Treibstoffkosten für Fahrzeuge mit und ohne Akkumiete

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Treibstoffkosten für Fahrzeuge mit und ohne Akkumiete

Beitragvon Klingon77 » So 30. Jun 2013, 16:17

hi,

ich lese zwar schon eine Zeitlang mit, habe aber noch nichts geschrieben.

Zu Beginn der E-Autos fand ich die Akkumiete gut; verringerte sie doch das Ausfallrisiko der Käufer bei einem der teuersten Teile eines E-Autos.
Mit verstreichender Zeit änderte sich meine Meinung. Zeigt sich doch, daß die Akkus bezüglich der Nutzungsdauer zu halten scheinen was sie versprechen.

Nun stellte ich mir die Frage, wieviele Km müßte ich im Monat fahren um die Akkumiete eines E-Autos mit einem vergleichbaren Fahrzeug mit konventionellem Kraftstoff in Kostenrelation zu setzen.
Dazu habe ich ein kleines Sheet mit Open Office geschrieben.

Die Parameter (Spritpreis, Spritverbrauch, Strompeis, Stromverbrauch, Akkumiete) sind frei einzugeben.
Sie können also den jeweiligen persönlichen Gegebenheiten individuell angepaßt werden.

Das Diagramm gibt eine rasche Aufklärung bezüglich der Daten.

Auf der Y-Achse stehen die Kosten (nur Energiekosten!) in €.
Auf der X-Achse steht die monatliche Laufleistung in Km * 100.


Ich habe das Sheet nochmals in Mikrosoft Office konvertiert. Ich hoffe es kann geöffnet werden und wird richtig angezeigt.


liebe Grüße,

Klingon77
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Beitragvon agentsmith1612 » So 30. Jun 2013, 19:32

Vielen Dank, so etwas hatte ich auch einmal gemacht aber irgendwie nicht so aufbereitet, dass es so einfach ist.

Das hilft vielleicht manchen bei der Entscheidung ob EV oder nicht. ;-)

Für meinen derzeitige Situation müsste ich 1600 km im monat fahren bei 79€ Miete, Verbrauch 5,5 l/100km, 0,26€ Strom und Benzin, 1,56€/L --> jährlich also fast 20.000 km. In Wirklichkeit fahr ich aber gerae mal 15.000 km eher weniger.
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Re: Treibstoffkosten für Fahrzeuge mit und ohne Akkumiete

Beitragvon privatpilot » So 30. Jun 2013, 19:38

Vielen Dank, vielleicht könntest Du noch den Steuerfaktor einfügen?
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Re: Treibstoffkosten für Fahrzeuge mit und ohne Akkumiete

Beitragvon Klingon77 » Mo 1. Jul 2013, 00:24

hi,

freut mich, wenn die Seite hilfreich ist.

Einfügen möchte ich da nichts mehr; die Frage, welche mich bewegte ist beantwortet.
Steuern, Inspektionskosten, Instandhaltung, Wertverlust, Anschaffungspreis...
Die Variablen steigen um mit Ihrer Anzahl auch die Unsicherheit.
Es wird ja auch nur ein kleiner Ausschnitt einer Momentaufnahme dargestellt.


Ich habe das Teil absichtlich nicht gesperrt. Jeder kann gerne Ergänzungen nach eigenem Gusto einfügen und erweitern.
Evtl. kann Er/Sie die modifizierte Version in dem Thread zur Verfügung stellen?



Bewußt habe ich meinen Eingangspost sachlich gehalten.

Zu Bedenken ist aber, daß sich ein E-Mobil sicherlich nicht auf rein kaufmännische Aspekte reduzieren läßt.
Da spielen eine Menge (meiner Meinung nach berechtigte) Emotionen mit.
Wir haben die Erde ja schließlich "nur von unseren Kindern geliehen" :)


liebe Grüße,

Klingon77
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Re: Treibstoffkosten für Fahrzeuge mit und ohne Akkumiete

Beitragvon Wackelstein » Mo 1. Jul 2013, 10:31

Ich denke nicht, dass sich ein Elektroauto heutzutage schon rechnet - zumindest nicht, wenn man es mit dem üblichen "Für den Preis eines Twizy/Zoe/Leaf/.... hättest Du locker x Gebrauchte oder sogar y neue Dacias bekommen können" vergleicht.
Mein Stinker verbraucht ca. 6l Diesel auf 100km und da kann ich noch so viel herumrechnen; nicht einmal mein Twizy rechnet sich da.
Etwas anders ist sich Sache sicher, wenn man von durstigeren Autos ausgeht. Wenn man also einen SUV rechnet, der 10l Super schluckt und dann nicht die österreichischen Spritpreise, sondern die in Deutschland rechnet, dann sieht die Sache sicher anders aus.

ABER:
Weshalb fahren dann nicht alle Leute einen Dacia oder irgendeinen Gebrauchten? Weshalb sieht man soviele BMW, Audi, SUVs? Für den Preis eines neuen A4 bekommt man locker einen Dacia und hat dann noch gaaaaaanz viel Geld übrig!

Was ich damit sagen will: Ein Auto rechnet sich generell nicht. Selbst für den Preis eine Dacia könnte man lange mit dem Bus oder der Bahn fahren, noch dazu wenn man Treibstoff, Versicherung und Wartung mitrechnet.
Der Autokauf ist eine Sache von Emotionen. Somit ist hier ein Herumrechnen ohnehin nicht wirklich angebracht.

PS: Die Meisten, die meinen dass ein Zoe oder Leaf sauteuer wäre und man darum ja gleich 2 Dacias bekommen würde, die fahren dann selbst BMW oder VW oder was ähnlich teures. Tja, sowas nenne ich dann sehr glaubwürdig :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Treibstoffkosten für Fahrzeuge mit und ohne Akkumiete

Beitragvon wasserkocher » Mo 1. Jul 2013, 17:22

Wenn ich meine Daten eingebe, rechnet sich mein ZOE ab einem Dieselpreis von ungefähr 3,10€. Aber nur dann, wenn der Strompreis bei 27Ct bleibt. Trotzdem macht mir der ZOE Spaß!
ZOE Q210 seit 28.05.2013. R240 seit 22.07.2016. Model 3 reserviert. EcoUp (CNG) seit 31.08.2017.
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Re: AW: Treibstoffkosten für Fahrzeuge mit und ohne Akkumiet

Beitragvon Karlsson » Di 2. Jul 2013, 10:20

Wackelstein hat geschrieben:
Was ich damit sagen will: Ein Auto rechnet sich generell nicht. Selbst für den Preis eine Dacia könnte man lange mit dem Bus oder der Bahn fahren, noch dazu wenn man Treibstoff, Versicherung und Wartung mitrechnet.
Der Autokauf ist eine Sache von Emotionen. Somit ist hier ein Herumrechnen ohnehin nicht wirklich angebracht.

Das hinkt ganz einfach weil.Bus und Bahn längst nicht immer an den benötigten Orten und zu den benötigten Zeiten verfügbar sind und man damit auch keine größeren Güter transportieren kann.
Ich brauche für mein Hobby zum Tragsport der Ausrüstung ein Auto. Es müsste theoretisch kein eigenes sein, ich könnte auch eins mieten. Das wäre in meinem Fall aber teurer.
Einige Urlaube (wir fliegen nicht immer um die halbe Welt, um mal ne Woche zu entspannen) und Familienbesuche würden uns ohne Auto auch sehr schwer fallen.

Im Alltag käme ich sonst auch ohne aus. Bus & Bahn sind verfügbar, aber kompliziert und auch relativ teuer. Billiger wären sie nur wenn ich das Auto abschaffen würde und damit die Fixkosten los wäre.
Optimum für mich daher im Alltag - Fahrrad wo es geht und den Rest deckt das Auto.
Zweitwagen Zoe Q210 seit 06/15, gern Wechsel zu Ioniq wenn Gebrauchtmarkt vorhanden
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Re: Treibstoffkosten für Fahrzeuge mit und ohne Akkumiete

Beitragvon Mike » Di 2. Jul 2013, 10:46

Klingon77 hat geschrieben:
hi,
Zu Beginn der E-Autos fand ich die Akkumiete gut; verringerte sie doch das Ausfallrisiko der Käufer bei einem der teuersten Teile eines E-Autos.
Mit verstreichender Zeit änderte sich meine Meinung. Zeigt sich doch, daß die Akkus bezüglich der Nutzungsdauer zu halten scheinen was sie versprechen.
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Das die Akkus in den EVs kein sooo großes Risiko sind, dachte ich mir schon lange. Ach Renault würde sie nicht vermieten, wenn die Lebensdauer (Ladezyklen) dies nicht zulassen würde. Ich meine sogar gelesen zu haben, dass GM in Amerika 8Jahre Garantie auf die Akkus gibt. Finde aber die Quelle im Moment nicht.
Ich wage mal zu behaupten, das in nicht all zu ferner Zukunft (vielleicht 3-4Jahre) der Akku ein Autoleben lang hält. Vorrausgesetzt, das ist überhaupt so von der Industrie gewollt .....
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Re: Treibstoffkosten für Fahrzeuge mit und ohne Akkumiete

Beitragvon green_Phil » Di 2. Jul 2013, 11:01

Danke für die schöne, adaptierbare Vorlage ;)
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Re: Treibstoffkosten für Fahrzeuge mit und ohne Akkumiete

Beitragvon privatpilot » Di 2. Jul 2013, 15:29

Mike hat geschrieben:
Das die Akkus in den EVs kein sooo großes Risiko sind, dachte ich mir schon lange. Ach Renault würde sie nicht vermieten, wenn die Lebensdauer (Ladezyklen) dies nicht zulassen würde. Ich meine sogar gelesen zu haben, dass GM in Amerika 8Jahre Garantie auf die Akkus gibt. Finde aber die Quelle im Moment nicht.
Ich wage mal zu behaupten, das in nicht all zu ferner Zukunft (vielleicht 3-4Jahre) der Akku ein Autoleben lang hält. Vorrausgesetzt, das ist überhaupt so von der Industrie gewollt .....


Da gebe ich Dir vollkommen recht. Nur es kommt darauf an wie der Akku behandelt wird. Ständiges voll laden mit anschließender Nichtbenützung verringert die Lebensdauer, genauso wie häufiges Nichtladen.

Hier sehe ich die Problematik bei Mietakkus. Was mit "Garantie" und Austauschaussicht versehen ist, wird nicht so vorsorglich behandelt werden.
Die Gefahr das diese Akkus nach einigen Jahren nicht mehr 100% haben ist sehr groß.
Wer wird so ein Fahrzeug zu einem vernünftigen Preis eintauschen oder kaufen wollen?
Der Käufer muss mit eingeschränkter Reichweite vielleicht noch Jahre zurechtkommen, bis er unter 75% ist.
Welche Möglichkeiten habe ich nach 3 bis 4 Jahren mit so einem Auto?
Billigst verscherbeln, oder die Miete ewig weiter zahlen, oder das Fahrzeug stilllegen und den Akku ausbauen lassen?
Was noch dazu kommt ist die Unsicherheit über die Abwicklungsbedingungen im Ersatzfall.
Fair dem Kunden gegenüber wäre ein Mietkauf über einen fixen Zeitraum verbunden mit einer Versicherung bei Kapazitätsverlust.
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