Wo bleiben die Familien-Erstwagen?

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Re: Wo bleiben die Familien-Erstwagen?

Beitragvon Karlsson » Sa 30. Sep 2017, 22:47

Auf 900km würde ich wahrscheinlich 2x anhalten für je 10 Minuten.
Für einen elektrischen Erstwagen wäre es für mich auch OK wenn es 3x 20 Minuten wären und Reisegeschwindigkeit 120km/h.
Ich denke mit einem Tesla 3 würde man auch in etwa in diese Region kommen können. Wenn es 3x 30 Minuten sind - auch noch OK, aber dann muss auch langsam mal gut sein.

Bzgl Kindern und Langstrecke - als Kind war ich mit meinen Eltern oft in Italien, 1600km sind wir normalerweise in 2 Tagen gefahren, weil unser Wohnwagen auf halber Strecke stand und sich ein Halt dann anbot. Wenn es nur 1200km zum Gardasee waren, sind wir aber auch oft durchgefahren. War für mich kein Problem, ich fand Urlaub gut. Mit unserem Hund sind wir zwischendurch halt 3x kurz Gassi gegangen, da reichten aber auch 5 Minuten schon meist.
Was manche Leute hier immer für Probleme sehen ....dann macht halt alle 200km eine Stunde Pause wenn ihr das braucht. Wäre mir zu doof, ich will auch mal ankommen und das dafür muss man fahren und nicht warten.
Und halt das Zubehör für den Urlaub - muss auch mit. Passt aber nicht in jeden Wagen.
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Beitragvon Rudi L » Sa 30. Sep 2017, 23:13

Ich brauche nach 4 Stunden eine Pause. Je nachdem wie ich fahren kann bin häufig dann entweder längst am Ziel oder nicht mehr weit davon.

Das ist natürlich bei jedem anders und hängt auch von der Tagesform oder den Bedingungen ab.
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Re: Wo bleiben die Familien-Erstwagen?

Beitragvon Tigger » Sa 30. Sep 2017, 23:30

Berndte hat geschrieben:
Ich habe gesagt, man solle ihn mal beim Jugendamt melden!
Daraufhin hat er sparsam geschaut und hat nichts mehr gesagt... :roll:

Was soll er denn daraufhin, Deiner Meinung nach, noch mit jemandem wie Dir reden?
Komischerweise habe ich noch von keinem der Hardcore-Fahrer erlebt, dass sie den Softcore-Fahrern ihren Fahrstil aufzwingen wollen.

Vielleicht gibt es einfach unterschiedliche Menschentypen, mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen?
Aber das ist dann wahrscheinlich doch wieder zu weit hergeholt - es gibt ja nur Schwarz und Weiß... ^^

:ironie:
Von daher schließe ich mich jetzt dieser Denkweise einfach mal an und vertrete dementsprechend das schwarze Lager: Wenn ihr alle paar Kilometer eine Pause braucht, dann bleibt doch bitte von der Autobahn weg! Es sterben sonst Leute, wenn es mal nicht innerhalb von wenigen Minuten eine Möglichkeit gibt den nächsten Parkplatz anzufahren.

:ironie: off

Interessanterweise ist der Müdigkeitswarner bei mir im Ford nach 6 Stunden Fahrt noch im grünen Bereich, bei meiner Frau ist er es nach zwei Stunden nicht mehr.

Und noch ein Nachtrag: Evtl. ist es gar nicht so sehr die Zeit, die den Streß ausmacht? Meine Langstrecken fahre ich zu 95% nachts. Auf den von mir genannten 700 Kilometern habe ich geschätzt 200 Überholvorgänge (überholen & überholt werden). Da komme ich entspannt an.
Wenn ich die gleiche Strecke tagsüber fahre, dann bin ich auch nach spätestens 2 Stunden gestresst. Denn innerhalb dieser zwei Stunden hatte ich Kontakt mit mindestens 1.000 anderen Fahrzeugen.

Vielleicht kommt aus diesen unterschiedlichen Herangehensweisen die Lagerbildung?
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Re: Wo bleiben die Familien-Erstwagen?

Beitragvon Alex1 » Di 3. Okt 2017, 14:18

Tigger hat geschrieben:
Komischerweise habe ich noch von keinem der Hardcore-Fahrer erlebt, dass sie den Softcore-Fahrern ihren Fahrstil aufzwingen wollen.
Also ich erlebe das bei jeder Fahrt, dass Überholer wie die Hasen ängstlich vor Lkws etc. in 5 m Abstand reinspringen, weil ein Hardcorer ihnen von hinten seinen Fahrstil aufzwingen will.

Und ein Übermüdeter hat auf der Straße nichts zu suchen. Punkt. Egal, warum er übermüdet ist. Wer wie ein Kampfpilot nie müde wird, ist natürlich eine Ausnahme :D Das Dumme ist halt, dass man die Müdigkeit schlecht zuverlässig messen kann. Schon gar nicht gerichtsfest.

Bleiben nur die - freiwilligen - Müdigkeitsassis. Und in Zukunft die Autonomen... :D
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Re: Wo bleiben die Familien-Erstwagen?

Beitragvon Karlsson » Do 29. Mär 2018, 11:55

# Wiedervorlage #

Der Markt der Neufahrzeuge bietet weiterhin fast nichts.
Die betuchte Familie kann natürlich weiterhin Tesla fahren oder langsam mal bei Jaguar nach dem i-Pace schauen, aber für das mittlere oder kleine Budget bleibt das gewohnte Vakuum.

Bzw beim Budget etwas oberhalb der Mitte kann man auch weiter aufs Model 3 warten, die Tests stimmen da doch recht optimistisch auf ein tolles Auto ab irgendwann vielleicht in 2019. Der Kofferraum ersetzt wohl zwar keinen Kombi, hat aber doch eine gewisse Größe, mit der man sich ernsthaft auseinander setzen kann.

Interessant für die Zukunft klingen vor allem die Infos zur VW ID Familie ab 2020, da werden Akkugröße, Ladegeschwindigkeit und vielleicht sogar der Preis langsam interessant werden. Allerdings ist der "normale" ID eben doch nur ein Kompakter, wo der Nutzwert noch ziemlich offen ist.
Etwas größer wird es dann beim Crozz, man muss damit aber schon wieder ein SUV kaufen und auch tiefer in die Tasche greifen. Erst recht beim Buzz, der dazu auch noch später kommt.
Die Seat Variante des ID (könnte E-Born heißen) scheint wohl etwas sportlicher zu werden, zur Form des entsprechenden Skoda ist mir noch nichts bekannt. Da Skoda traditionell eher mehr Nutzwert hat, ist da die Hoffnung aber irgendwo noch vorhanden.

Von den zahlreichen kommenden Renault, Ford, Opel, Mitsubishi.... hört man leider sehr wenig. Außer dass sie viele E-Modelle bringen wollen, aber noch nichts, wie diese Modelle konkret heißen und was sie können und kosten.

Bei den Teilzeitstromern kommt der Leon 2020 als PHEV
https://www.electrive.net/2018/03/22/seat-leon-soll-2020-als-plug-in-hybrid-angeboten-werden/

Falls das auch für den Kombi gelten sollte, könnte das ja eine Option sein. Allerdings.... 2020...? Wäre die Zeit für PHEV nicht JETZT und in den 2020ern dann bitte vollwertige BEV, auch für Langstrecken und Family?

Immerhin könnte nächstes Jahr ein bezahlbarer Zweitwagen kommen, der vielleicht auch Potential für die Breite hätte
https://www.electrive.net/2018/03/07/skoda-citigo-kommt-2019-als-e-version-mit-300-km/

Für mich persönlich ändert sich wieder nichts, der seit 5 Jahren gesuchte Erstwagen ist weiterhin nicht in Sicht.
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Re: Wo bleiben die Familien-Erstwagen?

Beitragvon Rudi L » Do 29. Mär 2018, 12:20

Beim BEV ist der Akku der preistreibende und in der Performance der limitierende Faktor. Vernünftige Reichweite eines Familienkombis die auf Augenhöhe mit einem Verbrenner ist läßt sich eben für den Preis eines Golf Variant TDI noch nicht darstellen. Ganz abgesehen von der Ladegeschwindigkeit, die ebenfalls noch viel zu gering ist.
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Re: Wo bleiben die Familien-Erstwagen?

Beitragvon Kurzschluss » Do 29. Mär 2018, 12:59

Immerhin braucht man den Verbrenner nur noch in dem Fall, das man mit dem E-Auto nicht weiterkommt. Muss es dann wirklich ein Neuwagen sein? So wenig wie der gefahren wird reicht dann doch ein 5 Jahre alter mit 100Tkm.

Sozusagen "Hybrid" fahren ja viele hier - bei uns übernimmt der Twizy ca. 80% der Strecken (alles bis ca. 100km Gesamtstrecke und 2 Personen), für alle Transportfälle und Langstrecken muss der 10 Jahre alte Nissan Note ran. Aber nur noch für 4000km/Jahr statt 20000km! Ob sich stattdessen Carsharing rechnen könnte, habe ich noch nicht betrachtet...

Auf den Erstwagen warte ich auch schon länger - ein Kia Soul mit 60kWh und 100kW CCS könnte das für mich sein - aber der ist ja noch nicht mal angekündigt, und Laden könnte man ihn heutzutage auch nur langsam, ähnlich wie den Ampera E. Ich kann Karlsson nur zustimmen - entweder Tesla X oder S oder gar nichts! Das Model 3 mit seiner kleinen Kofferraumklappe ist kaum familientauglich - ob man da ein Fahrrad oder einen Kinderwagen reinkriegen würde?
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Re: Wo bleiben die Familien-Erstwagen?

Beitragvon drilling » Do 29. Mär 2018, 13:07

Kurzschluss hat geschrieben:
Auf den Erstwagen warte ich auch schon länger - ein Kia Soul mit 60kWh und 100kW CCS könnte das für mich sein - aber der ist ja noch nicht mal angekündigt


Aber dafür der Niro EV mit 64KWh und so um die 70kW CCS.
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Re: Wo bleiben die Familien-Erstwagen?

Beitragvon Rudi L » Do 29. Mär 2018, 13:45

und die lange angekündigte Elektroautoschwemme aus China bleibt auch aus. Ich vermute alle haben das gleiche Problem, nämlich ein einigermaßen geräumiges Elektroauto mit praxistauglicher Reichweite zu einem volkstümlichen Preis zu realisieren und damit noch Geld zu verdienen.
Rudi L
 

Re: Wo bleiben die Familien-Erstwagen?

Beitragvon AbRiNgOi » Do 29. Mär 2018, 13:54

Rudi L hat geschrieben:
und die lange angekündigte Elektroautoschwemme aus China bleibt auch aus. Ich vermute alle haben das gleiche Problem, nämlich ein einigermaßen geräumiges Elektroauto mit praxistauglicher Reichweite zu einem volkstümlichen Preis zu realisieren und damit noch Geld zu verdienen.


Nein die wollen nicht.

Karlsson hat geschrieben:
Für einen elektrischen Erstwagen wäre es für mich auch OK wenn es 3x 20 Minuten wären und Reisegeschwindigkeit 120km/h.
Ich denke mit einem Tesla 3 würde man auch in etwa in diese Region kommen können. Wenn es 3x 30 Minuten sind - auch noch OK, aber dann muss auch langsam mal gut sein.


Leider entspricht der Tesla da nicht Deinen Vorstellungen, ich bin den Modell S Wien Hamburg gefahren, und die schnelle DC Ladung ist sehr schnell weg. Da muss man zu 80% Laden locker 90 Minuten rechnen. Die 120KW Ladeleistung hatte der Tesla den ich gefahren bin leider nur bis 40% SOC....

Ich glaube dass der Familinekombi nicht kommt, weil eben auch beim Besten EV noch Einschränkungen hinsichtlich Ladeleistung und Fahrgeschwindigkeit nicht ausgeschlossen werden können. Und genau bei der Familienkutsche will eben niemand Kompromisse eingehen, daher würde der ein Ladehüter bleiben. Die paar Wahnsinnigen, die jetzt mit ZOE, i3, eGolf, IONIQ auf Langstrecke mit Familie gehen wären die einzigen Familienkombikunden, und das sind einfach zu wenige.
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Vertrag für 40kWh Batterie am 05.03.2018 abgeschlossen.
Aktuell: 84.000 km
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