Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwirft

Alle Themen über Elektroautos, zu denen es kein eigenes Forum gibt

Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

Beitragvon Schneemann » So 26. Nov 2017, 21:23

iOnier hat geschrieben:
Unter "CO2-Rucksack" verstehe ich die bei der Produktion entstandene CO2-Menge. Die ist bei unseren Autos halt größer als bei einem Verbrenner, auch wenn das im Betrieb natürlich mehr als ausgeglichen wird.


Das ist sie aber nur durch den Einsatz fossiler Energieträger bei der Stromproduktion. Nimmt man nur regenerative Energien dafür, ist der Rucksack leer. In 30 Jahren wird das hoffentlich so weit sein. Dann stinkt der Diesel aber immer noch.
Meine Erfahrungen mit der E-Mobilität auf Kennzeichen E

In the year 5555
Your arms hanging limp at your sides
Your legs got nothing to do
Some machine’s doing that for you
Benutzeravatar
Schneemann
 
Beiträge: 842
Registriert: Di 31. Mai 2016, 18:49
Wohnort: Quickborn-Heide

Anzeige

Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

Beitragvon m.baumgaertner » So 26. Nov 2017, 22:06

iOnier hat geschrieben:
Wir alle, die aktuell ein BEV fahren, fahren nach dem Prinzip Hoffnung:
- hoffentlich ist die Kapazität so lange wie ich das Auto fahren will für meine Zwecke ausreichend
- wenn nicht, dann ist in einigen Jahren hoffentlich eine preisgünstige Reparatur / Ersatz der Fahrbatterie möglich
- hoffentlich werde ich das Auto noch wirtschaftlich los, wenn ich es abstoßen und ein aktuelleres Fahrzeug kaufen möchte


Gut zusammengefasst.

Genau diesen Hoffnungen jage ich auch hinterher. Aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten würde man wohl aufgrund der Risiken eher noch kein eAuto fahren. Es sind dann schon eher die ideellen Motive. (irgendjemand muss ja mal anfangen, sonst geht es ja nie vorwärts...)

Es kostet eben derzeit in diesem Bereich noch Geld, die Welt zu verbessern
Benutzeravatar
m.baumgaertner
 
Beiträge: 643
Registriert: So 2. Jul 2017, 14:15
Wohnort: Raum Stuttgart

Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

Beitragvon Karlsson » Mo 27. Nov 2017, 00:39

iOnier hat geschrieben:
Nö, hat das wer gesagt? Aber 20 schon, und wenn die Fahrbatterien das tatsächlich packen (BMW meint das ja), dann wäre das doch ganz ordentlich. Und wenn sie es nicht ganz packen, man sie aber zu einem tragbaren Preis (ggfs. bekommt man ja auch noch etwas dafür, dass man sie ins "second life" gibt) ersetzen kann, dann ist doch alles gut.

Deshalb will ich diesen Preis für die Erneuerung wissen oder sie geben 20 Jahre Garantie. Mir persönlich reichen auch 5 Jahre und ein bekannter und nicht zu hoher Preis für die Erneuerung im Tausch.
Zweitwagen Zoe Q210 seit 06/15, gern Wechsel zu Ioniq wenn Gebrauchtmarkt vorhanden
Erstwagen 2018 neuer Benziner, weil auch nach 5 Jahren Suche keine brauchbaren BEV für diesen Zweck
Benutzeravatar
Karlsson
 
Beiträge: 13650
Registriert: Fr 15. Mär 2013, 13:41

Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

Beitragvon iOnier » Mo 27. Nov 2017, 01:11

Karlsson hat geschrieben:
Deshalb will ich diesen Preis für die Erneuerung wissen

Das kann ich verstehen, außer für den Leaf gibt es diese Information aber nun mal (fast?) nicht ... keine Arme, keine Kekse. Und ich wollte jetzt elektrisch fahren.
oder sie geben 20 Jahre Garantie.

Niemand wird die projektierte Lebensdauer als Garantie geben. Das würde zu teuer, denn natürlich gibt es schon vorher Ausfälle. 1/3 finde ich realistisch - und da sind wir auch bei den 7 Jahren, die man heute oft bekommt. Was mich in der Hoffnung bestärkt, dass die Fahrbatterie meines Autos auf 20 Jahre gerechnet ist und wahrscheinlich >10 Jahre halten wird.
Mir persönlich reichen auch 5 Jahre und ein bekannter und nicht zu hoher Preis für die Erneuerung im Tausch.

Ja, das wäre auch OK. Gab es aber für das Auto, welches ich mir leisten konnte und wollte nicht => siehe oben.
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/2015
Benutzeravatar
iOnier
 
Beiträge: 2277
Registriert: Mi 23. Dez 2015, 01:53

Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

Beitragvon Karlsson » Mo 27. Nov 2017, 01:59

Ging mir ähnlich. Der Zoe war recht günstig und die Akkumiete irgendwo noch akzeptabel. Bzw eigentlich zu teuer, aber durch den Kaufpreis des Autos in Summe fürs Gebotene als Gesamtpaket temporär erträglich. Wenn ich meinen Prinzipien treu geblieben wäre, hätte es eigentlich höchstens ein Leaf werden können, der damals noch zu teuer war.
Für den Nachfolger will ich aber nicht mehr solche Kompromisse eingehen.

iOnier hat geschrieben:
Niemand wird die projektierte Lebensdauer als Garantie geben.

Das ist mir klar. Deshalb ja die andere Forderung.
Zweitwagen Zoe Q210 seit 06/15, gern Wechsel zu Ioniq wenn Gebrauchtmarkt vorhanden
Erstwagen 2018 neuer Benziner, weil auch nach 5 Jahren Suche keine brauchbaren BEV für diesen Zweck
Benutzeravatar
Karlsson
 
Beiträge: 13650
Registriert: Fr 15. Mär 2013, 13:41

Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

Beitragvon iOnier » Mo 27. Nov 2017, 02:29

Ich wollte halt ein Neufahrzeug - auch um mit der natürlich irgendwann nachlassenden Kapazität perspektivisch möglichst lang klarzukommen. Die ZOE war als Pendlerfahrzeug für eine Person mit nur gelegentlicher Mitnahme von 2-3 Fahrgästen im Grunde schon zu groß und neu für das gebotene an sich auch zu teuer, dann noch die Akkumiete oben drauf? Das hat für mich das "Nein" zur ZOE ausgemacht. Dass der unklare Ersatzteilpreis beim iOn ein Risiko darstellt war mir klar, aber Degradation kommt langsam, die Reichweite liegt zunächst sehr deutlich über dem, was ich täglich benötige und preisgünstige Reparaturen bei Defekten an einzelnen Zellen wurden schon vorgemacht. Alles unter einem Drilling (Twizy & Co) wäre mir wiederum zu klein und unbequem gewesen. Smart? Ohne echte Schnellladeoption und weniger Auto für mehr Geld ... so ist es dann der iOn geworden, trotz des Rests an Risiko, was den Akku angeht.
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/2015
Benutzeravatar
iOnier
 
Beiträge: 2277
Registriert: Mi 23. Dez 2015, 01:53

Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

Beitragvon Priusfahrer » Mo 27. Nov 2017, 10:30

Rudi L hat geschrieben:
Nur, daß bei einem 1o Jahre alten Verbrenner mit 150.000km ein Motorschaden selten auftritt. Auch ist die Leistung noch weitgehend da. Beim Elektroauto wissen wir es noch nicht genau, was der Akku nach 10 Jahren und 150.000km noch an Leistung hat.


Naja so ganz genau kann das niemand sagen. Aber erste Erfahrungen liegen bereits vor. Tesla Roadster oder diverse Hybride. Komplettausfälle von Akkus sind nach 10 Jahren bisher nicht bekannt. Eventuell durch Unfall aber das war es dann schon.

Wie hoch der Kapazitätsverlust ausfällt, ist abhängig von der Nutzung und wie sehr der Hersteller den Akku durch Software schont. Im Mittel rechne ich nicht damit, dass nach 10 Jahren deutlich weniger als 80% der ursprünglichen Kapazität nur noch zur Verfügung steht.

Kalendarisch sind die Akkus für 15-20 Jahre ausgelegt. Ein Akkutausch wird also im Normalfall nur dann nötig, wenn das Fahrzeug irgendwann ein "H" Kennzeichen bekommen soll :lol:

In den Köpfen sind immer noch die vergleichsweise kurzen Lebenszyklen der Handy und Laptopakkus drin. Diese Akkus werden auf Verschließ gefahren und überleben so oft nur 3-4 Jahre. Kurz zur Erklärung: Der Akkuverschleiß beginnt bei einer Zellspannung beim Laden bei etwa 4,1V. Handyakkus werden oft bis 4,3V hochgeladen. Beim Entladen geht es bis 2,5V runter. Bei Fahrzeugakkus wird spätestens bei 3V abgeschaltet. Daher ist auch die Nettokapazität entsprechend geringer, da nicht der ganze Kapazitätsbereich ausgenutzt wird. Bei Handys darf der Akku möglichst nix kosten. Deswegen werden die bis aufs Letzte ausgereizt. Manchmal schießen die Hersteller leicht übers Ziel hinaus und dann kann der schon mal in Flammen aufgehen.
Wer eher bremst fährt länger schnell (ohne nachzuladen)
Derzeit im Ioniq unterwegs.
Priusfahrer
 
Beiträge: 1334
Registriert: Mo 11. Jan 2016, 22:36

Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

Beitragvon Karlsson » Mo 27. Nov 2017, 11:18

Priusfahrer hat geschrieben:
Aber erste Erfahrungen liegen bereits vor. Tesla Roadster oder diverse Hybride. Komplettausfälle von Akkus sind nach 10 Jahren bisher nicht bekannt.

Mit Lithiumakkus passender Größe gibt es diese Langzeiterfahrungen noch nicht. Beim Hybrid gibt es auch Akkuausfällen, jedoch sind da die Kosten bekannt und irgendwo noch vertretbar.

Priusfahrer hat geschrieben:
Kalendarisch sind die Akkus für 15-20 Jahre ausgelegt. Ein Akkutausch wird also im Normalfall nur dann nötig, wenn das Fahrzeug irgendwann ein "H" Kennzeichen bekommen soll :lol:

Das ist bislang nur eine Behauptung. Wenn die Bande mit den Preisen für Ersatz nicht rüber kommt, dann warte ich halt noch die 15-20 Jahre, ob das wirklich so ist. Und selbst wenn 90% 20 Jahre halten sollten, heißt das noch längst nicht, dass der eigene dann darunter ist. Ne, die Halunken sollen endlich Preise für den Wechsel im Tausch sagen und die Preise jährlich anpassen. Das wäre Transparenz, die zum Umstieg bewegen kann.

@iOnier
Kann ich so nachvollziehen. Als Neufahrzeug ist der Zoe auch einfach teuer, erst recht inkl. Akkumiete. Aber zum einen wollte ich eben kein Neufahrzeug (wodurch die Gewährleistung auf den Akku auch entsprechend kürzer ist) und zum anderen kriegst Du den Zoe dann gebraucht auch für die Hälfte und dann sieht das anders aus.
Unnötig groß finde ich ihn auch. aber der alternative E-Up war 7,5 Jahre Akkumiete teurer bei weniger Reichweite, fehlender Wärmepumpe und fehlender 3P Ladung.
Zweitwagen Zoe Q210 seit 06/15, gern Wechsel zu Ioniq wenn Gebrauchtmarkt vorhanden
Erstwagen 2018 neuer Benziner, weil auch nach 5 Jahren Suche keine brauchbaren BEV für diesen Zweck
Benutzeravatar
Karlsson
 
Beiträge: 13650
Registriert: Fr 15. Mär 2013, 13:41

Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

Beitragvon iOnier » Mo 27. Nov 2017, 11:21

Jupp, der e-up war bei mir auch ganz schnell raus ...
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/2015
Benutzeravatar
iOnier
 
Beiträge: 2277
Registriert: Mi 23. Dez 2015, 01:53

Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

Beitragvon Rudi L » Mo 27. Nov 2017, 11:21

@Karlsson, Du bist zu wenig risikofreudig. ;)
Rudi L
 
Beiträge: 1769
Registriert: Do 12. Jan 2017, 16:17

Anzeige

VorherigeNächste

Zurück zu Allgemeine Themen

 
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: nr.21 und 3 Gäste