BEW ab2018 doch mit Grundpreis?

Re: BEW ab2018 doch mit Grundpreis?

Beitragvon Volt » Do 12. Okt 2017, 21:22

Karlsson hat geschrieben:
....krass ineffizient...

Wahrscheinlich sind die auch ineffizient.
Rechnungen per Post, Hallo?
Es spricht bestimmt auch nichts dagegen alles mit einer contrakt id und einer eigenen app abzuwickeln.
Ich würde bei den Beträgen auch auf keinen Fall kreditrechnungen versenden.
Aber keine Frage tolles Angebot sofern man sinnig an innogy laden kann bzw. Laden möchte.
Würde mir auch eine Ersparnis einbringen wenn ich so weiter laden würde wie bisher.
Aber ich habe mich dazu entschieden die Verluste von bew zu reduzieren, denn Gewinne machen die mit der Abteilung autostrom derzeit mit Sicherheit nicht.
Stefan
These:
Beim laden sind alle E-Autos gleich zu behandeln.
Bei Destination Ladesäulen (bis 22KW) wird solange gestanden wie der Fahrer es für Richtig erachtet,
bzw. halt maximal solange wie beschildert. Oh, schon voll? egal. Ladescheibe ist Sinnvoll.
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Beitragvon TeeKay » Do 12. Okt 2017, 21:26

Ja, ein funktionierendes Geschäftsmodell sieht dann halt so aus wie bei Plugsurfing. Aber da heult ja auch die Hälfte hier rum, wie krass halsabschneiderisch das ist, wenn die bei der einen Ladung im Leben an RWE-Säulen doch glatt 31 Cent pro kWh und 2,1 Cent die Minute wollen. Da kommt dann Heinz-Ernst aus Oer-Erkenschwick mit seinem Selbstbau-Roller mit umgebautem 200W Druckernetzteil-Ladegerät und rechnet aus, dass ihn seine 3 kWh doch abartige 8 Euro kosten würde und das ginge ja nun wirklich nicht.

Das Problem der meisten Meckerköppe ist nicht die Grundgebühr. Wer sich daran stört, lädt eben mit NM oder Plugsurfing an RWE. Deren Problem ist, dass sie überall jederzeit mit bestmöglicher Verfügbarkeit und gratis Telefonservice ihre Säulen freischalten lassen und dafür aber gefälligst weniger als zuhause am Hausanschluss zahlen wollen. Schließlich verdienen sich ja eh alle ne goldene Nase mit ihren Säulen, für den sie den Strom ohne Steuern und Umlagen für 2 Cent an der Strombörse im Großkundentarif kaufen dürfen. Und weil manche nicht den für den Anbieter abartig teuren Telefonfreischaltservice nutzen wollen, sollen die Säulen gefälligst noch Münzen, Scheine, Kreditkarten, EC-Karten, Geldkarten, Paywave, Apple Pay und Sodexo Sachbezugsgutscheine annehmen. Alles andere sei schließlich weltfremd und woanders könne man damit auch bezahlen. Und wenn die Säule nicht funktioniert, weil Heinz-Ernst aus Oer-Erkenschwick die gerade mit seinem Selbstbau-Adapter abschoss, dann soll gefälligst binnen 5min ein Techniker vor Ort sein und das Problem lösen.

Leute, erdet euch doch mal mit der Plugsurfing App und schaut euch an, wie oft die meisten Säulen benutzt werden. Die bestgenutzten Säulen Deutschlands kommen auf 2-3 Nutzer am Tag. Die Marge deckt dann den Standby-Verbrauch der Säule den Rest des Tages. Freut euch, dass es die Säulen gibt, dass ihr die über so viele verschiedene Wege freischaltet könnt und haltet ansonsten lieber den Mund. Ihr seid alle Subventionsempfänger allererster Güte und krakeelt ständig, dass der Subventionsgeber doch bitte noch in viel stärkerem Maße eure Mobilität subventionieren soll.
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Re: BEW ab2018 doch mit Grundpreis?

Beitragvon Karlsson » Do 12. Okt 2017, 21:44

TeeKay hat geschrieben:
Aber da heult ja auch die Hälfte hier rum, wie krass halsabschneiderisch das ist, wenn die bei der einen Ladung im Leben an RWE-Säulen doch glatt 31 Cent pro kWh und 2,1 Cent die Minute wollen.

Ist doch billiger als bisher über BEW.
Ich wusste bislang gar nicht, dass das auch mit Plugsurfing und TNM geht. Wohne halt nicht im Innogy Gebiet, komme aber hin und wieder hin.
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Re: BEW ab2018 doch mit Grundpreis?

Beitragvon mweisEl » Do 12. Okt 2017, 22:05

fpk hat geschrieben:
Die neuen 22 kW-Ladesäulen werden laut Innogy in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz entstehen. Ein Schwerpunkt liege in den NRW-Städten Essen, Mülheim und Dorsten.

Ah, danke. Es bleibt es bei der innogy-Sichel mit dem ganz gut versorgten Westen.

innogySicherl.jpg
innogySicherl.jpg (104.86 KiB) 173-mal betrachtet


In den Regionen wo heute keine, fast keine, oder nur vermeintlich Säulen stehen, kommt auch nichts neues hinzu.
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Re: BEW ab2018 doch mit Grundpreis?

Beitragvon TeeKay » Do 12. Okt 2017, 22:07

Ne, das ist selbst mit einem 22kW Lader teurer als bisher BEW. 1,26€/h umgelegt auf 22kWh macht 5,73 Cent pro kWh + 31 Cent pro kWh = fast 2 Cent teurer.
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Re: BEW ab2018 doch mit Grundpreis?

Beitragvon energieingenieur » Do 12. Okt 2017, 22:33

Volt hat geschrieben:
Karlsson hat geschrieben:
....krass ineffizient...

Wahrscheinlich sind die auch ineffizient.
Rechnungen per Post, Hallo?
Es spricht bestimmt auch nichts dagegen alles mit einer contrakt id und einer eigenen app abzuwickeln.
Ich würde bei den Beträgen auch auf keinen Fall kreditrechnungen versenden.


Die BEW hat grad einmal 100 Mitarbeiter. und hat 2016: 6,5 Mio EUR Überschuss erwirtschaftet. Das ist schon sehr beachtlich. Die meisten davon werden aber Verwaltungsleute und Servicetechniker sein. Keine IT-Profis. Ich hatte 4.500 Autostromverträge angenommen. Keine Ahnung, ob das realistisch ist. Wieviel sind davon tatsächlich aktiv? VLl. 50%? Für die Menge und Umsätze dort macht es einfach absolut keinen sinn, das vollständig zu automatisieren. Das ist einfach zu teuer. Also werden Neuverträge und auch Kündigungen sehr sehr sehr wahrscheinlich manuell bearbeitet.
Und PDF-Rechnung ist auch so ein Thema. Die meisten Kunden wollen das aber gar nicht. Ich bin selbst Geschäftsführer. Wir schreiben im Jahr über 10.000 Rechnungen. Ich fände es super, wenn wir das nicht mehr auf Papier ausdrucken müssten. Aber bei einer nicht unerheblichen Anzahl an Kunden scheitert es bereits an dem vorhandensein einer E-Mail-Adresse an die wir die Rechnung zustellen könnten. Das ist Oma Meyer - Ü70 - die zu dem Wort "Google" keinerlei Assozisation hat. Bei einem anderen Teil scheitert es am Abruf derselben. Leute, die vll. alle 4 Wochen mal ihr Mailkonto checken... Oder Menschen mit paranoider Angst vor "Hackern", die dann ja alles mitlesen können, was sie gekauft haben... Kommt halt immer auf die Zielgruppe an. Dass den meisten Foristen das gefällt ist mir klar. WIr sind alles Technikbegeisterte Leute. Aber die Welt ist eben größer. Unternehmen, die sich aktuell auf E-Mobility spezialisieren (wie NewMotion) haben sicherlich zu über 80% Technikaffine Kunden, die auch mit einer PDF-Rechnung und einem Online-Account zurechtkommen. Aber gerade Stadtwerke haben eine gewachsene Kundenschicht durch die gesamte Gesellschaft. Die Technikaffinen Leute sind da eher eine Randgruppe.
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Re: BEW ab2018 doch mit Grundpreis?

Beitragvon iOnier » Do 12. Okt 2017, 22:36

Karlsson hat geschrieben:
Ist doch billiger als bisher über BEW.

Tatsächlich? AFAIR war der Einheitspreis bei BEW um 32 ct /kWh plus Mehrwertsteuer.
Für beispielsweise diese Ladesäule sagt mir die NM Website 56 ct /kWh an, PS sagt 31 ct /kWh plus 2,1 ct /Minute, damit komme ich bei meinem 1-Phasen-Schnarchlader auf etwa 70 ct /kWh.

Beides allemal teurer als der bisherige BEW-Tarif. Man darf halt nicht immer vom 3-Phasenlader ausgehen, der die 22 kW voll ausnutzen kann. Zeitbasierte Tarife wie der von PS sind allenfalls an Schnellladestationen akzeptabel, nicht an Destination Chargern (und das sind für mich Ladestationen an Innenstadtparkplätzen). Und die 56 ct/kWh , die NM da aufruft sind für die gebotene Leistung einer 22 kW-Ladesäule eh definitiv zu viel.

Da ich nur selten außerhalb lade, ist das neue BEW-Tarifmodell für mich komplett unattraktiv. Hamse halt einen Kunden verloren (nicht dass denen das wehtun würde). Bis jetzt habe ich da (und auch an ein paar anderen Ladesäulen in der Region), wenn auch selten, so doch gerne und zu einem fairen Tarif laden können. Jetzt werde ich nur noch "in den sauren Apfel beißen", wenn ich unbedingt muss (was selten vorkommen wird, insofern ist das verschmerzbar).
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Re: BEW ab2018 doch mit Grundpreis?

Beitragvon Karlsson » Do 12. Okt 2017, 22:45

TeeKay hat geschrieben:
Ne, das ist selbst mit einem 22kW Lader teurer als bisher BEW. 1,26€/h umgelegt auf 22kWh macht 5,73 Cent pro kWh + 31 Cent pro kWh = fast 2 Cent teurer.

Hast recht, ich hatte mich vertippt. Trotzdem ist der Preis doch voll OK. Für eine gelegentliche Nutzung bindet man sich halt ungern eine Grundgebühr ans Bein.
Wobei ich noch nicht weiß, ob ich BEW nicht trotzdem erstmal behalte.

energieingenieur hat geschrieben:
Aber bei einer nicht unerheblichen Anzahl an Kunden scheitert es bereits an dem vorhandensein einer E-Mail-Adresse an die wir die Rechnung zustellen könnten. Das ist Oma Meyer - Ü70 - die zu dem Wort "Google" keinerlei Assozisation hat. Bei einem anderen Teil scheitert es am Abruf derselben. Leute, die vll. alle 4 Wochen mal ihr Mailkonto checken... Oder Menschen mit paranoider Angst vor "Hackern", die dann ja alles mitlesen können, was sie gekauft haben...

Ich denke, dass 95% auch ohne Papier zurecht kommen. BEW kriegt das aber ja leider noch nicht mal auf Wunsch hin. Das muss doch nicht sein.
Den Punkt Datensicherheit solltest Du nicht einfach so in den Schmutz ziehen. Aber das muss ja nicht einer papierlosen Abrechnung widersprechen. Abgesehen davon könnte der Account ja vielleicht auch mit Prepaidguthaben ohne Namen funktionieren.

iOnier hat geschrieben:
Für beispielsweise diese Ladesäule sagt mir die NM Website 56 ct /kWh an, PS sagt 31 ct /kWh plus 2,1 ct /Minute, damit komme ich bei meinem 1-Phasen-Schnarchlader auf etwa 70 ct /kWh.

Ok, sowas gibts bei mir nicht. Wenn ich die 22kW Säulen nutze, dann mit 22kW und nur auf der Durchreise. Da liegt das deutlich unter 40 Cent, finde ich sehr fair.
Dass die Infrastruktur pro Zeit kostet, finde ich auch grundsätzlich in Ordnung, auch wenn Dein Beispiel zu krassen Zahlen führt. Aber schon mit einem Ioniq oder aktuellen Golf sieht das ja weniger dramatisch aus.
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Re: BEW ab2018 doch mit Grundpreis?

Beitragvon iOnier » Do 12. Okt 2017, 22:54

Es ist eben nur für 22 kW-Lader fair.

Zu einem kWh-Preis von 40 ct fände ich es auch für mich (noch) fair. Die Mehrkosten würde ich für die Infrastruktur draufgeben. Zumal ich da kostenlos parken darf im Gegensatz zu den Verbrennern auf dem Rest des Parkplatzes. Aber was zu viel ist, ist zu viel. Ich steh' da eh nicht länger als ich einkaufe, genau wie der andere mit seiner ZOE. Soll aber dann so krass mehr zahlen?

Ich werd' mich vielleicht mal bei share&charge amelden. Obwohl mir da das prepaid-Modell nicht gefällt ... aber irgendwas ist ja immer.
Gruß
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Re: BEW ab2018 doch mit Grundpreis?

Beitragvon energieingenieur » Do 12. Okt 2017, 23:54

Ich denke, dass 95% auch ohne Papier zurecht kommen. BEW kriegt das aber ja leider noch nicht mal auf Wunsch hin. Das muss doch nicht sein.

Nein, daran glaube ich absolut nicht. Jeden Kunden, den ich persönlich besuche, frage ich nach einer Mailadresse. Davon geben mir etwa 70% eine. Aber einige sagen auch dazu, dass sie da selten reinsehen. Und mein Unternehmen hat auch viele Kunden aus anderen Bereichen mit denen ich keinen persönlichen Kontakt habe. Aufgrund der Struktur dieser Zielgruppe kann ich davon ausgehen, dass die Quote dort noch geringer ist.

Und auch ich könnte und würde dir aktuell keine PDF-Rechnung zustellen können. Der Grund dafür ist ziemlich banal: Weil die bei uns laufende Software das noch nicht solange kann und die Einrichtung dafür mich mindestens 3-5.000 EUR kostet. Bisher haben mich exakt 2 meiner Kunden gefragt, ob wir die Rechnungen auch als PDF schicken können. Und sorry... Für zwei Kunden mache ich das nicht. Das ist bei einer vollintegrierten Branchen-Software, die auch die Standards nach GoBD einhalten muss, ein wenig komplexer, als einfach in Word ein Logo in die Kopfzeile einzubauen und den Freeware-PDF-Drucker zu verwenden.

Den Punkt Datensicherheit solltest Du nicht einfach so in den Schmutz ziehen.

Habe ich nicht. Finde ich sehr wichtig. Nur erlebe ich es regelmäßig, dass Menschen sehr sehr wenig von IT wissen und daher vor allen möglichen Dingen Angst haben - eben nur mangels Wissen. Da erwähnt man nur das Wort "E-Mail" und die erzählen dir gleich was vom dritten Weltkrieg aufgrund von Comuterviren, die Kernkraftwerke explodieren lassen. Ja, das klingt unvorstellbar, aber so etwas erlebe ich bei meinem Streifzug durch alle Schichten der Gesellschaft.

Wir können viel darüber diskutieren, was die BEW tut, ob uns die Tarife gefallen oder nicht, aber sie werden es trotzdem tun. Wer damit leben kann, bleibt Kunde. Wer nicht, der soll kündigen - und am besten in der Kündigung begründen warum, damit die BEW ein Feedback erhält und ggf. darüber nachdenken kann. Aber ich denke, die BEW wird genau das erreichen, was gut für sie ist: inaktive oder wenig aktive Kunden loswerden. Das ist wichtig, um effizienter zu werden und erfolgreich zu sein.

Ich sage das immer wieder gerne: Ziel einer Unternehmung ist es, erfolgreich zu wirtschaften. Es ist nicht das Ziel, dass jeder Kunde alle Wünsche bis ins Detail erfüllt bekommt, weil er meint, dass müsste so sein. Ein Unternehme ist kein Wohlfahrtsverband, sondern muss Geld verdienen. Nicht zuletzt, um die eigenen Angestellten bezahlen zu können. Und dafür ist es wichtig sich vor allem auf die Kunden zu konzentrieren, die auch Umsatz bringen. Karteileichen, die Kosten verursachen sind uninteressant.
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