Fragen zur Identifikation/Abrechnung bei Ladesäulen

Re: Fragen zur Identifikation/Abrechnung bei Ladesäulen

Beitragvon Vanellus » So 16. Nov 2014, 17:47

Hallo Willy,
als ich das erste Mal mich per SMS einer RWE-Säule nähern wollte - bevor mir ein Grundgebühr-freier BEW-Vertrag den Zugang gewährte - funktionierte das nicht. Mein Mobilfunk-Provider (1 & 1, vielleicht nicht der kleinste) teilte mir mit, dass man Gebühren Dritter nicht einziehe. Also keine Bezahlung per SMS.
Es gibt noch eine andere Freischaltung per SMS: das ist die kostenlose z.B. der Stadtwerke Neumünster. Da schickt man eine Zahl, die auf der Säule steht, mit seinem zuvor bei den Stadtwerken registrierten Handy an die ebenfalls dort verzeichnete Nummer und Sekunden später erscheint im Display der Säule, dass sie für mich freigeschaltet ist.

Zu Deiner Frage, ob E-Autos nun gehäuft für Fernfahrten genutzt werden: Den meisten - mir auch - gefällt E-Fahren sehr und man traut sich mehr zu, als nur immer zur Arbeit zu fahren. Manche machen ganze Deutschlandreisen und darüber wird hier berichtet. Die meisten Fahrten sind natürlich im engeren Umfeld, aber, wie Stephan Wiese sagte: E-Auto fahren ist das letzte Abenteuer, das Autofahren heute noch bieten kann. Und Fernfahrer brauchen Schnelllademöglichkeiten, das sind auch Typ 2-Dosen, die 43 kW anbieten, nicht nur CHAdeMO oder CCS. Wenn in zwei Jahren die Akkukapazitäten deutlich steigen, wird man mit 11 kW keinen Blumentopf mehr gewinnen können.
Also meine Empfehlung: The New Motion und mindestens 22 kW Typ 2 und wenn das Geld reicht CHAdeMO und CCS auch 50 kW. Auf jeden Fall sollte bei der elektrischen Versorgung gleich an hohe Leistungen gedacht werden, auch wenn es mit 22 kW beginnt.
Gruß
Reinhard
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Re: Fragen zur Identifikation/Abrechnung bei Ladesäulen

Beitragvon Willy » So 16. Nov 2014, 19:36

Vanellus hat geschrieben:
Hallo Willy,
als ich das erste Mal mich per SMS einer RWE-Säule nähern wollte - bevor mir ein Grundgebühr-freier BEW-Vertrag den Zugang gewährte - funktionierte das nicht. Mein Mobilfunk-Provider (1 & 1, vielleicht nicht der kleinste) teilte mir mit, dass man Gebühren Dritter nicht einziehe. Also keine Bezahlung per SMS.
Es gibt noch eine andere Freischaltung per SMS: das ist die kostenlose z.B. der Stadtwerke Neumünster. Da schickt man eine Zahl, die auf der Säule steht, mit seinem zuvor bei den Stadtwerken registrierten Handy an die ebenfalls dort verzeichnete Nummer und Sekunden später erscheint im Display der Säule, dass sie für mich freigeschaltet ist.


Also mit der SMS-Abrechnung bin ich mittlerweile echt mal gespannt. Irgendwie hab ich jetzt den Eindruck, dass das noch bei keinem reibungslos funktioniert hat.
Ich kanns bisher nur von meinen Testerfahrungen bereichten und da hats wunderbar funktioniert. (Telekom)
Und auch die Freischaltung erfolgte binnen Sekunden.
Generell hoffe ich aber nach wie vor, dass das Thema Kreditkarte, NFC schneller kommt und in den Fokus rückt. Das wäre mir ohnehin das Liebste und vom hier erwähnten Paypass hab ich bei meinen ersten Recherchen auch nicht gerade ausschließlich Positives gehört.

Aber wie schon gesagt. Der Zugang der Säule ist gewährleistet durch die Not-Hotline. Hier hab ich einen entsprechenden 24/7 Support geplant. Kann ich halt da aktuell nicht abrechnen und ist ein bisschen gegen das Konzept die Ladesäulen stärker in den Fokus als Geschäftsfeld zu bringen, aber immerhin kann dann jeder tanken.

Zu Deiner Frage, ob E-Autos nun gehäuft für Fernfahrten genutzt werden: Den meisten - mir auch - gefällt E-Fahren sehr und man traut sich mehr zu, als nur immer zur Arbeit zu fahren. Manche machen ganze Deutschlandreisen und darüber wird hier berichtet. Die meisten Fahrten sind natürlich im engeren Umfeld, aber, wie Stephan Wiese sagte: E-Auto fahren ist das letzte Abenteuer, das Autofahren heute noch bieten kann. Und Fernfahrer brauchen Schnelllademöglichkeiten, das sind auch Typ 2-Dosen, die 43 kW anbieten, nicht nur CHAdeMO oder CCS. Wenn in zwei Jahren die Akkukapazitäten deutlich steigen, wird man mit 11 kW keinen Blumentopf mehr gewinnen können.
Also meine Empfehlung: The New Motion und mindestens 22 kW Typ 2 und wenn das Geld reicht CHAdeMO und CCS auch 50 kW. Auf jeden Fall sollte bei der elektrischen Versorgung gleich an hohe Leistungen gedacht werden, auch wenn es mit 22 kW beginnt.
Gruß
Reinhard


Also auch wenn ich kein E-Auto besitze bin ich trotzdem schon so ziemlich alles gefahren was auf dem Markt ist. Hab immer wieder E-Autos für Testfahrten (auch über mehrere Tage) und fahre in der Firma auch gerne mit unseren E-Autos, wenn ich mal innerstädtisch einen Termin habe.
Und das ist es ja, was mich so von der eMobilität überzeugt. Es ist einfach nur stark. Die Leistung ab Druck aufs Gaspedal. Das lautlose gleiten, das Fahrgefühl. Einfach klasse.
Auch ich hab am Anfang erstmal ein bisschen gegen mein Bauchgefühl "lernen" müssen, als ich das erste Mal ca. 30km von zuhause plötzlich "nur" noch 35km Reichweite angezeigt bekommen habe. Aber das kann man lernen.
Und ich glaube auch, dass man damit gerne dann auch mal "Reisen" unternimmt.
Nur ist das "Erforschen" halt etwas, was schwer in eine infrastrukturelle Planung zu integrieren ist. Denn wenn diese Art des Autos mal weiter verbreitet ist, dann denke ich mir halt, dass die eMobilität wohl nie dafür gedacht ist eben ganz ohne "Planung" quer durch Deutschland zu reisen.
Vor allem wenn man - wie ich jetzt bei meinen Planungen - vorrangig nicht die Mobilität sondern die Energiewende-Thematik im Blick in die Ferne habe.

Aber mit der Chademo und CCS-Debatte hab ich zumindest auch schon ein paar Sachen gelernt. Beides sollte idealerweise an der Säule vorhanden sein, wenns darum geht z.B. an einer Autobahnraststätte oder direkt an einer Schnellstraße eine Säule zu errichten.
Diese hab ich jetzt zwar - wie erwähnt - noch nicht im Fokus, aber das nächste Jahr ist lange und mal gucken, was ich da noch für Optionen bekomme.
Interessant übrigens, dass man bei allen Herstellern von Ladesäulen z.B. bezüglich Chademo eher abratend informiert wird.
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Re: Fragen zur Identifikation/Abrechnung bei Ladesäulen

Beitragvon Kay-Pi » Mi 19. Nov 2014, 16:29

ZoePionierin hat geschrieben:
Nicht das Rad neu erfinden, sondern sich im Markt umschauen was es gibt. Lass dir Angebote der verschiedenen Anbieter für ein Roaming machen.
Da wären:
(...)
Sonst fällt mir gerade keiner ein.
Mir fiel diese Woche ein weiterer auf. An einer Säule der Energie Calw (ENCW) entdeckte ich den Hinweis auf chargepartner.de. Da im Forum nichts über die zu finden war, eröffnete ich einen neuen Faden zu chargepartner.de. Ich hörte zuvor, dass der ENCW die x.000 € jährlichen Kosten für Ladenetz zu kostspielig sei.

Zur SMS-Freigabe fällt mir ein, dass in Horb am Neckar im September zwei Säulen installiert wurden und es seither heißt "in zwei Wochen soll die SMS-Freischaltung aktiv werden." Vollzug? Ich warte immer noch auf die Nachricht von den Stadtwerken Horb, um dies im Stromtankstellenverzeichnis nachzutragen. (Vorteil: derzeit ist's kostenlos, zur Freischaltung gehen alle RFID)

Gruß, Klaus-Peter
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Re: Fragen zur Identifikation/Abrechnung bei Ladesäulen

Beitragvon TeeKay » Mi 19. Nov 2014, 16:35

Willy hat geschrieben:
Denn wenn diese Art des Autos mal weiter verbreitet ist, dann denke ich mir halt, dass die eMobilität wohl nie dafür gedacht ist eben ganz ohne "Planung" quer durch Deutschland zu reisen.

Wieso nicht? Model S Fahrer planen schon heute kaum noch. In Dänemark und Estland must du dir auch nur insofern Gedanken machen, als dass du die Koordinaten der Schnelllader irgendwie in dein Navi importieren must, weil ein Schnelllader nunmal ein bisschen kleiner ist als eine Tankstelle - ergo beim Vorbeifahren übersehen wird. Ansonsten fährst du die Karre dort so wie einen Verbrenner auch: Tanken, wenn etwas auf dem Weg liegt und die Restreichweite ein Erreichen der nächsten Tankstelle unwahrscheinlich macht. Auf meinen Routen nach Norden, Süden, Osten, Westen plane ich nicht mehr - weil ich alle für Fernreisen relevanten Ladesäulen im Umkreis von 300km kenne.
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Re: Fragen zur Identifikation/Abrechnung bei Ladesäulen

Beitragvon EVduck » Mi 19. Nov 2014, 17:22

Schön, wie du dich kümmerst, Willy. Ich weiß nicht woher du kommst und wo deine Stadt liegt, aber, wenn eine Autobahn in der Nähe liegt, wäre ein Schnellader (idealerweise CCS 50kW, 43kW AC, Chademo 50kW) direkt an der Autobahn für 'Durchreisende' immer gern gesehen. Und ich glaube, dass ein 160A Anschluss für eine solche Säule schon zu managen ist...
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Re: Fragen zur Identifikation/Abrechnung bei Ladesäulen

Beitragvon Willy » Mi 19. Nov 2014, 19:35

Kay-Pi hat geschrieben:
ZoePionierin hat geschrieben:
Nicht das Rad neu erfinden, sondern sich im Markt umschauen was es gibt. Lass dir Angebote der verschiedenen Anbieter für ein Roaming machen.
Da wären:
(...)
Sonst fällt mir gerade keiner ein.
Mir fiel diese Woche ein weiterer auf. An einer Säule der Energie Calw (ENCW) entdeckte ich den Hinweis auf chargepartner.de. Da im Forum nichts über die zu finden war, eröffnete ich einen neuen Faden zu chargepartner.de. Ich hörte zuvor, dass der ENCW die x.000 € jährlichen Kosten für Ladenetz zu kostspielig sei.

Zur SMS-Freigabe fällt mir ein, dass in Horb am Neckar im September zwei Säulen installiert wurden und es seither heißt "in zwei Wochen soll die SMS-Freischaltung aktiv werden." Vollzug? Ich warte immer noch auf die Nachricht von den Stadtwerken Horb, um dies im Stromtankstellenverzeichnis nachzutragen. (Vorteil: derzeit ist's kostenlos, zur Freischaltung gehen alle RFID)

Gruß, Klaus-Peter


Naja. Ich prüfe jetzt mal, wie das mit den Ladeverbänden integriert werden kann, wer Sinn macht, wer nicht.
Generell bin ich mir aber noch nicht mal so 100% sicher, ob z.B. das was TNM macht überhaupt rechtens ist. Ich lass das mal durch meine Rechtsabteilung beurteilen, aber ich meine, dass es bezüglich der kWh-Abrechnung Gesetze gibt, die z.B. klar regeln, dass nur EVUs diese abrechnen dürfen. Hier gibt es ja auch strenge Vorschriften wegen der Stromkennzeichnung, Herkunft, etc.
Sollte aber da alles gut sein, dann sehe ich kein Problem z.B. "TNM" zu integrieren, sofern technisch möglich. Preislich (zumindest zum aktuellen Stand meiner Kalkulation) wird das nicht viel günstiger/besser sein als z.b. die SMS-Variante.
Denn auch wenn manche da lustige Dinge berechnen, kann ich auch mit SMS einen fairen Preis regeln wenn man es zumindest versuchen will.
Und versuchen will ichs. :D Steinigen kann mich dann am Ende entweder mein Chef oder die eFahrer-Gemeinde. :P

TeeKay hat geschrieben:
Wieso nicht? Model S Fahrer planen schon heute kaum noch. In Dänemark und Estland must du dir auch nur insofern Gedanken machen, als dass du die Koordinaten der Schnelllader irgendwie in dein Navi importieren must, weil ein Schnelllader nunmal ein bisschen kleiner ist als eine Tankstelle - ergo beim Vorbeifahren übersehen wird. Ansonsten fährst du die Karre dort so wie einen Verbrenner auch: Tanken, wenn etwas auf dem Weg liegt und die Restreichweite ein Erreichen der nächsten Tankstelle unwahrscheinlich macht. Auf meinen Routen nach Norden, Süden, Osten, Westen plane ich nicht mehr - weil ich alle für Fernreisen relevanten Ladesäulen im Umkreis von 300km kenne.


Ja gut. Model S-Fahrer profitieren hier von ziemlich verrückten Dingen, die Tesla da macht. Ich persönlich finde es ja interessant, aber ich weiß z.B. auch, was die Integration von so einem 4-8fachen SuperCharger ins Netz kostet...
Also auch ohne die Kosten für die Ladesäulen selbst wird das dann mal in 100 Jahren so wirtschaftlich nicht, wenn ich daneben mal eben ein Umspannwerk bauen lassen muss.
Die Pläne die Dänemark und Estland verfolgen weiß ich nicht. (nur, dass Dänemark z.B. seitens der Energieversorgung noch viel viel stärker unter staatlicher Kontrolle ist, als auf unserem Markt)
Ich weiß nur noch, wie das Thema Elektromobilität auf die Agenda zur Klimawende kam.
Weil einzelne riesige Batteriespeicher viel zu teuer waren (und noch sind) sollte die "teure Batterie" einen zusätzlichen Nutzen finden. Und wups. Schon war das Elektroauto auf jeder SmartGrid-Folie. Und dann am besten (ist bisweilen heute noch so) in der Art, dass der Netzbetreiber nicht nur Energie ins Auto einspeist sondern auch wieder raus zieht und sein Netz stabilisiert.
Hätte ich jetzt als eFahrer keine Lust, dass mir ein Netzbetreiber mit meinem "teuren" Zyklen spielt und ich nicht mal die volle "Reichweite" ausschöpfen kann.
Aber wie gesagt. Ist immer noch in den Folien.

Unumstritten ist aber - und da versuche ich jetzt die Kurve wieder zu bekommen - dass man die Elektromobilität unter vielen Gesichtspunkten interessant finden kann. Einfach als 1:1-Ersatz für die Verbrenner. Dann will und wünsch ich mir den gleichen Komfort.
Auto leer, schnell raus, schnell voll und wieder ab.

Andererseits kann ich Elektroautos aber auch als Hilfe zur Energiewende sehen. Und da bin ich jetzt so ein bisschen getrieben von. Nicht als "dezentraler" Speicher, aber immerhin als Option zumindest Überschusserzeugung sinnvoll zu nutzen. Ist noch ein bisschen Strecke bis dahin, aber könnte ich mir vorstellen.
Zudem würde dann bei vielen vielen "kleinen" und "intelligenten" (wird ja immer als "Smart" bezeichnet) Lademöglichkeiten die Option der Netzregelung generell besser sein.
Für die Eigenheime die alle dank jahrelanger Förderung mit PV-Anlagen voll sind und jetzt ab 2016 rum plötzlich vor der Aufgabe stehen ihre Energie zu "vermarkten" können diese Autos dann z.B. den Eigenverbrauch optimieren.
Ist im Vergleich zudem was ich auf dem Markt für den PV-Strom bekomme wohl die bessere Alternative und gleichzeitig wird auch noch die Rückspeisung ins Netz minimiert. Also wieder gegen z.B. die Überschusserzeugung.
Alles Optionen. Je nachdem, wie man die Energiewende und die Elektromobilität betrachtet.

Aber wie gesagt. Der Markt ist aktuell schnell und nur schwer prognostizierbar. In 10 Jahren wird wahrscheinlich über das was heute gedacht und gemacht wurde gelacht.
Letztendlich sieht da aktuell jeder seine eigene Vision der Zukunft.
Ich glaube nicht an 43 Mio. Elektrofahrzeuge. (wenngleich ich denke, dass der größte Teil von den Fahrzeugen es sein sollte)
Aber ich glaube, dass viel mehr eFahrzeuge im Kurzstreckenbereich mit hohen Standzeiten sinnvoll sind und das auf Mittel- und Langstrecken sowohl Gas wie auch Benzin in Verbindung mit Hybridmotoren ihren Einsatz bereich finden könnten.

Aber da könnte man wohl ewig philosophieren. :)

EVduck hat geschrieben:
Schön, wie du dich kümmerst, Willy. Ich weiß nicht woher du kommst und wo deine Stadt liegt, aber, wenn eine Autobahn in der Nähe liegt, wäre ein Schnellader (idealerweise CCS 50kW, 43kW AC, Chademo 50kW) direkt an der Autobahn für 'Durchreisende' immer gern gesehen. Und ich glaube, dass ein 160A Anschluss für eine solche Säule schon zu managen ist...

Natürlich ist das zu managen. Ich bin ja auch der Meinung, dass ein sinnvoller Einsatz von solchen Schnelladern an Schnellstraßen und Autobahnen durchaus Sinn macht. Nur halt nicht jetzt an jedem zweiten Ladepunkt in der Innenstadt.

Und ja, da ist ne Autobahn Mittendurch und ja, da werde ich mir über einen solchen Multi-Charger zumindest Gedanken machen.
Ob mein Budget das aber 2015 schon hergibt weiß ich nicht. Da muss ich mal gucken und kreativ sein. :)
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Re: Fragen zur Identifikation/Abrechnung bei Ladesäulen

Beitragvon Spürmeise » Mi 19. Nov 2014, 19:37

Willy hat geschrieben:
Ich lass das mal durch meine Rechtsabteilung beurteilen

Wie gut, dass wir die durch rechtliche Blödsinnsaxiome selbstversorgende Spezies der Juristen haben. Was sind 3000 Anwälte auf dem Meeresgrund?
Spürmeise
 

Re: Fragen zur Identifikation/Abrechnung bei Ladesäulen

Beitragvon Willy » Mi 19. Nov 2014, 19:52

Spürmeise hat geschrieben:
Willy hat geschrieben:
Ich lass das mal durch meine Rechtsabteilung beurteilen

Wie gut, dass wir die durch rechtliche Blödsinnsaxiome selbstversorgende Spezies der Juristen haben. Was sind 3000 Anwälte auf dem Meeresgrund?


Mag ich dir ja zustimmen. Trotzdem bin ich am Ende an diese Gesetze gebunden und werde keine Sachen machen können, die wissend gegen solche Gesetze verstoßen.
Denn diese Gesetze haben ja einen Grund, der zwar jetzt nichts mit Elektromobilität und eRoaming zu tun hat, aber halt mal aus anderen Gründen so niedergeschrieben wurden.
Am Ende zählt ja ohnehin "Wo kein Kläger, da kein Richter....."
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Re: Fragen zur Identifikation/Abrechnung bei Ladesäulen

Beitragvon PowerTower » Mi 19. Nov 2014, 20:21

Hallo Willy,

ich habe dir mal eine meiner TNM Rechnungen per PN zukommen lassen. Die könnt ihr gern von Kopf bis Fuß untersuchen, wenn ihr wollt. Warum TNM nach kWh abrechnen darf weiß ich auch nicht, zumindest sind sie kein offensichtlicher EVU. Ich denke trotzdem, dass das alles seine Richtigkeit hat - ihr könnt dort auch einfach anrufen und schon wird euch geholfen.

Zum Thema SMS sage ich nur folgendes: hat mir nur Ärger gebracht! :?
Auch ich stand mal vor einer RWE Ladesäule mit meinem callmobile clevertogo Prepaid Tarif und konnte diese trotz ausreichendem Guthaben nicht per Premium SMS freischalten. Immer wieder Fehlermeldung, dass der Betrag nicht gebucht werden konnte. Auch nach zwei Jahren keine Besserung. Bei RWE schiebt man die Schuld auf den Provider, diesen habe ich angeschrieben und folgende Antwort erhalten.

callmobile hat geschrieben:
Sehr geehrter Herr Papke,

vielen Dank für Ihre Kontaktaufnahme mit unserem Kundenservice.
Gern haben wir Ihr Anliegen geprüft.

Die Premiumdienste sind für Ihre Rufnummer nicht gesperrt.
Der von Ihnen gewünschte Dienst "Mobile Payment" wird von uns nicht ausgeschlossen, jedoch auch nicht beworben.

Wir bitten Sie daher um Verständnis dafür, dass wir ein Funktionieren des Dienstes nicht garantieren und Ihnen desweiteren keinerlei Hilfestellung zur Konfiguration anbieten können.


Also bei mir sind Premium SMS nicht gesperrt und trotzdem funktionieren sie nicht. Darauf kann ich gerne verzichten.

Mir ist bewusst, dass EVUs gern experimentieren und die Zügel selbst in der Hand halten wollen. Dabei kommen aber nur allzu oft Ergebnisse bei raus, die der Elektromobilität mehr schaden als nutzen. Ich könnte dir genügend Beispiele dafür nennen. Man sollte aber nicht den Nutzer prellen, denn der bringt letztendlich das Geld für die geladenen kWh mit. Und auch ich finde, dass da bei einfachen Typ2 Lademöglichkeiten momentan kein Weg an TNM vorbei geht. Man bezahlt je Ladepunkt eine Jahrespauschale von glaub 48 Euro (netto) und ist damit alle Verwaltungsangelegenheiten los. Den Preis legt man selber fest und kann diesen für die Einwohner gern geringer halten als für Auswärtige. Und wie schon erwähnt wurde haben viele Elektromobilisten die Ladekarte von TNM (oder eines passenden Roamingpartners) mittlerweile einstecken, denn man kann damit mehr als 12.000 Ladepunkte in Europa nutzen. Genau das ist die richtige Antwort auf Kleinstaaterei und wer der Elektromobilität was Gutes tun will, der schließt sich dort an.

Schnelllader gibt es wohl auch mit TNM Abrechnung, darüber wird aber nicht allzu viel kommuniziert.

Gruß
Micha
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Re: Fragen zur Identifikation/Abrechnung bei Ladesäulen

Beitragvon lingley » Mi 19. Nov 2014, 20:46

Spürmeise hat geschrieben:
...Was sind 3000 Anwälte auf dem Meeresgrund?

mal ein guter Anfang !
lingley
 

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