Stromversorgung für Laternenparker

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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon AbRiNgOi » Mi 18. Okt 2017, 14:03

war da nicht etwas bei Euch Deutschen in Bewegung?
[url]
https://www.jurion.de/news/351284/WEG-B ... obilitaet/[/url]

Der Bundesrat schlage in §§ 554a und 554b BGB-E je einen Duldungsanspruch gegen den Mieter hinsichtlich der Barrierefreiheit und der Elektromobilität vor. Im Wohnungseigentumsrecht soll für beide Maßnahmen eine Zustimmung entbehrlich sein, wenn die Ladestation für E-Fahrzeuge erforderlich ist (§ 22 Abs. 1 Satz 3 f. WEG-E)
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon panoptikum » Mi 18. Okt 2017, 14:49

Ist aber auch nur ein Gesetzesentwurf und noch nicht durchgesetzt.

Und in Ö?
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon Karlsson » Mi 18. Okt 2017, 16:36

AbRiNgOi hat geschrieben:
war da nicht etwas bei Euch Deutschen in Bewegung?
[url]
https://www.jurion.de/news/351284/WEG-B ... obilitaet/[/url]

Das ändert für Laternenparker NICHTS. Man müsste überhaupt erstmal einen Parkplatz haben, an den man Strom bringen könnte.

panoptikum hat geschrieben:
Da wäre aber die Gesetzgebung gefordert, um bei Genossenschaftswohnungen entsprechende Ladeanschlüsse bauen zu müssen.

Der Parkraum ist in Innenstädten oft schlichtweg nicht vorhanden. In meinem Vierteil ist ein eigener Parkplatz ein absolutes Privileg für einige wenige. Die meisten parken hier jeden Tag woanders.

Tengri_Lethos hat geschrieben:
Wenn man da laden kann wo man eh steht, reicht auch Schuko dann für den Alltag.

Ja. Das bestreitet keiner. Es gehr hier aber ausschließlich um den Fall, wo genau das nicht gegeben ist. Deine folgenden Überlegungen sind damit alle irrelevant.

Priusfahrer hat geschrieben:
Manchmal besucht man 2 oder mehr Einkaufcentren oder Supermärkte am Tag, die wenige Kilometer entfernt liegen. Da muss ich beim ersten nicht schon voll haben.

Das ist ja abgefahren! Ich gehe auch mal eine Woche gar nicht einkaufen und fahre auch in keinen Freizeitpark und gehe in kein Kino. Ich fahre einfach nur zur Arbeit und abends wieder heim.
Wenn ich dann zuhause und bei der Arbeit auch nicht laden kann, und das doch beim Einkauf erledigen muss, bin ich darauf angewiesen, innerhalb eines 20 Minuten Einkaufs genug Strom für die ganze Woche in den Akku zu kriegen. Das ist mit Schuko oder 1p Ladung ziemlich witzlos, hier müssen andere Kaliber her.
Und da kommt der große Akkz dann zum tragen - weil der viel Leistung aufnehmen kann und dann auch für länger reicht.
Es ist IMHO nicht zumutbar, sich jeden Tag bei einem Einkauf mit Schnarchladung Strom organisieren zu müssen.
Die Zeiten für einen Einkauf liegen in der Regel unter 30 Minuten und in dieser Zeit muss dann eben auch ordentlich etwas fließen.
Die Alternative wäre eine öffentliche Säule in der Nähe der Wohnung, wo man wirklich sicher Strom bekommt. Also entweder mietet man den Platz zur exklusiven Alleinnutzung oder spricht sich mit anderen ab oder es müssen so viele sein, dass man mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch noch etwas abbekommt.
Und das das auch nicht weit weg sein. Einen Kilometer laufen werden die wenigsten akzeptieren. Und falls doch, darf das höchstens einmal in der Woche der Fall sein und dann reicht Schuko auch über Nacht wieder nicht unbedingt aus. Für die öffentliche Ladung über Nacht bei großen Akkus (100kWh) sehe ich daher 11kW als sinnvolle Größe.

11kW am Supermarkt sind dagegen...also bevor ich schieben muss, lade ich zur Not auch da. Aber was soll das bringen in 20 Minuten?
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon harlem24 » Mi 18. Okt 2017, 16:50

Interessant, wie schaffst Du es einen Einkauf für einen Mehrpersonenhaushalt in unter 30min hinzubekommen und dass noch für 2 Wochen? Ich schaffe das schon für mich alleine kaum und das nur für eine Woche...
Aber ich gebe Dir Recht, es gehören Mediumschnelllader an Supermärkte.
Gruß

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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon Tengri_Lethos » Mi 18. Okt 2017, 17:05

eDEVIL hat geschrieben:
Tengri_Lethos hat geschrieben:
Ich nehme jetzt mal den Fall an das jeder zumindest auf Arbeit oder "zuhause" einen Schukoanschluss zur Verfügung hat (das sollte das Ziel sein) dann braucht man keine extra Ladungen beim Einkaufen oder so (rein was dafür verbraucht wurde).

Halte ich für uptopisch. Es wird genügend Menschen geben, die keins von beiden haben und die auch nicht das Geld übrig haben 1-2x die Woche am teuren Schnellader zu laden.
Trotzdem benötigt man auch Schnellader in den Städten, wenn es mal ungeplant schnelelr gehen muss oder man ein Auto hat, dass nur AC-Schnarchladen kann.


Sehe ich nicht so utopisch und vorallem nicht teuerer bzw sogar billiger wie weiter immer Schnelllader 150 kW+ zu fordern. Klar wird es eine Übergangsphase geben aber irgendwann wird der Punkt erreicht sein wo diese Schnelllader dann immer weniger lohnen , weil halt überall und damit in Ruhe nebenbei geladen werden kann.Sieht man ja auch den neusten Förderprogrammen, private und betriebliche Ladepunkte!!!!!Hier kann mit geringen und verteilten Kosten für viele die Emobität alltagstauglich gemacht werden ; ohne Schnelllader im Alltag!
Eher sehe ich es als utopisch an das ein E-Auto nur AC-Schnarchladen kann ;-)
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon Karlsson » Mi 18. Okt 2017, 17:40

harlem24 hat geschrieben:
Interessant, wie schaffst Du es einen Einkauf für einen Mehrpersonenhaushalt in unter 30min hinzubekommen und dass noch für 2 Wochen?

Warum ich? Dürfen nicht auch Singles E-Auto fahren? Ich hab mich früher auch weitgehend in der Firmenkantine versorgt, zum Supermarlt war ich dann auch nur einmal in der Woche für 5 Minuten. Gerade in der Zeit, wo ich eh jedes WE weit weg war.
Singles und Leute in Fernbeziehung sind ja wahrscheinlich auch noch besonders oft Laternenparker.

Tengri_Lethos hat geschrieben:
irgendwann wird der Punkt erreicht sein wo diese Schnelllader dann immer weniger lohnen , weil halt überall und damit in Ruhe nebenbei geladen werden kann.

Im Gegenteil - es wird immer Leute geben, die nicht zuhause und auch nicht bei der Arbeit laden können und mit der Verbreitung der E-Autos werden auch mehr davon potentielle Kunden für diese Schnelllader werden und auch höhere Preise bezahlen.
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon Fidel » Mi 18. Okt 2017, 19:46

Oder sie werden eben wegen genau dieser hohen Preise KEINE potentiellen Kunden, würden aber bei zahlreichen Schnarchladern direkt vor der Haustüre (mit Preisen ‚wie zu Hause‘) nicht lange überlegen müssen.


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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon eDEVIL » Mi 18. Okt 2017, 23:45

Tengri_Lethos hat geschrieben:
Sieht man ja auch den neusten Förderprogrammen, private und betriebliche Ladepunkte!!!!!Hier kann mit geringen und verteilten Kosten für viele die Emobität alltagstauglich gemacht werden ; ohne Schnelllader im Alltag!

Nicht jede Firma hat eigene Parkplätze ;)

Eher sehe ich es als utopisch an das ein E-Auto nur AC-Schnarchladen kann ;-)

Dito. Kangoo, Fluence etc. wären nix für mich.
Ab 22kW AC kann es durchaus ausreichend sein (je anch Anwendungsfall)
Wenn der Akku limitiert, bringt einem ein theoretisch Schnellerer DC-Anschluss eh nix.

Wiviel kostet es denn, wenn man sagen wir mal 40x 3,7 kW Ladepunkte* in Laternen integrieren möchte und wieviel im vergleich ein 50KW Tripple + zwei 22KW Doppelsäulen**

Wo kann man mehr eAutos mit "glücklich machen"?

* Schätze mal 120-150k EUR
** 90-100k EUR
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon umali » Do 19. Okt 2017, 00:25

Was ist denn davon zu halten, an JEDER Laterne einen billigen 16A Schuko 1p zu platziern? Da kann dann jeder Schnarchladen und man braucht auch keine speziellen E-Ladeparkplätze, (die eh vom Verbrenner zugeparkt werden würden).
Das wäre dann wie bei EFH-Besitzer - nur öffentlich. So ein Kartenabrechnungsmodul neben jeder Dose, was gleich per Powerline kommuniziert, kann bei Massenanwendung doch auch nicht viel kosten.

Die Sturzgefahr, die von den Ladekabeln Laterne <-> BEV ausgeht, sehe ich noch als nicht gelöst an.
VG U x I
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon tomas-b » Do 19. Okt 2017, 06:19

umali hat geschrieben:
...
Die Sturzgefahr, die von den Ladekabeln Laterne <-> BEV ausgeht, sehe ich noch als nicht gelöst an.
VG U x I


Es würde ja reichen, wenn man das an jeder Laterne macht, die auch gleich neben den Straßenrand-Parkzonen steht. Das wären schon etliche Lademöglichkeiten mehr und für viele Laternenparker die Möglichkeit, auf BEV umzusteigen. Und die Stolpergefahr ist dann auch nicht vorhanden...
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