Preisgestaltung für das vertragslose Laden bei RWE Ladesäule

Preisgestaltung für das vertragslose Laden bei RWE Ladesäule

Beitragvon Chako » Mi 21. Dez 2016, 15:23

Hallo zusammen,

ich wohne in Düsseldorf und besitze seit knapp einem Jahr einen gängigen Smart Electric Drive mit 3,3 Kw Boardloader.
In Düsseldorf kann ich dank unserer Stadtwerke an Ladesäulen kostenlos laden.

Wenn ich dann doch ein paar mal im Jahr ins Ruhrgebiet fahre, bin ich auf Grund der geringen Reichweite des Autos auf öffentliche Ladesäulen angewiesen und oft gibt es dort keinen anderen Anbieter, als das gut ausgebaute Ladesäulennetz von RWE.

Während ich das Engagement von RWE natürlich begrüße, habe ich jedoch ein Problem mit deren Abrechnung:
Um meinen Smart an Ladesäulen von RWE aufzuladen, dauert es ca. 6 Stunden. Da die Abrechnung pro Minute erfolgt (ePower Basic Tarif mit 4,95 Euro pro Stunde) zahle ich somit fast 30 Euro für eine Ladung, was ich als extrem teuer empfinde, denn damit komme ich im Winter 70, im Sommer 120 Kilometer weit. Da ich nur selten im Ruhrgebiet lade, sehe ich es nicht ein, mich an einen Vertrag mit einer Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten zu binden.

Ich habe vergangene Woche einen Brief an RWE geschickt und möchte euch gerne daran teilhaben.
Eine Antwort habe ich bis jetzt noch nicht erhalten.

Sollten meine Annahmen oder Berechnungen nicht stimmen, dürft ich mich gerne informieren.
rwe1.jpg
Seite1

rwe2.jpg
Seite2


Oder als Fließtext:
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich lebe in Düsseldorf, bin überzeugter E-Mobilist und freue mich darüber, dass die Ladeinfrastruktur deutschlandweit, auch von RWE, zur Zeit stark ausgebaut wird. 

Stark negativ ist mir dabei jedoch die Preisgestaltung von RWE eMobility aufgefallen.
RWE berechnet für einen Ladevorgang, abgerechnet über den ePower Basic Tarif mit Wechselstrom mit bis zu 16 A (11 kW) aktuell 4,95 € pro Stunde.

Für mich als Fahrer eines Elektrosmarts mit 3,3kw Bordloader bedeutet dies, dass
eine Ladung an Ihrer Ladesäule ca. 6 Stunden dauert und somit fast 30 Euro kostet. 

Da es innerhalb Deutschlands mehrere Dutzend verschiedene Anbieter von Lademöglichkeiten gibt, ist man darauf angewiesen, flexibel bei diesen Anbietern laden zu können. Es wäre absurd, überall einen Vertrag mit monatlicher Gebühr abzuschießen, um die Mögleichkeit zu haben, zu halbwegs fairen Kosten unterwegs laden zu können.

Da Elektroautos aktuell noch eine recht geringe Reichweite haben (bei einem Smart rund 100 Kilometer), besteht häufig nicht die Möglichkeit eine freie Wahl zwischen verschiedenen Anbietern zu treffen, sondern es ist erforderlich bei dem Anbieter zu laden, der reichweitentechnisch auf der Route liegt und erreichbar ist. 

Dass ich im Fall der Fälle bei RWE rund 30 Euro für einen Ladevorgang zahlen soll, empfinde ich daher als Wucher (undzwar wortwörtlich gemäß § 138 BGB) und somit sogar sittenwidrig, da hier eine Zwangslage ausgenutzt wird und Kosten berechnet werden, die in einem auffälligen Missverhältnis zu der Leistung stehen.

Setze ich marktübliche Stromkosten für einen Ladevorgang von 5 Euro (äußerst konservativ berechnet) in das Verhältnis zu den 29,70 Euro, die Sie berechnen, handelt es sich hier um den etwa  sechsfachen Preis.

Sicherlich ist der Aufbau einer Ladeinfrastruktur, wie sie RWE betreibt, kostenintensiv, doch besteht hier trotzdem ein absolutes Missverhältnis zwischen Preis und Leistung. Insbesondere, wenn man berücksichtigt, dass das Laden bei anderen Anbietern erheblich kostengünstiger angeboten wird.

So ist das Laden bei den Stadtwerke Düsseldorf an mehr als 70 Ladesäulen kostenfrei. Die RheinEnergie AG bietet mit tankE ebenfalls kostenloses Laden an. Laden bei EnBW kostet die Hälfte des RWE Preises und Vattenfall berechnet mit fairen 30 Cent/kwh ein Sechstel des Preises von RWE.

Mich interessiert sehr, wie Sie die Preise für "Gelegenheitslader" rechtfertigen und inwiefern Sie hier möglicherweise nachbessern - vielleicht generell am Preis oder an der Preisskala bezogen auf die stark unterschiedlichen Ladeleistungen der Fahrzeuge. 

Über eine kurzfristige, konkrete Stellungnahme würde ich mich daher sehr freuen.
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Re: Preisgestaltung für das vertragslose Laden bei RWE Lades

Beitragvon Tho » Mi 21. Dez 2016, 15:25

Warum nimmst du keinen alternativen Anbieter der RWE Autostrom Contract-IDs ausgibt? :?:
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Re: Preisgestaltung für das vertragslose Laden bei RWE Lades

Beitragvon Lokverführer » Mi 21. Dez 2016, 15:26

Nutze halt z.B. BEW oder Stadtwerke Reichenbach um an innogy-Säulen zu laden, die verlangen beide keine Grundgebühr
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Re: Preisgestaltung für das vertragslose Laden bei RWE Lades

Beitragvon SL4E » Mi 21. Dez 2016, 15:26

Ich versteh das gejammer nicht? Hol dir doch einen Vertrag bei BEW? Der kostet dich nichts außer den geladenen kWh.
Es zwingt dich doch niemand den ePower Direkt Tarif zu nehmen. Immerhin bietet RWE und Partner eine kWh Abrechnung und nicht wie andere nur nach Zeit.
Lieber jetzt elektrisch fahren, als noch länger warten!
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Re: Preisgestaltung für das vertragslose Laden bei RWE Lades

Beitragvon Chako » Mi 21. Dez 2016, 15:49

Tho hat geschrieben:
Warum nimmst du keinen alternativen Anbieter der RWE Autostrom Contract-IDs ausgibt? :?:


Ist es wirklich so vorgesehen, dass ich mit irgendeiner anderern Firma einen (kostenlosen) Autostromvertrag abschließe, um dann damit ausschließlich bei einem Roamingpartner zu laden?

Mir geht es eigentlich um Flexibilität bei der Mobilität. Ich kann doch nicht überall vorher Verträge abschließen.
Mit Shell oder Aral schließe ich doch einen keinen Rahmenvertrag ab, bevor ich da tanke.
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Re: Preisgestaltung für das vertragslose Laden bei RWE Lades

Beitragvon Tho » Mi 21. Dez 2016, 15:55

Chako hat geschrieben:
Ist es wirklich so vorgesehen, dass ich mit irgendeiner anderern Firma einen (kostenlosen) Autostromvertrag abschließe, um dann damit ausschließlich bei einem Roamingpartner zu laden?

Ja. (bei RWE).
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Re: Preisgestaltung für das vertragslose Laden bei RWE Lades

Beitragvon TeeKay » Mi 21. Dez 2016, 15:59

Innogy eRoaming ist ja nicht wirklich Roaming, sondern ein eigenes Netzwerk. Die Vertragspartner wie BEW geben die Contract ID nicht selbst aus, sondern beziehen sie auch nur von Innogy. Wenn du bei Mobilcom einen Telefonvertrag fürs Telekom-Netz abschließt, hast du ja auch kein schlechtes Gewissen, zu 100% beim "Roamingpartner" Telekom und zu 0% im Mobilcom-Netz zu telefonieren.
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Re: Preisgestaltung für das vertragslose Laden bei RWE Lades

Beitragvon Chako » Mi 21. Dez 2016, 16:03

Ich werde mir das mal genauer anschauen. Jetzt warte ich erstmal die Antwort von RWE ab. Vielleicht schlagen sie ja auch entsprechendes vor.
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Re: Preisgestaltung für das vertragslose Laden bei RWE Lades

Beitragvon TeeKay » Mi 21. Dez 2016, 16:05

Wohl kaum. Die Telekom schlägt dir auch nicht vor, doch einfach zu Mobilcom zu gehen. Innogy wird dir vorschlagen, 5 Euro Monatsentgelt zu schlucken und dann nach kWh zu bezahlen.
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Re: Preisgestaltung für das vertragslose Laden bei RWE Lades

Beitragvon Tho » Mi 21. Dez 2016, 16:22

Ich glaube nicht, dass RWE Aufgrund deiner Anfrage sein Produktportfolio anpasst. Sie kennen ja die Angebote der Mitbewerber (besser: ihrer Kunden).
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