Abrechnung über Ladezeit

Re: Abrechnung über Ladezeit

Beitragvon RasiK22 » Di 27. Mär 2018, 16:04

anibager hat geschrieben:
RasiK22 hat geschrieben:
Nun ich bin auch nicht vom Fach, diskutiere nur seit einem Jahr mit verschiedensten Behörden und Instutitionen herum. Ich gehe davon aus, dass die geeichte Zähler haben, denn irgendwie müssen die ja auch den Strom an den Liferanten bezahlen. Nur geben die eben das nicht transparent weiter, warum auch sind ja nur Dienstleister und verkaufen den Endkunden eine Sache. So lässt es sich ganz leicht abzocken..., oder?

Der Zähler für die Abrechnung der Energie für den Ladestrombetreiber sitzt woanders, nämlich am Übergabepunkt(da kann jetzt ein Ladepunkt, oder mehrere sitzen), als der Zähler für den Ladekunden.
Siehst du den Unterschied?
LG
Gerhard

Verstehe die Antwort nicht, was willst du mir/uns mitteilen.
:idea: ...wir benötigen viel mehr öffentliche Ladepunkte, aber ohne Zeittarif, sondern mit kWh genauer Abrechnung. Für mich ginge bei ca. 80% SOC ein zusätzlicher Zeittarif aber OK, dass wäre fair und kundenfreundlich und keine Abzocke.
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Beitragvon anibager » Di 27. Mär 2018, 16:09

Ganz einfach der Zähler in der Ladestation muss nicht geeicht werden, wenn nach Zeit abgerechnet wird.
Der Zähler für die Abrechnung Ladestellenbetreiber und EVU sitzt am Übergabepunkt. Hinter diesem geeichtem Zähler sind dann 1 oder mehr Ladepunkte, dieser kann für die Abrechnung Ladekunde nicht verwendet werden.
LG Gerhard
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Re: Abrechnung über Ladezeit

Beitragvon UliZE40 » Di 27. Mär 2018, 17:09

Dann muss zwar vielleicht nicht der Zähler dafür aber der Timer geeicht werden und der Betreiber muss sicherstellen das die angepriesene Leistung dauerhaft während der Zeitspanne verfügbar ist/war.
Man kommt auch mit Zeitabrechnung nicht um eine geeichte Messung herum.
Einziger Ausweg: Pauschalpreis. Dazu zählt auch verschenken.
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Re: Abrechnung über Ladezeit

Beitragvon anibager » Mi 28. Mär 2018, 00:01

UliZE40 hat geschrieben:
Dann muss zwar vielleicht nicht der Zähler dafür aber der Timer geeicht werden und der Betreiber muss sicherstellen das die angepriesene Leistung dauerhaft während der Zeitspanne verfügbar ist/war.
Man kommt auch mit Zeitabrechnung nicht um eine geeichte Messung herum.
Einziger Ausweg: Pauschalpreis. Dazu zählt auch verschenken.
Woher hast du die Info, dass der Timer geeicht sein muss, habe dazu von behördlicher Stelle nichts gefunden?

Und die Leistungsangabe ist mit bis zu... also wie bei den Internetdienstleister mit den Geschwindigkeitsangaben...

Also, solange sich hier rechtlich nichts ändert, wird das so bleiben...
LG
Gerhard
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Re: Abrechnung über Ladezeit

Beitragvon enabler » Mi 28. Mär 2018, 00:26

RasiK22 hat geschrieben:
Nur leider bei uns in Österreich nicht, denn nach Definition sind bei uns Ladesäulen Betreiber keine Energielieferanten sondern Dienstleister und als solche nicht dem Eichrecht unterlegen. Klingt blöd ist aber so! :oops:

Bist Du Dir sicher, dass das blöd ist? Wären sie verpflichtend Energielieferanten, wäre eine Lizenz gemäß österr. ElWOG Voraussetzung. Das hiesse, nur EVUs (nach ElWOG) dürften Ladedienstleistungen verrechnen. Also kein Hotel, Restaurant, Einkaufszentrum, "Würstelstand", Arbeitgeber, oder sonstiger Dienstleister.
Mag vielleicht dem EVU gefallen, der Sache ist dann aber kein Dienst geleistet.
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Re: Abrechnung über Ladezeit

Beitragvon RasiK22 » Mi 28. Mär 2018, 08:02

enabler hat geschrieben:
RasiK22 hat geschrieben:
Nur leider bei uns in Österreich nicht, denn nach Definition sind bei uns Ladesäulen Betreiber keine Energielieferanten sondern Dienstleister und als solche nicht dem Eichrecht unterlegen. Klingt blöd ist aber so! :oops:

Bist Du Dir sicher, dass das blöd ist? Wären sie verpflichtend Energielieferanten, wäre eine Lizenz gemäß österr. ElWOG Voraussetzung. Das hiesse, nur EVUs (nach ElWOG) dürften Ladedienstleistungen verrechnen. Also kein Hotel, Restaurant, Einkaufszentrum, "Würstelstand", Arbeitgeber, oder sonstiger Dienstleister.
Mag vielleicht dem EVU gefallen, der Sache ist dann aber kein Dienst geleistet.

Diese, deine Antwort irritiert mich. Daher Frage ich nach, gilt diese Antwort für Österreich? Schließt das aus, das Dienstleister dennoch nach kWh abrechnen dürfen? Warum greift bei uns das Eichrecht nicht, in Deutschland hingegen schon?. Es muss doch für den Kunden möglich sein, egal welche Leistung erbracht wird, auch für sein Geld was zu bekommen.
Ich hatte gestern erst ein Erlebnis, Gott sei Dank an einer Ladesäule, die die Energie derzeit noch gratis abgibt, welches das Problem wiederum klar verdeutlicht. Als ich meine ZOE verlassen habe hat sie geladen. Aus mir derzeit noch unklarem Grund, wurde aber der Ladevorgang kurz danach abgebrochen. Als ich nach der prognostizierten Zeit (3 Std.) zurück kam, merkte ich dies. Würde die Säule nun kostenpflichtig sein, müsste ich 3 Std. bezahlen, obwohl ich keine Gegenleistung dafür erhalten habe. Stell dir vor du fährst mit deinem Verbrenner an die Tankstelle, beginnst zu Tanken und musst villeicht mal auf die Toilette. In der Zwischenzeit schnappt die Säule ab, weil irgend etwas nicht stimmt. Musst du jetzt desswegen die Zeit, wo kein Kraftstoff geflossen ist auch bezahlen? Jetzt kommt sicher das Argument, das ein PKW ja nur ein paar Minuten dort steht, dann denke dir du hättest einen dicken Brummi mit mehreren 100 lt Diesel. Die tanken auch schon mal 30 Minuten.
Zu guter Letzt nenne ich Tesla, wo all das funktioniert. Es wird, wenn man nicht zu den glücklichen gehört, wo die Energie gratis ist, nach kWh abgerechnet, mann erfährt während der Ladung wenn was nicht stimmt oder diese beendet wird, man wird darauf hingewiesen den Ladeplatz wiederfrei zu machen und es wird angekündigt, dass nach der Ladung eine Zeitgebühr verrechnet wird. Das ist transparent und kundenfreundlich.
:idea: ...wir benötigen viel mehr öffentliche Ladepunkte, aber ohne Zeittarif, sondern mit kWh genauer Abrechnung. Für mich ginge bei ca. 80% SOC ein zusätzlicher Zeittarif aber OK, dass wäre fair und kundenfreundlich und keine Abzocke.
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Re: Abrechnung über Ladezeit

Beitragvon m.baumgaertner » Di 3. Apr 2018, 16:57

Mal ein Denkanstoß: Warum kommt bei einer Verbrennertankstelle niemand darauf, den Tankvorgang nach Zeiteinheit abzurechnen?
Bei Tankstellen in der City spart man auch "Parkgebühr"

Ich als eAuto Neuling habe mich letztes Jahr wirklich gefragt, warum hier kein Verbraucherschützer oder Politiker eingreift..

Zuhause habe ich auch keinen Zeit-Tarif oder eine Flatrate.. Warum muss man eAuto Fahrer derart schickanieren (bzw. darf das ungestraft tun)... Das ist ja wie im Mittelalter wo jeder kleine Fürst sein Zollhäuschen errichten durfte und gemacht hat was er will..
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Re: Abrechnung über Ladezeit

Beitragvon Helfried » Di 3. Apr 2018, 17:28

m.baumgaertner hat geschrieben:
Warum kommt bei einer Verbrennertankstelle niemand darauf, den Tankvorgang nach Zeiteinheit abzurechnen?


Strom ist immateriell und an sich nichts wert. Deshalb bezahlt man tendenziell nur die Infrastruktur.
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Re: Abrechnung über Ladezeit

Beitragvon electic going » Di 3. Apr 2018, 17:59

m.baumgaertner hat geschrieben:
Mal ein Denkanstoß: Warum kommt bei einer Verbrennertankstelle niemand darauf, den Tankvorgang nach Zeiteinheit abzurechnen?
Bei Tankstellen in der City spart man auch "Parkgebühr"

Ich als eAuto Neuling habe mich letztes Jahr wirklich gefragt, warum hier kein Verbraucherschützer oder Politiker eingreift..

Zuhause habe ich auch keinen Zeit-Tarif oder eine Flatrate.. Warum muss man eAuto Fahrer derart schickanieren (bzw. darf das ungestraft tun)... Das ist ja wie im Mittelalter wo jeder kleine Fürst sein Zollhäuschen errichten durfte und gemacht hat was er will..

Und welchen preislichen Unterschied sollen 2, 4 oder 6 Minuten Tankvorgang dann bringen? Zumal doch wohl jeder froh ist, die Tankstelle möglichst schnell wieder zu verlassen. Außer man möchte das Chaos länger betrachten und den Irrsinn der Autofahrer zur Aufheiterung nutzen. Aber der Zuschauer ist ja außerhalb der Tankstelle.

Zudem: lass dein Auto doch mal 20 Minuten unbeaufsichtigt an der Säule stehen. Erwarte aber nicht, dass es danach noch dort steht.
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Re: Abrechnung über Ladezeit

Beitragvon m.baumgaertner » Di 3. Apr 2018, 19:15

electic going hat geschrieben:
Und welchen preislichen Unterschied sollen 2, 4 oder 6 Minuten Tankvorgang dann bringen?


Na die Durchflussmenge ist ja in der Zeit verschieden... Die von dir aufgeworfene Frage ist genau diejenigen die mich treibt.. Warum misst man die Leistung indirekt (Zeit) und nicht direkt (kWh)


electic going hat geschrieben:
Zumal doch wohl jeder froh ist, die Tankstelle möglichst schnell wieder zu verlassen


Genau dies würde ich für eAuto Fahrer auch annehmen, deshalb sollte es reichen die bezogene Leistung abzurechnen (Strommenge) und dann ist gut. Keiner betreibt primär Parktourismus.
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