Eichbehörde: Abrechnung nach kWh per OCPP in D unzulässig

Re: Eichbehörde: Abrechnung nach kWh per OCPP in D unzulässi

Beitragvon GuidoVR » Do 13. Okt 2016, 06:20

Für mich wäre eine Auszeichnungspflicht wie an der Fleischtheke wesentlich hilfreicher im Sinne des Verbraucherschutz. Als Neuling würde ich schon gerne mal wissen was mir der Spaß kostet bevor ich den Stecker einstecke, so wie an der Säule am "Lohfelder Rüssel" - 2 € Startgebühr / 0,25 € die kWh für DC. Dafür ist dann aber bestimmt `ne ganz andere Behörde zuständig.
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Re: Eichbehörde: Abrechnung nach kWh in D unzulässig

Beitragvon Turbothomas » Do 13. Okt 2016, 14:20

0000 hat geschrieben:
Die wollen im ernst die BSI TR 03109-1 auf Ladesäulen anwenden? [FACE WITH TEARS OF JOY]
Wahrscheinlich zwingend weil größer als 6000kwh.. Eieieiei.

Macht son Elektroauto bestimmt billiger wenn man extra für Deutschland nochmal den ganzen Zertifikatshorror, etc pp im Auto implementieren muss.

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Das BSI ist sich bei den SMGW übrigens uneins. Als Übertragungsweg dient ein VPN-Tunnel. Die Daten (Payload) werden aber mittels http (nicht https!) übertragen. D.h. die Zahlen können im RZ des Stromverkäufers manipuliert werden. Das wäre rechtlich in Ordnung!

Ich habe das BSI darauf angesprochen, aber der Mitarbeiter (VPN-Tunnel) dort war sich sicher das alles richtig ist, wegen dem VPN-Tunnel. Der BSI-Mitarbeiter zuständig für die Datenintegrität, sah das ganz anders ... :lol:

Lösung keine.
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Re: Eichbehörde: Abrechnung nach kWh per OCPP in D unzulässi

Beitragvon Tho » Do 13. Okt 2016, 14:22

Was spricht dann dagegen OCCP über SSL zu machen? 8-)
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Re: Eichbehörde: Abrechnung nach kWh per OCPP in D unzulässi

Beitragvon Turbothomas » Do 13. Okt 2016, 15:12

Es entspricht nicht der TR des BSI :lol: sondern wäre die bessere - da sicherere - Lösung.
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Re: Eichbehörde: Abrechnung nach kWh per OCPP in D unzulässi

Beitragvon TeeKay » Do 13. Okt 2016, 16:42

Das sicherste ist doch, wenn der nette Onkel vom Stromversorger vorbeikommt, den Zähler abliest und den auf Papier notierten Zählerstand vom Kunden gegenzeichnen lässt. Natürlich kann da nicht einfach jeder nette Onkel kommen. Nene, der braucht natürlich mindestens einen Meisterbrief mit Zusatzqualifizierung von der IHK, wobei der Wissensstand alle zwei Jahre durch erneute Prüfung nachzuweisen ist. Dazu kommen natürlich verdachtsunabhängige Kontrollen durch den Zoll, um Schwarzableserei aufzudecken.
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Re: Eichbehörde: Abrechnung nach kWh per OCPP in D unzulässi

Beitragvon mlie » Do 13. Okt 2016, 17:01

Ne, viel zu einfach.
Rechtlich einwandfrei ist nur "Ablesung durch Gerichtsvollzieher", damit auch der abgeschriebene Zählerstand vom Amtsgericht (bzw dessen "Mitarbeiter") ausreichend beglaubigt abgelesen und auf eine Postkarte an den Ladesäulenbetreiber aufgeschrieben werden kann.
Wo kämen wir denn dahin, wenn in Deutschland auf einmal etablierte und kostengünstige Methoden der Datenübertragung zur Anwendung kämen?
Wir haben schon einen "europäischen Ladestecker" neu erfunden, als es schon etablierte Lösungen gab. Wir haben Drosselungen im Mobilfunk-Bereich eingeführt, wo alle anderen Länder echte Flats haben. Wir haben Vectoring entdeckt, während alle anderen Länder beginne Glasfaser ins Haus legen.
Wir haben Raststätten als Schnelladerstandorte entdeckt als alle anderen Länder schon flächendeckend versorgt waren, da wird uns für das Zählerablesen schon noch was individuelles als "europäische Lösung" einfallen.
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Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: Eichbehörde: Abrechnung nach kWh per OCPP in D unzulässi

Beitragvon TeeKay » Do 13. Okt 2016, 17:07

Wichtig ist, dass Merkel das ganze auch auf europäischer Ebene durchdrückt. Am besten per einstweiliger Nutzungsuntersagung durch den europäischen Gerichtshof für alle Ladesäulen. Ich will im Ausland nicht betrogen werden, nur weil die den unsicheren OCPP- statt den sicheren VDA-CPP Standard einsetzen.
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Re: Eichbehörde: Abrechnung nach kWh per OCPP in D unzulässi

Beitragvon enabler » Do 13. Okt 2016, 22:26

Tho hat geschrieben:
Was spricht dann dagegen OCCP über SSL zu machen? 8-)

Das löst das Problem nicht: Notwendig (laut Eichbehörde) ist die Datenintegrität vom Zähler bis zum Endkunden(?). TLS/SSL sichert die Integrität nur während der Datenübertragung (und verursacht zudem einen grauslichen Overhead, welcher bei 2G Datenanbindungen deutlich spürbar ist).
M.W. verbaut Mennekes bereits SML-taugliche EHz, welche die Zählerwerte mittels Private Key signieren können. Diese signierten Zählerwerte kannst Du dann problemlos unverschlüsselt übertragen. Zählen tut aus Sicht der Eichamts ja nicht die Vertraulichkeit, sondern eben die Integrität/Verfälschungssicherheit.
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Re: Eichbehörde: Abrechnung nach kWh per OCPP in D unzulässi

Beitragvon 0000 » Do 13. Okt 2016, 22:47

Alleine private Key unterstützen reicht für das bsi leider nicht. Du musst an die pki der smgw Infrastruktur abgeschlossen sein... Das Ding zu erklären ist ein Roman. Ließ dir die bsi tr dazu durch [TIRED FACE]

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Re: Eichbehörde: Abrechnung nach kWh per OCPP in D unzulässi

Beitragvon eDEVIL » Fr 14. Okt 2016, 07:43

Also möglichst kompliziert, um es kleinen Anbietern schwer zu machen. :roll:
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