Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon Prignitzer » Mo 12. Mär 2018, 14:56

Ich weiß nicht, ob alle die hier auf diesen Betriebsrat einschlagen auch gelesen haben, dass sich dieser für die Aufstellung der Säulen eingesetzt hat.

Anstatt sich darüber zu freuen, wird auf ihn eingeschlagen. Grund: eine Spende für soziale Einrichtung.

Sorry, aber bei einigen läuft hier anscheinend amtlich was falsch.
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Beitragvon Kaefer69 » Mo 12. Mär 2018, 15:06

An alle die den ersten Beitrag wohl nicht ganz gelesen haben:

Ich bin der Vorsitzende dieses Betriebsrates!

Ich bin an die Beschlüsse des Gremiums gebunden, das nach demokratischen Regeln gewählt wurde. Also haben die Mitarbeiter in Form dieses Gremiums, das Parlament der Mitarbeiter, damit ihre Meinung kundgetan. Wer etwas anderes möchte, soll sich an den Wahlen beteiligen (in 4 Wochen). Komischerweise sind genau diese Motzer immer dann nicht auffindbar :twisted:

Danke für die wirklich hilfreichen Antworten!
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon Tho » Mo 12. Mär 2018, 15:36

Prignitzer hat geschrieben:
Anstatt sich darüber zu freuen, wird auf ihn eingeschlagen. Grund: eine Spende für soziale Einrichtung.
Es geht nicht um soziale Spenden , sondern um die Gerechtigkeitsfrage: Ist es gerecht wenn jemand kostenlos laden kann, wenn er ein Elektroauto besitzt? Wird dadurch jemand benachteiligt?
Und da sage ich klar nein, weil eben jeder laden könnte.
Zuletzt geändert von Tho am Mo 12. Mär 2018, 15:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon sensai » Mo 12. Mär 2018, 15:38

mit den Meinung der Vorschreiber will ich nichts zu tun haben.

Wir haben hier an unserem Standort seit 2,5 Jahren 4 x 11 kW Keba Säulen.
Die ersten, die Bedarf angemeldet haben (dazu zähle ich selber) haben einen Vertrag mit der Firma abgeschlossen
und dürfen die Säulen exklusiv benutzen.
Dafür werden 5 € Monat / pauschal abgerechnet und gleich direkt vom Gehalt abgezogen.

Sehr geringer Aufwand und somit auch fair für alle.
Keine Diskussion wegen (illegalen) Stromverkauf und wer hat wann wieviel geladen.
Da ich die Firmenstrom Tarife kenne und weiß, wieviel ich im Schnitt im Monat lade, kommt dieser Betrag auch in etwa hin.

Ich bin überzeugt, jeder zukünftige EV Fahrer würde diesen Tarif akzeptieren.
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und damit: ein 100% Auspuff freier Haushalt 8-)
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon 4630 » Mo 12. Mär 2018, 15:43

Die Keba P30 hat nur in der c oder x-Serie einen Zähler. Ist dieser von außen einsehbar für die Abrechnung? Oder soll dies technisch gelöst werden? Dann werden entsprechende Software, Kommunikationsschnittstellen und Legitimationskarten benötigt. All dies kostet Geld und Zeit, die der Arbeitgeber bezahlen muss - vermutlich mindestens so viel, wie an Erträgen gerade am Anfang überhaupt generiert werden kann, die dann fairerweise auch der Arbeitgeber wieder erhalten sollte für seinen Invest.

Von daher, ganz unabhängig von irgendwelchen Neiddebatten, lasst doch erst mal den/die ersten Elektromobilisten überhaupt kommen, bevor über Abrechnungsmodalitäten nachgedacht wird. Und wenn, dann eher pauschal je nach Fahrzeugtyp (und enthaltenem Akku sowie durchschnittlicher Ladung je Arbeitstag).
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon Major Tom » Mo 12. Mär 2018, 16:44

Ich würde es in diesem Fall anders machen:
Wer einen Zugang möchte muss eine Ladekarte kaufen. Zum einmaligen Preis von 50-100 €.
Damit ist es nicht kostenlos und trotzdem hat man nicht den Aufwand bzw. Kosten für die Abrechnung.
ciao
Tom
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon ToyToyToy » Mo 12. Mär 2018, 17:32

Kaefer69 hat geschrieben:
Ich bin an die Beschlüsse des Gremiums gebunden, das nach demokratischen Regeln gewählt wurde. Also haben die Mitarbeiter in Form dieses Gremiums, das Parlament der Mitarbeiter, damit ihre Meinung kundgetan.


Beschlüsse kann man auch wieder ändern, wenn man nur will.

Beim Argument "Gerechtigkeit" kann ich auch nur den Kopf schütteln. Was ist mit den Mitarbeitern, die nur einen Smart statt einen großen SUV fahren - sie belegen weniger Parkraum, bekommen sie dafür einen Ausgleich? Statt eine lobenswerte Initiative des Arbeitgebers zu unterstützen, wird sie hier vom Betriebsrat ausgebremst. Einen Strompreis, der ca. 20% unter dem Preis zu Hause liegt, kann man kaum noch als Förderung bezeichnen. Dies wird niemand dazu bewegen, sich ein E-Auto anzuschaffen - oder höchstens Leute, die zu Hause nicht laden können.

Angesichts der geringen A/C-Ladeleistung der meisten Autos dürften selbst bei Vollauslastung der beiden Ladepunkte (die ja anscheinend in weiter Ferne ist) jeden Tag nur Kleckerbeträge zusammenkommen. Sofern die Abrechnung nicht vollständig automatisiert erfolgt (was auch wieder Geld kostet), dürfte die Arbeitszeit für die manuelle Abrechnung die Einnahmen wieder auffressen.
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon Tho » Mo 12. Mär 2018, 17:38

Es geht laut dem Beschluss doch garnicht darum Einnahmem zu generieren, weil die Ladekosten sowieso gespendent werden.
Die Zahlung soll einzig und allein dem Gerichtigkeitsausgleich dienen.
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon ToyToyToy » Mo 12. Mär 2018, 17:58

Tho hat geschrieben:
Es geht laut dem Beschluss doch garnicht darum Einnahmem zu generieren, weil die Ladekosten sowieso gespendent werden.
Die Zahlung soll einzig und allein dem Gerichtigkeitsausgleich dienen.


Das habe ich schon verstanden. Ich habe aber auch verstanden, dass der Betriebsrat selbst so entschieden hat, daher könnte er auch unter Einbeziehung der hier genannten Argumente seine Entscheidung nochmal überdenken. Du sagtest ja auch, dass du keine Ungerechtigkeit siehst, weil ja jeder Mitarbeiter mit einem E-Auto dort laden könnte.

Wenn man aber schon auf so niedrigem Level eine Ungerechtigkeit sieht, müsste der BR die Abrechnung auch wasserdicht gestalten. Es müsste die neue Datenschutz-Grundverordnung beachtet werden, dass Inkasso und die buchhalterische Behandlung geregelt werden und und und.... Am Ende sitzt ein BR-Mitarbeiter einige Stunden im Monat daran, Stromeinnahmen von 100 oder 200 Euro manuell aufzuteilen und einzutreiben. So etwas kostet doch mehr, als es am Ende wirklich bringt.
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon eDEVIL » Mo 12. Mär 2018, 18:01

Kaefer69 hat geschrieben:
...wir warten auf die ersten Nutzer. Nach dem Henne/Ei Prinzip gab es bisher keine E-Fahrzeuge in Mitarbeiterhand, diese Ladepunkte sollen/können das aber fördern.

Aha, und damit das nicht zu beliebt wird, macht man es nicht unnötig attraktiv? :roll:
Da wird ein Bürokratiemonster geschaffen...

Dann kann ja jeder, der mit dem Diesel zur Arbeit kommt als Gerechtigkeitsausgleich an einen Verein spenden, der krebskranken Kindern hilft... :evil:
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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