6 Monate Mercedes C350e - ein Zwischenfazit

Re: 6 Monate Mercedes C350e - ein Zwischenfazit

Beitragvon jennss » So 19. Nov 2017, 20:21

Man hat auf jeden Fall immer die ersten knapp 20 km spritfrei. Das ist schon mal was und spart auf jeder Strecke mehr oder weniger. Der Hybrid mit kleinem Akku konkurriert nicht mit dem gleichen reinen Benziner, sondern wird durch den E-Motor eine Leistungsklasse höhergeschraubt, in der er etwa gleichteuer ist, wie die größeren reinen Benziner. Insofern kostet ein PlugIn-Hybrid nicht oder kaum mehr als ein vergleichbarer Benziner. Damit ist der Sinn hergestellt :). Zudem macht es Spaß, die Wahl der Antriebsform zu haben. Nachts in unserer Siedlung fahre ich immer leise (elektrisch). Der Hybrid hat auch eine spontanere Reaktion auf das Gaspedal als ein größerer Benziner mit Turboloch.
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Beitragvon muinasepp » Mo 20. Nov 2017, 14:12

jennss hat geschrieben:
muinasepp hat geschrieben:
Genauso weit wie Mercedes z. B. bei der Innenausstattung Mitsubishi voraus ist, kriecht man denen jedoch technisch in Sachen Antrieb, insbesondere Hybridantrieb, hinterher.

Wegen der Reichweite oder wegen dem Konzept? Leistungsmäßig sehe ich einen C350e weit vorne.

Wegen beidem. Aber nicht wegen der schieren Antriebsleistung. Dass diese bei dir an erster Stelle steht, hast du oft genug hier erwähnt. Bei mir spielt sie eher eine untergeordnete Rolle, ich denke wie bei den meisten Menschen, denen der Umweltschutzgedanke wichtig ist. Die Reichweite ist mir wichtiger, da bin ich mal eher bei Karlsson. Wenngleich man das in einem PHEV aber auch nicht übertreiben braucht (also über 100 km sehe ich nicht mehr als sinnvoll), denn ab einem bestimmten Punkt ist dann tatsächlich ein reiner BEV sinnvoller.
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Re: 6 Monate Mercedes C350e - ein Zwischenfazit

Beitragvon Anthrax33 » Mo 20. Nov 2017, 15:40

Ich denke auch man sollte die Zielgruppe von so einem Auto nicht aus den Augen verlieren.
Sparfüchse die jeden Cent pro Kilometer sparen wollen werden sich gewiss keine C-Klasse für 60.000€ kaufen.

Wenn man wie ich aber immer "schnelle" Autos gefahren ist und jetzt plötzlich die Wahl hat ob man günstig und entspannt fahren will oder mit SportPlus und beiden Antrieben zusammen mal zügiger reiten will ist das schon genau das richtige.
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Re: 6 Monate Mercedes C350e - ein Zwischenfazit

Beitragvon jennss » Mo 20. Nov 2017, 20:12

muinasepp hat geschrieben:
jennss hat geschrieben:
muinasepp hat geschrieben:
Genauso weit wie Mercedes z. B. bei der Innenausstattung Mitsubishi voraus ist, kriecht man denen jedoch technisch in Sachen Antrieb, insbesondere Hybridantrieb, hinterher.

Wegen der Reichweite oder wegen dem Konzept? Leistungsmäßig sehe ich einen C350e weit vorne.

Wegen beidem. Aber nicht wegen der schieren Antriebsleistung. Dass diese bei dir an erster Stelle steht, hast du oft genug hier erwähnt. Bei mir spielt sie eher eine untergeordnete Rolle, ich denke wie bei den meisten Menschen, denen der Umweltschutzgedanke wichtig ist. Die Reichweite ist mir wichtiger, da bin ich mal eher bei Karlsson.


Ich finde die Konzepte sind zu unterschiedlich. Daher kann man nicht sagen, dass der eine dem anderen hinterherhinkt.
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Re: 6 Monate Mercedes C350e - ein Zwischenfazit

Beitragvon Karlsson » Di 21. Nov 2017, 00:09

Anthrax33 hat geschrieben:
Ich denke auch man sollte die Zielgruppe von so einem Auto nicht aus den Augen verlieren.
Sparfüchse die jeden Cent pro Kilometer sparen wollen werden sich gewiss keine C-Klasse für 60.000€ kaufen.

Stimmt absolut. In die Richtung geht ja auch meine Kritik. Wenn der Verbrenner eigentlich an jedem Arbeitstag anspringt, geht für mich der Reiz verloren und dann sehe ich diese hohe Investition erst recht nicht mehr als sinnvoll an für so eine halbherzige Lösung.
Dabei geht es nicht um PHEV allgemein. Das ist schon ok, aber die Reichweite muss passen. Tut sie bei den allermeisten aber nicht.
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Re: 6 Monate Mercedes C350e - ein Zwischenfazit

Beitragvon jennss » Di 21. Nov 2017, 03:38

Sehe ich ja eigentlich auch so, also reale 50 km im Sommer und ca. 35 km im Winter wären schon fein. Das war bei der C-Klasse zum derzeitigen Standpunkt jedoch nicht sinnvoll machbar bzw. zu kompromissbehaftet (Kofferraum). Ich denke, die Akkus werden bei gleicher Kapazität in Zukunft kompakter, so dass auch die Reichweiten steigen werden. Irgendwo wird aber immer die Grenze sein und es nicht jedem passen. Ansonsten muss man eben einen "Vollelektriker" kaufen.
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Re: 6 Monate Mercedes C350e - ein Zwischenfazit

Beitragvon muinasepp » Di 21. Nov 2017, 12:56

jennss hat geschrieben:
Ich finde die Konzepte sind zu unterschiedlich. Daher kann man nicht sagen, dass der eine dem anderen hinterherhinkt.

Ist Ansichtssache. Wenn man es ganz kurz sagt, dann ist beim Outlander der Benziner das zusätzliche Teil zu einem eigentlich elektrischen Antrieb und bei der C-Klasse ist umgekehrt der Elektroantrieb ein Teil, das den Benziner ergänzt. Ich finde ersteres klar besser aus verschiedenen Gründen, aber da kann man auch anderer Meinung sein wenn man seine Schwerpunkte anders setzt.

jennss hat geschrieben:
Sehe ich ja eigentlich auch so, also reale 50 km im Sommer und ca. 35 km im Winter wären schon fein. Das war bei der C-Klasse zum derzeitigen Standpunkt jedoch nicht sinnvoll machbar bzw. zu kompromissbehaftet (Kofferraum).

Mag sein, aber dann stellt sich die Frage, ob eine C-Klasse das richtige Auto für diesen Antrieb ist. Man hätte z. B. auch das T-Modell nehmen können. Nicht falsch verstehen, für manche passt es durchaus, sieht man hier ja. Aber das sind halt doch wenige. Die meisten kaufen ein solches Auto dann wegen dem Komfort, verbunden mit Leistung, zu einem für sie akzeptablen Preis. Und nebenbei kann man sich auch als Langstreckenfahrer (wenn also nur selten oder gar nicht nachgeladen wird) einreden, was gutes für die Umwelt zu tun. Letzteres ist es dann, was meiner Meinung nach dieses Konzept ad absurdum führt.
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Re: 6 Monate Mercedes C350e - ein Zwischenfazit

Beitragvon jennss » Do 23. Nov 2017, 22:12

Der Outlander ist zum großen Teil ein Serieller Hybrid, der 350e ein Paralleler Hybrid. Ich würde nicht sagen, dass der Outlander konzeptionell das umweltfreundlichere Auto ist. In meinen Augen macht nicht das Konzept den Unterschied, sondern die Akkugröße und dafür hat ein großer SUV eben mehr Platz. 54 km statt 31 km Reichweite (NEFZ) sind schon ein fetter Unterschied. Der Serielle Hybrid spart das Getriebe, bringt dafür aber auch weniger Maximalleistung auf die Straße. Zum Parallelen Hybrid wird der Outlander nur zwischen 65 und ca. 120 km/h, allerdings auch eingeschränkt, denn er hat keinen Kickdown. Für seinen Einsatzbereich mit Allrad ist er aber ein gutes Auto, denke ich.

Für die Leistung gesehen ist der C350e im Vergleich zum reinen Benziner doch keineswegs ein Säufer, oder?* Auf Langstrecke verbraucht der viel schwächere Outländer sicher kaum weniger (was verbrauchst du, wenn der Ladestand konstant bleibt?). Die angegebene Leistung von 203 PS suggeriert m.E. mehr als er wirklich bringt, eben weil er ohne Getriebe diese nur an einem ganz bestimmten Punkt bringen kann. Wer sich einen C350e kauft, tut das sicher nicht aus reinem Umweltdenken. Dann wären die 5,9 s. auf 100 ja nur ein "Abfallprodukt". Und wer sich für den Outlander entscheidet, legt sicher keinen großen Wert auf sportliche Werte (11,0 s. auf 100). Ich glaube, die Hybriden werden oft auch aus technischem Interesse gekauft, aus Freude am vielfältigen System.

Ob man die Limo oder das T-Modell des 350e nimmt, muss jeder für sich entscheiden.
j.

*PS: Nach Spritmonitor braucht der C350e 5,63 l. Benzin, ein C300 9,16 l. und ein C400 10,88 l. Der C350e liegt von der Leistung her zwischen den beiden. Ich denke, selbst, wenn man ihn ohne externen Strom fahren würde, hätte er keinen unangemessenen Verbrauch.

PPS: Eine Alternative mit mehr Reichweite wäre evtl. der BMW 530e. Der ist größer und hat mehr Akkukapazität als ein 350e.
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Re: 6 Monate Mercedes C350e - ein Zwischenfazit

Beitragvon muinasepp » Fr 24. Nov 2017, 07:37

@jenss
kurz zu Deinen Fragen/Anmerkungen:
- das technische Konzept macht für mich sehr wohl einen Unterschied, nicht allein die Akkugröße ist entscheidend.
- der Verbrauch ohne externe Nachladung hängt sehr von der Fahrweise und den Gegebenheiten ab, ich hab schon 5 l gebraucht, aber auch schon über 10 mit 1.700 kg Anhängelast auf hügeliger Landstraße, bei schneller Autobahnfahrt ist es ähnlich
- der Outlander hat schon einen KickDown, nur schaltet er dabei logischerweise keine Gänge weil er keine hat
- dass Hybride auch aus technischem Interesse sowie vor allem aus dem Leistungsgedanken heraus gekauft werden, sieht man hier leider, nur ich persönlich halte es für den falschen Ansatz

Ich denke damit sollten wir es jetzt aber bitte mit einem Outlander-Vergleich gut sein lassen! Schließlich geht es hier um den Mercedes!
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Re: 6 Monate Mercedes C350e - ein Zwischenfazit

Beitragvon jennss » Fr 24. Nov 2017, 18:24

Jo, stimmt :).

Dass Hybride aus technischem Interesse gekauft werden, finde ich gut. Wenn es nicht so wäre, würde man sicher viel weniger Hybride und E-Autos verkaufen. Es ist wertvoll, um mehr Verbreitung zu finden. Daher halte ich es auch für einen sinnvollen Weg sportliche Hybride anzubieten, also zusätzlich zu den besonders sparsamen Hybriden. Letztlich ist der Hybrid ein Auto, der alle Klassen ansprechen soll, nicht nur Pfennigfuchser und Ökofreaks :D. Selbst wenn der C350e noch kein wirklich sparsames Auto ist, so ist der Benzinverbrauch damit doch wesentlich geringer als mit vergleichbaren reinen Benzinern, wenn auch zusätzlich noch Strom verbraucht wird.
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