BMW macht keinen guten Job bei der Vermarktung in den USA

BMW macht keinen guten Job bei der Vermarktung in den USA

Beitragvon NixNutzz » Mi 12. Mär 2014, 09:59

BMW bringt den i3 offenbar nur halbherzig in die amerikanischen Verkaufsräume:

http://jalopnik.com/will-dealers-be-ready-to-sell-the-2014-bmw-i3-1526835476

Für diejenigen unter uns, die des Englischen nicht so mächtig sind, habe ich wegen des besseren Verständnisses einige Passagen frei, aber sinngemäß korrekt übersetzt. Ich bitte dafür um Verständnis.

"BMW is having to cope with a lack of interest in the 2014 BMW i3 among dealers, general sales training and education issues, and salespeople's tendency to steer customers towards more conventional cars."

"BMW kämpft mit mangelndem Interesse unter den BMW i3 Händlern an allgemeinem Verkaufstraining und Weiterbildung, und die Verkäufer tendieren dazu die Kunden mehr in Richtung konventioneller Autos zu steuern." Typische Anfangsschwierigkeiten, aber jetzt kommt´s:

Drivers don't always understand basic things like what the range will be, how to manage the battery life, how the battery will perform in different weather, how expensive repairs will be, why the tires are so skinny, and so on. (...)
It turns out that BMW dealers may not have answers to these questions. (...)
After completing Genius training they felt they didn't know enough about the i3 to be comfortable, so they were reaching out to me to help answer questions they had. The worrisome part, is the questions they have are basic, generic electric vehicle questions. If they weren't taught this stuff then they will likely be no help at all to the dealers.


Selbst nach den Genius Schulungen wissen die Experten nicht genug über den i3 um sicher genug zu sein, so dass sie Tom Moloughney (einen der bekanntesten Blogger zum Thema Elektroautos in den USA) per eMail um Hilfe bitten. Es sei besorgniserregend, wie grundlegend die Fragen der i3 Geniusse seien. Wenn die Experten noch nicht einmal grundlegende Fragen beantworten können, wie sollen diese dann all den Verkaufspartnern helfen.

In addition to the Geniuses asking me for help, I have recently been getting emails from BMW dealerships asking me questions about the i3. They say BMW has promised them support for the i brand, but they haven't gotten it yet and people are now starting to call and come in to ask for i3 and i8 information and they don't have anything. (...) If dealers are having to reach out to customers to educate them on how the car works, it doesn't bode well for sales prospects.

Nicht nur die Geniusse fragen Moloughney um Hilfe, er erhalte auch eMails von Verkaufsvertretungen, die ihm Fragen stellen. Sie sagen, BMW habe ihnen Unterstützung für die "i" Marke versprochen, die hätten sie bisher aber nicht erhalten. Nun kämen die Kunden und fragen nach Informationen zum i3 und i8 und wir haben nichts. Wenn die Händler die eigenen Kunden um Schulung bitten müssen, wie ein Elektroauto funktioniert, ist das kein gutes Vorzeichen für die Verkaufszahlen.

Schade, schade! Auch ich habe bei meinen Fragen festgestellt, dass der regionale iAgent ein bisschen unsicher ist. Auch die Kundenhotline von BMWi hat deutlich weniger gute Antworten als dieses Forum.
Will BMW den i3 wirklich verkaufen? Ich habe noch keine Werbung für den i3 im TV gesehen, für den Zoe dagegen schon mehrfach! Selbst wenn ich Freunde, Bekannte und Kollegen auf dass Thema bringe, hat noch niemand etwas davon gehört. Da komme ich mir vor, als käme ich von einem anderen Stern. Da muss die Marketingabteilung sich noch ein bisschen ins Zeug legen, wenn die es wirklich ernst meinen!

Ich habe auf Youtube eine wirklich sehenswerte Doku gefunden, "Warum das Elektroauto sterben musste":

https://www.youtube.com/watch?v=9r1W_kbJ7Zo

Die Doku ist zwar schon acht Jahre alt, zeigt aber einige Parallelen zur jetzigen Situation. Ich hoffe sehr, dass diesmal die Zeit reif ist für ein Happy End.
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Re: BMW macht keinen guten Job bei der Vermarktung in den US

Beitragvon p.hase » Mi 12. Mär 2014, 10:28

das hat mmn nichts mit bmw zu tun sondern mit der verbrennerindustrie allgemein. die marken unterscheiden sich da in nichts. die verwirrung hat bei uns inzwischen ganz andere qualitäten und ausblühungen erreicht. ich bin der meinung momentan wird der endverbraucher ganz gezielt von den 300 ladekarten die man wohl in deutschland braucht und von den 4-5 verschiedenen ladesteckern die weit verstreut angesiedelt werden, gezielt abgeschreckt. inzwischen ist deutschland mit TYP2 verseucht und nur die autos die man eigentlich NICHT haben will können genüsslich und schnell laden. ausser dem ladenhüter smart profitieren nur franzosen und amerikaner. toll gemacht! wenn man so rausgeht in die betriebe und ans volk mit dieser hintergrund info wird immer der BMW-verbrenner angeschafft werden. BMW hats geschafft mit chargenow den i3 teurer im unterhalt zu gestalten als ein diesel. voller erfolg für den diesel und der flottenverbrauch ist vor angie und brüssel gesenkt.
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Re: BMW macht keinen guten Job bei der Vermarktung in den US

Beitragvon xado1 » Mi 12. Mär 2014, 10:52

die doku sollte eigentlich schon jeder e-fahrer auswendig kennen :lol: :lol: :lol:

bmw-i3/eigentlich-sollten-es-40000-werden-t1640-60.html?hilit=zitta#p31392
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Re: BMW macht keinen guten Job bei der Vermarktung in den US

Beitragvon mlie » Mi 12. Mär 2014, 10:56

Niemand hindert BMW und VW daran, einen Typ2-Lader nach dem Stand der Technik mit 22kW einzubauen. Dank CCS wäre sogar nur eine Buchse notwendig (großer Vorteil gegenüber ChadeMo), die man eben je nachdem, welcher Stecker eingesteckt wird, mit AC oder DC belegt.
So haben eben die anderen Hersteller einen Vorteil, eben typisches selbst Schuld. Die Nachfolgegenerationen werden hoffentlich dem Stand der Technik entsprechen.
110Mm elektrisch ab 11/2012.

Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: BMW macht keinen guten Job bei der Vermarktung in den US

Beitragvon franmedia » Mi 12. Mär 2014, 11:28

NixNutzz hat geschrieben:
BMW bringt den i3 offenbar nur halbherzig in die amerikanischen Verkaufsräume:
Schade, schade! Auch ich habe bei meinen Fragen festgestellt, dass der regionale iAgent ein bisschen unsicher ist. Auch die Kundenhotline von BMWi hat deutlich weniger gute Antworten als dieses Forum.
Will BMW den i3 wirklich verkaufen? Ich habe noch keine Werbung für den i3 im TV gesehen, für den Zoe dagegen schon mehrfach! Selbst wenn ich Freunde, Bekannte und Kollegen auf dass Thema bringe, hat noch niemand etwas davon gehört. Da komme ich mir vor, als käme ich von einem anderen Stern. Da muss die Marketingabteilung sich noch ein bisschen ins Zeug legen, wenn die es wirklich ernst meinen!

Ich habe auf Youtube eine wirklich sehenswerte Doku gefunden, "Warum das Elektroauto sterben musste":

https://www.youtube.com/watch?v=9r1W_kbJ7Zo

Die Doku ist zwar schon acht Jahre alt, zeigt aber einige Parallelen zur jetzigen Situation. Ich hoffe sehr, dass diesmal die Zeit reif ist für ein Happy End.

Ja. "Who killed the electric car" ist schon der Klassiker, quasi das Glaubensbekenntnis der E-Enthusiasten. Dieses Drama hatte uns vor drei Jahren bewogen, den iMiEV zu kaufen und nicht zu leasen, damit ihn uns ganz bestimmt keiner mehr wegnehmen kann. Den zu erwartenden horrenden Wertverlust fanden wir damals vergleichsweise verschmerzbar. Der Film und die Diskussionen haben aber auch sehr viel bewegt. Jetzt muss man ganz sicher nicht mehr den Tod des E-Autos erwarten. Deswegen haben wir den i3 auch geleast.

Es gab übrigens einen Werbespot. Der lief zum Launch täglich über mehrere Wochen, glaube ich, im Hauptprogramm des ÖR-Fernsehens http://www.youtube.com/watch?v=ueMrK1ePhKE. Der war in sofern besonders, dass er eine (scheinbar) ungeschnittene Kamerafahrt aus der Luft durch die Häuserschlucht runter zur Straße ins Heckfenster des i3 rein und zur Frontscheibe wieder raus zeigte. Ich kannte das sonst nur noch von Hitchcock in "Cocktail für eine Leiche" (googeln hat mir aber gezeigt, dass es öfters vorkommt). Jedenfalls war es für BMW wohl ungewöhnlich genug, damit Werbung für ein ungewöhnliches Auto zu machen.

Dass die BMW Mitarbeiter nicht alle Antworten haben oder geben wollen, hab ich auch schon gemerkt. So bin ich auch auf dieses Forum gestoßen ("Selbsthilfegruppe i3"). Schwarmintelligenz funktioniert halt manchmal. Ich hab schon viel hier gelernt (vielen Dank und großes Lob an alle Mitforisten), konnte mich hoffentlich aber auch schon gelegentlich revanchieren. Mit BMW hab ich aber auch noch ein bisschen Nachsicht. Was sie mit BMWi machen ist nichts weniger als eine Revolution für alle internen gewachsenen BMW Strukturen. Das da nicht alles gleich zu 100% klappt, ist wohl ganz normal. Alles andere wäre sehr verwunderlich.
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Re: BMW macht keinen guten Job bei der Vermarktung in den US

Beitragvon p.hase » Mi 12. Mär 2014, 12:22

seit meiner anfrage im oktober bzgl. probefahrt die bis heute nicht beantwortet wurde bekomme ich BMW-verbrenner-emails. pausenlos. aber keine info bzgl. i3. zum glück bin ich ja über beziehungen lange vor der markteinführung an eine probefahrt gekommen, völlig unbürokratisch, und konnte den i3 für gut befinden. so wirds halt nix, macht nix.

@22kW drehstrom-freunde: man kanns ja nicht mehr hören. smart-grid ist die zwingende zukunft und das geht damit nicht. wer ein e-auto hat, hat meist auch PV und wenn die märkte kolabieren wird batteriespeicher gefragt sein. erfolg haben wird derjenige der das gesamte paket anbietet und das sind nur nissan und mitsubishi. es hat gründe weshalb sie zusammen fast 200.000 autos verkauft haben. was bringt mir der beste bmw oder tesla wenn ich daran keine spülmaschine anschliessen kann?
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Re: BMW macht keinen guten Job bei der Vermarktung in den US

Beitragvon bm3 » Mi 12. Mär 2014, 13:04

Hallo p.hase,
was meinst du jetzt mit Smart-Grid ? V2G oder nur ein paar Stufen darunter mit Zähler-Angelegenheiten ?
Natürlich geht das aber Alles zu machen mit AC-Anschluss. 1phasig und auch dreiphasig.
Man schnarcht nur gerne weiter und verkauft lieber Verbrenner-Fahrzeuge.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: BMW macht keinen guten Job bei der Vermarktung in den US

Beitragvon Micha der Fahrer » Mi 12. Mär 2014, 13:19

Schade, schade! Auch ich habe bei meinen Fragen festgestellt, dass der regionale iAgent ein bisschen unsicher ist. Auch die Kundenhotline von BMWi hat deutlich weniger gute Antworten als dieses Forum.
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weisst du wann man Werbung macht ?
Wenn ein Produkt X NICHT läuft, sich nicht verkauft

Im Moment ist der i3 ein "Renner" mit langen Wartezeiten, da ist es werbetechnisch so: Es macht KEINEN Sinn

Die Wagen die jetzt nach und nach ausgeliefert werden, sind WERBUNG weil diese HOHE Aufmerksamkeit haben

WERBUNG wirst du erst sehen wenn die Wartezeiten gering sind
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Re: BMW macht keinen guten Job bei der Vermarktung in den US

Beitragvon TeeKay » Mi 12. Mär 2014, 15:29

p.hase hat geschrieben:
voller erfolg für den diesel und der flottenverbrauch ist vor angie und brüssel gesenkt.


Der Flottenverbrauch ist erst durch den Verkauf eines Elektroautos gesenkt, nicht durch dessen Angebot. Basis des Flottenverbrauchs ist einzig und allein die verkaufte Flotte.
https://www.facebook.com/ElektroautoImAlltag/
Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
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Re: BMW macht keinen guten Job bei der Vermarktung in den US

Beitragvon HED » Mi 12. Mär 2014, 16:01

In den U.S.A. sind ie Distanzen ja größer als bei uns.

Der Tesla mit der 65 Kilowattstunden-Batterie ist dort nicht so teuer wie hier, der i3 aber schon.

Könnte es daran liegen?
HED
 

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