wieviel darf eine Schnelladung kosten

Re: wieviel darf eine Schnelladung kosten

Beitragvon Guy » Di 28. Apr 2015, 17:41

Wenn ich mich darauf verlassen kann, dass die Säule funktioniert, wäre ich bereit 10 bis 15 Euro zu zahlen. Bei 15 Euro bin ich zwar nicht günstiger als mit einem Diesel unterwegs, das muss es meiner Meinung nach aber auch nicht sein.

Ob 15 Euro allerdings heute in den meisten Fällen bereits ausreichen, um die Kosten zu decken?
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Re: wieviel darf eine Schnelladung kosten

Beitragvon e-lectrified » Di 28. Apr 2015, 19:40

Das Norweger Modell ist das einzig richtige! Schnarchladung bis 7,4 kW umsonst, Schnellladung (ab 20 kW) meinetwegen auch ein bisschen mehr, wieviel hinge natürlich vom Markt ab (wie viele Konkurrenten, welche Abdeckung, wie ist der Service etc.)...
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Re: wieviel darf eine Schnelladung kosten

Beitragvon IckeDer » Di 28. Apr 2015, 23:53

Ich finde es ja sehr Lustig das gesagt wird wir müssen mehr auf alternative energ.........
Wenn ich schon bereit bin MEHR auszugeben für einen Stromer und die umwelt schone, müsste ich doch erwarten können das sich irgend jemand dafür zuständig fühlt, eventuell unsere Regierung, unser Ladesäulen netz so auszubauen und/oder so zu Subventionieren, das sich der Betrieb Lohnt, quasie max. 10€ pro Ladung, dann würde sich der Betrieb Lohnen und jeder hat etwas davon!!!
Und DAS WÄRE genau SOO, möglich, aber es würde doch kaum noch jemand Stinker kaufen und genau davor haben sie doch angst !!!
Ich glaub wenn ich das richtig mitbekommen hatte, ist es Sinvoller sein Augenmerk auf diese mobilen ac/dc adapter(Lader) zu legen.
Dann kann man auch an den zügigeren Säulen 11-22KW AC schnell Laden.....
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Re: wieviel darf eine Schnelladung kosten

Beitragvon Karlsson » Mi 29. Apr 2015, 00:10

Guy hat geschrieben:
Ob 15 Euro allerdings heute in den meisten Fällen bereits ausreichen, um die Kosten zu decken?

Das hängt wohl von Frequentierung und Akkugröße (bei 80kWh sind 15€ sehr billig) ab.
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Re: wieviel darf eine Schnelladung kosten

Beitragvon Karlsson » Mi 29. Apr 2015, 00:24

e-lectrified hat geschrieben:
Das Norweger Modell ist das einzig richtige! Schnarchladung bis 7,4 kW umsonst

Soweit ich das verstanden habe, geht es da um Schuko. Weil die billig zu installieren sind. Also eher 2,3kW bei 10A.
Und das ist auch nicht umsonst, sondern für einen geschlossenen Nutzerkreis, ähnlich dem DSN.

e-lectrified hat geschrieben:
Schnellladung (ab 20 kW) meinetwegen auch ein bisschen mehr,

Kostet in Norwegen dann aber ERHEBLICH mehr.
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Re: wieviel darf eine Schnelladung kosten

Beitragvon TeeKay » Mi 29. Apr 2015, 06:19

Karlsson hat geschrieben:
Und das ist auch nicht umsonst, sondern für einen geschlossenen Nutzerkreis, ähnlich dem DSN.

Geschlossener Nutzerkreis = Mitglieder des Elbil-Vereins. Bei vielen Autohäusern ist aber die Mitgliedschaft schon inklusive, wenn man sein Fahrzeug dort kauft und die Begrüßungsmappe samt Nökkel gibts schon mit dem Fahrzeug. Also sehr offener geschlossener Nutzerkreis. Und die meisten Wallboxen sind ohnehin nicht abgeschlossen.
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Re: wieviel darf eine Schnelladung kosten

Beitragvon Berndte » Mi 29. Apr 2015, 06:51

IckeDer hat geschrieben:
...Ich glaub wenn ich das richtig mitbekommen hatte, ist es Sinvoller sein Augenmerk auf diese mobilen ac/dc adapter(Lader) zu legen.
Dann kann man auch an den zügigeren Säulen 11-22KW AC schnell Laden.....


Mit 11kW oder 22kW ist nicht Schnellladen! Damit stehst du bei Langstreckenfahrten zwischen 1 und 2 Stunden in der Pampa und wartest bis dein (fast) leerer Akku wieder voll ist.

Schnellladung ist allermindestens 43/50kW .... richtig Spass macht es aber erst mit Teslaleistungen mit 135kW!

Bei einem Triplelader kann man auch einen kleinen Aufschlag nehmen, aber sicher nicht den doppelten Haushaltspreis.
Der Stromeinkauf sollte bei diesen Größenordnungen aber auch eine ganze Ecke günstiger sein.
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Re: wieviel darf eine Schnelladung kosten

Beitragvon PowerTower » Mi 29. Apr 2015, 07:43

Berndte hat geschrieben:
Bei einem Triplelader kann man auch einen kleinen Aufschlag nehmen, aber sicher nicht den doppelten Haushaltspreis.

Selbst bei den 11 kW Stationen in unserer Region gibt der Betreiber an, dass die Wirtschaftlichkeit erst bei Preisen um die 70 ct/kWh gegeben ist, wenn man zwei Ladevorgänge am Tag im Jahr 2020 zugrunde legt. Dass Typ2 Ladestationen aber nur schwer bis gar nicht wirtschaftlich zu betreiben sind, hatten wir ja bereits geklärt. Da finde ich persönlich die 50 ct/kWh am Schnelllader absolut angemessen, zumal die Serviceverträge momentan sehr teuer sind. Verzichtet der Betreiber auf einen vollumfänglichen Servicevertrag um den Strom für 40 ct/kWh weiterzugeben, dann leidet die Zuverlässigkeit darunter. Ein Schnelllader sollte nicht nur Gimmick und Werbung sein, sondern sich für den Betreiber durchaus rechnen können. Andererseits erwarte ich als zahlender Kunde, dass das Ding einsatzbereit ist.

Oder anders ausgedrückt, was ist denn deine alternative in der Pampa und was würdest du tun? Ich gebe dir zur Auswahl 11 kW kostenlos oder 43 kW für 50 ct/kWh. Ich denke wenn du keine Lust hast zu warten würdest du trotzdem die kostenpflichtige Dienstleistung in Anspruch nehmen anstatt dies zu boykottieren.
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Re: wieviel darf eine Schnelladung kosten

Beitragvon Berndte » Mi 29. Apr 2015, 08:09

Ich würde das nicht boykottieren, habe ich ja so nicht geschrieben.
Weil die Lader so teuer sind ist das auch kein Wunder... Wirtschaftlichkeit hin oder her.
Es rechnet sich sowieso nicht. Deshalb wird Auto aufladen wohl auch mehr ein Service an Supermärkten und Restaurants werden. Im Einkaufszentrum muss die teure Toilettenanlage ja auch nicht "gegenfinaniziert" werden.

Denkt doch einmal 10 Jahre weiter. Dann haben die Fahrzeuge mindestens 350km Reichweite.
Die paar Langstreckenjunkies jetzt werden diese teuren Lader auf jeden Fall nicht finanzieren (können).

Das ist genauso das gleiche Beispiel hier mit EWE/SWB ... die Ladesäulen hier sind alle gut besucht. Aber nur, weil der Strom umsonst ist! Kostet der auch nur einen Cent mehr als daheim, dann werden die Dosen einstauben. Ich kenne keinen, der aus 100km Entfernung in den Weserpark zum Shoppen fährt und da laden muss.
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Re: wieviel darf eine Schnelladung kosten

Beitragvon gthoele » Mi 29. Apr 2015, 08:48

Die Frage "Wieviel darf eine Schnelladung kosten" kann ich inzwischen auf mathematisch-wirtschaftlich beantworten: Aus der laufenden Standortstudie des Projekts "Schnellader A23/B5" haben wir nun auch Wirtschaftlichkeitszahlen.
So ab etwa 5 Ladungen pro Tag zu je (Angenommener Einheitspreis) 6,25 € beginnt das Jahresergebnis einer Station ins positive zu kommen.
Wobei der Preis der Ladung einen recht deutlichen Einfluss auf das Jahresergebnis hat (Sensitivitätsanalyse).

Beispiel: Einen Standort dieses Jahr bauen, angenommene Nutzung 0,5 Ladungen pro Tag im Jahr 2015, 3,7 Ladungen am Tag im Jahr 2020, weiter ansteigend in der Zukunft nach Zuwachsszenario des DLR.
Amortisationszeit der Station bei einem Ladungs-Preis von:
5 € pro Ladung: Amortisation nach 25 Jahren
6,25 €: 17 Jahre
7,50 €: 14 Jahre

Der Ladungs-Preis macht also schon deutlich etwas aus. Die abgenommene Strommenge pro Ladung zum Beispiel ist weniger bedeutsam (was aus Betreibersicht für Pauschalpreise statt kWh-Abrechnung spricht)

Die Antwort auf die Frage "wieviel darf eine Ladung kosten" hängt also davon ab wieviele Menschen kommen. Am besten Standort entlang der A23 erwarten wir im Jahr 2020 über 20 Ladungen pro Tag. Das geht rein rechnerisch auch unter 5 €/Ladung. Eine Ladung an unserem schlechtest prognostizierten Ort (0,5 Ladungen/Tag in 2020) ist auch für 20 € nicht wirtschaftlich darstellbar.
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