Bye bye BMW i

Re: Bye bye BMW i

Beitragvon umberto » Di 7. Jun 2016, 22:27

e-future hat geschrieben:
Ich halte es für etwas verfrüht auszusteigen bzw. umzusatteln. Ich weiß nicht, ob sich BMW da einen Gefallen tut.


Nachdem jetzt alle deutschen Hersteller ihre Erhöhung der Aktivität Richtung 2020 schieben (BMW, Daimler, VW), vermute ich mal, daß die sich das genau durchgerechnet haben.

Die lassen Tesla die Leute anfixen und sich dabei finanziell verausgaben und gehen davon aus, daß in 2020 genug Interessenten da sind, die (ggf. auch von Erfahrungen mit Tesla enttäuscht, da ist ja auch nicht alles Gold) auch mal den restlichen Markt sondieren. Bis dahin sind die Baukästen entwickelt und ansatzweise profitabel.

Dann - in 2020 - schauen sich viel mehr Leute überhaupt auch nach E-Autos um, während heute nur eine verschwindende Minderheit E-Autos überhaupt in Erwägung zieht.

Gruss
Umbi
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Beitragvon eDEVIL » Mi 8. Jun 2016, 08:26

dike71 hat geschrieben:
Warum die Eile? Wegen Tesla? Warum? Tesla lernt gerade wie man Auto's baut (kein Bashing, ist aber so). BMW und andere müssen hier nicht's mehr lernen. Auto ist Auto. Gummi, Kunstoff, Metall, Glas, Räder, Antrieb, Austattung usw.

Mag sein, aber die Lernkurve ist ziemlich steil.
Bevor das Model S nicht ausgeliefert wurde habe ich mich nicht getraut tesla Aktien zu kaufen, da Automobilproduktion fast aus dem nichts aufbauen schon eine große Herausforderung is.


Glaubt hier wirklich jemand, ein E-Auto unterscheidet sich letztendlich so gravierend in der Planung und Umsetzung von einem konventionellen PKW? Das wird ein Baukastensystem wie bei allen Fahrzeugen heute. Einmal das Grundkonstrukt erarbeitet wird es einfach für verschiedene Plattformen angepasst und zusammengebaut. Und hier wird keine großer Hersteller von Konventionellen PKW's auf der Strecke bleiben.

Da kann vielk schief gehen und wenn man keine Zugang zu preisgünstigen Akkus aht, kann man da shcnell nicht konkurrenzfähig sein.
Wie man an Dieselgate sieht, können auch dicke Player ganz schnell ins Straucheln geraten, wenn da ein paar ungünstige umstände zusammen kommen.

Tesla allein wird den Markt aber nicht aufrollen. Da sind dann eher andere Player, die sich einen strauchelnden Automobilkonzern günstig einsacken.

BMW muss gar nicht so viele Modell anbieten, sondenr den i3 einfach mal in mehr Varianten anbieten.
Vier vollwertige Türen und ein nenneswerter Kofferaum würden schon helfen.

Den REX noch mit Abwärmenutzung und WP option parallel zum REX. 50kwh Akku und 22KW AC Lader rein und ein großer Touch Screen.
Die Stückzahl der wesentlichen Komponenten muss hoch, um den Preis attraktiver zu gestalten.
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

Umfrage: ZOE Fahrwerk frühzeitige Defekte
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Re: Bye bye BMW i

Beitragvon harleyblau1 » Mi 8. Jun 2016, 08:48

Nur, damit man auch mal 'ne andere Einschätzung sieht....


http://www.bimmertoday.de/2016/06/08/au ... heit-2021/
Dirk
BMW i3 protonic blue3ird + Loft&darkoak, Soft: I001-16-07-506, Max.Kapa 29,82 kWh, RWE Wallbox Smart Typ2 22kW
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Re: Bye bye BMW i

Beitragvon Rudi L. » Mi 8. Jun 2016, 09:15

@harleyblau1, danke für den Link

erklärend ist die folgende Aussage in dem Bericht,

"Bei BMW i können sie ohne den Ballast der BMW Alt-Fans frei denken und Ideen formulieren. Bei einem rein autonomen Fahrzeug unter der Kernmarke BMW würden 2021 alle fragen: “Wo bleibt die markentypische Fahrfreude?”. Bei BMW i müssen sie dieses Versprechen nicht einlösen, oder es sich vorhalten lassen."

Genau auf der gleichen Basis arbeitet auch Tesla. Ein weißes Blatt Papier und das Auto neu denken.

Ich glaube die sind auf dem richtigen Weg. Die BMW Aktien werde ich behalten, genauso wie die von Tesla. ;)
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Re: Bye bye BMW i

Beitragvon i300 » Mi 8. Jun 2016, 09:37

@harleyblau1: Danke für den Link.

"Wer BMW i aber nur als Elektromobilitäts-Marke sieht, wird der Marke seit Beginn nicht gerecht und offenbart, wie kurz die eigene Sicht auf die Dinge ist."

@JürgenII : was Du aus der Meldung (wahrscheinlich unabsichtlich) gemacht hast erinnert etwas an den Blöd-Stil. Offenbar bereitest du innerlich deinen längst beschlossenen Wechsel auf eine andere Marke vor und musst dich dabei bestärken.. ;) :?:

Gerade eine Beitrag im Radio über autonome Autos in naher Zukunft gehört: wohl nicht ganz grundlos/zufällig werden als Beispiele hier Tesla und BMW genannt...
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Re: Bye bye BMW i

Beitragvon Poolcrack » Mi 8. Jun 2016, 09:54

Es gilt wieder mal: "Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird." Danke ebenso an harleyblau1 für den Link.

Ich interpretiere das jetzt eher als Stärkung der Marke BMW i. Und das ist eher eine positive Meldung für alle E-Mobilisten. Konkurrenz belebt das Geschäft und fördert Innovationen.

Offtopic: Ich habe den die "Beiträge" von searchit gemeldet. Guy oder die Moderatoren werden sich sicherlich darum kümmern.
i3 BEV (SW: I001-17-07-500), BJ 04/2014, LL >85.000 km, Gesamtdurchschnitt 12,8 kWh/100 km im BC (=netto)
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Re: Bye bye BMW i

Beitragvon preda7 » Mi 8. Jun 2016, 10:05

Und ich würde immer noch gerne das Interview mit Herrn Fröhlich mal im Original und ungekürzt lesen. Die Interpretationen von Reuters oder anderen Journalisten verfälschen das ganze nur. Wenn man schon die Reuters-Headline vom Radikal-Umbau nimmt.... :roll:
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Re: Bye bye BMW i

Beitragvon 1234567890 » Mi 8. Jun 2016, 10:27

Das Interview mit Reuters im Wortlaut habe ich nicht gefunden, aber zumindest den Originalbericht von Reuters, den jeder Redakteur gemäß seinen Vorstellungen interpretiert hat. http://www.reuters.com/article/us-bmw-electric-idUSKCN0YO1YZ
Da steht übrigens auch drin, dass (noch inoffiziell, "gut unterrichtete Quellen") es 2018 einen neuen i3 geben wird. Da gehe ich dann mal von mehr als nur von einem Akku-Upgrade und anderer Innenausstattung aus.
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Re: Bye bye BMW i

Beitragvon preda7 » Mi 8. Jun 2016, 10:38

Danke Dir.
Ich denke, die Analyse auf BimmerToday kommt dem, was gesagt wurde, viel näher als der eingangs zitierte WiWO-Artikel.
BMWi ist also nicht zu Ende. Vielmehr hat BMW mit i eine unit, die auf disruptive Entwicklungen in der Fahrzeugbranche zumindest vorbereitet ist. Andere schlafen da noch tief.
Wir dürfen nur nicht so ungeduldig sein (was mir sehr schwer fällt)
VG
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Re: Bye bye BMW i

Beitragvon JuergenII » Mi 8. Jun 2016, 12:02

i300 hat geschrieben:
@JürgenII : was Du aus der Meldung (wahrscheinlich unabsichtlich) gemacht hast erinnert etwas an den Blöd-Stil. Offenbar bereitest du innerlich deinen längst beschlossenen Wechsel auf eine andere Marke vor und musst dich dabei bestärken.. ;) :?:

Der Bericht von Bimmer Today bestärkt doch das ganze nur noch!

"Auch, wenn ein rein elektrischer BMW 3er wohl noch einige Jahre auf sich warten lassen dürfte; den Hardcore-Fans der Marke muss man den Wandel zum Strom oder Wasserstoff langsam näher bringen."

Der BMW Hardcore-Fan wird nie ein EV kaufen. Der fährt - so lange es möglich ist - mit seidenweichen 6 Zylinder Motoren durch die Gegend. Das sind doch alles nur Beschwichtigungen wie man sie sonst nur von der dt. Premiumkonkurrenz zu hören bekommt.

70 bis 80% der i3 Käufer kommen gar nicht von BMW, sondern von anderen Marken. Würden die jetzt noch ein etwas größeres Modell nachschieben, könnten sie so richtig Kunden von anderen Herstellern absahnen. Mittlerweile warten eine halbe Million Käufer auf ein Fahrzeug, dass es gerade mal als handverlesene Studienversion gibt und dass es in einer Preisklasse vom 3er BMW aufwärts zu kaufen gibt.

Und was macht die Firma BMW? Anstelle zum 100 Geburtstag den i5 vorzustellen, schwafeln sie von Zukunftsmodellen die frühestens Mitte bis Ende dieses Jahrhunderts Richtung Massenmarkt tendieren könnten. Es hätte ja nicht mal der 500 km BlaBlaBla-Fighter sein müssen. Die EV Gemeinde wäre ja schon froh gewesen einen real 320 km + EV-Wagen kaufen zu können. Das alles im Format einer Mittelkasse mit den für konservative Käufer so wichtigen 5 Türen und 5 Sitzplätzen. Meinetwegen auch noch in der Rahmentechnik des i3. Damit wäre dann auch Leipzig voll ausgelastet und man hätte die Käuferschicht, die jetzt verloren geht, Richtung eigenem Haus lenken können.

Denn eins haben die scheinbar noch nicht ganz begriffen: Wenn das autonome Fahren kommt, dann ist die heutige Automobilindustie entgültig am ...... Denn dann braucht man einfach kein eigenes Fahrzeug mehr, sondern bucht seine Fahrten über Google und Co.

Ich würde in der Übergangszeit um jeden potentiellen Kunden kämpfen, aber den interessierten Käufer nicht mit fragwürdigen Zukunftsaussichten vertrösten. Denn autonomes Fahren hat jetzt erst mal gar nichts mit den Fahrzeugen an sich zu tun. Hier geht es um Sensorik und um genügend Rechenleistung in den Fahrzeugen und eine schnelle, optimale Vernetzung der Fahrzeuge.

Der erste Punkt ist heute schon ziemlich weit, und man kann die Sensorik locker in die bestehende Produktion einbauen. Telsa macht es ja vor. Punkt zwei ist lösbar aber Punkt 3 wird erst mal auf massiven Widerstand stoßen.

Bis der überwunden ist, wäre ein i5 - der in den nächsten 70 Wochen auf dem Markt erschienen wäre- schon fast wieder ein Museumsstück, hätte aber viele neue Kunden zu BMW gebracht - und zwar deutlich mehr als es der i3 je schaffen würde. Das wird sich rächen.

Ist mir aber ehrlich gesagt auch egal. Mein Herz schlägt für die Gallische Automobilproduktion und da für eine Marke von PSA. Würde Citroën ein E-Fahrzeug der Mittelklasse auf den Markt bringen, das auch dank neuer Federung (new Citroën suspension set to ‘reinvent’ comfort) wieder an den Komfort der HP herankommt, ich würde sofort wechseln. Man stelle sich vor man gleitet wie früher in der DS über die Straßen und das mit der Ruhe eines E-Motors. Ein Traum würde in Erfüllung gehen.

Juergen
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