Warum das E-Auto in Deutschland scheitern muss ...

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Re: Warum das E-Auto in Deutschland scheitern muss ...

Beitragvon Langsam aber stetig » Do 30. Mär 2017, 17:31

Selbst wenn man die Ausführungen des Threaderstellers zur Ladeinfrastruktur einmal so stehen lässt, gibt es immer noch eine große Zahl von Verbrennern, die problemlos durch Elektroautos ersetzt werden können: Zweitwagen von Haushalten, die einen eigenen Stellplatz haben. Von den Kosten her ist es zwar momentan noch so, dass sich das finanziell nur bei relativ hohen Laufleistungen lohnt. Die relevante Laufleistung, ab der das Elektroauto günstiger ist, sinkt aber schnell ab - momentan vielleicht noch 20.000 km, aber in 5 Jahren werden es vielleicht nur noch 10.000 km sein.

Es können also ohne jegliche öffentliche Ladeinfrastruktur schon Millionen von Verbrennern durch Elektroautos ersetzt werden. Und in wenigen Jahren wird man dies auch an den Verkaufszahlen sehen. Und nochmal fünf Jahre später wird es auch den entsprechenden Gebrauchtwagenmarkt geben.

Von "Scheitern" würde ich selbst bei dieser als sehr pessimistisch angenommenen Entwicklung nicht sprechen.

Ich sehe die Zukunft recht positiv. Die einzige Sorte PKW, wo das Ersetzen noch etwas länger dauern wird, sind günstige Fahrzeuge, die fast ausschließlich für Langstrecken eingesetzt werden. Hier wird der Akku auf absehbare Zeit wegen der benötigten Größe noch zu teuer bleiben, und da Strom zu einem großen Teil von Schnellladern mit einem entsprechenden Preisaufschlag bezogen werden muss, sind die Betriebskosten auch nicht unbedingt niedriger als beim Verbrenner.
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Beitragvon Toumal » Do 30. Mär 2017, 17:45

Mich deucht der OP hat eine Agenda.
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Re: Warum das E-Auto in Deutschland scheitern muss ...

Beitragvon meikel66 » Do 30. Mär 2017, 23:21

Langsam aber stetig hat geschrieben:
Die relevante Laufleistung, ab der das Elektroauto günstiger ist, sinkt aber schnell ab - momentan vielleicht noch 20.000 km, aber in 5 Jahren werden es vielleicht nur noch 10.000 km sein.

Ich nehme sogar an, dass es schneller gehen wird. Wenn ab 2020 der Flottenverbrauch der Neuwagen auf 95 g CO2 pro km sinkt, dann muss ein Teil der Flotte zwangsläufig als Hybrid angeboten werden. Dadurch werden die Verbrenner teurer werden. Gleichzeitig dürften sich die Akkupreise weiter verbilligen, wenn die neuen großen Produktionsstätten durchstarten. Damit könnte der E-Wagen bald die günstigere Variante werden. Die Frage ist nur, reicht der Preisvorteil aus, um die verbrennungsverwöhnte Kundschaft auf E-Antrieb umzustimmen? Oder sind die Bedenken aufgrund vielfältiger Erfahrungen bezüglich der begrenzten Lebensdauer von Li-Ionen-Akkus (Handy, Schlepptop, Pedelec) und aufgrund der Zweifel bezüglich der Zuverlässigkeit einer neuen Technologie zu groß?
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Re: Warum das E-Auto in Deutschland scheitern muss ...

Beitragvon Basslo » Fr 31. Mär 2017, 07:41

Wir haben auch unseren Zweitwagen auf Elektro umgestellt. Daraufhin wurde der Erstwagen (Kombi Diesel) zum Zweitwagen und wird nur dann genommen wenn wir mehr transportieren müssen oder wirklich ne weite Strecke fahren, wo es mit dem Elektro zu aufwändig wäre.
In den ersten 3 Wochen wurden dann 600km mit dem Elektro gefahren und nur rund 100km mit dem Diesel.
Bei mir in der Arbeit höre ich schon sehr viele so reden dass das nächste Auto ein E-Auto wird, da viele davon ein Haus und mehrere Autos in der Garge haben.
BMW i3 BEV 60Ah BJ 4/2016
Photovoltaikanlage 6,7 kWp
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