Silicon-Graphen-Anode - Quantensprung?

Alles zum Energiespeicher eines Elektroautos

Re: Silicon-Graphen-Anode - Quantensprung?

Beitragvon agentsmith1612 » Mo 10. Jun 2013, 19:32

Das Simulieren einer realen Praxis in kurzer Zeit ist immer ein sehr schwirieges Thema.

Klar kann man einen Akku 24h am Tag 7 Tage die Woche usw. austesten mit realen Werten dauert aber manchmal trotzdem zu lange.
Bei beschleunigten Verfahren stellt sich immer die Frage, in wie fern das auf das "nicht" beschleunigte Verfahren bzw. den Alltag runterrechenbar ist ?
Das hat man aber in allen Branchen in allen Produktbereichen.

Wenn es Zellenhersteller gibt die sagen, wir schaffen es den Akku bis 100% ohne Alterungsverlust laden zu könne, besteht dort noch das Problem das die letzten 20,10 oder 5% langsamer geladen werden müssen.

Ich mein ein vollerer Akku ist immer gut, wenn ich aber für die letzten 10 % so lange brauche, wie für die vorrangegangen 70% dann ist das nicht unbedingt effektiv, es sei den ich habe Zeit genug und ohnehin ausreichend Kapazität.

Es wurden hier die Titanate erwähnt, die den großen Vorteil hohen Zyklenfestigkeit haben, meiner Meinung nach ist das nicht das Material der Wahl. Zu hohe Dichtem zu geringe Spannung, sprich zu geringe Energiedichte.
Für Kapazitäten jenseits der 30 kwH zu schwer.
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Beitragvon Twizyflu » Mo 10. Jun 2013, 19:39

Wie macht es tesla denn?
Die haben ja 60 oder 80 kwh oder so glaub ich...

Nun wir können da eh nix machen
Kaufen fahren und hoffen, dass der akku lange lebt bei guter Kapazität
Der Verschleiß ist sowieso immer da

Machen steh zeiten eigentlich was aus?
Meiner würde wohl oft n paar tage stehen und dann wieder 2 3 bewegt.
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Re: Silicon-Graphen-Anode - Quantensprung?

Beitragvon Eberhard » Mo 10. Jun 2013, 19:52

also ich habe mit meinem LiCoMn schon mehr als 140.000km runter bei 12% kapazitätsverlust. wenn ich nach 500.000km auch 50% der kapszität eingebüßt habe, sind das immer noch mehr übrig als bei einem neuem ZOE.
übrigens gibt tesla für dir 85kWh version 8 jahre garantie bei unbegrenzter laufleistung

lg

eberhard
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Re: Silicon-Graphen-Anode - Quantensprung?

Beitragvon Robert » Mo 10. Jun 2013, 20:19

Eberhard, welches Fahrzeug hast du da ?
Wie viel Spass macht dein Auto ?
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Re: Silicon-Graphen-Anode - Quantensprung?

Beitragvon Twizyflu » Mo 10. Jun 2013, 20:26

Ja 8 jahre sind fein
Nur für den preis danach will ich net aufkommen
UND: für 1 tesla gibts 3 zoe ^^

Wenn wir grad dabei sind:
Stichwort: elektrischer Antriebsstrang
Was genau ist das
RENAULT gibt 5 jahre
Aber man kanns unter keinen Umständen verlängern
Warum?
Was ist wenn der kaputt ist?
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Re: Silicon-Graphen-Anode - Quantensprung?

Beitragvon agentsmith1612 » Di 11. Jun 2013, 05:46

Twizyflu hat geschrieben:
Machen steh zeiten eigentlich was aus?
Meiner würde wohl oft n paar tage stehen und dann wieder 2 3 bewegt.
Bin berufspendler :)


Ich würde sagen, dass Standzeit nicht soviel aus macht wie Benutzen.
Sprich wenn der Wagen mal 1 Woche steht altert der Akku nicht so stark wie wenn er 1 Woche lang 24h am Tag leer und voll gemacht wird (jetzt als extrem Beispiel).
Auch wenn Tesla's Garantie anders aussieht, da sie ja für unbegrenzte Laufleistung gilt, aber (nur) 8 Jahre lang.
Aber auch beim Tesla würde ich sage, wenn man dort immer Vollgas fährt wird der Akku mehr einbußen über die Zeit haben als wenn man "normal" fährt.

Den Akku zu ersetzen wird, sicher nicht so teuer, ich hatte mal was von 15.000 $ gelesen für die 85 kwh Version, aber da möchte ich mich nicht konkret festlegen.

Tesla beheizt auch den Akku im Stand (dauerhaft?), ich hatte von einem Beispiel gelesen, in dem das Model S bei -30 °C so in etwas draußen gepackt hat aber nur einen 110 V 15A Anschluss hatte, er konnte beobachten wie der halb volle Akku im Stand leer wird, trotzdem Ladekabel.
Das lag daran, dass der Akku die ganze Zeit beheizt wurde, aber die Steckdosen Leistung nicht für die Heizung ausreichte.
Jemand anderes schrieb dann dazu, dass Tesla selber sagt, stellen sie ihr Fahrzeug niemals länger als 24h bei -30°C ab.

Aber sagen wir mal so, welcher Stinker Hersteller weiß den vorher oder sagt dem Kunden vorher wie lange der Motor hält. Ein Motor alter auch durch Standzeit oder durch Benutzung eben, beides unterschiedliche Sachen, es weiß auch niemand was nun dort "schädlicher" ist.
Aber fast jeder weiß auch das bei Turbomotoren nach 100.000 km der Turbolader kaputt gehen kann, sagt aber auch niemand vorher. Bei dem einen dauert es nur 50k km bei dem anderen nach 300k km noch nicht.
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Re: Silicon-Graphen-Anode - Quantensprung?

Beitragvon Twizyflu » Di 11. Jun 2013, 08:38

Naja mein alter 75PS Saugbenziner 1.4l ging 80.000km ohne Probleme.
Da gabs aber wie gesagt keinen Turbo und garnix.
Egal ob kalt warm - er ging immer.
Einfache technik halt.

Aber Fakt ist ja auch, dass die wenigsten ihr auto komplett tot fahren.
Bei manchen sinds reparaturen an karosserie oder eben turboschäden, die dann sagen lassen: Ne ab damit oder billig verkaufen.
Und deshalb glaube ich, wird der E-Motor und dessen Komponenten nicht das problem werden!
Beim Akku - haben wir ja de facto noch kaum Langzeiterfahrungen!
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Re: Silicon-Graphen-Anode - Quantensprung?

Beitragvon agentsmith1612 » Di 11. Jun 2013, 17:14

Das gute beim E-Auto ist ja auch, dass unabhängig von dem Fahrerprofil keine stärkeren Abnutzung auftritt.

Ein normaler Otto oder Diesel Motor hält bei Langstrecken Einsatz sehr gut, bei Kurzstrecken (0-10 km) vor allem im Winter, setzt das dem Motor schon mehr zu.

Aber selbst den Akkus sollte es nichts ausmachen ob man nun 1 km jeden Tag zur Arbeit fährt oder 100 km.
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Re: Silicon-Graphen-Anode - Quantensprung?

Beitragvon dkt » Di 11. Jun 2013, 18:16

Manchmal frage ich mich frustriert, warum die Autoindustrie so wenig von den elementaren Vorteilen des Elektroantriebs Notiz nimmt.

Zum Beispiel, mein gebrauchter Drehstromstandbohrer, gekauft auf einem Flohmarkt, etwa 50 oder mehr Jahre alt, läuft immer noch wie ein Uhrwerk.

Selbst wenn die Batterie noch für das E-Auto ein Problem wäre, warum nimmt man nicht die Märkte in denen das keine Rolle spielt.

Jeder kennt die Vorfeldautos auf den Flughäfen. Alle haben sie den gleichen Standplatz. Alle laufen nur auf dem Vorfeld. Warum - und ich werde immer nervöser - hat nicht die Autoindustrie längst Elektroautos mit Induktivlademöglichkeit angeboten? Die Km-Leistung ist bescheiden, der Standplatz (für Induktionsladung) ist immer der Gleiche, der Wagen fährt nicht schnell und verbraucht wenig Strom für Beschleunigungsvorgänge.

Gleiches gilt für die Passagierbusse. Warum gibt es nicht auch hier nur noch E-Busse mit Induktionsladevorrichtung. Die stehen am Gate bis zu 20 Minuten wie angewurzelt auf der selben Stelle (mehr als genug Zeit für die Induktionsladung für den Trip zum Flugzeug und zurück). Wie blöd muss das Marketing und die Ingenieure von z. Bsp. MAN oder Mercedes sein, dass man dort immer noch Vorfeldbusse mit Dieselmotoren röhren läßt.

Gleiches gilt für die armen Postler der Zustellung, vornehmlich in den Aussenbereichen. Da fahren sie mit "Verbrenner" von Haustür zu Haustür und lassen den Motor laufen, während die Briefe in die Schlitze geschoben werden. Wo sind die Beobachter der Autoindustrie auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern? Die haben noch nie einen Postboten aus der Nähe gesehen, geschweige denn, wie er sich fortbewegt.

Es ist die Autoindustrie die von Desinteresse glänzt und es ist nicht die Batterie, geschweige denn der Elektroantrieb.

Ich könnte den Katalog fortsetzen über die Servicefahrzeuge aller Stadtwerke, oder der Liftewartung. Auslieferungen in den Ballungsgebieten von Zentrallagern usw. Erklärbar ist das nur mit der Angst der Auto(Bus)Industrie, gewohnte Pfade zu verlassen. Mit unzureichender Technik hat das nichts zu tun. Selbst der Service dafür ist wesentlich kleiner (siehe die alte Drehstrombohrmaschine).
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Re: Silicon-Graphen-Anode - Quantensprung?

Beitragvon Guy » Di 11. Jun 2013, 18:54

Ich habe den Thread jetzt nur quergelesen, entschuldigt also, wenn das bereits erwähnt wurde.

Panasonic sollte aktuell eine Zelle mit einer Anode auf Basis eine Silizium Legierung im Programm haben.
http://panasonic.co.jp/corp/news/offici ... 225-3.html

Die Pressemitteilung ist zwar von 2009, die 4 Ah Zelle wurde damals jedoch für 2013 angekündigt.

Ich bin ja mittlerweile grundsätzlich skeptisch, wenn Quantensprünge angekündigt werden. Wenn man sich die Graphen einmal ansieht, ist vom Quantensprung nach wenigen Zyklen nicht mehr viel vorhanden. Ich glaube deshalb eher nicht, dass uns in den kommenden Jahren große Sprünge bevorstehen, was jedoch nicht bedeutet, dass die Energiedichte nicht durch inkrementelle Verbesserungen um ein paar Prozent jedes Jahr verbessert werden können.

Durch die relativ langen Produktzyklen im Automobilbereich, glaube ich zudem nicht daran, dass neue Entwicklung schnell Einzug halten werden. Wenn ich tippen müsste, dann sehen wir ohne Quantensprung etwa 30 Prozent Verbesserung bei der Energiedichte bis 2020, was zu 300 km Reichweite für 'normale' Elektroautos führen wird. Der Preis wird für die komplette Batterie wird dabei vermutlich ähnlich sein wie heute, jedoch wird diese dann 30 Prozent mehr Kapazität bieten.

Alles andere würde mich schon sehr wundern
Guy
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