LiFePO4 für PV

Alles zum Energiespeicher eines Elektroautos

LiFePO4 für PV

Beitragvon Guy » Mo 25. Mär 2013, 22:08

Ich habe heute das Internet den halben Tag nach Lieferanten für LiFePO4 Zellen für einen PV Speicher abgegrast.
Vielleicht hat hier ja noch jemand einen Tipp für mich.

Nachdem sich das mit den Batteriespeichern immer wieder aus diversen Gründen verzögert hat, wird es so langsam sehr konkret. Eigentlich sind die Bei-Anker auch schon fast bestellt, durch den Post von EVplus mit dem Link zu 3xe-electric-cars.com will mir Lithium-Ionen jedoch noch nicht so ganz aus dem Kopf. Mir ist bewusst, dass es vernünftiger wäre auf Blei zu setzen, da null Risiko, allerdings auch so gut wie keine Rendite. Mit den Winston Zellen sieht das jedoch ganz anders aus, wenn sie halten was sie versprechen. Selbst als Privatmann kommt man da auf um die 12 - 15 Cent / kWh über 20 Jahre (5.000 Zyklen).

Gesucht werden deshalb etwa 15 - 17 Zellen in Serie, 200 - 270 Ah. Fündig geworden bin ich bislang bei 3xe-electric-cars und bei litrade. Bestellen in China scheidet für mich fast aus, wobei sich das bei 19 - 25 kWh durchaus lohnen könnte. Die Systeme sollen allerdings nun endgültig im April installiert werden. Weitere Verzögerungen gibt es nur bei einem unausweichlichem Angebot ;) Angeschlossen werden diese an zwei getrennten Standorten jeweils an einem Sunny Island.

Falls also jemand noch einen Tipp für mich hat, wäre dieser sehr willkommen. Und wenn es einer ist, um mir die Sache mit den Lithium-Ionen noch einmal auszureden ;)

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Re: LiFePO4 für PV

Beitragvon Jogi » Mo 25. Mär 2013, 22:35

Und wenn du Blei als "Brückentechnologie" einsetzt?

Wenn Die irgendwann nicht mehr so prickelnd funktionieren, und LiFePo billiger geworden ist, bekommst du für das Blei immer noch den Materialwert.
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: LiFePO4 für PV

Beitragvon Guy » Di 26. Mär 2013, 14:05

Diskutieren das gerade noch durch. Eventuell wird es auch ein konservatives (Blei) Paket und ein experimentelles.

Die Preise sind bei Lithium allerdings schon so weit unten, dass sie sich quasi von Anfang an lohnen. Die 20 Prozent mehr pro Kilowattstunde spart man bei der geringeren Größe, da tiefer entladen kann. Halten müssen sie also nur so lange wie Blei, etwa ein Drittel der angegebenen Zyklen. Mit jedem Tag länger spare ich gegenüber Blei. Auf der anderen Seite steht halt noch das größere Risiko, da es an Erfahrung mangelt. Irgendwer muss jedoch mal den Versuch beginnen - wo wir wieder mal beim Lehrgeld angekommen wären.
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Re: LiFePO4 für PV

Beitragvon PowerTower » Di 26. Mär 2013, 19:15

Was für ein Risiko siehst du denn bei der Verwendung von Lithium als PV Speicher? Da ich die Gelblinge auch im Einsatz habe - allerdings als Traktionsakku - kann ich nur sagen, dass LFP Akkus recht anspruchslos und vor allem sicher sind (keine Brandgefahr selbst bei Kurzschluss oder mechanischer Zerstörung) und speziell die Winston Zellen sehr hart im nehmen. Meine ältesten Zellen sind 6 Jahre jung, haben aber noch die "alte" Chemie ohne das Yttrium (entspricht den heutigen Sinopoly Zellen). Sie tun noch ihren Dienst, sind aber bei weitem nicht mehr so belastbar, wie es die Yttrium Generation ist. Ich fahre ja gemischt LFP und LYP. Allerdings werden die beim Auto nicht sonderlich geschont und auch mal außerhalb der Datenblattspezifikationen betrieben (z.B. laden bei Frost - eigentlich nur bei LYP erlaubt).

Die LYP Zellen kann ich dir nur empfehlen, zumal sie ja als PV Speicher nicht so stark belastet werden. Selbst wenn du damit den Zoe mit 22 kw laden willst, wäre das machbar. Wichtig ist nur, dass du auch ein passendes BMS verbaust (GK Anlagentechnik, EMUS oder ähnliches), damit du lange Freude dran hast. Dafür solltest du noch um die 1.000 Euro zusätzlich einplanen. Viel günstiger als bei litrade bekommst du sie in Deutschland nicht. Du kannst ja mal bei Nothnagel Marine schauen, die verkaufen auch die Winstons. Wird sich aber nicht viel nehmen. Bei litrade gibt's Mengenrabatt, könnte sich für dich lohnen.
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Re: LiFePO4 für PV

Beitragvon Guy » Di 26. Mär 2013, 19:53

Danke für den Tipp mit Nothnagel Marine. Laut der Internetseite sind die Preise fast identisch. Werde mal ne Anfrage rausschicken.
PowerTower hat geschrieben:
Was für ein Risiko siehst du denn bei der Verwendung von Lithium als PV Speicher?

Große Erfahrung mit den Winstons zusammen mit dem Sunny Island scheint es nicht zu geben, Google hat jedenfalls wenig ausgespuckt. Insofern besteht doch noch ein gewisses Risiko, dass die Batterie durch mangelnde Erfahrung / Fehlbedienung / nicht ausreichende und sichere Integration in das Gesamtsystem etc vorzeitig den Geist aufgibt.

Unser Solarteur wird z.B. auf eine Lithium-Lösung keine Gewährleistung geben, anschließen müssen wir also selbst. Auch wenn er selbst aktuell auf auf Lithium-Ionen setzen würde, mangels Erfahrung kann er keine Garantie geben. Für den sehr unwahrscheinlichen Fall, dass es das Haus abfackelt, gilt das gleiche.

Das erhöht das wirtschaftliche Risiko schon enorm. Auf der anderen Seite ist da halt das große Einsparpotential, wenn sie halten was sie versprechen.
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Re: LiFePO4 für PV

Beitragvon Stephan » Do 28. Mär 2013, 14:01

Guten Tag,
habe die Winston mit Yttrium für mein Motorrad bei cleanenergy gekauft. Habe für 40 AH Zellen Netto 38 Euro bezahlt also viel günstiger als woanders :) Weiß nicht ob die Preise immer noch so tief sind aber ein Versuch ist es wert :D
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Re: LiFePO4 für PV

Beitragvon Guy » Do 28. Mär 2013, 16:57

Danke für den Hinweis, werde dort mal nachfragen.
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Re: LiFePO4 für PV

Beitragvon kaiservonz » Mo 2. Sep 2013, 20:14

Guy hat geschrieben:
Danke für den Hinweis, werde dort mal nachfragen.


Hi Guy,
koennten wir bitte mal Kontakt aufnehmen , so ein PV-Speicher Selbstbau interessiert mich auch.
Besten Dank
Kaiser
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Re: LiFePO4 für PV

Beitragvon bm3 » Mo 2. Sep 2013, 20:25

Hallo, wenn schon LiFePo4, solltest du auch die CALB CA-Serie (die grauen) mal in Erwägung ziehen. Ist noch eine ziemlich neue Serie wo praktisch aber alle Kenndaten wirklich deutlich verbessert werden konnten.
ist zwar besonders für E-Fahrzeuge interessant, könnte sich aber auch durchaus positiv bei stationärer Anwendung auswirken.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: LiFePO4 für PV

Beitragvon xado1 » Sa 14. Sep 2013, 18:29

ich möchte bei mir,15 südlich von wien,eine autarke solartankstelle errichten.
als grundgerüst habe ich bereits eine riesige stahlkonstruktion mit den maßen LxBxH 12mx3mx3m errichtet,welche ürsprünglich einen anderen einstzzweck haben sollte.
ich möchte 30 stück der folgenden solarpaneele montieren:

http://www.ev-power.eu/Solar-Panels/Sol ... html?cur=1


als bufferspeicher möchte ich in etwa 40-50kw/h mit Lifepo4 haben:

http://www.elektroauto-forum.de/Kleinan ... php?id=118

welchen wechselrichter,bzw,welche umwandler brauche ich,um e-fahrzeuge mit 230v wechselspannung,und eventuell auch gleichspannung zu laden.
eventuelle überkapazität möchte ich als eigenverbrauch im haus nützen,dh.mit 230 volt,aber auch eventuell bei unterkapazität die batterien mittel ladegerät von aussen laden.
plane in etwa für das gesamtsystem 25-30.000.-euro.

brauche ich auch ein BMS system für die lifepo batterien?
kann mir jemand,gegen bezahlung natürlich ein gesamtkonzept errechnen,bzw.zusammenstellen?
hat soetwas schon jemand gemacht,bzw.geplant?

schöne grüße aus wien
Lebenskunst ist die Fähigkeit, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Überflüssiges zu leisten.
Dieselfrei,d.h. frei ,weil ich wieder einen Diesel fahre
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