Spiegel 43/2017 "Das Märchen von der Elektromobilität"

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Re: Spiegel 43/2017 "Das Märchen von der Elektromobilität"

Beitragvon Langsam aber stetig » Fr 27. Okt 2017, 12:49

Karlsson hat geschrieben:
Ich würde mir das so vorstellen, dass die Säule Daten an den "Verwalter" sendet "brauche bis morgen früh um 8 Uhr mindestens 20kWh und könnte maximal 40kWh aufnehmen. Die mögliche Leistung beträgt 3-11kW". Über den "Verwalter" wird dann die Ladung entsprechend gesteuert. Der Verwalter wäre hier ein Unternehmen, das mit Regelenergie Geld verdient.
Im Gegenzug bekommt der Nutzer einer günstigeren Tarif. Wenn er es mal eilig hat, macht er andere Vorgaben und zahlt mehr.

Und das einzurichten ist extrem simpel - die Ladebox braucht nur eine Netzverbindung und etwas Intelligenz. Warum es heute noch nicht gemacht wird, ist einfach: Es gibt noch keinen Bedarf, da noch genügend sonstige Regelenergie bereitsteht.
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Re: Spiegel 43/2017 "Das Märchen von der Elektromobilität"

Beitragvon HubertB » Fr 27. Okt 2017, 12:54

Die Tatsache das solch Lösungen immer noch nicht angeboten werden beweist doch das die Situation wesentlich weniger kritisch ist als suggeriert.
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Re: Spiegel 43/2017 "Das Märchen von der Elektromobilität"

Beitragvon Karlsson » Fr 27. Okt 2017, 22:10

Langsam aber stetig hat geschrieben:
Und das einzurichten ist extrem simpel - die Ladebox braucht nur eine Netzverbindung und etwas Intelligenz. Warum es heute noch nicht gemacht wird, ist einfach: Es gibt noch keinen Bedarf, da noch genügend sonstige Regelenergie bereitsteht.

Jein, da fehlt die Verbindung zu den Akkudaten. Ich würde mir das so vorstellen, dass man das im Auto einstellt als fixen Wert - morgens in der Woche immer mindestens x% Ladestand. Beim Verlassen des Autos müsste ich nur wählen, ob ich netzdienlich oder sofort und ohne Unterbrechungen laden will.
Ohne diese Verbindung weiß die Box ja nicht, wie viel noch im Akku ist und dann müsste man das immer erst eintragen.

Ich würde vermuten, dass es bisher noch keinen Sinn gemacht hat, weil es zu wenig E-Autos gibt, um damit wirklich viel zu bewegen. Aber das kann in der Zukunft ja anders aussehen.

HubertB hat geschrieben:
Die Tatsache das solch Lösungen immer noch nicht angeboten werden beweist doch das die Situation wesentlich weniger kritisch ist als suggeriert.

E-Autos spielen ja auch noch keine Rolle. Und erst recht keine mit 100kWh Akku und 11kW Heimladung. Das sind ein paar vernachlässibare Teslas.
Aber die E-Mobilität wird ja nicht immer so ein Nischendasein fristen. 2020 geht das Thema so richtig ab.

Weil sich die Techik dann so viel weiter entwickelt hat.... :lol: :lol: :lol:
Ne, weil CO2 dann teuer wird und über Geld kriegt man sie alle
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Re: Spiegel 43/2017 "Das Märchen von der Elektromobilität"

Beitragvon 150kW » Fr 27. Okt 2017, 23:00

EVduck hat geschrieben:
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Re: Spiegel 43/2017 "Das Märchen von der Elektromobilität"

Beitragvon Langsam aber stetig » Sa 28. Okt 2017, 00:55

Karlsson hat geschrieben:
Jein, da fehlt die Verbindung zu den Akkudaten. Ich würde mir das so vorstellen, dass man das im Auto einstellt als fixen Wert - morgens in der Woche immer mindestens x% Ladestand. Beim Verlassen des Autos müsste ich nur wählen, ob ich netzdienlich oder sofort und ohne Unterbrechungen laden will.
Ohne diese Verbindung weiß die Box ja nicht, wie viel noch im Akku ist und dann müsste man das immer erst eintragen.

Da hast Du recht. Vielleicht die Logik in das Auto packen...
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Re: Spiegel 43/2017 "Das Märchen von der Elektromobilität"

Beitragvon EVduck » Sa 28. Okt 2017, 18:12

150kW hat geschrieben:
Meine Wärmepumpe ist durch den Stromanbieter abschaltbar :) (Wärmestrom)

Und, schon mal abgeschaltet worden? Hier bei uns kommt das nicht vor, auch nicht bei den Nachtspeicheröfen, die inzwischen quasi immer speichern dürfen...


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Re: Spiegel 43/2017 "Das Märchen von der Elektromobilität"

Beitragvon 150kW » Sa 28. Okt 2017, 22:14

Keine Ahnung. Um das mitzubekommen müsste ich an der Wärmepumpe wache halten.
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Re: Spiegel 43/2017 "Das Märchen von der Elektromobilität"

Beitragvon Vanellus » Di 21. Nov 2017, 17:59

In der aktuellen Ausgabe berichtet der Spiegel (47/2017 auf Seite 15):
"Stromnetz stark genug für E-Autos"
"Die deutschen Energieerzeuger sehen in mehr Elektroautos auf den Straßen kein Problem für die Stromversorgung in Deutschland. "Die öffentliche Ladeinfrastruktur in Deutschland ist bereit für einen signifikanten Zuwachs von elektrischen Fahrzeugen in den kommenden Jahren", schreibt Stefan Kapferer, der Vorsitzende der Geschäftsführung des Bundesverbandes der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft, an die EU-Kommission.
Darin fordert es sie auf, ambitionierte Ziele für den künftigen Anteil an Elektroautos zu verkünden, damit seine Branche Planungssicherheit für den Aufbau der Ladesäulen bekomme. Der Energielobbyist widerspricht damit Warnungen, dass ein Ausbau der Elektromobilität ein Problem für die Versorgungssicherheit sein könnte."

Den letzten Satz könnte man ergänzen: ... wie sie zuletzt im SPIEGEL 43/2017 erschienen.
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Re: Spiegel 43/2017 "Das Märchen von der Elektromobilität"

Beitragvon Solarmobil Verein » Di 21. Nov 2017, 18:51

Tja, muß man genau lesen.
"Die öffentliche Ladeinfrastruktur in Deutschland ist bereit für einen signifikanten Zuwachs von elektrischen Fahrzeugen in den kommenden Jahren"
Daran zweifelt ja keiner, so schnell wird der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur auch nicht vonstatten gehen, daß das demnächst problematisch wird.

Problematisch ist es, wenn in einem Wohngebiet mit einem Versorgungstrafo plötzlich 10% der Autobesitzer elektrisch fahren und alle mehr oder weniger gleichzeitig laden wollen.
Da wird man irgendwann gegensteuern müssen mit intelligenten Ladesystemen.
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Re: Spiegel 43/2017 "Das Märchen von der Elektromobilität"

Beitragvon Karlsson » Di 21. Nov 2017, 20:33

Solarmobil Verein hat geschrieben:
Problematisch ist es, wenn in einem Wohngebiet mit einem Versorgungstrafo plötzlich 10% der Autobesitzer elektrisch fahren und alle mehr oder weniger gleichzeitig laden wollen.
Da wird man irgendwann gegensteuern müssen mit intelligenten Ladesystemen.

Genau. Und wenn man das macht, kann das Netz sogar stabiler werden als ohne die Autos. Da gibt es prinzipiell tolle Möglichkeiten, die Energiewende noch zu unterstützen.
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