Verkaufszahlen 2014 USA und DE

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Re: Verkaufszahlen 2014 USA und DE

Beitragvon e-lectrified » Di 30. Dez 2014, 17:52

Maverick78 hat geschrieben:
Der Vergleich hinkt etwas wenn man bedenkt das in den USA 318 Mio Menschen leben und in DE nur 80 Mio. Also auch ~4x so viele potentielle Käufer. Da finde ich es eigentlich Klasse das in Deutschland auf die EW-Zahlen runter gebrochen doppelt so viele i3 verkauft worden wie in den USA. Eindeutig ein Aufwärtstrend.


Wenn du die Summe der Fahrzeuge bildest, stellst du aber fest, dass in den USA mehr als 10x so viele EV verkauft wurden (ca. 10.000 vs. 100.000). Das ist meiner Ansicht nach kein Grund freudige Aufwärtstrend-Hymnen anzustimmen, ganz im Gegenteil!
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Re: Verkaufszahlen 2014 USA und DE

Beitragvon umberto » Di 30. Dez 2014, 22:44

MaxPaul hat geschrieben:
Richtig TeeKay, ich hab den Eindruck das er das aber gar nicht verstehen/einsehen will. Da ist vllt. doch eher der Wunsch Vater des Gedankens, anders kann ich mir das bei e-lectrified nicht erklären.


Oben steht es doch:

electrified hat geschrieben:
Ich glaube an den Tipping Point 2016/2017.


Gegen Glauben kann man nicht argumentieren. Ich lasse ihn jetzt in seinem Glauben, mein Vorsatz für 2015 ist, zu diesem Thema nichts mehr zu schreiben. Ich glaube, daß E-Mobilität die Zukunft ist, aber ich weiß ganz sicher, daß es so schnell nicht gehen wird. Und auch wenn Thomsens Vorträge sehr launig und anhörenswert sind, es ist auch Selbst-Marketing, was da läuft und Thomsen polemisiert auch bewußt. Das ist auch ok.

Ich glaube sogar, daß wir noch ein paar fette Umweltkatastrophen a la Katrina oder Sandy brauchen, bis sich auch der letzte Bremser bewegt. Ohne solche einschneidenden Ereignisse machen wir sogar noch länger so weiter wie bisher.

Gruss
Umbi
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Re: Verkaufszahlen 2014 USA und DE

Beitragvon e-lectrified » Di 30. Dez 2014, 23:03

Lieber umberto,

ich denke auch bei euch beiden ist unbestritten, dass der Tipping Point MÖGLICH ist. Was ist mit dem Tipping Point gemeint? Damit ist gemeint, dass der Zeitpunkt erreicht ist, an dem es günstiger ist ein Elektroauto mit 300-400 km rein elektrischer Reichweite herzustellen als einen vergleichbaren Verbrenner. OB diese Fahrzeuge dann tatsächlich in einer größeren Zahl hergestellt werden können, bleibt abzuwarten. Es ist nach euren aktuellen Erkenntnissen nicht möglich. Das ist doch ok und für mich auch verständlich. Aber vielleicht passieren die von dir angeführten Umweltkatastrophen ja schon im Jahr 2015 in weit größerer Zahl als angenommen. Und, wenn dann alle anfangen an einem Strang zu ziehen, wird weit mehr möglich sein, als beim Status Quo. Ich bin in diesem Punkt optimistischer, ihr vielleicht pessimistischer, oder meinetwegen realistischer, wenn euch das lieber ist.
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Re: Verkaufszahlen 2014 USA und DE

Beitragvon umberto » Di 30. Dez 2014, 23:30

e-lectrified hat geschrieben:
ich denke auch bei euch beiden ist unbestritten, dass der Tipping Point MÖGLICH ist. Was ist mit dem Tipping Point gemeint? Damit ist gemeint, dass der Zeitpunkt erreicht ist, an dem es günstiger ist ein Elektroauto mit 300-400 km rein elektrischer Reichweite herzustellen als einen vergleichbaren Verbrenner.


Doch, das bestreite ich noch, weil die dafür notwendigen Skaleneffekte bei der Batterieherstellung in 2017 noch nicht erreicht sind, u.a. weil die Gigafactories fehlen und weil die Fortschritte in der Zellchemie in großen Stückzahlen (und somit günstigen Preisen) nicht verfügbar sein werden.
Und ich halte die ganzen 300km-Autos-Ankündigungen für Nebelkerzen, um Leute zöern zu lassen, die heute verfügbaren Autos kaufen, an denen die Hersteller zu wenig (oder gar nichts) verdienen.

Und bloß, weil die Preisdifferenz vielleicht immer kleiner oder sogar leicht negativ ist, kauft sich das trotzdem die Masse nicht, weil sie mit den anderen Nachteilen (noch) nicht klarkommt.
Wäre der Preis alleine ausschlaggebend, dürfte es außer Tata und Dacia keine anderen Automarken mehr geben. Und der Tata Nano ist sogar auf seinem Heimatmarkt gescheitert.

Ich bin in diesem Punkt optimistischer, ihr vielleicht pessimistischer, oder meinetwegen realistischer, wenn euch das lieber ist.


Da geh ich mit.

Gruss
Umbi

P.S. Das wäre fast einen eigenen Thread wert: was ist denn ein vergleichbarer Verbrenner? E-Autos sind viel leiser viel vibrationsärmer und spurtstark, sind bei Höchstgeschwindigkeit aber eingeschränkt und brauchen vergleichsweise ewig, bis sie wieder voll sind. Wie will man das jemals vernünftig vergleichen?
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Re: Verkaufszahlen 2014 USA und DE

Beitragvon e-lectrified » Di 30. Dez 2014, 23:59

umberto hat geschrieben:
Doch, das bestreite ich noch, weil die dafür notwendigen Skaleneffekte bei der Batterieherstellung in 2017 noch nicht erreicht sind, u.a. weil die Gigafactories fehlen und weil die Fortschritte in der Zellchemie in großen Stückzahlen (und somit günstigen Preisen) nicht verfügbar sein werden.


Ok. Dann frage ich mal anders: Is a tipping point in 2016/2017 a possible outcome? (In Anlehnung an Musks: "Is success a possible outcome?")

umberto hat geschrieben:
Und ich halte die ganzen 300km-Autos-Ankündigungen für Nebelkerzen, um Leute zöern zu lassen, die heute verfügbaren Autos kaufen, an denen die Hersteller zu wenig (oder gar nichts) verdienen.


Du weißt aber, dass so etwas nach hinten losgehen kann. Und in einem sind wir uns wohl einig: kein Autohersteller kann negative Publicity gebrauchen. Stell dir mal vor Nissan bringt wirklich nichts in zwei Jahren. Und Ghosn ist wohl definitiv kein Verweigerer, sonst hätte er nicht so früh gegen den großen Widerstand in der Firma ein reines BEV durchgesetzt.

umberto hat geschrieben:
Wäre der Preis alleine ausschlaggebend, dürfte es außer Tata und Dacia keine anderen Automarken mehr geben. Und der Tata Nano ist sogar auf seinem Heimatmarkt gescheitert.


Es gibt beim Elektroauto neben Preis und Reichweite keine weiteren wichtigen Faktoren. Der Rest ist schon heute einwandfrei. Und ja, ich habe die Ladeinfrastruktur nicht vergessen: die werden andere Player errichten, da es die deutschen Energieversorger und Verbrenner-Lobbyisten nicht geschafft haben.

umberto hat geschrieben:
Da geh ich mit.


Na also, war doch nicht so schwer ;) .

umberto hat geschrieben:
P.S. Das wäre fast einen eigenen Thread wert: was ist denn ein vergleichbarer Verbrenner?


Jo, kann man machen. Mit dem Risiko aber, dass es auch da erhebliche Meinungsverschiedenheiten geben wird ;-) ...
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Re: Verkaufszahlen 2014 USA und DE

Beitragvon umberto » Mi 31. Dez 2014, 17:50

e-lectrified hat geschrieben:
Ok. Dann frage ich mal anders: Is a tipping point in 2016/2017 a possible outcome? (In Anlehnung an Musks: "Is success a possible outcome?")


Yes, but with a very low probability.

Du weißt aber, dass so etwas nach hinten losgehen kann. Und in einem sind wir uns wohl einig: kein Autohersteller kann negative Publicity gebrauchen. Stell dir mal vor Nissan bringt wirklich nichts in zwei Jahren. Und Ghosn ist wohl definitiv kein Verweigerer, sonst hätte er nicht so früh gegen den großen Widerstand in der Firma ein reines BEV durchgesetzt.


Joo, der Tavarez (der ehemalige E-Auto-Mastermind von Renault) kann schon gut überzeugen. Aber als es nicht geklappt hat, den Ghosn zu beerben, ist er zu PSA abgehauen.
Ja, das ist eine riskante Strategie und das würde keiner offen zugeben. Ich spekuliere da auch nur, weil die Fakten einfach nicht zusammenpassen.,

Es gibt beim Elektroauto neben Preis und Reichweite keine weiteren wichtigen Faktoren.


Doch, die Ladezeit.

die werden andere Player errichten, da es die deutschen Energieversorger und Verbrenner-Lobbyisten nicht geschafft haben.


Aber wer? Geld verdienen kann damit auf absehbare Zeit nicht.

Na also, war doch nicht so schwer ;) .


Ich habe gelitten wie ein Hund! :-)

Jo, kann man machen. Mit dem Risiko aber, dass es auch da erhebliche Meinungsverschiedenheiten geben wird ;-) ...


Aber dafür ist ein Forum doch da! Dass man auf vernünftigem Niveau unterschiedliche Meinungen austauscht. Ich habe heute aus den Diskussionen wieder etliche spannende Infos und Links mitgenommen. Was will man mehr? Das bietet einem in der Fülle kein Buch und keine Zeitschrift über dieses Thema.

Gruss
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Re: Verkaufszahlen 2014 USA und DE

Beitragvon Solarstromer » Mi 31. Dez 2014, 19:29

Maverick78 hat geschrieben:
Der Vergleich hinkt etwas wenn man bedenkt das in den USA 318 Mio Menschen leben und in DE nur 80 Mio. Also auch ~4x so viele potentielle Käufer.


Ja, hinzu kommt, dass die USA kein homogener Markt ist. Z.B. kommen 80% der Nissan Leaf Verkäufe aus 4 Städten, wo EVs meist mit extremer Förderung in den Markt gedrückt werden: http://insideevs.com/nissan-ceo-ghosn-l ... ss-profits

In den zahlreichen anderen Städten in den USA ist in Sachen EVs oft total tote Hose und damit noch deutlich weniger los als in Germany.
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Re: Verkaufszahlen 2014 USA und DE

Beitragvon e-lectrified » Mi 31. Dez 2014, 19:41

umberto hat geschrieben:
Das bietet einem in der Fülle kein Buch und keine Zeitschrift über dieses Thema.


Das stimmt!
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Re: Verkaufszahlen 2014 USA und DE

Beitragvon redvienna » Do 1. Jan 2015, 23:22

Diese Prognose halte ich für recht wahrscheinlich. 2014 waren es bis Anfang Oktober 192000 Stück.

http://green.wiwo.de/elektroauto-verkae ... er-bisher/


http://www.auto-motor-und-sport.de/news ... 64282.html
Dateianhänge
IHS-Prognose-Elektroautoproduktion-2020-fotoshowBigImage-45895228-744585.jpg
Tesla S70D 3/16 + 50.000km + Tesla M3 + Tesla Roadster 2020 reserviert
https://www.goingelectric.de/garage/red ... eslaS/706/
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https://www.facebook.com/ELECTRIC-CARS- ... 768868062/
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Re: Verkaufszahlen 2014 USA und DE

Beitragvon Adrian » Mi 7. Jan 2015, 14:48

Insideevs hat nun die Verkaufszahlen von 2014 komplett.
http://insideevs.com/december-2014-ev-s ... sold-year/

Fast 120.000 Plug-In Fahrzeuge (~ 50 % reine EV's), eine Steigerung von 23 % im Vergleich zum Vorjahr. Nissan Leaf, Tesla Model S und Chevrolet Volt machen über die Hälfte der Verkaufszahlen aus.
Dateianhänge
2014-sales-chart-Dec-vfinal2.png
USA
Tages- und Wochenmieten (Tesla S, Twizy, Zero, Jetflyer) bei bluemove-mobility in München Neu: Model X,Hyundai Ioniq Style, e-Golf 300, Ampera-E
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