SMATRICS, KELAG & Co - wie ersticke ich Emobility im Keim ?

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Beitragvon Robert » Mi 14. Sep 2016, 20:07

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So es ist soweit: Die Ladefantasiepreise sind im Boulevard gelandet ! Die Kronen Zeitung hat schon Bundeskanzler zu Sturz gebracht... :roll:

Wobei die total irren Preisausreißer dabei noch gar nicht angeführt sind.

Den Kampf gegen die mächtige Öl-Lobby plus steuergierige Staaten kann man noch ganz leicht und schnell verlieren.

Der Ölpreis dürfte noch länger bei $ 50.- rum dümpeln. Und wenn die Deutschen es schaffen den Plug-In hoffähig zu machen gibt es nur wenig Motivation eine Premium-Ladesäule anzusteuern. :idea:
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Re: SMATRICS, KELAG & Co - wie ersticke ich Emobility im Kei

Beitragvon Hachtl » Mi 14. Sep 2016, 20:46

Zumindest der Ölpreis wird wieder zulegen, dafür haben ja Rußland und Saudi Arabien gesorgt .....
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Re: SMATRICS, KELAG & Co - wie ersticke ich Emobility im Kei

Beitragvon Toumal » Mi 14. Sep 2016, 22:10

Du sollst ja auch Hybrid fahren. Also schoen eDrive oder Outlander, da kann man total super Benzin sparen mit diesem Elektrozeugs. BEV ist nur was fuer Oekospinner. Die sollen ruhig was zahlen, weil so ein Zoe kostet ja extrem viel und wird total vom Staat gefoerdert.

Sowas, oder noch aergeres, hab ich alles schon gehoert.
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Re: SMATRICS, KELAG & Co - wie ersticke ich Emobility im Kei

Beitragvon p.hase » Do 15. Sep 2016, 07:54

einfach das BEV auf benzinantrieb umrüsten und schon passt es wieder! und ich dachte die emobilität ist nur in deutschland am ende. aber im dritten anlauf, unsere kinder, die schaffen das! :mrgreen:
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Re: SMATRICS, KELAG & Co - wie ersticke ich Emobility im Kei

Beitragvon AbRiNgOi » Do 15. Sep 2016, 08:43

Unsere Kinder haben wenn wir so weitermachen ganz andere Sorgen.

Eine völlig veraltetet Industrie,
Eine Bevölkerungspyramide die auf ihren Köpfen lastet
Klimaerwärmung über 5Grad Celsius
Kriegsgebiete als Erbe der von unserer Generation ausgebluteten ehemaligen 3.Welt und deren Flüchtling.

Ein kleiner, sehr winziger Teil dieses Erb-puzzle ist der veraltetet Fuhrpark mit Gift emittierenden Verbrennungsmotoren.

Ich bin so froh das ich das nicht mehr erleben muss, ich werde mich für das alles was meine Generation in Ihrem größenwahnsinnigem Egoismus anstellt bei meinen drei Kindern und ab November Enkelkindern entschuldigen müssen. Mein erstes Enkelkind Rebecca, Geburtstermin 5.11.2016, wird mich fragen "habt Ihr das alles nicht gewusst?" Was werde ich antworten? "Entschuldige, aber.." ist mir zu billig. "Entschuldige ich war zu schwch, ich habe versagt" wäre vielleicht besser.

Und nun die Kurve zu :back to topic:
Wenn wir nun der Meinung sind, das ist ein Thema wo der Egoismus der Generation voll zuschlägt (Ich will die Refinanzierung jetzt, und kommt die nicht jetzt dann brauch ich's gar nicht, weil von meinen Enkeln wird's dann besser gehen, davon kann ich mir nix kaufen) müssen wir was tun. Oder in 20 Jahren den Enkelkindern sagen: "Entschuldige ich war zu schwach".

Ich gebe den beiden mal Schonfrist bis Anfang 2017. Dann müssten wir selber etwas aufbauen, aber das geht meist nur mit Drehstrom, damit wäre DC wieder tot. Die ganze DC Geschichte hat uns das eingebrockt, die Ladestellen sind viel zu teuer. Gut eingefädelt von der deutschen Autoindustrie. Danke dafür noch. Klar ist DC ab 100kW die Zukunft, aber eben nicht im hier und jetzt. Im hier und jetzt ruinieren die Preise der DC Ladestationen alles. Wenn aus unerklärlichen Gründen AC43 genauso teuer ist die DC laden, zerstören wir gleich alles, ansonsten hätte der Markt entschieden, Wenn einmal in Köpfen drinnen ist wie ein Elektrofahrzeug funktioniert und ich die Spritkosten eines AC43 Laders mit den Spritkosten der DC Ladung vergleichen würde, dann würde der Käufer frei entscheiden. Wen aber AC16-AC43 genauso teuer ist, drängen wir alle in die Abhängigkeit von ein paar wenigen DC Ladestationen Aufsteller, die mit ihrem Monopol machen können was sie wollen. Bei 50kW bringt DC Null Vorteile, außer teuer und Abhängigkeit zu erhöhen. >100kW DC werden wir so selten brauchen, dass 1€ pro kWh auch noch OK ist, aber dann haben die Fahrzeuge 500km Reichweite und laden zu Hause vom Dach. Aber jetzt soll der normale Ladevorgang nicht schon so viel kosten wie dann die extrem seltene DC Ladung. Was machen sich die Leute heute überhaupt schon Sorgen über das Schnellladen der Zukunft, wenn es kaum Fahrzeuge gibt die mehr als 50kW im Akku vertragen. Ja, TESLA mal außen vor, die bedienen SMATRICS und KELAG so oder so nicht als Hauptfocus.
OK, ich habe gerade Frust hier in der Firma, denn müßt ihr nicht auch noch spüren, genießt das schöne Wetter, wir die auf der Insel der Seligen die Vorteile der Klimaerwärmung genießen dürfen nicht gerade vor einem Hurrikan flüchten....
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Re: SMATRICS, KELAG & Co - wie ersticke ich Emobility im Kei

Beitragvon TeeKay » Do 15. Sep 2016, 13:51

DC kannst du nicht auf die deutsche Autoindustrie schieben. Japan hatte schon 2012 mehr DC-Ladesäulen als Deutschland im Jahr 2016.

Such die Schuld lieber bei der EU und deiner eigenen Regierung. Die EU fördert munter 50% der Baukosten, ohne zu prüfen, ob 50% überhaupt für halbwegs profitablen Betrieb ausreichen. Die EU müsste 100% übernehmen und die Ladesäulen dann an Betreiber für einen symbolischen Euro verleasen. Für die EU wäre das nur unwesentlich teurer, würde aber den Leasingnehmern schon heute profitablen Betrieb zu annehmbaren Preisen ermöglichen. In 5 oder 10 Jahren kann die EU sich dann ja entscheiden, marktübliche Leasingraten zu nehmen oder die Standorte meistbietend zu verkaufen.

Bei 100.000 Säulen, die mit 75.000 Euro gebaut werden müssten, wären das einmalig 7,5 Milliarden Euro. Der EU-Haushalt umfasst pro Jahr 160 Milliarden Euro. In einem 5-Jahres-Abschnitt wären also 1% des Budgets ausreichend, um 100.000 DC-Lader zu bauen und für 1 Euro pro Jahr zu verleasen. Pro Jahr 20.000 - pro 220 km2 EU-Fläche also ein Lader pro Jahr. Deutschland bekäme also pro Jahr 1.620 DC-Lader, in 5 Jahren 8.100. Österreich 380 bzw. 1900. Mit 1% des EU-Budgets.
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Re: SMATRICS, KELAG & Co - wie ersticke ich Emobility im Kei

Beitragvon AbRiNgOi » Do 15. Sep 2016, 20:01

Wenn die Ladesäulen für 7,5 Millarden Euro Zukunftssicher wären, könnte ich Deinen Empfehlungen folgen. Wenn aber DC Laden mit 100kW und Aufwärts kommt fangen wir wieder bei Null an und können die 7,5 Milliarden Euro in den Wind schreiben. Alle Ladesäulen müssen in fünf Jahren neu aufgebaut werden, die gute ABB Terra ist nix mehr Wert und das Kupfer in der Erde ist zu schwach. Das Gelt könnte man sparen. Finde ich.
DC ist für mich eine teure Spielwiese die solange keinen Sinn macht, solang mit AC Ladern und einigen wenigen tausend Euro die gleiche Ladezeit erreicht wird. Besser wäre für die 7,5 Millionen das Kupfer in der Erde auf 200kW aus zu legen und die teure Säule erst zu bauen, wenn die Fahrzeuge das auch können.
Zum Thema Chademo hab ich wenig zu sagen, weil die Japaner verstehe ich nicht. Dachten die wiklich, wenn die Japanische Regierung die kleine Japanische Insel mit Chademo vollpflastert, dass alle anderen Regierungen das gleich machen nur um die Japanische Autoindustrie zu fördern? DC bringt Abhängigkeit, egal wer da was aufstellt, alle müssen dort hin. Und wenn es nur wenige Anbieter sind, haben die ein Monopol.

Nachtrag: Was sind die Vorteile von DC laden? Ach ja, das Fahrzeug wird billiger. Toll, warum kosten dann eGolf und i3 sooo viel???
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Re: SMATRICS, KELAG & Co - wie ersticke ich Emobility im Kei

Beitragvon cpeter » Fr 16. Sep 2016, 09:50

AbRiNgOi hat geschrieben:
Wenn aber DC Laden mit 100kW und Aufwärts kommt fangen wir wieder bei Null an
Ja stimmt schon, die aktuelle Ladeinfrastruktur ist bei 50kW am Limit. Aber ohne DC geht's aktuell nicht. Was machen wir in der Zwischenzeit mit den existierenden Autos. Die Kia Soul EVs, Nissan Leafs, etc, laden mit AC nur langsam und brauchen daher für die längeren Strecken CHAdeMO. Auch die aktuellen BEVs mit CCS laden über AC langsam. Ich finde es gut, dass aktuell sowohl AC, als auch CCS und CHAdeMO in ausreichender Dichte angeboten werden (Ausnahme: CHAdeMO Lücken in Deutschland, aber da werden's auch mehr).

Super wäre es natürlich, wenn sich die BEV Hersteller auf einen zukünftigen >100kW Ladestandard einigen würden.

Und: wir müssen das Ladeanbieter Chaos loswerden (Tarif-Chaos, Ladekarten-Chaos, ...). Wenn BEVs ein Massenmarkt werden, kann das nicht so bleiben (danke nochmal für deinen Tip mit TheNewMotion).
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Re: SMATRICS, KELAG & Co - wie ersticke ich Emobility im Kei

Beitragvon AndiH » Fr 16. Sep 2016, 10:24

Survival of the fittest

Bisher gab es oft Strom umsonst, nun schlägt das Pendel (teilweise) in die andere Richtung und am Schluss wird sich das durchsetzen was für beide Seiten akzeptabel ist. Wenn man an AC oder DC den Erfolg der Elektromobilität als ganzes aufhängen will wird es schief gehen aber aus ganz anderen Gründen. Mit Verbrennungsmotoren lassen sich prima ein großer Teil der Kosten und Umweltschäden in ferne Regionen verlagern, mit Stromantrieb wird das nicht mehr so einfach funktionieren. Das ist der eigentliche Punkt der das ganze zu Fall bringen könnte, ob AC oder DC Ladung eher nicht, da ein sehr großer Anteil der Ladevorgänge in Zukunft sowieso "zuhause" bzw. an irgend einen Standplatz mit geringer (AC) Leistung stattfinden wird bzw. auch muss wenn man von einer größeren Anzahl an elektrischen Kilometern ausgeht.
Was dann DC an der Autobahn kostet wird bei einer größeren Anzahl von Elektroautos nur eine Frage des Marktausgleichs sein.

Gruß

Andi
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Re: SMATRICS, KELAG & Co - wie ersticke ich Emobility im Kei

Beitragvon Tho » Fr 16. Sep 2016, 10:28

Auf jeden Fall darf kein Monopol entstehen (Allego, T&R, Smatrics...), sondern viele Betreiber müssen die Möglichkeit haben im Schnelllademarkt mitzuspielen, ansonsten ist der Preis beliebig diktierbar.
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