Stromversorgung für Laternenparker

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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon Karlsson » Do 19. Okt 2017, 12:24

umali hat geschrieben:
Was ist denn davon zu halten, an JEDER Laterne einen billigen 16A Schuko 1p zu platziern? Da kann dann jeder Schnarchladen und man braucht auch keine speziellen E-Ladeparkplätze, (die eh vom Verbrenner zugeparkt werden würden).
Das wäre dann wie bei EFH-Besitzer - nur öffentlich. So ein Kartenabrechnungsmodul neben jeder Dose, was gleich per Powerline kommuniziert, kann bei Massenanwendung doch auch nicht viel kosten.

Schuko ist zu unsicher und hat keine Verriegelung. Es sollte schon Typ2 sein. Außerdem darf da kein Verbrenner parken, sonst ist es rausgeworfenes Geld.
3P 16A wird da aber kaum mehr kosten als 1P 16A, das sollte man schon machen. Und man sollte diese Parkplätze mieten können, um als Anwohner auch sicher sein zu können, dass man da Strom bekommt.
Evtl mit "Plugsharing" per App - da könnten sich dann mehrere Nutzer so organisieren, dass die Infrastruktur noch besser genutzt wird. Zb mit der Funktion, 2 Tage vorher einen Ladeplatz zu buchen für eine Nacht, weil man am nächsten Tag weiter weg will.
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Beitragvon Tengri_Lethos » Do 19. Okt 2017, 12:25

Karlsson hat geschrieben:
Tengri_Lethos hat geschrieben:
irgendwann wird der Punkt erreicht sein wo diese Schnelllader dann immer weniger lohnen , weil halt überall und damit in Ruhe nebenbei geladen werden kann.

Im Gegenteil - es wird immer Leute geben, die nicht zuhause und auch nicht bei der Arbeit laden können und mit der Verbreitung der E-Autos werden auch mehr davon potentielle Kunden für diese Schnelllader werden und auch höhere Preise bezahlen.


Punkt 1 bin ja etwas bei dir ; wird Leute geben, die nicht zuhause und auch nicht bei der Arbeit laden können aber nicht ,das diese noch ausreichend Alternativen bekommen, um keine 150 kW+ Lader ausserhalb von Fernfahrten (600 km+) zu benötigen; von diesem habe ich geredet.
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon Tengri_Lethos » Do 19. Okt 2017, 12:30

Karlsson hat geschrieben:
umali hat geschrieben:
Was ist denn davon zu halten, an JEDER Laterne einen billigen 16A Schuko 1p zu platziern? Da kann dann jeder Schnarchladen und man braucht auch keine speziellen E-Ladeparkplätze, (die eh vom Verbrenner zugeparkt werden würden).
Das wäre dann wie bei EFH-Besitzer - nur öffentlich. So ein Kartenabrechnungsmodul neben jeder Dose, was gleich per Powerline kommuniziert, kann bei Massenanwendung doch auch nicht viel kosten.

Schuko ist zu unsicher und hat keine Verriegelung. Es sollte schon Typ2 sein. Außerdem darf da kein Verbrenner parken, sonst ist es rausgeworfenes Geld.
3P 16A wird da aber kaum mehr kosten als 1P 16A, das sollte man schon machen. Und man sollte diese Parkplätze mieten können, um als Anwohner auch sicher sein zu können, dass man da Strom bekommt.
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Oder zb Zähler in die Autos ,die dann wie der Hausstromzähler "abgelesen" werden und über Haustarif oder so bezahlt werden. Natürlich müßte dann der Zähler erkennen, wann er nicht zählen soll (zu Hause , an "Schnellladern" mit eigenem Abrechnungssystem und soweiter). So wäre wirklich nur eine reine Steckerinstallation an den Laternenparkplätzen nötig und auch keine personenbezogenen Parkplätze nötig!
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon harlem24 » Do 19. Okt 2017, 12:33

Wenn irgendwann mal so viele Dosen installiert sind, interessiert es auch nicht mehr, ob da ein Verbrenner steht oder nicht, dann nimmt man den nächsten freien Platz.
Gruß

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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon Karlsson » Do 19. Okt 2017, 12:35

Tengri_Lethos hat geschrieben:
Oder zb Zähler in die Autos ,die dann wie der Hausstromzähler "abgelesen" werden und über Haustarif oder so bezahlt werden. Natürlich müßte dann der Zähler erkennen, wann er nicht zählen soll (zu Hause , an "Schnellladern" mit eigenem Abrechnungssystem und soweiter). So wäre wirklich nur eine reine Steckerinstallation an den Laternenparkplätzen nötig und auch keine personenbezogenen Parkplätze nötig!

Das läuft bei CCS schon über die Fahrzeug-ID. Der Zähler muss aber in der Säule sein, im Fahrzeug wäre er nicht manipulationssicher.
Die Reservierung ist aber weiterhin nötig, um sicherzustellen, dass man nicht an 3 Abenden in Folge leer ausgeht. Wenn die Gefahr auch nur entfernt bestehen sollte, wird eine Schnelllademöglichkeit im 2km Umkreis (Supermarkt) wieder deutlich wichtiger.

Tengri_Lethos hat geschrieben:
das diese noch ausreichend Alternativen bekommen, um keine 150 kW+ Lader ausserhalb von Fernfahrten (600 km+) zu benötigen; von diesem habe ich geredet.

Richtig. Da geht es dann aber nicht um Supermärkte, sondern um Orte, wo man sich ohnehin länger aufhält. Also entweder bei der Arbeit oder in der Nähe der Wohnung (<500m, besser <200m). Siehe dazu meinen vorherigen Beitrag.

harlem24 hat geschrieben:
Wenn irgendwann mal so viele Dosen installiert sind, interessiert es auch nicht mehr, ob da ein Verbrenner steht oder nicht, dann nimmt man den nächsten freien Platz.

Ja, da können wir um 2040 rum dann drüber diskutieren. Heute ist bei mir alles mit Verbrennern zugeparkt.
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon eDEVIL » Do 19. Okt 2017, 12:37

@Tengri_Lethos habe Deine Post nun fünfmal gelesen, aber verstehe nicht, was Du sagen möchtest. Du wiedersprichst Dir doch mit diese Aussage... :geek:

Schnellader wird man immer benötigen. Ob das im "Nah"-Bereich 150kW+ sein müssen!? Nicht unbedingt.
Mit ~100kW kommt man da auch gut zurecht, wenn der Akku min 80kwh hat und man bei sagen wir mal 400km Strecke dann nicht all zu viel nachladen muss.

Für Oberklasse a la Porsche sieht das natürlich anders aus.

Laternenladen ist aber auch eher etwas für den echten nahbereich d.h. max 150km entfernung.

@harlem24 bisher deutet nichts darauf hin, dass man in DE in absehbarer Zeit diese kompfortable Situation haben wird.
Es ist ja auch ein zusätzlicher Anreiz, wenn man mit eAUto parken/laden darf und mit dem Verbrenner nicht.

@Karlsson glaube niht, dass sich Reserveirungen durchsezen werden. Da muss man ja wieder pklanen. Wenn halt alles belegt ist, brutzelt man mal 20min am schnellader und dann reicht es wieder ein paar Tage.

Wichig Punkt für verfügbare Laeplätze ist auch, dass eAutos auch ausserhalb von LAdeplätzen bevorzugt (preisgünstiger) parken bzw. am besten kostenlos. Wenn es billiger ist an der LAdesäule zu parken und noch etwas strom mitzunehmen, obwohl man den gar nicht benötigt, wird man das halt aus Bequemlichkeit/Geiz machen.

Gutes Beispiel dafür: WOB. Da parkte dann nicht ladend der PHEV vom Brügermeister. ALut Ordnungsamtfrau. Darf man 3? h an Ladesäulen parken ohne zu laden ? Wer denkt sichd enn so einen Mist aus???
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon harlem24 » Do 19. Okt 2017, 12:44

Heute, wen zum Teufel interessiert heute?
Wir sind aktuell auf dem Stand der Mobiltelefone Ende der Achtziger, gerade nach Einführung des C-Netzes, was Verbreitung und Infrastruktur angeht.
Es geht darum, eine Entwicklung anzustoßen, die nächsten Autos die kommen werden, werden auch nur von Leuten gekauft, die zuhause eine Lademöglichkeit haben.
In 10-15 Jahren, so sich bis dahin nicht das autonome Fahren durchgesetzt hat, wird es richtig interessant.
Ich denke, dass es ab Mitte des nächsten Jahrzehnts für die Massen interessant wird und bis dahin muss die Infrastruktur stehen. Sollte aber eigentlich problemlos möglich sein.
Gruß

CHris

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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon flieger_flo » Do 19. Okt 2017, 12:49

harlem24 hat geschrieben:
Heute, wen zum Teufel interessiert heute?


Richtig. Deswegen darf man auch nicht den Fehler machen, wieder Schuko zu installieren. Nirgends!

1. ist Schuko nicht auf Dauerbelastung ausgelegt. Falsches Werkzeug
2. kann man Schuko nicht ohne Zusatzmaßnahmen verriegeln, aber Typ2 kann das
3. der Standard sieht ja einen barrierefreien Abrechnungszugang vor - aber nur mit Typ2

Wenn Typ2 in der Masse produziert wird, werden sich die Kostenunterschiede auch verringern
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon eDEVIL » Do 19. Okt 2017, 13:21

flieger_flo hat geschrieben:
Wenn Typ2 in der Masse produziert wird, werden sich die Kostenunterschiede auch verringern

Eine 32A Typ2 ist nicht aufwändiger als ein CEE32 stecker. Bei massenproduktion wird der dann auch <25 EUR kosten.
Die nötige Steuerplatine auch etwa soviel, wenn man eine zentrale bediensäule in der nähe hat mit mobilfunkanbindung.
Schütz und sicherung dazu und dann noch das Kabel und gehäuse. <400 EUR pro ALdepunkt sollte kein Problem sein.
Wobei in laternen eher dosen zu empfehlen sind wg. Vandalismussgefahr.
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon umali » Do 19. Okt 2017, 13:24

Karlsson hat geschrieben:
umali hat geschrieben:
Was ist denn davon zu halten, an JEDER Laterne einen billigen 16A Schuko 1p zu platziern? Da kann dann jeder Schnarchladen und man braucht auch keine speziellen E-Ladeparkplätze, (die eh vom Verbrenner zugeparkt werden würden).
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Mmh - ich sag' mal so:
16A 1p blau wäre für mich ok - 16A rot CEE geht auch. Der Anschluss sollte erst dann Strom liefern, wenn die user-Anmeldung erledigt ist. Das bedingt eine kleine Kommunikationseinheit und einen Schütz in der Laterne, der selbst bei 3p 16A recht klein ausfällt.
Eine Verriegelung in der Laterne würde das ganze Konstrukt wieder teuer und vor allem störempfindlicher machen. Eigentlich reicht doch die Verriegelung im BEV.
Klar - mit den Bolzenschneider kann man nach Ziehen des Kabels an der Laterne das Kabel kappen, aber dann nennt der Lumich einen billigen CEE-Stecker und etwas Kabel sein eigen.

Parkplatz mieten:
Wie will man sicherstellen, dass da kein anderer drauf steht? Bei uns geht das nur mit festem Besitzerschild oder mech. Sperre. Da nützt die App wenig. Außerdem ist das schon wieder zu kompliziert.

Wie hier schon gesagt, würde es sehr helfen, wenn viele Laternen ausgerüstet sind.
Wäre ich Anbieter, würde ich mir den vollgeparktesten Straßenzug der Stadt vornehmen (zunächst in den Gegenden, wo das Geld lockerer sitzt) und jede zweite Laterne mit 16A 3p ausrüsten (das Hauptkabel so auslegen, dass in Zukunft ALLE Laternen des Zuges mit mind. 3,6kW laden können). Am Einspeisepunkt noch ein Lastmanagment und gut ist's. Das ist wahrscheinlich auch noch förderfähig.
Gibt es da noch nichts Passendes?

VG U x I
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