Was Rettungskräfte bei Elektroauto-Unfall beachten müssen

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Was Rettungskräfte bei Elektroauto-Unfall beachten müssen

Beitragvon electricity » Fr 16. Dez 2016, 17:56

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Re: Was Rettungskräfte bei Elektroauto-Unfall beachten müsse

Beitragvon tango » Fr 16. Dez 2016, 18:34

Gute Info, Danke.

Vielleicht könnten wir noch eine Sammlung an Rettungskarten für jedes Fahrzeug anlegen. Dann könnten wir E-Fahrer uns damit ausstatten, für den Wissenstransfer sorgen und im Ernstfall hätten wenigstens wir die Daten an Bord - für unser eigenes Fahrzeug und für Hilfeleistungen bei anderen.
Gruß

tango

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Re: Was Rettungskräfte bei Elektroauto-Unfall beachten müsse

Beitragvon Alex1 » Fr 16. Dez 2016, 19:48

Rettungskarten hat jeder Hersteller auf seiner Homöopage zum Runterladen.

Man(!) könnte die (oder die Links) auch ins Wiki oder zum Steckbrief der einzelnen eAutos einstellen.

Prinzipiell sind die 400 V Gleichstrom kaum gefährlicher als 230 Volt Wechselstrom. Aber ok, die hat man ja auch nicht im Auto...

Außerdem schalten sich m.W. eAutos im Crashfall automatisch stromlos, sodass man schon in den Akku rein schneiden muss.

Und die Akkus mit dem Antrieb bilden ja ein "schwebendes Netz", was normalerweise nicht geerdet ist und also ohne Risiko berührt werden kann (aber nicht soll, man weiß ja nicht, ob es noch schwebend oder schon geerdet ist...).

Aber natürlich gibt es nichts, was es nicht gibt, und Schutzsysteme können auch versagen. Insofern sind "Elektro-Handschuhe" sicher sinnvoll. Genauso wie isolierte Stiefel.
Herzliche Grüße
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Re: Was Rettungskräfte bei Elektroauto-Unfall beachten müsse

Beitragvon TeeKay » So 18. Dez 2016, 10:15

Das Problem sind ja nicht die Unfälle, bei denen nur das Nummernschild abfällt und das HV-System abgeschaltet wird. Problematisch sind die Fälle, in denen das Fahrzeug großflächig zerstört ist. Dann ist nämlich nicht wirklich klar, ob die Batterie unbeschädigt und die Gleichspannungsquelle von der Umwelt abgekapselt ist. Bei den meisten Elektroautos kann man sich am Radstand orientieren - Zerstörungen, die nicht über die Räder hinausgehen, haben die Batterie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht beschädigt. Aber es gibt ja auch noch Modelle a la Fluence und die diversen PHEV mit Kofferraumbatterie.
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Re: Was Rettungskräfte bei Elektroauto-Unfall beachten müsse

Beitragvon electricity » So 18. Dez 2016, 11:28

Auch wissenswert...
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Re: Was Rettungskräfte bei Elektroauto-Unfall beachten müsse

Beitragvon Alex1 » So 18. Dez 2016, 21:35

electricity hat geschrieben:
Auch wissenswert...
Schöner Artikel. Muss ihn mir nochmal genauer anschauen.
Herzliche Grüße
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Re: Was Rettungskräfte bei Elektroauto-Unfall beachten müsse

Beitragvon jule4 » Mo 19. Dez 2016, 08:42

Dauert nicht mehr lang, dann beklagen wir das erste Opfern durch Überspannungsschäden
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Re: Was Rettungskräfte bei Elektroauto-Unfall beachten müsse

Beitragvon Alex1 » Mo 19. Dez 2016, 10:31

jule4 hat geschrieben:
Dauert nicht mehr lang, dann beklagen wir das erste Opfern durch Überspannungsschäden
Autos brauchen nun mal sehr viel Energie zum Fahren. Solange wir nicht überall mit Oberleitung oder Induktion fahren können, muss immer ein Energiespeicher an Bord sein.

Und da ist es relativ egal, ob es knallt, zischt, zuckt oder beißt, so viel Energie ist schlecht für den Menschen. Es reicht ja schon, wenn ein Auto mit 50 km/h mich umnietet. Der Strom bewirkt nicht mehr Gefahren, sondern andere.

Ob jetzt mehr Menschen durch Brände oder durch Körperströme umkommen werden, wird sich zeigen. Momentan sieht es nicht danach aus, als gäbe es da große Schwierigkeiten.

Wir sind nur einfach aufmerksamer. Mit der selben Skepsis wie heute hätten die Zerknalltreiblinge es damals nie auf die Straßen geschafft.
Herzliche Grüße
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Re: Was Rettungskräfte bei Elektroauto-Unfall beachten müsse

Beitragvon TeeKay » Mo 19. Dez 2016, 15:45

Sehr schön zusammengefasst. Man sollte sich auch immer wieder vor Augen führen, in was für einem phantastisch sicheren Land wir leben.

Es gab nur 3.475 Verkehrstote im Jahr 2015. Ja total tragische 3.475 Fälle. Aber im gleichen Zeitraum starben in Russland 23.115 Menschen im Straßenverkehr. In Polen waren es 2.938. Oder Verkehrstote pro 1 Mio Einwohner:
Deutschland: 42,3
Russland: 162,3
Polen: 76,2
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Re: Was Rettungskräfte bei Elektroauto-Unfall beachten müsse

Beitragvon umberto » Mo 19. Dez 2016, 20:08

Jede andere Technologie, die über 3000 Tote - oder ca. 1 Million weltweit - pro Jahr fordert, wäre längst verboten.

Gruss
Umbi
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