. Natürlich gibt es auch für VW-Käfer Fans. Aber wirkliche Klassiker sieht man er bei Mercedes, Düsenberg, Rolls Royce oder Bugatti. Fahrzeuge, die von der breiten Masse zwar wahrgenommen wurden, aber von anderen Leuten gefahren worden sind.

Passt doch zum i3. Der ist für den Pöbel auch viel zu teuer ;)
Der Pöbel muss Renault fahren. Wobei ja auch R4 oder 2CV zu Klassikern wurden. Oder der kleine Fiat (il Topolino?).
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Re: i3 ein zukünftiger Klassiker?

Beitragvon Robert » Di 17. Feb 2015, 21:47

Karlsson heute weißt du mich wirklich zu erheitern. :lol: Pöbel=Renault. :thumb:
Wie viel Spass macht dein Auto ?
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Re: i3 ein zukünftiger Klassiker?

Beitragvon Karlsson » Di 17. Feb 2015, 22:27

Das war ja liebevoll gemeint, ich sehe mich da ja selbst auch. Für nen i3 fühle ich mich eindeutig zu arm, auch wenn ich ihn bei echtem Interesse auch einfach kaufen könnte.
Aber was hier viele für Autos bereit sind auszugeben finde ich schon krass.
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Re: i3 ein zukünftiger Klassiker?

Beitragvon Greenhorn » Di 17. Feb 2015, 22:34

Ich weiß wie Karlsson drauf gekommen ist.
Hieß doch früher; jeder Popel fährt nen Opel.
Was hattest Du noch für ein Auto ;-)

Zum Klassiker, ich denke schon. Steuergerät und BMS kann man ersetzen. Aufs Navi/Monitor kann man draufvverzichten, wenn defekt. Der Rest ist doch Großserientechnik.
Gruß Bernd
Seit 26.02.15 Leaf Tekna: schon über 65.000 km Erfahrung :-)
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Re: i3 ein zukünftiger Klassiker?

Beitragvon eDEVIL » Di 17. Feb 2015, 23:27

Für eine Rarität wurden schon zu viele gebaut, aber hängt auch von der Haltbarkeit ab.
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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