Kondensator als Notladegerät ?

Alles zum Energiespeicher eines Elektroautos

Re: Kondensator als Notladegerät ?

Beitragvon Yardonn » Di 13. Aug 2013, 20:57

Ich hab damals für den Test tatsächlich alte, gebrauchte Zellen gekauft, damit es "bezahlbar" war.
Hat mir auch 2-3 mal "den Arsch gerettet", war aber für 4 Jahre was wenig ist...
Im Endeffekt war mir der Krempel zu schwer, fürs Selbe Gewicht wie der Notfallakku für 5 km konnte ich eine Akkuerweiterung des Hauptakkus um 10 km installieren...
Das ganze ging aber überhaupt nur, weil mein 20 Jahre altes System defakto "open Source" ist, ohne irgendwelche Spielverderbereien seitens des Herstellers oder komplizierte Protokolle... Bei mir zählt nur der Energieinhalt, andere Hürden existieren für mich in der praxis kaum, um jegliche STromquellen nutzbar zu machen.
Beim Modernen E-Auto sieht das anders aus, da geht es nur über die "offiziellen" Kanäle rein. Chademo ginge vielleicht noch aus batterien, aber Typ2 ist ja WEchselstrom... Also noch einen fetten Wandler auf Wechselstrom dazwischen, nur damit das Ladegerät wieder Gleichstrom draus macht... absoluter Unsinn... Wenn dann per DC-DC direkt auf die Batterie, oder Akkus parralel zum Hauptakku geklemmt, aber beides mag ein modernes E-Auto -BMS garnicht...
Also nix für Bastler...
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Re: Kondensator als Notladegerät ?

Beitragvon Kelomat » Mi 14. Aug 2013, 10:41

Wenn du einen Zusatzakku parallel an den Hauptakku klemmst ist das dem BMS wurst. Es wundert sich nur warum du auf einmal so wenig Strom verbrauchst :mrgreen:
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Re: Kondensator als Notladegerät ?

Beitragvon Yardonn » Mi 14. Aug 2013, 22:11

schon getestet?
Mit welchem Fahrzeug, welchen Akkus?

Ich sprach von modernen Elektroautos, nicht irgendwelchen uralten Kiste mit selbst zusammengebasteltem Akku...

Da funktioniert das, bzw. du sagst dem BMS einfach, es soll evtl. Querströme ignorieren.

Mach das bei einem aktuellen Renault, und du hast schneller einen BMS-Abschaltung wegen unautoriertem Laden des Akkus oder Inkonsistenzen im Stromfluss (Motormanagement....) als du "ups, geht ja doch nicht" sagen kannst.

Das ist die schöne neue Welt der Elektromobilität, die nicht mehr viel mit den alten Bastelkisten zu tun hat.
Deshalb fahre ich weiter Bastelkisten...
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Re: Kondensator als Notladegerät ?

Beitragvon Kelomat » Fr 16. Aug 2013, 14:57

Das gibt es z.B. für den Leaf http://www.pluginamerica.org/accessories/enginer-auxiliary-battery-pack

Da das BMS im Akku ist und der Zusatzakku "Außerhalb" parallel geschaltet wird teilt sich der Stromverbrauch auf beide Akkus auf.

Geladen wird das Ding mit einem eigenen Ladegerät.

Also selbst hab ich es nicht ausprobiert aber andere machen das.

Es müsste sogar möglich sein mit dem Onboard Ladegerät den Zusatzakku zu laden (wenn der die selbe Spannung hat) denn ein Laderupgrade frisst die Elektronik auch ohne meckern. http://www.metricmind.com/leaf/main.htm
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Re: Kondensator als Notladegerät ?

Beitragvon Guy » Fr 16. Aug 2013, 15:37

Wobei ich das auch nur machen würde, wenn mir die Batterie gehört. Bei solchen Eingriffen ist es für Unbedarfte ein Leichtes die Batterie ins Jenseits zu schießen.

Wenn man die Standard-Schnittstellen nutzt, bleibt für die Wechselstromlader eigentlich nur Batterie+Wechselrichter oder Generator. Mit CHAdeMO oder Combo könnte man sich sicher etwas mit Batterie + Ladegerät basteln - ist dann aber schon ganz schön viel Aufwand nur für Notfälle...
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Re: Kondensator als Notladegerät ?

Beitragvon eDEVIL » Fr 16. Aug 2013, 18:31

Kelomat hat geschrieben:

Wenn cih mir das 8 kwh pack anschauen, sollte man dort ja auch 10 kwh unter bekommen. etwas hübscher verbaut durchaus eien Option. Bei Leasing wirds es aber kaum reversibel machbar sein...
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Re: Kondensator als Notladegerät ?

Beitragvon georgk111 » Fr 16. Aug 2013, 19:27

Hab mich vor einiger Zeit theoretisch mit Aluminium/Luft Batterien beschäftigt. Hätte für mein Auto (Reva-i, 7.8kW für 80km) bei ca. 100kg Batteriegewicht über 1000km Reichweite gebracht (also 1 kg für 10 km wär nicht schlecht). Elektrolyt (KOH glaub ich) wird kurz vor Inbetriebnahme beigemengt damit durch die Lagerung kein Verlust entsteht. Kann nur mehr industriell recycelt werden, ca. 1€/kg. Aber wer weiss, in der Zukunft hat vielleicht jeder so einen single use Reservekanister ...
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Re: Kondensator als Notladegerät ?

Beitragvon bm3 » Fr 16. Aug 2013, 20:22

Hallo,
diese Umbau-Amerikaner zapfen einfach das DC-Hochvolt-Ladekabel zwischen eingebautem Ladegerät und Akku an und laden da mit Zusatzladegeräten hinein . Scheint auch zu funktionieren dort über 10kW zusätzlich einzuspeisen, jedenfalls während dem normalen AC-laden mit dem internen Ladegerät.
Das BMS registriert es wohl dann normal beim SOC.
Mir war auch neu dass der Leaf neben dem Ladegerät bereits einen Ultracap zum abfangen hoher Akkuströme eingebaut hat. ;)
Mit dem Leaf-Ladegerät, das habe ich auch jetzt endlich kapiert, bis zum alten Modell 2012/2013 kann es maximal 3,3kW an den Akku abgeben wobei es 3,6kW AC-Leistung aufnimmt. Ab Modell 2013 für uns hier aus Sunderland dann das Doppelte.
"Das Doppelte " lässt vermuten dass die im Sunderland-Modell zwei Ladegeräteeinheiten parallel verwenden die dann allerdings schon irgendwo vorne eingebaut sind. Die könnte man für Deutschland dann eigentlich AC-mäßig wieder einfach aufsplitten so dass 2 x 15A entstünde, was ja schonmal nicht schlecht wäre an Drehstrom.
Nur hat Nissan für Europa jetzt den falschen Stecker vorne eingebaut, Typ2 wäre passender . :lol:

Viele Grüße:

Klaus
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