Permanenter Rechtfertigungsdruck

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Re: Permanenter Rechtfertigungsdruck

Beitragvon phonehoppy » Fr 2. Jun 2017, 08:57

Elektrolurch hat geschrieben:
... Aber wenn wir uns selbst ändern, ändert sich dadurch auch die Welt. Vielleicht nicht (gleich) in großem Maßstab. Also kultivieren wir am besten auch Geduld. Und vielleicht hilft es uns auch, andere nicht als Gegner wahrzunehmen, sondern schlimmstenfalls als Unwissende. Und wenn wir da angekommen sind, ist die Erkenntnis, dass wir selbst auch Unwissende sind, nicht mehr weit. Alles immer nur eine Frage der Perspektive und des Kontextes. Dann kann man demütig werden und kommt vielleicht am Ende doch noch in den Himmel.


Das halte ich für eine sehr weise und und gute Einstellung. Wobei ich finde, dass wir in so einem Fall nicht "vielleicht am Ende doch noch in den Himmel" kommen, sondern dass wir, solches Verhalten und so eine Einstellung vorausgesetzt, gar nicht mehr nötig haben werden, uns auf "den Himmel" zu freuen, denn dann ist unser Leben hier und jetzt schon gut... :-)
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Re: Permanenter Rechtfertigungsdruck

Beitragvon Alex1 » Fr 2. Jun 2017, 11:32

mweisEl hat geschrieben:
Pianist hat geschrieben:
Die Umweltlobby wird mich lieben, weil ich ein Elektroauto fahre, und die Wirtschaftslobby wird mich hassen
Die Umweltlobby wird Dich auch hassen (da Du Auto fährst), also alle, da kann man sich viel einfacher darauf einstellen.
Nein, die Umweltlobby hat in den letzten Jahren viel dazugelernt. Beispiele aus meinem Dunstkreis:

- Die EWS Schönau sind inzwischen aufgeschlossen für eMobilität,
- Bei unserem (kommenden) Stammtisch in Kitzingen/Marktbreit ist eine Grünen-Politikerin unter den Initiatoren,
- Boris Palmer hat schon vor Jahren Söders Fahrer auf sparsamere Autos hingewiesen, nicht etwa auf reine Öffis.
Herzliche Grüße
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Re: Permanenter Rechtfertigungsdruck

Beitragvon campr » Fr 2. Jun 2017, 15:54

phonehoppy hat geschrieben:
Elektrolurch hat geschrieben:
... Aber wenn wir uns selbst ändern, ändert sich dadurch auch die Welt. Vielleicht nicht (gleich) in großem Maßstab. Also kultivieren wir am besten auch Geduld. Und vielleicht hilft es uns auch, andere nicht als Gegner wahrzunehmen, sondern schlimmstenfalls als Unwissende. Und wenn wir da angekommen sind, ist die Erkenntnis, dass wir selbst auch Unwissende sind, nicht mehr weit. Alles immer nur eine Frage der Perspektive und des Kontextes. Dann kann man demütig werden und kommt vielleicht am Ende doch noch in den Himmel.


Das halte ich für eine sehr weise und und gute Einstellung. Wobei ich finde, dass wir in so einem Fall nicht "vielleicht am Ende doch noch in den Himmel" kommen, sondern dass wir, solches Verhalten und so eine Einstellung vorausgesetzt, gar nicht mehr nötig haben werden, uns auf "den Himmel" zu freuen, denn dann ist unser Leben hier und jetzt schon gut... :-)

Ich sehe es ähnlich. Meckern ist eine eher passive Angelegenheit. Selbst aktiv Entscheidungen zu treffen, insbesondere für eine bessere Zukunft, ist es aktive Rolle. Man kann also seinen teilweisen Frust über aktuelle Zustände in konstruktive Bahnen lenken, wo man eigentlich (fast) nur gewinnen kann, zumindest emotional ist es ein großer Unterschied.
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Re: Permanenter Rechtfertigungsdruck

Beitragvon Pianist » Fr 2. Jun 2017, 18:07

Ich gebe Euch vollkommen Recht. Aber Ihr dürft nicht vergessen, dass wir es zum Teil mit Leuten zu tun haben, die vollkommen lernresistent sind und alles in Frage stellen, was sie einfach nicht glauben wollen. Denen ist dann mit Argumenten und Sachinformationen nicht mehr beizukommen. Das gipfelt in den "Reichsbürgern", die die Existenz der Bundesrepublik leugnen. An sich müssten solche Leute in eine geschlossene Abteilung eingewiesen werden.

Und ähnlich eben auch bei den Elektroautos bzw. bei der Stromproduktion. In jeder Diskussion kommt früher oder später jemand, der so ganz nebenbei einwirft, dass Windräder angeblich in ihrem ganzen Leben nicht die Energie erzeugen, die ihre eigene Herstellung und Montage gekostet hat. Dabei kann man ganz leicht nachlesen, dass die tatsächliche Amortisationszeit nur wenige Monate beträgt. Wenn man das dann richtigstellt, kommt als Antwort "das glaube ich nicht, die Medien sind doch alle gleichgeschaltet und reden den Öko-Terroristen nach dem Mund".

Oder es wird eine Diskussion über die Produktion und Entsorgung der Batterien aufgemacht und mit vollkommen falschen Informationen gearbeitet. "Fake-News" vom Feinsten.

Matthias
Wäre beinahe Ioniq-Fahrer geworden.
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Re: Permanenter Rechtfertigungsdruck

Beitragvon nr.21 » So 4. Jun 2017, 00:09

ja, so ist es leider. Ändert sich wohl nur langsam.
Hier ein Zitat aus einem anderen Forum, wo es eigentlich überhaupt nicht um Autos geht:

" Ich bin überascht, das sich keiner über den Fehler mokiert: Emissionsfrei? Was ist den das für ein Schwachsinn?
Ein E-Auto hat nen Gesamtwirkungsgrad von ca. 7% im Vergleich zu nem Verbrenner von 22 bis 25%!
Wohlgemerkt bei Berücksichtigung des aktuellen Energiemix bei der Stromerzeugung.
E-Autos sind die momentan größten Umweltsäue auf Rädern die man kaufen kann.
.."

Da fällt einem nix mehr ein
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Re: Permanenter Rechtfertigungsdruck

Beitragvon Odanez » So 4. Jun 2017, 06:10

das war aber eindeutig ein Troll, denn so etwas kann keiner ernst meinen. Mein Vertrauen in die Menschheit ist noch nicht so schlimm, dass ich glauben würde, dass es dieser Typ ernst meint mit seinem Beitrag
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Re: Permanenter Rechtfertigungsdruck

Beitragvon Taxi-Stromer » So 4. Jun 2017, 10:24

Doch, der meint mit Sicherheit genau das was er schreibt!

Hat bestimmt einen IQ unter 80 (und wäre somit untauglich für den Militärdienst)....

:roll:
Seit 11.11.2015 Leaf Tekna (EZ 3/2015), bisher 52.000 selbst gefahrene (und jeden Einzelnen davon genossenen!) Kilometer! 8-)
7.10.2017: Tachostand 50.000 überschritten.... :D
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Re: Permanenter Rechtfertigungsdruck

Beitragvon Fronty » So 4. Jun 2017, 10:29

Pianist hat geschrieben:
Schönen guten Tag an alle Mitlesenden!

Mir fällt auf, dass in jeder Diskussion über Elektroautos früher oder später jemand einwirft, dass der Strom ja auch nicht sauber ist, sondern aus Braunkohle, Steinkohle und Atomkraft kommt.

Macht schon einen Unterschied, ob der böse Strom in 20 bösen Kohlekraftwerken hergestellt wird, oder durch zig Millionen kleinen Verbrennungsmotoren, die in Alltag nie richtig warm werden, dazu das ganze thermisch verbrennen, schön kleinstzerhackt und schön lungengängig direkt ins Blut geschossen wird. Wer das nicht richtig verstanden hat, hat wohl dem Werbespruch nach "Benzin im Blut" seine endgültige Bestimmung bereits gefunden.

vermutlich sind diese Gegner, die gleiche Typen die für 40 Euro quer durch Europa zum Bildungsurlaub fliegen. oder Biofood aus Neuseeland essen.
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Re: Permanenter Rechtfertigungsdruck

Beitragvon Fronty » So 4. Jun 2017, 10:48

Toumal hat geschrieben:
Ich glaube bei vielen Leuten auf der Strasse ist es einfach nur Trotz. Die eigene Lebensweise wird von anderen "schlechtgeredet", darum wird u.a. mit Aufklebern am Auto reagiert:

"Dieselpower"
"Eat my Feinstaub"
etc.

Vorzugsweise auf leicht heruntergekommenen VW Golfs und Polos, bei welchen das Luftholen im Bereich von 30 Metern hinter dem Fahrzeug zum Abenteuer wird.



geht auch anders:
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Re: Permanenter Rechtfertigungsdruck

Beitragvon motion » Di 6. Jun 2017, 17:48

Fahrer von PKW mit Verbrennungsmotoren sollen hier aber auch permanent offen legen, warum sie noch nicht elektrisch unterwegs sind. Zählt man dann die Gründe auf, werden diese als Ausreden abgetan.

Gab es dazu nicht auch mal ein Thread? Ich finde ihn gerade nicht.
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