Fazit: i3 ohne REX nicht für mein Profil

Re: Fazit: i3 ohne REX nicht für mein Profil

Beitragvon molab » Di 30. Dez 2014, 13:13

DoRo hat geschrieben:
Das gilt doch aber genau so für den i3 Rex. Der schleppt jetzt schon permanent 130 Mehrgewicht in der Stadt mit. Der "Gesamtbedarf" wird folglich schon jetzt durch den Rex gesteigert. Und auf längeren Strecken wird er im schlimmsten Fall sogar noch mit fossiler Energie betankt. Diese Argumentation ist für mich daher nicht wirklich schlüssig.

Tja, valider Punkt - aber so ist das mit der reinen Leere, lässt sich im wahren Leben selten durchhalten. Jetzt sag mir mal, was ich machen soll, habe ja noch keinen i3, sondern einen Smart ED (weniger als 50kg Mehrgewicht gegenüber Verbrenner).

Status: Smart ED BEV only für den Raum Köln/Düsseldorf/Bonn, in dem ich lebe und trotz ÖPNV ein Auto brauche. U.a. weil ich beim Fahren beruflich telefonieren kann, ohne dass gleich jeder mithört. Außerdem spare ich trotz ÖPNV Zeit. Habe auch oft in Frankfurt und in Basel zu tun, da fahre ich i.d.R. mit dem Zug hin. Zumindest, solange ich nichts transportieren muss. Muss ich manchmal aber - keine großen Sachen, aber mit dem Zug nervig. Kann ich auch nicht versenden. Dennoch habe ich meinen Langstreckenverbrenner verkauft, weil er dank Smart immer nur mit leerer 12V-Batterie rumstand. Daher überlege ich jetzt, ob ich i) den Smart ED aus dem im kommenden Jahr ablaufenden Leasing übernehme und Fehlstrecken per Mietwagen mache (die dann z.B. K <-> Frankfurt 400km und nach K <-> Basel 800km rein fossil fahren) oder ii) den Smart ED durch einen i3 REX ersetze, der bei diesen Strecken zumindest 130-150km pro Richtung (also 260-300km pro Tour) elektrisch abdeckt und K<->F dann sagen wir 140km fossil fährt (Basel wären konservativ 540km fossil). In der Stadt wiegt der i3 mit REX 300kg mehr als mein Smart ED, verbraucht dafür aber außerhalb weniger, weil er windschnittiger ist. Ja, den REX würde ich die meiste Zeit spazieren fahren - aber selbst mit REX ist der i3 z.B. leichter als eine Zoe. Und wenn ich den REX mal brauche, ist er halt da und ist nicht wie mein Verbrenner wegen Unternutzung nicht fahrbereit.

Na, was soll ich machen? Tesla scheidet aus, weil ich den Smart ED dann für die Stadt behalten müsste - der wiegt nämlich 1200kg mehr als der Smart, mehr als das doppelte. Außerdem ist er für die Stadt schlicht zu groß (zu breit vor allem). Auch verbraucht er in jeder Situation deutlich mehr, als ein i3. Ein Tesla würde bei mir rumstehen, wie mein alter Verbrenner - allerdings würde er im Stand noch 300Wh brauchen, das tat mein Verbrenner nicht. Brauche den Tesla auch nicht als Statussymbol, habe derzeit ja auch kein Problem damit, als Freiberufler zu meinen Kunden im Smart ED zu fahren. Die halten mich eh für einen Nerd und der Smart ist klassenlos. Würde auch trotz Tesla lange Strecken weiterhin vorzugsweise per Bahn fahren, einfach weil ich da besser arbeiten kann. Einen Fahrer kann ich mir nämlich leider noch nicht leisten. Außerdem ist die Bahn schneller (also zu den meisten Zielen). Leider sind manche Termine mit der Bahn halt zu nervig, sonst würde ich einfach beim Smart bleiben.

So sehr ich reine Lehren mag - praktisch fehlt mir gerade eine bessere Lösung für die Fahrten nach Basel. Basel ist jetzt auch nicht der einzige Ort, gibt andere. Habe Basel nur genommen, weil da auch die Bahn gut hinfährt. Bahn fahre ich im Gegensatz zu ÖPNV ganz gerne, weil ich da besser arbeiten kann und ggf. auch leichter ein Plätzchen zum Telefonieren finde (in der 1. Klasse ist es nicht so überlaufen meist).
Zuletzt geändert von molab am Di 30. Dez 2014, 13:35, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon molab » Di 30. Dez 2014, 13:22

Joe-Hotzi hat geschrieben:
So sehr ich Deine Ansichten schätze - das halte ich für "Schwarz-Weiß"

Schreiben doch fast alle gerade schwarz weiß ;) Hast ja Recht, aber ist es "klimaneutral", wenn sich E-Autos durchsetzen und jeder meint, in der Stadt Dickschiffe fahren zu dürfen? Die dann bei den vielen Ampelstarts nicht auf die 20kWh/100km kommen, die sie Überland schaffen? Und tagsüber an der nach Prio 1 = kostenfrei und Prio 2 = Ökostrom ausgesuchten Säule nachladen, durchaus auch zur Peakzeit - denn zu Hause müsste man den Strom ja bezahlen? Weiß nicht. Anspruch und Wirklichkeit halt, wie immer. Irgendwie löste die reine Lehre mein Auswahlproblem jedenfalls gerade nicht ;-)
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Re: Fazit: i3 ohne REX nicht für mein Profil

Beitragvon lingley » Di 30. Dez 2014, 13:25

@molab
Tschuldigung das ich hier mal quereinsteige ...
Ampera ... wäre der was für dich ?
Kein Spielzeug-pseudo REX wie im i3, sondern ein ordentlicher RE !
Habe auch schon überlegt mir einen als Zweitwagen zuzulegen, aber mir persönlich leider noch zu teuer.
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Re: Fazit: i3 ohne REX nicht für mein Profil

Beitragvon Speedy33 » Di 30. Dez 2014, 13:42

"e-lectrified" der Grund für die Reaktionen auf Deine Beiträge sind Dein Beharrungsvermögen und Deine Behauptungen. Ich habe mir noch einmal die Beiträge zu diesem Thema durchgelesen. Wer hat denn behauptet, dass der REX flüsterleise ist und NIEMALS in der Stadt läuft? Niemand. Viele haben nur ihre Erfahrungen mit dem REX beschrieben. Ab einer gewissen Geschwindigkeit ist der REX im Innenraum nicht mehr zu hören und ich vermute auch außerhalb des Fahrzeuges nicht. Leider zeigen alle Geräuschmessungen bei Youtube nur Messungen am stehenden Fahrzeug (teilweise in der Garage) oder beim Fahren im Innenraum. Da sich der REX zudem an jedem Ampelstopp automatisch abschaltet, kommt dieser Fall des stehenden, knatternden Fahrzeugs in der Praxis aber nicht vor. Auch der letzte Link von Dir mit der Außenvideo- und -tonmessung an der Heckscheibe des i3 wird so selten vorkommen und lässt viele Fragen offen: Ladestand des Akku?, gerade gefahrene Geschwindigkeit?, exakte Geräuschmessung? Für mich wäre wie gesagt eher interessant, wie laut der normale REX-Betrieb mit üblichem Abstand zu Fußgängern bei üblichen Geschwindigkeiten wirklich ist. Aus dem Bauch würde ich vermuten: Nicht wahrnehmbar.

Als ich meinen i3 das erste Mal genutzt habe, habe ich genau einen solchen Fehler gemacht. Erst habe ich den Akku leergefahren, ab ca. 5km Restreichweite hat sich der REX automatisch dazu geschaltet. Und so bin ich dann knatternd nach Hause gefahren (ist eine leise Spielstrasse mit entsprechender Schrittgeschwindigkeit). War mir irgendwie schon peinlich. Du fährst doch auch ein E-Fahrzeug. Einer Deiner Gründe zum E-Fahren wird sicherlich ebenfalls der leise Antrieb sein. Und zum Glück gibt es dieses Forum mit einer Menge Erfahrung und mit der Bereitschaft zum Austausch dieser Erfahrungen. Also habe ich mein Verhalten geändert. Der REX wurde auf einen der Schnellstartknöpfe gelegt und wird von mir bei Bedarf rechtzeitig ein- bzw. ausgeschaltet. Und so kommt es bei mir nicht mehr vor, dass ich mit Lärm durch eine Ortschaft fahre. Aber das muss letztendlich Jeder für sich entscheiden. Und ja Du hast insofern recht, dass der REX unter gewissen Umständen sehr laut wird, z.B. bei fast leerem Akku oder bei hoher Leistungsaufnahme bei Geschwindigkeiten über ca. 110km/h. Und nein Du hast insofern nicht recht, dass der REX generell laut ist. Wer bereit ist sein Verhalten entsprechend anzupassen (was ohne Komfort- und Leistungseinbußen machbar ist), der wird selbst nicht mitbekommen und auch die Umwelt wird es nicht mitbekommen, dass der REX im Einsatz ist.
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Re: Fazit: i3 ohne REX nicht für mein Profil

Beitragvon e-lectrified » Di 30. Dez 2014, 13:51

@ molab: Ich weiß ja nicht so genau, was du, wie oft in der Woche in Basel machen musst, etc. pp., aber wäre nicht eine Kombination aus Zugfahrt und Carsharing (natürlich mit E-Auto ;-) ) auch für dich entspannter? Klar, Basel ist keine Weltreise, aber am Ende des Tags ist man dann doch recht platt, oder?

Und ich gebe dir grundsätzlich Recht: ein Model S anschaffen nur für gelegentliche Fernreisen ist durchaus kritisch zu sehen, auch wenn es ein klasse Auto ist. Hm, ob der Roadster 3.0 eine Alternative werden könnte?!
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Re: Fazit: i3 ohne REX nicht für mein Profil

Beitragvon molab » Di 30. Dez 2014, 13:51

lingley hat geschrieben:
Ampera ... wäre der was für dich ?
Kein Spielzeug-pseudo REX wie im i3, sondern ein ordentlicher RE !

Hatte ich 2012 überlegt, noch bevor ich im November dann den Smart bekam. Nein, denn der hat mir zuviel Verbrenner. Es mag komisch klingen, aber wegen der vergleichsweise geringen elektrischen Reichweite würde ich damit meine Hauptstrecken in K/BN/D zu oft fossil befahren. Denn das Nachladen beim Ampi dauert und man schafft maximal 100km elektrisch (mit einem guten Willen, der über 160km aus meinem Smart kitzelt). In der Praxis würde ich zwangsläufig mehr auf Benzin fahren. Will ich aber nicht. Die längsten von mir regelmäßig gefahrenen Strecken hier im Ballungsraum sind halt 70km einfach (140 - 160 km / Tag). Das habe ich echt oft. Der Smart packt es trotz Schnarchlader mit leichtem Nachladen während Terminen (bin auch im Winter dann halt nur mit Sitzheizung schon 150km gefahren, wenn ich mal nicht nachladen konnte). Der i3 schafft das mindestens so gut wie der Smart. Der Ampi mag besser für die wenigen richtig weiten Strecken sein - da die bei mir aber einen so geringen Anteil ausmachen, ist das einfach falsch optimiert für mich. Oder ich würde zusätzlich den Smart behalten - aber dann haben wir wieder das Problem der Unternutzung beim Ampi.
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Re: Fazit: i3 ohne REX nicht für mein Profil

Beitragvon LeafVille » Di 30. Dez 2014, 13:58

molab hat geschrieben:
Na, was soll ich machen?


Also ich an deiner Stelle würde mich ganz klar für den i3 REX entscheiden.

Wenn es für den i3 die Möglichkeit gäbe, einen Dachträger zu montieren, könnten wir damit auch alle unsere Fahrten machen. Aktuell haben wir einen Leaf und bei Bedarf Mietwagen für extreme Langstrecken (alles über 600 km z.B. Stuttgart - Irland, aber nicht an einem Stück :-)).

Der Kofferraum des i3 ist für 4 Personen einfach zu klein. Mit Dachträger für maximale Gepäckmengen wäre das OK.
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Re: Fazit: i3 ohne REX nicht für mein Profil

Beitragvon e-lectrified » Di 30. Dez 2014, 14:01

Speedy33 hat geschrieben:
Als ich meinen i3 das erste Mal genutzt habe, habe ich genau einen solchen Fehler gemacht.


Deine Beschreibungen aus der Praxis sind mir auch deutlich eingängiger als das, was von JürgenII und Hasi16 geschrieben wurde. Du redest auch von Knattern im verkehrsberuhigten Bereich bei leerem Akku. Dass das in der Praxis nicht vorkommt, wenn man den REX schon in weiser Voraussicht einschaltet, habe ich dank der ebenfalls sehr guten Schilderungen von endurance erfahren. Ihr habt das ruhig und geduldig erklärt und ich habe es verstanden. Während die anderen persönlich geworden sind und gemeint haben, sie müssten hier große Reden über ihre nicht hörbaren REX-Motoren schwingen. Von anderen Behauptungen ganz zu schweigen (ich will es nicht zum x-ten Mal wiederholen, steht alles mehrfach in meinen Postings).

Nochmals, mir ging es nur um folgende Feststellungen:

1. Mir ist der REX so, wie er in den Videos zu hören war, zu laut.
2. Der REX macht keinen Unterschied, ob er in der Stadt ist oder außerhalb. Wenn man nicht selbst mitdenkt und das Verhalten des REX steuert, passiert es eben, dass er mal in der Stadt losknattert (wie du schön beschrieben hast)

Andere wollten das anders darstellen und haben in der Hinsicht einfach nicht lockergelassen.

Für mich wäre das Geknatter zwar nichts, andere brauchen das aber und das ist auch gut so.
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Re: Fazit: i3 ohne REX nicht für mein Profil

Beitragvon molab » Di 30. Dez 2014, 14:04

e-lectrified hat geschrieben:
@ molab: Ich weiß ja nicht so genau, was du, wie oft in der Woche in Basel machen musst, etc. pp., aber wäre nicht eine Kombination aus Zugfahrt und Carsharing (natürlich mit E-Auto ;-) ) auch für dich entspannter? Klar, Basel ist keine Weltreise, aber am Ende des Tags ist man dann doch recht platt, oder?

Naja, ich bin schon Mitglied bei Flinkster, Car2Go und DriveNow und nutze gerade Flinkster heute schon zusammen mit der Bahn. Nach HN fahre ich z.B. wegen des miesen Anschlusses so: K<->MA per ICE, dann MA<->HN per Flinkster. Passt aber nicht für alles - und die Flinkster fahren auch fossil. Ich gebe auch zu, dass ichmit einem Flinkster schneller über die Autobahn fahre, als ich es mit einem E.Auto tun würde (da wägt man ja Ladezeit gegen Fahrzeit ab - beim i3 wegen der häufigen Tankstopps auch, beim Flinkster nicht, denn den muss man i.d.R. nicht nachtanken). Ich rase zwar nicht, aber mit einem reinen Verbrenner schwimme ich eher mitte/links mit und mit einem E-Auto eher rechts im Windschatten - machen ja viele so.
e-lectrified hat geschrieben:
...ob der Roadster 3.0 eine Alternative werden könnte?!

Allenfalls, wenn ich auch den Smart behalte - im Ballungsraum wirst Du mit dem niedrigen Roadster nur übersehen. Damit wird der Roadster wieder in der Nutzung reduziert. Als Spielzeug vielleicht ;)
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Re: Fazit: i3 ohne REX nicht für mein Profil

Beitragvon lingley » Di 30. Dez 2014, 14:05

@molab
Ja ... die fahrende Wollmilchsau fehlt noch, leider.
ZOE ist unser einziges Fz.
In den 18 Monaten ZOE einmal einen Transporter geliehen sonst nur elektrisch unterwegs.
300km am Stück und 25cm länger für Sperriges und er wäre perfekt !

Edit:
Für uns ... ist ja ein i3 Unterforum hier :oops: Entschuldigung !!
Da sind Meinungen anders denkender ja nicht erlaubt :roll:
Zuletzt geändert von lingley am Di 30. Dez 2014, 14:10, insgesamt 1-mal geändert.
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