Preise auf 200 Euro pro Kilowattstunde gesunken

Alles zum Energiespeicher eines Elektroautos

Re: Preise auf 200 Euro pro Kilowattstunde gesunken

Beitragvon Twizyflu » Mo 17. Jun 2013, 21:45

Ja schon aber ich brauche ja einen Akku im E-Auto sonst wird die Raumüberwindung sehr schwierig werden^^
Im Endeffekt ist es halt der Akkupreis der es "aufbläst" vom Preis her.
Wären diese günstiger (eh klar!), dann wären wir wohl beim Zoe so bei guten 15000 sag ich mal (und wenn die Stückzahlen da wären). Immerhin hat der ja auch eine an und für sich gut Ausstattung, das darf man so nicht vergessen.

Wie siehst du das für die Zukunft eigentlich? Ich denke nicht wirklich, dass die die Preise arg senken, selbst wenn sie könnten.
ist ja wie beim Sprit. Wieso entlasten wenn man die Kuh melken kann bis sie nicht mehr kann ;)
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Beitragvon Guy » Mo 17. Jun 2013, 21:51

Diese These habe ich auch schon des öfteren gehört, kann mir jedoch nicht vorstellen, dass wir das so bald sehen. Jedenfalls ganz sicher nicht, wenn weiterhin nur 500 Elektroautos jeden Monat verkauft werden. Dazu braucht ganz ähnliche Zahlen wie bei vergleichbaren Verbrennern.

Die 200 € sind sicher Hersteller EK, bis die Zellen zusammen gefriemelt sind und daraus eine komplette Batterie mit BMS und Co gebaut ist, kommen sicher noch ein paar Euro dazu.

Trotzdem finde ich es bemerkenswert, dass wir heute bereits Preise haben wie sie für 2020 vorausgesagt wurden. Das lässt drauf hoffen, dass die Preise für kommende Modelljahre ebenfalls schneller sinken als erwartet. Auch wenn ich es angesichts der aktuellen Verkaufszahlen nicht glauben mag, vielleicht liegt die Bundesregierung doch nicht ganz daneben, wenn sie weiterhin an der einen Million festhält.
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Re: Preise auf 200 Euro pro Kilowattstunde gesunken

Beitragvon Twizyflu » Mo 17. Jun 2013, 22:11

Ich glaub den ganzen Schmarrn sowieso nicht wie er uns immer präsentiert wird.
Wer weiß vll gibt es schon längst Ladeverfahren oder Akkumulatorentechnologie, die die E-Problematiken sofort lösen könnte.
Nur unser guter Freund Ölindustrie hält die Patente unter Verschluss. Oder man will es gezielt klein halten um uns abzuzocken und sich gut daran zu verdienen solang es geht - und gibt dann schübchenweise mehr heraus (über die Jahre) um immer mehr Kunden zu lukrieren.
Würde mich eh net wundern, wenn die Ölmultis einfach dann Akku-Erzeugerfirmen kaufen und halt in dem Sektor abcashen.

Akkus für die Geräte und Autos.
Öl für die Industrie, Kosmetik, Pharmazeutische Betriebe usw.

Möglich wärs ja? (nein bin kein verschwörungstheoretiker^^).
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Re: Preise auf 200 Euro pro Kilowattstunde gesunken

Beitragvon Karlsson » Mo 17. Jun 2013, 23:18

Twizyflu hat geschrieben:
Ja schon aber ich brauche ja einen Akku im E-Auto sonst wird die Raumüberwindung sehr schwierig werden^^
Im Endeffekt ist es halt der Akkupreis der es "aufbläst" vom Preis her.

Ja, aber wenn es dann auf 15k aufbläst für die Polo-Klasse... tut nich so richtig weh.

Guy hat geschrieben:
Diese These habe ich auch schon des öfteren gehört, kann mir jedoch nicht vorstellen, dass wir das so bald sehen. Jedenfalls ganz sicher nicht, wenn weiterhin nur 500 Elektroautos jeden Monat verkauft werden. Dazu braucht ganz ähnliche Zahlen wie bei vergleichbaren Verbrennern.

Was baut VW so am Tag? So 2000 Golf vielleicht allein Wolfsburg, oder doch noch etwas mehr...? In die Region müsste man, dann wird das auch recht fix gehen mit den Preisen.
Ist halt wieder das Henne-Ei Problem.
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Re: Preise auf 200 Euro pro Kilowattstunde gesunken

Beitragvon Twizyflu » Mo 17. Jun 2013, 23:21

Nunja wir können es de facto so eh nicht ändern.
Entweder wir kaufens oder wir kaufens nicht.
Und ich glaub wenn mans nicht kauft in der Hoffnung damit Preisveränderungen zu erwirken, glaub ich eher, dass die das ganze Einstampfen bevor es billiger wird (zumindest in absehbarer Zeit).

Wenn man bedenkt, was früher (und teilweise jetzt noch) die E-Autos kosteten (iMiev, Leaf) ist der Zoe ja nicht schlecht :)
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Re: Preise auf 200 Euro pro Kilowattstunde gesunken

Beitragvon Karlsson » Mo 17. Jun 2013, 23:30

Twizyflu hat geschrieben:
Wenn man bedenkt, was früher (und teilweise jetzt noch) die E-Autos kosteten (iMiev, Leaf) ist der Zoe ja nicht schlecht :)

Die Preise sind ja stetig gefallen. Auch der iMiev war mal nur für viel mehr Geld zu bekommen.
Oder Tesla S zu Roadster - billiger, größer, stärker, größerer Akku.

Nur damit die Preise Purzeln brauchen zumindest einige dieser Fahrzeuge Erfolge und Stückzahlen.
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Re: Preise auf 200 Euro pro Kilowattstunde gesunken

Beitragvon Twizyflu » Mo 17. Jun 2013, 23:36

Das ist natürlich auch klar.

Mehr Nachfrage heißt mehr Stückzahlen heißt mehr Akkus und damit mehr Investitionen in die Forschung und Entwicklungen.
Deswegen hoff ich ja stark, dass sich da noch viel tut und wir vll bis 2020 auf 300-500 km Reichweite kommen auch bei Kleinwagen wie dem Zoe :)
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Re: Preise auf 200 Euro pro Kilowattstunde gesunken

Beitragvon dkt » Di 18. Jun 2013, 05:39

Hallo Ihr alle,

um der Preisdiskussion einmal eine Basis zu geben versuche ich folgendes:

Generalfrage: Was ist technisch anders zwischen einem Elektroauto und einem Verbrenner? Und was ist da die Kostendifferenz?

Also, das Elektroauto hat nur einen Elektromotor mit einem 1-Gang Getriebe. Das kostet weniger als der Motor mit seinem Schalt- oder Automatikgetriebe und seinen Antriebssträngen. Kostendifferenz? – Ich schätze mal € 5.000.

Tank: Der Benzintank ist kostenmäßig vernachlässigbar. Hier ist beim Elektroauto der Kostenträger. Wenn wir beim kleineren Fahrzeug von 40 Liter Tank ausgehen und im Schnitt von ca. 7 Liter Realverbrauch (Stadt und Land), dann kommen wir auf über 500 km Reichweite.

Wollten wir das Gleiche mit der Batterie machen (Tesla S) brauchen wir etwa 80 kWh Speicher. Wenn wir von dem vorteilhaftesten Preis ausgehen, den der CEO von Tesla für seinen Einkauf genannt hat ($ 170), dann wäre das in Euro für 80 kWh Speicher ca € 10.500

Im Ergebnis € 5.500 mehr als der vergleichbare Verbrenner. Wenn nun der Preis angeglichen würde, hieße das statt 500 km Reichweite „nur“ 250, also die Hälfte.

Der Rest des Autos ist in den Kosten in etwa vergleichbar. D.h. die Autoindustrie hat nur ein Kostenproblem im Batteriepreis. Wenn wir uns jetzt die Zukunft ansehen, dann vermute ich einmal, dass zukünftig, wie auch in der Uhrenindustrie, der mechanische Antrieb (Motor und Getriebe mit Antriebsstrang) kostenmäßig sich verteuern werden, wohingegen in der Batteriefertigung mit weiter fallenden Kosten, oder zumindest stagnierenden, zu rechnen ist.

Also ich glaube, dass das Kostenproblem Batterie, nach und nach verschwindet. Zumal es sicherlich so werden wird, dass die Hersteller verschiedene „Tanks“ (Batteriegrößen) für das gleiche Auto anbieten werden (siehe jetzt schonTesla mit 60 und 85). D.h. früh oder später können wir das Auto mit der Batteriegröße kaufen, wie wir es brauchen oder wie es unser Geldbeutel erlaubt. Im besten Fall ist das gleiche Fahrzeug dann auch noch nach- und aufrüstbar.
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Re: Preise auf 200 Euro pro Kilowattstunde gesunken

Beitragvon PowerTower » Di 18. Jun 2013, 06:35

dkt hat geschrieben:
Also, das Elektroauto hat nur einen Elektromotor mit einem 1-Gang Getriebe. Das kostet weniger als der Motor mit seinem Schalt- oder Automatikgetriebe und seinen Antriebssträngen. Kostendifferenz? – Ich schätze mal € 5.000.

Das passt so leider nicht. Du brauchst neben Elektromotor und Getriebe schließlich auch noch Motorsteuerung, AC/DC Wandler und je nach Modell ein separates Ladegerät.

Allein eine einigermaßen vernünftige Motorsteuerung bringt es schon auf 2.000 Euro. Motor und Ladegerät kommen nochmal mit den gleichen Kosten dazu. Schon ist man ganz fix bei 6.000 Euro. Das Getriebe ist mit 500 Euro vergleichsweise günstig. Und da viele Autohersteller bei diesen Komponenten bisher auf Zulieferer zurück gegriffen haben, ist da auch nicht viel Luft nach unten. Und selbst wenn man es selber entwickelt wird es das Paket nicht zum 1.000 Euro Dumpingpreis geben. Renault spart sich zumindest schonmal das separate Ladegerät, ein guter Anfang.

Die 5.000 Euro Preisdifferenz sind unrealistisch. Einen einfachen leistungsgleichen Dreizylinder zu gießen mit bisschen Elektronik dran sowie Einspritzung, Getriebe und Abgasanlage kostet in der Herstellung nicht mehr als 4.000 Euro. Wobei durch die Umweltvorschriften die Entwicklung und Fertigung des Antriebsstrangs in Zukunft eher teurer als billiger wird.

Aus heutiger Sicht liegt die Preisdifferenz bestenfalls bei +-0. In Zukunft lassen sich durch diverse Optimierungen und Massenproduktion sicher noch ein paar Euro rausholen, Wunder sollte man aber nicht erwarten. Wenn das Elektroauto ohne Akku zumindest schonmal zum gleichen Preis wie der Verbrenner angeboten werden würde, wäre vielen geholfen. Das ist realistisch. Mehr erwarte ich jedenfalls nicht.
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Re: Preise auf 200 Euro pro Kilowattstunde gesunken

Beitragvon dkt » Di 18. Jun 2013, 07:06

PowerTower hat geschrieben:
Aus heutiger Sicht liegt die Preisdifferenz bestenfalls bei +-0. In Zukunft lassen sich durch diverse Optimierungen und Massenproduktion sicher noch ein paar Euro rausholen, Wunder sollte man aber nicht erwarten. Wenn das Elektroauto ohne Akku zumindest schonmal zum gleichen Preis wie der Verbrenner angeboten werden würde, wäre vielen geholfen. Das ist realistisch. Mehr erwarte ich jedenfalls nicht.


Vielen Dank PowerTower, für die Korrektur meiner Schätzung. Also müssen wir demnach noch für einige Zukunft damit leben, dass der „Tank“ beim Elektroauto kostenmäßig hinzukommt.

Bleibt im Ergebnis nur dagegen zu halten, die Ersparnis in der Differenz von Benzinverbrauch zum Strom auf 100 km ca € 8 bis 9. Nimmt man das für km 20.000/Jahr so ist das – zum Beispiel - ein Kostenvorteil von ca. 1.600 bis 1.800. Gegengehalten gegen ca. € 10.000 Investition in den „Elektrotank“.

Damit sich das rechnet müsste also die Batterie ca. 200.000 km halten. Was zumindest von Tesla garantiert wird.

Nachdem der Verschleiß des E-Motors, aller Voraussicht auch geringer ist, als der des Verbrenners, sowie auch die Servicekosten (Ölwechsel, Zahnriemen usw.) müsste sich das rechnen.

Und zum Ende, der Wiederverkaufswert: Noch gibt es wenig Vergleichszahlen, aber der könnte eigentlich, gemessen am geringeren Verschleiß, günstiger sein, als der des Verbrenners.

Zum Schluss kommt noch das vorhersehbare Risiko der Preissteigerung von Benzin hinzu, dass wegen des Ölpicks höher ausfallen dürfte, als das des Stroms.
dkt
 
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