VW und BMW investieren gemeinsam in Ladestationen (USA)

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Re: VW und BMW investieren gemeinsam in Ladestationen (USA)

Beitragvon Jack76 » Mo 26. Jan 2015, 10:56

Dani hat geschrieben:
...Wie schwer ist so ein Hochleistungsgleichrichter für 22kW? 20kg oder 40kg? Wieso soll jedes Auto sowas tausende von Kilometer "rumtragen"? Wäre es nicht viel besser gleich Gleichstrom zu laden und das Gewicht der Umwandler vor Ort lassen? Dafür lieber vor Ort Hocheffiziente Gleichrichter installieren.


Wie schwer? Der Brusa NLG6 wiegt lt. Hersteller 12Kg. Ein vergleichbares kleines wie bei VW und Co verwendetes 3,7KW Ladegerät nehmen wir mal vergleichsweise das Brusa NLG513 wiegt ca 6,5Kg.... Macht ein sackig schweres Mehrgewicht von ca. 6Kg und dafür macht der Lader dann 22KW statt nur 3,7.... Darüber müssen wir nicht wirklich diskutieren, oder?
Gleichstromladung wird da interessant, wo wir von echter Schnellladung sprechen, also definitiv über 25KW!
Zuletzt geändert von Jack76 am Mo 26. Jan 2015, 13:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: VW und BMW investieren gemeinsam in Ladestationen (USA)

Beitragvon Karlsson » Mo 26. Jan 2015, 13:26

e-lectrified hat geschrieben:
Der blanke Pessimismus! Wenn wir mal Teslas Roadster als Startmarke in die Elektroauto-Neuzeit sehen: wie viel Zeit ist da vergangen bis zum ersten langstreckentauglichen Fahrzeug? Richtig, gerade mal vier Jahre (Model S). Dass es nicht schneller geht, liegt nicht daran, dass es nicht möglich wäre, sondern schlichtweg daran, dass künstlich gebremst wird.

Und wie viele Jahre vergehen noch, bis das erste Modell für Normalverdiener zu uns kommt?
Wohl eher Realismus.

e-lectrified hat geschrieben:
Also zunächst einmal hat der Laternenparker mit der Wohnung im 3.Stock immer noch Optionen:
1. Am Arbeitsplatz tanken

Schön für den, der es kann. Werden nur leider die wenigsten sein. Ich zb nicht.

e-lectrified hat geschrieben:
2. Kostenlose Möglichkeiten der lokalen Stadtwerke nutzen
...
4. Kostenpflichtige Lademöglichkeiten in der Umgebung nutzen

Ist gür mich ein Punkt, der sich nur in den Kosten unterscheidet.
Umgebung heißt für mich zb 4km Entfernung. Das ist doch wohl ein schlechter Witz.


e-lectrified hat geschrieben:
3. eine Garage anmieten mit Stromanschluss

Theoretiker :lol: :lol:
Viele sind froh, wenn sie für Preise zwischen 50 und 100 Euro im Monat überhaupt eine Garage kriegen, die nicht mehr als nen Kilometer weg ist. Strom ist da dann aber noch lange nicht.



e-lectrified hat geschrieben:
5. Insbesondere Schnellladesäulen nutzen

Schnell ist auch mit Chademo noch ziemlich langsam. Wie gewohnt tanken gehen ist da wohl kaum praxistauglich. Zumal nach der zu langen Wartezeit auch noch eine lächerliche Reichweite im Akku ist.
Beim Tesla würde ich das ja noch akzeptieren. Dann warte ich halt eine 3/4 Stunde und versuche da was sinnvolles zu unternehmen, hab dann aber auch wieder 350km real im Akku. Einen Supercharger hätte ich hier sogar in nicht sooo großer Entfernung. Wenn ich im Lotto Gewinne, kaufe ich den Wagen, selbst wenn mein Vermieter mir das Laden daheim nicht gestattet.
Aber da habe ich keine Lust mit einem Chademo oder CCS Fahrzeug drauf.

e-lectrified hat geschrieben:
Natürlich trifft es viele auch blöd, aber es reicht nur eine der vorgenannten Optionen und dann ist Strom tanken 1000 mal praktischer als Tanken an der Tankstelle.

Nein, ist es nicht. Es ist nur genauso praktisch wie heute, wenn ich den Wagen jeden Tag an den Stecker daheim hänge statt alle 2-3 Wochen mal 5 Minuten an der Tanke zu verbringen.
Und auch dann nur für den alltäglichen Verkehr und nicht für Langstrecken.

e-lectrified hat geschrieben:
ich gehe jede Wette ein, dass ein gebrauchter Drilling jetzt schon günstiger gefahren werden kann als ein vergleichbarer Diesel - es kommt eben nur auf die Kilometerleistung an.

Es kommt drauf an, wie lange der Akku mitmacht. Bei der hässlichen Klapperkiste kostet der Akku deutlich über 10.000€. Das ist deutlich mehr als ich in 8 Jahren auf 160.000km für Diesel ausgegeben habe.
Dazu ist der Wagen nicht nur hässlich wie die Nacht, sondern mir fürs Gebotene immer noch zu teuer. Die Reichweite ist dürftig und das Chademo Netz dermaßen dünn, dass an größere Entfernungen absolut nicht zu denken ist.

e-lectrified hat geschrieben:
Bullshit. Auf Yotube zu sehen ist ein Otto-Normalverbraucher mit Kind und Kegel, normaler Arbeiter, nicht irgendwie extrem besser ausgestattet als andere, aber halt einfach mal interessiert, ob das Konzept aufgeht: https://www.youtube.com/channel/UCdHkV8 ... 5T28FtgHHw . UND ES GEHT für ihn auf schon seit 12 Monaten!

Es gibt auch Leute, die ganz ohne Auto auskommen. Ja und?


e-lectrified hat geschrieben:
Übrigens: deinen Horror hat er zweimal spaßeshalber auch mal über sich ergehen lassen und ist kurz vor zu Hause liegen geblieben - er lacht herzlich darüber,

Ja, viel Spass dabei, wenn Du das auch tust. Ich brauche das nicht.


e-lectrified hat geschrieben:
Der Zoe wäre es mit Kaufakku auch schon, sogar für dich (jetzt keinen Rückzieher, hast du hier selbst zugegeben ).

Ja, das wäre mit Kaufakku ein richtig schöner ZWEITWAGEN neben einem Diesel oder PHEV.
Als alleiniges Fahrzeug völlig indiskutabel für mich. Sowohl von der Größe, wie auch von der Fernreisetauglichkeit. Und auch als Zweitwagen nur wenn mein Vermieter noch der Ladung daheim zustimmt (ich bin einer der wenigen in der Stadt mit Parkplatz vorm Haus) oder wir ins Eigenheim vor den Toren der Stadt umziehen.

Jack76 hat geschrieben:
Wie schwer? Brusa NLG6 wiegt lt. Hersteller 12Kg. Ein vergleichbares kleines wie bei VW und Co verwendetes 3,7KW Ladegerät nehmen wir mal vergleichsweise das Brusa NLG513 wiegt ca 6,5Kg.... Macht ein sackig schweres Mehrgewicht von ca. 6Kg und dafür macht der Lader dann 22KW statt nur 3,7.... Darüber müssen wir nicht wirklich diskutieren, oder?

Solange wir diese miese DC Abdeckung haben, wäre das eigentlich ein Pflichtextra, was man leider in keiner Aufpreisliste außer beim Tesla S findet.
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Re: VW und BMW investieren gemeinsam in Ladestationen (USA)

Beitragvon e-lectrified » Mo 26. Jan 2015, 18:37

Keepout hat geschrieben:
Dannach stell dir vor, du trägst diese fünf Punkte hunderten von Familienvätern und -müttern, die kaum über die Runden kommen, vor. Die haben komplett andere Sorgen. Und von denen gibt es jeden Monat ein paar mehr.


Klar, nur da ist die Frage, ob die sich überhaupt ein Auto leisten werden, wenn du schon von komplett anderen Sorgen sprichst! Das Elektroauto wird sicher mittelfristig nichts für den Fahranfänger, der seine ersten Schritte mit irgendeiner Mühle lernen soll, für Menschen am Rande des Existenzminimums. Im Prinzip für die meisten, die kaum mehr als einen kleinen vierstelligen Betrag für ein Auto auf der hohen Kante haben.
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Re: VW und BMW investieren gemeinsam in Ladestationen (USA)

Beitragvon e-lectrified » Mo 26. Jan 2015, 19:25

Karlsson hat geschrieben:
Und wie viele Jahre vergehen noch, bis das erste Modell für Normalverdiener zu uns kommt?
Wohl eher Realismus.


Was ist ein Normalverdiener? Wenn du Realismus in Reinform betreibst, dann sieht der Normalverdiener so aus:

https://www.youtube.com/watch?v=30ifeJZSQ64#t=22m09s

Karlsson hat geschrieben:
Schön für den, der es kann. Werden nur leider die wenigsten sein. Ich zb nicht.


Das wird der Zeitgeist mitbringen. Aktuell ist es für den Arbeitgeber noch nicht in jedem Fall bedeutsam, aber es wird immer mehr kommen.

Karlsson hat geschrieben:
Ist gür mich ein Punkt, der sich nur in den Kosten unterscheidet.
Umgebung heißt für mich zb 4km Entfernung. Das ist doch wohl ein schlechter Witz.


Das ist aktuell noch etwas viel, aber auch das wird sich ändern.

Karlsson hat geschrieben:
Viele sind froh, wenn sie für Preise zwischen 50 und 100 Euro im Monat überhaupt eine Garage kriegen, die nicht mehr als nen Kilometer weg ist. Strom ist da dann aber noch lange nicht.


Auch das wird sich ändern. Dann wird der Vermieter eine Garage ohne Strom nicht los.

Karlsson hat geschrieben:
Schnell ist auch mit Chademo noch ziemlich langsam. Wie gewohnt tanken gehen ist da wohl kaum praxistauglich. Zumal nach der zu langen Wartezeit auch noch eine lächerliche Reichweite im Akku ist.


Wieder der blanke Pessimismus. Ich habe vor, wenn endlich die Chademo-Säule in Pforzheim errichtet ist, dort öfter mal vorbeizuschauen und zu tanken. 30 Minuten kann ich auch mit produktiver Arbeit verbringen, wenn dir das schon sinnlos erscheint. Mit etwas Abwägung schaffe ich das dann vielleicht sogar so, dass ich dort jeden zweiten Tag nachtanke (60km/Tag an Fahrtstrecke insgesamt).

Karlsson hat geschrieben:
und versuche da was sinnvolles zu unternehmen,


Also sorry, aber 30 Minuten etwas Sinnvolles zu unternehmen sollte eigentlich selbst einem Kleinkind möglich sein, ein Erwachsener kann hier Dinge erledigen, die er den Tag über nicht schafft, weil schlichtweg die Zeit fehlt. Thomsen nennt seinen Stapel interessanter Dinge "To do when time" - da grabbelt er rein, wenn er Zeit hat und lässt sich zu neuen Taten inspirieren. Es kann aber auch was ganz Banales sein, wozu vielleicht den Tag über keine Zeit war: Zeitung raus, etwas für den morgigen Arbeitstag vorbereiten, uvm . Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und manchmal dürfte es beim Laden sogar ruhiger sein als zu Hause...

Karlsson hat geschrieben:
Aber da habe ich keine Lust mit einem Chademo oder CCS Fahrzeug drauf.


Keine Lust ist aber subjektiv. Die Frage ist, ob es möglich und machbar ist. Ich hatte auch keine Lust auf Ölwechsel bei den damaligen Verbrennern und trotzdem musste das eben in bestimmten Intervallen sein.

Karlsson hat geschrieben:
Nein, ist es nicht. Es ist nur genauso praktisch wie heute, wenn ich den Wagen jeden Tag an den Stecker daheim hänge statt alle 2-3 Wochen mal 5 Minuten an der Tanke zu verbringen.


Ich habe zuletzt ein Gas-Fahrzeug gefahren. Da war wöchentliches Tanken Pflicht. Und ich sage dir eins: 5 Minuten waren hier eine absolute Ausnahme. Nach Feierabend (und da habe ich i.d.R. am meisten Zeit) musst du mit 15 Minuten mindestens rechnen. Warum? Richtig, weil alle nach Feierabend tanken wollen.

Karlsson hat geschrieben:
Es kommt drauf an, wie lange der Akku mitmacht.


Beim Diesel hängt es von viel mehr Teilen ab - das Argument gilt nicht.

Karlsson hat geschrieben:
Bei der hässlichen Klapperkiste


Also bitte. Etwas mehr Sachlichkeit. Was fährst du doch gleich? Einen Corsa? Dass dieser kein Verarbeitungswunder ist, sollte auch dir klar sein. Da über einen Japaner zu schimpfen, ist doch etwas arg gewagt.

Karlsson hat geschrieben:
Dazu ist der Wagen nicht nur hässlich wie die Nacht, sondern mir fürs Gebotene immer noch zu teuer. Die Reichweite ist dürftig und das Chademo Netz dermaßen dünn, dass an größere Entfernungen absolut nicht zu denken ist.


Ich lese zweimal hässlich - gehen dir etwa die Argumente aus? Die Frage ist, ob die Reichweite für den alltäglichen Verkehr ausreichen. Bei dir ist dem nicht so, aber für den, für den es ausreicht, ist das Fahrzeug eine Goldgrube.

Karlsson hat geschrieben:
Ja, viel Spass dabei, wenn Du das auch tust. Ich brauche das nicht.


Der Witz ist ja, dass das nicht passiert, wenn man gut plant. Er hat es halt darauf ankommen lassen.

Karlsson hat geschrieben:
Als alleiniges Fahrzeug völlig indiskutabel für mich. Sowohl von der Größe, wie auch von der Fernreisetauglichkeit.


Warten wir es mal ab... irgendwann siegt die Emotion, ein Elektroauto zu fahren über die Rationalität und das ist dann der Punkt, an dem du endlich in der elektromobilen Welt angekommen bist.
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Re: VW und BMW investieren gemeinsam in Ladestationen (USA)

Beitragvon Pontijack 60 » Mo 26. Jan 2015, 20:38

e-lectrified hat geschrieben:
Karlsson hat geschrieben:Auch bei 2 Euro/l sind 5 Liter Diesel nicht teurer als 18kWh zu 30 Cent + Akkumiete, der Diesel ist in der Anschaffung billiger und in der Handhabung unkomplizierter (Stichwort Laternenparker mit Wohnung im 3. Stock).

@Karlsson, das ist eine Milchmädchenschätzung... :shock:

Habe genaue Vergleichswerte zwischen einem Saab 9,3 Diesel und dem Renault Fluence (schon mehrmals im Forum gepostet):

Neuester Stand:
Saab Betriebskosten: Haftpflichtversicherung ca. Bonusstufe 3 und Diesel ergeben Kosten je Km 17,49 Ct
Fluence BK: Kaskoversicherung, Akkumiete 95,26 + Verbrauch Ökostrom ergeben Kosten je Km 18,45 Ct

In den BK sind auch HU, div. Vignetten und Verschleißreparaturen enthalten.

Man beachte: Saab hat nur Haftpflicht, Fluence aber Kasko mit 500.-€ Selbstbehalt und Ökostrom und Akkumiete!! In ein paar Wochen werden wir unseren Tipping Point erreichen und die Fluse wird billiger sein als der Saab. :mrgreen: Hat mich selber eigentlich am meisten überrascht, weil ich niemals mit so einem Ergebnis gerechnet hätte. :lol:

Dass BMW und VW zuerst in den Staaten Ladestationen aufbauen finde ich eine Sauerei, denn die staatliche Milliarden Unterstützung vor ein paar Jahren hat ja wohl der Deutsche Steuerzahler lukriert und nicht die Amis :twisted: wenn schon dann hätte man auch parallel in Deutschland anfangen können zu bauen. :evil:

Jack
Ein gewissenhafter Straßenkehrer kann dem Menschen mehr nützen als ein schlechter Arzt.
Fluence seit 10.07.2014 und sehr zufrieden :) Betriebskosten per Km ca. 19 ct. :lol:
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Re: VW und BMW investieren gemeinsam in Ladestationen (USA)

Beitragvon Karlsson » Mo 26. Jan 2015, 21:30

e-lectrified hat geschrieben:
Was ist ein Normalverdiener?

Google spuckte mir da gerade ca 35.000€ brutto als deutschen Durchschnitt aus.

Ein Auto im Rahmen der eigenen Möglichkeiten sollte - sag ich mal - nicht mehr als 3-5 Monatsgehälter kosten wenn das Fahrzeug noch für viele Jahre gut (also vielleicht bis 2 Jahre alt) ist. Also so 14.500€ sollte das nicht überschreiten.
Dafür kriegt man zb einen noch recht neu aussehenden Focus Kombi mit unter 30tkm und Diesel für. Bei allem über 5 Monatslöhnen würde ich mich fragen, ob das nicht eigentlich über den eigenen Verhältnissen liegt.

Was kauft der Familienvater denn schönes elektrisches für die Familie für dieses Geld?

e-lectrified hat geschrieben:
Das wird der Zeitgeist mitbringen. Aktuell ist es für den Arbeitgeber noch nicht in jedem Fall bedeutsam, aber es wird immer mehr kommen.

Wenn es so weit ist, kann man das ja einkalkulieren. Zur Zeit kann man das nicht. Nach Deiner verlinkten Videopassage muss man ja eher fürchten, dass man überhaupt Geld für was zu Essen für seine Arbeit bekommt und da nicht mit Lademöglichkeiten ankommen braucht.

e-lectrified hat geschrieben:
Das ist aktuell noch etwas viel, aber auch das wird sich ändern.

Das ist nicht nur etwas viel Strecke entfernt, sondern hier leben im nicht so großen Radius auch noch ein paar Hunderttausend andere Menschen. Das ist schlichtweg auch zu unzuverlässug als einzige Lademöglichkeit.

e-lectrified hat geschrieben:
Auch das wird sich ändern. Dann wird der Vermieter eine Garage ohne Strom nicht los.

Jetzt träumst Du schon wieder. Um die Garagen reißen sich die Leute und es werden Spitzenpreise bezahlt. Wo meine Frau früher wohnte konnte man abends stets 15 Minuten um den Block fahren, bevor man was gefunden hat. Und das war dann noch oft in zweiter Reihe.
Vergiss es in dieser Situation einfach. Das E-Auto ist heute was für die Gutsituierten mit Eigenheim. Auch wenn ein paar Freaks meinen, dass das ja alles nicht so schlimm wäre - die Masse lässt sich so nicht gewinnen.

e-lectrified hat geschrieben:
Wieder der blanke Pessimismus. Ich habe vor, wenn endlich die Chademo-Säule in Pforzheim errichtet ist, dort öfter mal vorbeizuschauen und zu tanken. 30 Minuten kann ich auch mit produktiver Arbeit verbringen, wenn dir das schon sinnlos erscheint.

Ach, kümmerst Du Dich da dann schon mal um den Haushalt? :lol:

e-lectrified hat geschrieben:
Also sorry, aber 30 Minuten etwas Sinnvolles zu unternehmen sollte eigentlich selbst einem Kleinkind möglich sein, ein Erwachsener kann hier Dinge erledigen, die er den Tag über nicht schafft, weil schlichtweg die Zeit fehlt. Thomsen nennt seinen Stapel interessanter Dinge "To do when time" - da grabbelt er rein, wenn er Zeit hat und lässt sich zu neuen Taten inspirieren.

Hm, der holt dann das Bügelbrett aus dem Kofferraum und hat sich ein paar schmutzige Teller in einer Plastikwanne mitgenommen und in einer weiteren das Wasser mit Spüli...
Und er mäht dann den Rasen um die Ladesäule herum :lol:

e-lectrified hat geschrieben:
Keine Lust ist aber subjektiv. Die Frage ist, ob es möglich und machbar ist. Ich hatte auch keine Lust auf Ölwechsel bei den damaligen Verbrennern und trotzdem musste das eben in bestimmten Intervallen sein.

Und auch jetzt muss Dein Auto wieder von Zeit zu Zeit in die Werkstatt zur Wartung und Du siehst genauso wenig vom Ölwechsel wie vorher auch.


e-lectrified hat geschrieben:
Ich habe zuletzt ein Gas-Fahrzeug gefahren. Da war wöchentliches Tanken Pflicht. Und ich sage dir eins: 5 Minuten waren hier eine absolute Ausnahme. Nach Feierabend (und da habe ich i.d.R. am meisten Zeit) musst du mit 15 Minuten mindestens rechnen. Warum? Richtig, weil alle nach Feierabend tanken wollen.

Na da hast Du ja schon den Fehler selbst erkannt. Warum machst Du so nen Quatsch, siehst es aber als selbstverständlich an, dass mit dem E-Auto geschlichen werden muss, um noch anzukommen? Es zwingt Dich doch keiner, zur Stoßzeit zu tanken. Auf einem Weg zur Arbeit und zurück komme ich an 8 Tankstellen auf 16 Kilometern vorbei.
Wenn ich nur zur Arbeit fahre, reicht der Tank 7,5 Wochen und ich fahre an 300 Tankstellen vorbei, die oft auch einfach leer sind und meist 10 Säulen haben, die von Autos meist ca 5 Minuten inkl Bezahlvorgang blockiert werden.
Könnte es sein, dass Du mit zweierlei Maß misst?

e-lectrified hat geschrieben:
Beim Diesel hängt es von viel mehr Teilen ab - das Argument gilt nicht.

Und wie das Argument gilt. Macht der schlapp, ist das ein Totalschaden.
Das muss nicht sein, bei anderen Fahrzeugen sind größere Akkus deutlich billiger.

e-lectrified hat geschrieben:
Also bitte. Etwas mehr Sachlichkeit. Was fährst du doch gleich? Einen Corsa? Dass dieser kein Verarbeitungswunder ist, sollte auch dir klar sein. Da über einen Japaner zu schimpfen, ist doch etwas arg gewagt.

Hast Du wirklich schon mal eine Runde im i-Miev gedreht? Das ist ne billige Klapperkiste, vom Corsa weit entfernt und von der Optik her sowieso.

e-lectrified hat geschrieben:
Ich lese zweimal hässlich - gehen dir etwa die Argumente aus? Die Frage ist, ob die Reichweite für den alltäglichen Verkehr ausreichen. Bei dir ist dem nicht so, aber für den, für den es ausreicht, ist das Fahrzeug eine Goldgrube.

Warum nicht gleich ein Mopedauto von Mega oder nen Krankenrollstuhl? Willst Du darüber jetzt ernsthaft diskutieren?
Wenn die Möglichkeiten so toll sind, nenne mir doch ein anderes Modell, was nicht so beknackt aussieht, nicht so billig verarbeitet ist, nicht eine so schlechte Reichweite hat und nicht an AC nur Schnarchladen kann.
Wenn das schon den Anspruch hat, als alleiniges Auto zu taugen, ist 22kW AC Ladung ja wohl Pflicht.

e-lectrified hat geschrieben:
Warten wir es mal ab... irgendwann siegt die Emotion, ein Elektroauto zu fahren über die Rationalität und das ist dann der Punkt, an dem du endlich in der elektromobilen Welt angekommen bist.

Mit Emotionen wird der Akku auch nicht unter der Laterne voll und die Strecken werden auch nicht kürzer.
Wie wäre es denn, wenn die Elektroautos stattdessen mit vernünftigen Reichweiten,Lademöglichkeiten und Preisen im realen Leben der normalen Menschen ankämen?
Zum Ampera gabs mal nen Werbespruch "verändert die Welt, nicht den Alltag".

Ist alles denkbar in einigen Jahren - aber nur mit mehr Reichweite, geringeren Preisen und besserer Infrastruktur. Bis dahin bleiben es in erster Linie Zweitwagen für betuchte technikverliebte oder idealistische Eigenheimbesitzer.

Pontijack 60 hat geschrieben:
@Karlsson, das ist eine Milchmädchenschätzung... :shock:
Habe genaue Vergleichswerte zwischen einem Saab 9,3 Diesel und dem Renault Fluence (schon mehrmals im Forum gepostet):
Neuester Stand:
Saab Betriebskosten: Haftpflichtversicherung ca. Bonusstufe 3 und Diesel ergeben Kosten je Km 17,49 Ct
Fluence BK: Kaskoversicherung, Akkumiete 95,26 + Verbrauch Ökostrom ergeben Kosten je Km 18,45 Ct

Corsa 1.7CDTI (101 PS, 240Nm): Haftpflicht + Teilkasko + Diesel ergab Kosten von 9,28 Cent/km in 2014 (14.780km).

Damit es keine Milchmädchenrechnung wird, rechne bitte ALLE Kosten zusammen. Seit Kauf des Wagen liege ich bei pessimitischer Restwertabschätzung unter 20 Cent/km. Da ist auch parken, waschen, eine neue Tür nach Fahrerflucht, ein Diebstahlschaden, alle Reparaturen, Reifen, Fahrradträger, AHK, Dachgepäckträger, Lackpflege, Fussmatten, Bussgelder.... also ich schreibe wirklich JEDEN Cent auf.
Und was beim E-Auto heute wohl am meisten reinhauen wird - der Wertverlust.
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Re: VW und BMW investieren gemeinsam in Ladestationen (USA)

Beitragvon dibu » Mo 26. Jan 2015, 21:44

Manchmal habe ich das Gefühl, Karlsson sollte Mathematiker werden: :Ironie an: Beweis mit vollständiger Induktion (Schluss von Eins auf Unendlich). Ich beweise, dass 1 Auto weniger als 10 Cent pro km kostet, also kosten alle Autos weniger als 10 Cent... :Ironie aus:

Es ist doch eher so, dass jedes Auto individuelle Kosten verursacht und nur über eine große Menge ein Mittelwert gebildet werden kann. Ich find's müßig, immer wieder zu diskutieren, dass "mein Auto" super billig / super teuer / oder irgendwas ist. Ich habe in meinem Leben zig Autos und Motorräder besessen und manche waren billig, manche teuer, manche so Durchschnitt. Das hat auch mit Glück und Pech und solchen Dingen zu tun. Oder mit Perfektionismus (wenn ich ein Auto ganz doll mag, lasse ich jeden Kratzer durch Neulackieren des ganzen Wagens ausbessern, oder so).

Ich jedenfalls warte mit den Aussagen, ob ein Elektroauto billig oder teuer ist, ein paar Jahre ab, bis es genügend Zahlen dazu gibt.

Ahem. Sorry :back to topic:
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Re: VW und BMW investieren gemeinsam in Ladestationen (USA)

Beitragvon Karlsson » Mo 26. Jan 2015, 21:55

Pontijack 60 hat geschrieben:
In ein paar Wochen werden wir unseren Tipping Point erreichen und die Fluse wird billiger sein als der Saab. :mrgreen:

Ich hab mit dem auch schon geliebäugelt, mir haben aber verschiedene Leute aus dem Forum (seit längerem E-Fahrer) unabhängig voneinander von dem Wagen abgeraten, weil die Reichweite so schlecht ist, der Akku schnell altert, Renault dann mit Austausch zickt und es auch keine Schnellladung gibt. Dazu kommt beim Zoe wenigstens die Akkumiete für einen größeren Akku billiger und größere Reichweite und Schnelladung gibts on top. Er sieht mit den Preisen ja schon verlockend aus, aber ich denke, dass das zusätzliche Geld für einen Zoe da vielleicht doch ganz gut investiert ist.

Vielleicht kaufe ich den auch doch noch mit Akkumiete, momentan lassen es halt die Umstände noch nicht zu. Sonst wäre ich vielleicht schon schwach geworden, wo die Preise so runter sind. Mit Kaufakku würde mir das aber schon noch deutlich leichter fallen.
Ich würde da auch nicht ausschließen, dass es noch E-Up oder Leaf werden, wenn deren Gebrauchtpreise fallen und Renault noch immer keinen Akkukauf anbietet (Vorstellung 6000 minus 1000 pro Jahr ab EZ. Neukauf scheidet aus).

dibu hat geschrieben:
Manchmal habe ich das Gefühl, Karlsson sollte Mathematiker werden: :Ironie an: Beweis mit vollständiger Induktion (Schluss von Eins auf Unendlich). Ich beweise, dass 1 Auto weniger als 10 Cent pro km kostet, also kosten alle Autos weniger als 10 Cent... :Ironie aus:

Ich verdiene tatsächlich mit Rechnen mein Geld und bin damit doch recht erfolgreich 8-)

dibu hat geschrieben:
Ich jedenfalls warte mit den Aussagen, ob ein Elektroauto billig oder teuer ist, ein paar Jahre ab, bis es genügend Zahlen dazu gibt.

Für eine Abschätzung reicht es doch schon. Man sieht ja schon, wie brutal der Wertverlust reinhaut. Und die Kosten für Reparaturen, die nichts mit dem Motor zu tun haben, nehme ich mal als gleich zum konventionellen Auto an - da hab ich reichlich Erfahrungswerte. Also Reparaturen an Achsaufhängung, Leuchten, Klimaanlage, Leuchtmittel... ist ja nicht so, dass es sich alles nur um den Motor drehen würde.

Aber mein Gedanke ist ja der Ansatz, dass der Wertverlust am meisten reinhaut und was ein Auto schon verloren hat, kann es später nicht mehr verlieren.
Von daher komme da wohl jetzt zunehmend Fahrzeuge auf den Gebrauchtmarkt, wo das nicht mehr ganz so schlimm aussieht.
Ich hab nicht den Anspruch, billiger zu fahren als bisher.
Nur die rosarote Sonnenbrille setze ich mir nicht auf.
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Re: VW und BMW investieren gemeinsam in Ladestationen (USA)

Beitragvon Solarstromer » Mo 26. Jan 2015, 22:06

Pontijack 60 hat geschrieben:
Dass BMW und VW zuerst in den Staaten Ladestationen aufbauen finde ich eine Sauerei, ...


Wie kommst du denn darauf? SLAM mit rund 400 Schnellladesäulen in Deutschland, an denen BMW/VW beteiligt sind, befindet sich doch schon längst in der Planungsphase. Da dürfte es zur Ausschreibung/Auftragsvergabe/Ausführung nicht mehr weit sein.
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Re: VW und BMW investieren gemeinsam in Ladestationen (USA)

Beitragvon Adrian » Mo 26. Jan 2015, 22:29

Ist doch klar, USA ist ein rießiger Markt. 6.000 i3 in 8 Monaten, können gute 15.000 werden 2015.
Finde leider keine aktuelle Map, vor ein paar Monaten waren es aber gerade mal 15 CCS Lader vs. 1300 CHadeMO, da müssen sie ja was tun...
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