Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon franmedia » Fr 21. Jul 2017, 14:00

JuergenII hat geschrieben:
Ich hoffe Dein Weltbild kommt nach dem Film nicht ins wanken. :lol:

Mmh. Nach dem Film eher nicht. Da find ich ja, dass eine Werkstattanweisung, um (hoffentlich sehr wenige) genervte Kunden zu beruhigen, eine andere Qualität hat als eine Betrugssoftware in allen Autos.

Was mich aktuell eher irritiert, ist die Meldung vom aktuellen Spiegel. http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 59052.html. Wenn, nach Abzug des journalistischen Hypes, da für BMW was substantiell übrigbleibt, wäre das schon sehr blöd fürs Image, öko i3 hin oder her. Mal sehen, was dann wirklich im gedruckten Spiegel steht...
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Beitragvon JuergenII » Fr 21. Jul 2017, 16:45

franmedia hat geschrieben:
Was mich aktuell eher irritiert, ist die Meldung vom aktuellen Spiegel. Wenn, nach Abzug des journalistischen Hypes, da für BMW was substantiell übrigbleibt, wäre das schon sehr blöd fürs Image, öko i3 hin oder her.

Ach was, alles halb so wild. Merkel, Dobrindt und vor allem Horstl werden das schon richten.

"Substantiell" haben die Lenker der dt. Verpenner eh schon das Image an die Wand gefahren, der eine mehr, der andere weniger. Einziger Vorteil dabei, in den großen Märkten wie China und USA spielt der Diesel so gut wie keine Rolle. Ihre Benziner werden sie dort immer noch los. Da schlägt eher die E-Keule zu, da sind sie dummerweise genauso wenig drauf vorbereitet. Viel schlimmer wird es in Europa. Da haben sie tatsächlich Probleme. Viel zu schwere und große Fahrzeuge, die sie ohne Diesel nicht mehr an den Mann bringen. Drohende Zulassungsverbote in diversen Ländern etc.

Wenn ich mir dann noch - speziell bei BMW - die Neuheiten der Autobild bis 2021 ansehe, dann frag ich mich manchmal ernsthaft, wem wollen denn die diese Fahrzeuge noch verkaufen?

Aber wie lautet ein Sprichwort:

" Ist der Ruf erst ruiniert, Lebt es sich ganz ungeniert"

Da dürften sie bald angekommen sein...... :lol:

Noch ein Nachtrag:

Wenn das stimmen sollte, wird jetzt auch klar warum es keinen i5 gibt. Der hätte, wenn auch nur mit geringen Stückzahlen, das Geschäft von MB und Audi tangiert. Jetzt kommen erst mal alle mit ihren e-SUV's.
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Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon franmedia » So 23. Jul 2017, 18:11

Jetzt hab ich den Artikel mal gelesen. Mmh. Auf etwa sechs Textseiten hat der Spiegel über die "über 1000 entsprechenden Sitzungen" der fünf genannten deutschen Autobauer "seit den 1990er Jahren" berichtet. Inhaltlich ging es in dem Artikel hauptsächlich um den Dieselbetrug. Der soll, nach dem Artikel, eben erst durch Absprachen etwa über die Maximalgröße des AdBlue-Tanks so richtig möglich geworden sein.

Kurze Erwähnung fanden angebliche Absprachen dazu, dass Cabriodächer nur bis maximal 50 km/h zu bedienen sein sollen, was eben Wettbewerb um bessere Dächer verhindern haben soll, und angebliche Absprachen zum Verhalten gegenüber Zulieferern und ausländischer Konkurrenz, klassische Kartellangelegenheiten eben. Persönlich fand ich irritierend, dass die fünf sich gegenseitig das Reverse-Engneering leichter gemacht haben sollen, indem sie nicht, wie ich bisher dachte, sich Konkurrenzmodelle gekauft und dann zerlegt haben, sondern sich angeblich gleich gegenseitig den zerlegten Motor gezeigt haben sollen. Das kann ich mir immer noch nicht vorstellen, aber wer weiß.

Interessant in dem Zusammenhang ist die Pressemeldung https://www.press.bmwgroup.com/deutschland/article/detail/T0273024DE/statement-der-bmw-group-zur-aktuellen-medienberichterstattung-im-zusammenhang-mit-der-skandalisierung von BMW heute, in der sie ausführlich darauf eingehen, dass sie die AdBlue-Tanks nicht wegen irgendwelcher Absprachen verkleinert haben wollen, sondern, im Gegensatz zu anderen, bei der Abgasreinigung nicht betrogen haben wollen.

Letzteres hoffe ich immer noch. Obwohl ich ja in meinem Leben bisher nur ein Benzin-Motorrad und ein Elektroauto von BMW hatte und habe, fände ich es schön, wenn "meine" Firma kein Abgas-Betrüger wäre.

Die Kartellsache, sollte sie so stimmen, ist natürlich schon noch ein riesiges Ding für den Industriestandort Deutschland, finde ich. Wie arrogant, machtgeil und letztlich blöd muss man eigentlich sein, wenn man sich für einen kurzfristigen Vorteil so über Recht und Gesetz stellt und gleichzeitig einen langfristigen existentiellen Schaden billigend in Kauf nimmt?

Der Artikel schließt übrigens mit dem Bonmot, dass Daimler und VW jetzt doch endlich mal wirklich konkurrieren, nämlich um den ersten Platz bei der jeweiligen Selbstanzeige, um dann die Kronzeugenregelung zu bekommen. Wer solche Freunde hat, braucht wahrlich keine Feinde mehr. Das hat BMW dann jetzt hoffentlich gelernt und kann sich wieder auf die Entwicklung toller E-Autos konzentrieren. Ich würde es mir wünschen.
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Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon JuergenII » Mo 24. Jul 2017, 08:20

Wenn man diese Seite liest http://www.auto-motor-oel.de/ratgeber/adblue-der-grosse-ratgeber/2935/ benötigt ein Diesel pro 100 Km rund 4 bis 6% AdBlue. Die Tanks die in den Wagen verbaut sind, haben rund 15 Liter dieses Gebräus verbaut. Wenn man mal von 8 Litern bei den großen Diesel ausgeht und 5%, macht das 0,4 Liter pro 100 km aus. Würde bedeuten, dass nach 3.750 km der Adblue Tank leer ist. Selbst wenn man nur mit 6 Litern Verbrauch rechnet, 4% annimmt, und die 14.000 Ø Km zu Grunde legt, bräuchte man pro Jahr rund 34 Liter AdBlue.

Schaut man sich jetzt den Test der Autobild mit einem VW Tiguan an http://www.autobild.de/artikel/adblue-preise-und-verbrauchstest-10682469.html- man achte auf den Verbrauch bei hoher Geschwindigkeit - kommen da extrem geringe Mengen raus.

Da stellt sich die Frage, wie schafft VW diese niedrigen Werte? Oder anders ausgedrückt, welcher Dieselfahrer füllt zwischen den Wartungsintervallen AdBlue nach.
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Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon 1234567890 » Mo 24. Jul 2017, 08:40

JuergenII hat geschrieben:
Wenn ich mir dann noch - speziell bei BMW - die Neuheiten der Autobild bis 2021 ansehe, dann frag ich mich manchmal ernsthaft, wem wollen denn die diese Fahrzeuge noch verkaufen?
Muss einem nicht gefallen, aber mit diesen Autos verdient BMW Geld, und zwar richtig viel. Bei den kleinen Autos legen sie drauf, das sind nur Einstiegsmodelle für Neukunden. Bei Mini hat BMW z.B. noch in keinem Jahr Gewinn gemacht.

Aber in der Bild-Neuheiten-Story steht, dass der neue Akku schon mit dem Facelift kommt. Wenn das stimmt, wäre das früher als erwartet.

Edit:
Das kommt davon, wenn man hier gepostete Links nicht kontrolliert und sich einfach drauf verlässt. Du hast einen alten Artikel verlinkt. Als ich gerade noch weiter geklickt habe wird in dem Artikel noch der i5 für 2020 angekündigt.

Also bitte das schnell vergessen, dass der neue Akku im i3 mit dem Facelift kommt.
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Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon JuergenII » Mo 24. Jul 2017, 09:24

Dass der i5 nicht mehr kommt und dass es auch kein Aku-Update in dem Jahr geben soll ist doch hier bekannt. Es ging bei dem Link nur um die fossilen Modellreihen der Münchner, und da kann man die Frage stellen ob diese Fahrzeuge im nächsten Jahrzehnt wirklich noch in ähnlichen Mengen wie heute absetzbar sind. Da habe ich meine Zweifel.
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Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon graefe » Mo 24. Jul 2017, 09:47

franmedia hat geschrieben:
...im Gegensatz zu anderen, bei der Abgasreinigung nicht betrogen haben wollen.

Letzteres hoffe ich immer noch. Obwohl ich ja in meinem Leben bisher nur ein Benzin-Motorrad und ein Elektroauto von BMW hatte und habe, fände ich es schön, wenn "meine" Firma kein Abgas-Betrüger wäre.

Und wofür ist dann das Software-Upgrade? Ich nehmen an für die Neu-Justierung der "Thermofenster" - und da beginnt doch bereits der Graubereich. Ob das jetzt juristisch den Tatbestand eines Betrugs erfüllt oder technisch notwendig war - in der Praxis jedenfalls fahren die Fahrzeuge aufgrund einer Abschalteinrichtung dreckig durchs Land. BMWs Hausjuristen haben natürlich eine eigene Erklärung dafür schreiben lassen: "auf Basis der in den letzten Jahren im Feld gewonnenen Erkenntnisse". Was für Erkenntnisse meinen die?
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Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon franmedia » Mo 24. Jul 2017, 10:14

Mmh. Über Thermofenster hab ich bis jetzt "nur" im Zusammenhang mit Daimler, Opel und Fiat gelesen. Hast du da bzgl. BMW auch Infos? Wäre interessant.
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Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon graefe » Mo 24. Jul 2017, 13:05

Wie geschrieben: "ich nehme an..", weiß selber aber nichts belastbares. Der X3 20d wurde mal verdächtigt bez. erhöhter Stockoxidwerte. Und irgendwas muss doch passiert sein, dass BMW sich benötigt sieht, ein Software-Update für ausgelieferte Fahrzeuge anzubieten.
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Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon didi007 » Mo 24. Jul 2017, 14:27

…ich denke, dass es hinter den Kulissen von BMW aktuell richtig heiß her geht.
BMW hätte mit der i-Linie eine Change gehabt, doch sie setzten aufs falsche Pferd. Der Diesel ist definitiv Tod. Die Entwicklungskosten der letzten Jahre können nur noch abgeschrieben werden.
Wir stehen am Anfang des gewaltigen Untergangs einer mächtigen und wichtigen Industrie zugunsten von Asien. Der Abgang der i-Leute Richtung China ist mehr als sinnbildlich.
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