Von 32 Autobauern überleben in Zukunft nur sechs

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Re: Von 32 Autobauern überleben in Zukunft nur sechs

Beitragvon PowerTower » Mo 22. Dez 2014, 06:45

Es würde ja schon helfen wenn man bei Gewinnspielen mit einem breiten Publikum (z.B. Schlag den Raab) nicht ständig 30.000+ Euro Verbrenner zum verschenken auf den Präsentierteller legt, sondern stattdessen einfach mal einen modernen Stromer anbietet. Da das letzte Auto ein Qashqai war, wäre ein aktueller Leaf denkbar. Oder vielleicht auch was anderes, aber hauptsache man zeigt den Leuten mal, dass es eine interessante Welt ganz ohne Hubraum gibt.

Um Toyota mache ich mir keine Sorgen. Mit dem iQ EV - den es leider hier nicht zu kaufen gab - haben Sie ja gezeigt, dass sie prinzipiell wissen wie E-Mobilität geht. In Japan wurde der soweit mir bekannt sogar verkauft als eQ. Dazu kommt noch der Plug-In Prius und in Zukunft vielleicht auch ein Plug-In Auris / Yaris. Der Kurs stimmt schon ansatzweise.

Es gibt aber noch genug Autobauer, die bisher ein vollkommen unelektrifiziertes Programm haben. Seat und Skoda werden über kurz oder lang von VW versorgt, aber was ist z.B. mit Alfa Romeo? Das sind zugegeben die PMF (analog zum PMT, also der Poor Mans Ferrari :) ), da ist weit und breit nichts zu sehen. Kein Prototyp, keine Ankündigungen. Möglich, dass das am Misserfolg des elektrischen Fiat 500 liegt. Aber wer so ein Auto für 32.000 US-$ anbietet und dann noch zu verstehen gibt, dass jeder verkaufte elektrischer 500er 14.000 US-$ Verlust für den Konzern bedeutet, der darf sich durchaus hinterfragen was denn die anderen Konzerne besser machen.

Es kann natürlich sein, dass gerade die kleineren Hersteller erst dann auf den Zug aufspringen werden, wenn sie die passenden Stückzahlen sehen, so dass ein möglichst geringes Risiko besteht. Vorher überlassen sie die Arbeit den finanzkräftigen Herstellern, die solche Investitionen eher verkraften können. Und es werden neue Mitspieler auftauchen, z.B. DHL mit dem StreetScooter oder auch das britische Unternehmen Lightning mit dem GT - der wäre glatt geeignet für einen zukünftigen Bond Film.
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Re: Von 32 Autobauern überleben in Zukunft nur sechs

Beitragvon eDEVIL » Mo 22. Dez 2014, 09:03

Für den Fiat-Konzern sehe ich schwarz, wenn da nicht bald ein 180° Wende kommt. Bei der Amrke Alfa geht man ja eher wieder zu Heckantrieb und den sportlichen Urtugenden.

Der 500er ist wohl das beliebteste Umrüstauto. Warum der Konern selbst dieses Image nicht massiv nutzt, ist unklar.
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Re: Von 32 Autobauern überleben in Zukunft nur sechs

Beitragvon e-lectrified » Mo 22. Dez 2014, 12:49

Damit gleich der richtige Eindruck von der Elektromobilität entsteht, sollten bei diesen Gewinnspielen 60 kWh Model S angeboten werden. Damit könnte man dann auch gleich der Reichweitenangst entgegenwirken.

Ich denke aber, dass das vor allem einen Grund hat: die klassische Verbrenner-Lobby macht noch am meisten Geld mit den Verbrennern und kann deswegen auch welche zu Werbezwecken für Gewinnspiele entbehren (wenn man bedenkt, was ein Werbeblock im Fernsehen sonst kostet, ist so ein Verbrenner über eine ganze Show hinweg geradezu ein Schnäppchen). Bei Elektroautos machen sie wahrscheinlich oft sogar ein Minus und natürlich will die deutsche Lobby auf gar keinen Fall, dass Elektromobilität irgendwie populär wird. Stellt euch mal vor, der Raab heizt im E-Auto über eine Rennstrecke - da verschlägt es sogar dem konservativsten CSU-Wähler noch die Sprache.

Und Tesla selbst macht ja keine Werbung - ich denke die würden auch nicht zu solchen Zwecken ein Model S "verschenken". Vielleicht müsste man Musk aber mal fragen, ob er denn welche verleihen würde für die Show selbst - das wär doch mal ein Knaller. Alle würden sich fragen: "Was ist denn das für ein geiles Auto? Der Raab ist da voll abgegangen mit und das hat keine Geräusche gemacht..."
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Re: Von 32 Autobauern überleben in Zukunft nur sechs

Beitragvon TeeKay » Mo 22. Dez 2014, 13:51

PowerTower hat geschrieben:
Es würde ja schon helfen wenn man bei Gewinnspielen mit einem breiten Publikum (z.B. Schlag den Raab) nicht ständig 30.000+ Euro Verbrenner zum verschenken auf den Präsentierteller legt, sondern stattdessen einfach mal einen modernen Stromer anbietet.

Mein Unternehmen finanziert gerade Werbung samt Gewinnspiel für ein hochpreisiges Fahrzeug in Zusammenarbeit mit zwei anderen Partnern. Dabei schlug ich auch vor, einen Tesla zu nehmen. Das Problem dabei ist der Preis. Elektroautos kosten wirklich soviel, wie auf dem Schild steht. Verbrenner nicht.

Ziel ist es natürlich, durch einen besonders teuer wirkenden Gewinn maximale Aufmerksamkeit zu erzeugen. Im aktuellen Fall kostet der Verbrenner real 20% weniger, als er laut Liste kosten müsste. Bei gegebenem Budget kann also mit einem viel höheren Wert des Autos geworben werden, als letztendlich in Cash fließen muss, um den Gewinnspiel-Preis zu kaufen. Logisch, dass die Beteiligten nicht so begeistert sind, wenn dann ein EV verlost werden soll.

Weiterhin gelten Elektroautos als exotisch und es besteht das Risiko, dass ein beworbenes Elektroauto weniger Menschen zur Teilnahme am Gewinnspiel motiviert als ein Verbrenner.

Und zu guter letzt dürften die Preise bei Fernsehsendungen in der Regel gesponsert sein. Es wird also verlost, was der Sponsor auf die Bühne stellt.

Es sind also rational und ökonomisch begründbare Argumente, die gegen die Verlosung von Elektroautos sprechen.
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Re: Von 32 Autobauern überleben in Zukunft nur sechs

Beitragvon Elektrolurch » Mo 22. Dez 2014, 16:31

Gegen eine Verlosung vielleicht, aber was spricht dagegen, z.B. bei Raab in der Show in allen Autorenn- oder -geschicklichkeitsspielen mal zur Abwechslung EV einzusetzen? Bin sicher, dass eine Bemerkung von Raab wie "Mann geht der ab!" ziemlich viele Zuschauer aufhorchen lassen würde.
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Re: Von 32 Autobauern überleben in Zukunft nur sechs

Beitragvon PowerTower » Mo 22. Dez 2014, 17:39

Zumindest fährt er ab und zu mit Segway durch die Halle. Darauf kann man aufbauen. :lol:
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