Vorschlagssuche für Abrechnungsmodell

Vorschlagssuche für Abrechnungsmodell

Beitragvon Naheris » Mi 8. Jun 2016, 11:15

Hallo,

eine mir bekannte Hotelleitung (Hotel Stadt Coburg, Coburg) hat mich darum gebeten, Euch hier als die Experten um Rat zu fragen, wie die bereits installierte Box effizient und fair betrieben werden kann.

Die Box findet ihr im Verzeichnis hier:
http://www.goingelectric.de/stromtankstellen/Deutschland/Coburg/Ringhotel-Stadt-Coburg-Lossaustrasse-12/13769/

Das Hotel möchte die Box sowohl Kunden des Hotels aber auch der Gastronomie zur Verfügung stellen. Zudem möchte man die Box - in der Erwartung, dass sie die meiste Zeit ungenutzt sein wird - gerne auch anderen E-Mobilisten zum Laden zur Verfügung stellen, wenn dies notwendig ist. Das Problem für das Hotel ist aber, dass die Parkplatzsituation in Coburg extrem problematisch ist. Der eigene (nicht beschrankbare) Parkplatz wird heute schon dauernd von Besuchern und Mitarbeitern der umgebenden Firmen zugeparkt. Somit fürchtet man, dass ein "öffentlicher" Ladeparkplatz dann den ganzen Tag von einem Pendler mit EV zugestellt würde. Das ist aus eigener Erfahrung nicht unwahrscheinlich. Für Kunden stehen dort theoretisch genügend Parkplätze zur Verfügung. Praktisch sind tagsüber keine Plätze vorhanden, Nachts ist der Parkplatz dann leer.

Leider kann die Box aufgrund der etwas unwilligen Stadtwerke scheinbar nicht an einem Abrechnungssystem teilnehmen kann. Das Hotel kann lediglich die Leistung der Box steuern; ein komplexes Ticket- und Abrechnungssystem ist daher nicht möglich.

Dazu kommt, dass sich das Hotel nicht mit der E-Mobilität auskennt. Man kann also weder einschätzen, wie viele Lader kommen (man rechnet mit sehr wenigen) und was die dann letztendlich laden werden. Von daher wünscht man sich auch einen Tipp, was für ein Abrechnungsmodell von der Community als Akzeptabel empfunden wird. Das Hauptaugenmerk liegt dabei bei Abrechnungen am Tag selber, wenn auch die Rezeption besetzt ist. Nachts sind eigentlich immer genügend Parkplätze vorhanden und eine Abrechnung ist nicht unbedingt nötig.

Das Hotel sieht die Wallbox als Werbemaßnahme. Eine direkte Gewinnerwirtschaftung ist nicht beabsichtigt. Man würde sich aber freuen, wenn wenigstens die laufenden Betriebskosten refinanziert werden könnten.

Hinweis: Während der Anfangsphase ist die Box erst einmal kostenlos und öffentlich zugänglich. Einzige Einschränkung: wegen des Hausanschlusses kann die Ladeleistung zwischen 18 und 22 Uhr ggf. auf 11kW reduziert werden.

Die Fragen:
- Welche Abrechnungsmethode wäre tagsüber für Fremdparker sinnvoll? Welche Preise wären dafür für E-Mobilisten akzeptabel?
- Wäre ein Aufschlag auf den Zimmerpreis für Nachtlader akzeptabel? Wenn ja, zu welchem Preis?

Bonusfrage:
- Existiert ggf. doch eine akzeptable Verrechnungsmethode für RWE-SmartHome-Ladeboxen? Bei RWE selber existiert scheinbar keine.

Technischen Möglichkeiten:
Die Wallbox kann einfach auf folgende Weise geregelt werden:
- Begrenzung der Leistung in kW.
- Begrenzung der abgegebenen Kapazität in kWh.
- Zeitliche Steuerung der Kapazität.
- Online- Aktivierung und De-Aktivierung der Box.
- Online prüfen des Ladestatus.

Es ist nicht möglich für Nutzer direkt an der Wallbox irgendwelche Einstellungen vorzunehmen.

Zu mir:
Als noch-nicht-EVler habe ich aber keine fundierte Ahnung zu den sinnvollen Abrechnungsmethoden. Natürlich habe ich ein paar Ideen, möchte diese aber hier erst einmal nicht posten.

Ich bin wirtschaftlich nicht mit dem Hotel verbunden, helfe ihnen aber ein bisschen E-Mobil zu werden. Dafür bin ich einmal in ihr Restaurant eingeladen worden, das war's dann auch schon. Ich war früher fast ein Jahr bei ihnen Kunde, bin dies aber aufgrund eigener Projektwohnung in Coburg nicht mehr. Das Restaurant ist aber wirklich empfehlenswert und ich werde es auch in Zukunft aufsuchen.

Danke für Eure Hilfe!
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Re: Vorschlagssuche für Abrechnungsmodell

Beitragvon Berndte » Mi 8. Jun 2016, 11:55

Also ich würde aktuell eine TheNewMotion Lolo mit 22kW vorschlagen.
Die Ladekarte hat so gut wie jeder E-Fahrer, da kostenlos.

- Stromvergütung kann man bis 30cent einstellen (weniger geht auch)
- Status in der App oder Online einsehbar (Frei, Belegt, Defekt)
- Ladekarten zum kostenlosen Laden für Gäste kann man zB an der Reception bereitlegen

Mittlerweile bin ich auch dabei diese Box zu modifizieren... 43kW Test läuft gerade bei mir.
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Re: Vorschlagssuche für Abrechnungsmodell

Beitragvon HubertB » Mi 8. Jun 2016, 12:07

Berndte war schneller, daher nur noch ergänzend:

Mögliches Modell für Leihkarten: Ausgabe für 12€, 10€ gibt es bei Rückgabe zurück. Wenn die Akkus grösser werden passt man die Differenz nach oben an.
Ich glaube wenn jemand wiederholt die Säule blockiert indem er den ganzen Tag lädt kann man die Karten ID feststellen und diese Karte sperren.
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Re: Vorschlagssuche für Abrechnungsmodell

Beitragvon Naheris » Mi 8. Jun 2016, 16:48

Danke für die Antworten, aber der Tausch der Wallbox ist keine Option. Eine Weitere wolle bzw. können sie stromtechnisch leider erst einmal nicht platzieren. Und die Säule will man aus politischen Gründen eben vom lokalen Stromanbieter. Und der stellt halt RWE zur Verfügung.

Gesucht wird ein Abrechnungssystem (also vor Allem mal, was man überhaupt abrechnen sollte) für die existierende Wallbox. :)
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Re: Vorschlagssuche für Abrechnungsmodell

Beitragvon Tho » Mi 8. Jun 2016, 16:53

Da müsste man selbst etwas programmieren oder die Box modifizieren, wenn sie kein OCCP beherrscht.
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Re: Vorschlagssuche für Abrechnungsmodell

Beitragvon Berndte » Mi 8. Jun 2016, 17:12

Sorry, wenn ich es mal so direkt sage, aber was soll der Quatsch?
Für die Home Variante der RWE gibt es halt kein Abrechnungssystem.

Die Wallbox verkaufen und für ein paar Euro dazu eine TNM Lolo andübeln.

Der Strom kann ja weiterhin vom lokalen Anbieter kommen. Sollte dann aber auch 100% Ökostrom sein, wenn man schon so pingelig ist.
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Re: Vorschlagssuche für Abrechnungsmodell

Beitragvon Naheris » Mi 8. Jun 2016, 18:10

Enschuldigung, Berndt. Hast Du den Inhalt meiner Post ggf. falsch gelesen? Es geht primär NICHT darum, wie man ein AbrechnungsSYSTEM erhält. Es geht darum, was man Abrechnen soll, und wie. Also z.B. dass man für den Parkplatz eine Parkgebühr abrechnen könnte und das Laden gibt's umsonst oben drauf, und die Parkgebühr könnte dann X € je Y Zeiteinheit betragen. :)

Oder anders geschrieben: Es gibt genügend Threads hier, wo sich Leute über das Abrechnungssystem irgend eines Anbieters auslassen und wie sie es machen würden. Dieser Thread hier fragt erst einmal letzteres, bevor irgend ein Tarifsystem eingeführt wird (wenn überhaupt). Und es geht primär darum, dass die Parkplätze regelmäßig jetzt schon zugeparkt werden.

Um ein automatisiertes Abrechnungssystem ging es nur in einem Satz, als "Bonusfrage" markiert. Und da wurde ganz klar darum gebeten, dass WENN jemand weiß, wie man eine RWE-Wallbox zum abrechnen bekommen könnte, DANN möge er DAS mitteilen. Dass es eine Lolo kann weiß ich. Ich weiß auch wie ich andere Abrechnungssysteme zum laufen bekomme. Es geht aber nur und ausschließlich um eine RWE-Wallbox. Eine andere wird es nicht geben.

Das Hotel braucht das automatisches Abrechnungssystem sowieso nicht, weil man eben tagsüber eine besetzte Rezeption hat. Und nachts ist es eh nicht ganz so relevant.

Daher sind alle bisherigen Antworten zwar sehr willkommen, aber am Thema vorbei. :)
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Re: Vorschlagssuche für Abrechnungsmodell

Beitragvon Berndte » Mi 8. Jun 2016, 19:26

Ok, dann würde ich vorschlagen, dass man den Ladeplatz mit einem umklappbaren Poller sichert.
Den Schlüssel gibts für 5€ (+Pfand) an der Reception. Ob man dann die 5€ zurückgibt, wenn der Ladegast auch was im Hotel/Restaurant konsumiert kann man dann auch spontan entscheiden.
Die Hightech-Variante ist dann mit elektrisch versenkbarem Poller, etc.
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Re: Vorschlagssuche für Abrechnungsmodell

Beitragvon Djadschading » Mi 8. Jun 2016, 19:31

Gute Idee Bernd
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Kein Verbrenner mehr
2x 4kwp PV-Anlage (2011+2012)
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Re: Vorschlagssuche für Abrechnungsmodell

Beitragvon Hachtl » Mi 8. Jun 2016, 22:58

Dann ist auch das Problem mit dem zuparken gelöst ...

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