Norwegen: Sättigung derzeit erreicht ?

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Norwegen: Sättigung derzeit erreicht ?

Beitragvon novalek » Sa 20. Jan 2018, 14:31

In "Die Welt" vom 20.1.2018 steht's (sinngemäß): Die norwegische Elektroautovereinigung in Oslo macht drauf aufmerksam, wer sich ein E-Mobil kaufen will, sollte drauf achten, daß er es zu Hause lädt oder laden kann - die Infrastruktur sei derweil erschöpft.
Aus der GE-Statistik ein Vergleich der eingetragenen Ladepunkte (unbekannt ist, ob CCS und CHAdeMO alternativ sind) der Staaten Norwegen // Deutschland // Österreich:
TYP2 == 50 // 560 // 160
CHAdeMO == 800 // 700 // 200
CCS == 750 // 900 // 200
TESLA == 400 // 390 // 140
Würde man die Einwohner von N hernehmen, müßten in Berlin allein 800 CCS-CHAdeMO- und 400 TESLA-Ladepunkte installiert sein.
Marktanteil in N - BEV = 17% + Hybrid = 18%
Zuletzt geändert von novalek am Sa 20. Jan 2018, 14:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon umrath » Sa 20. Jan 2018, 14:44

Bullshit (aber was will man von Springer schon anderes erwarten)!

Es gab temporär mal einen Engpass in Oslo (nicht ganz Norwegen) und der wird mittlerweile durch massiven Ausbau der Ladesäulen bekämpft.
Ich war selbst im November in Norwegen und hatte keinerlei Probleme eine freie Lademöglichkeit zu finden.
Und die Ladepunkte in Norwegen sind weitaus zahlreicher als im GE-Verzeichnis aufgeführt. Man kommt einfach nicht mehr hinterher alles einzutragen und in Ländern wie Norwegen braucht es das auch nicht mehr. Da lädt man halt einfach. Der nächste Anschluss ist gleich um die Ecke.
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Re: Norwegen: Sättigung derzeit erreicht ?

Beitragvon novalek » Sa 20. Jan 2018, 14:56

umrath hat geschrieben:
weitaus zahlreicher als im GE-Verzeichnis aufgeführt.
Angenommen, die Norwegen-Ladepunkte sind ein Bruchteil dessen, der im GE aufgeführt ist, dann sieht es in D ja noch grausamer aus ...

Springer: das ist ein Zitat eines OSLOer Vereins.
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Re: Norwegen: Sättigung derzeit erreicht ?

Beitragvon umrath » Sa 20. Jan 2018, 14:58

Deutschland ist ein E-Entwicklungsland und Norwegen die Weltspitze. Ja, das Gefälle ist gigantisch.
Ich habe mal eben stichprobenartig nachgeschaut und auf Anhieb 3 Ladestellen (mit jeweils mehreren Ladesäulen) gefunden, die komplett fehlen. Und das nach nur 1 Minute suchen.
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Re: Norwegen: Sättigung derzeit erreicht ?

Beitragvon Blue shadow » Sa 20. Jan 2018, 15:05

Auch da ist etwas dran...

Die warnung ist aber auch schon monate alt....aber ein selbstläufer ist die e mobiltät nicht...wenn sie sich nicht selber trägt, ist noch einiges zu tun...

Ich mache 3 kreuze wenn wir einen ausbau wie in N erreicht haben.....alles eine frage der zeit
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Re: Norwegen: Sättigung derzeit erreicht ?

Beitragvon Alex1 » Mo 22. Jan 2018, 19:19

Die WELT ist ja nun nicht gerade bekannt für eine besondere Nähe zu Umwelt-, Klima- oder Menschenschutz. Ich sage nur Kulke :roll:

Die suchen einfach Alles, was der Verpesterlobby nützt.

Ich habe allerdings von vielen Seiten erlebt, dass diese einzelne Horrormeldung über einen kleinen Engpass in einem kleinen Gebiet aufgebauscht wird zu einem Popanz aufgebaut wird, der die gesamte eMobilität zum Einsturz bringen sollte. Da ist ganz häufig der Wunsch der Vater des Gedankens.
Herzliche Grüße
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Re: Norwegen: Sättigung derzeit erreicht ?

Beitragvon novalek » Mo 22. Jan 2018, 20:32

Alex1 hat geschrieben:
Die WELT ... Die suchen einfach Alles, was der Verpesterlobby nützt.
Zunächst sind alle Druck- und E-Medien aufbausch-süchtig. Den Welt-Autoren in Detroit das zu unterstellen will ich nicht - Verpesterlobby: Seit ca. 1 1/2 Wochen schaltet BOSCH in dieser Zeitung täglich 1/1 Vollseite mit Erklärung Ihrer E-Mobilitätskomponenten und Ladetechniken.
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Re: Norwegen: Sättigung derzeit erreicht ?

Beitragvon iOnier » Mo 22. Jan 2018, 20:37

Bosch ist ja auch "nur" Zulieferer und auf Elektrik-/ Elektronikbauteile spezialisiert. Denen schwimmen mit einer Umstellung auf E-Mobilität keine Felle weg, die müssen nur bisschen umstellen. Alles was gebraucht wird produzieren sie ja bereits längst, nur teils in anderer Form oder für andere Einsatzzwecke. Die können von der Umstellung nur profitieren, allerdings müssen sie Zulieferer bleiben - die Produktion darf also nicht zu sehr anderswohin abwandern. Ein chinesischer Autobauer wird sich eher einen chinesischen Zulieferer suchen.
Gruß
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Re: Norwegen: Sättigung derzeit erreicht ?

Beitragvon Helfried » Mo 22. Jan 2018, 20:45

iOnier hat geschrieben:
Die können von der Umstellung nur profitieren, allerdings müssen sie Zulieferer bleiben


Bosch möchte eigentlich viel mehr als bisher in Richtung Autobauer mutieren und selber große Teile eines Autos produzieren. Ähnlich wie bei den Fahrrädern. Da ein Auto immer mehr Software und Elektrik ist und immer weniger Mechanik, werden da manche Autobauer der mechanischen Schule noch blaue Wunder erleben.
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Re: Norwegen: Sättigung derzeit erreicht ?

Beitragvon iOnier » Mo 22. Jan 2018, 20:53

Mit "müssen Zulieferer bleiben" hob ich eigentlich auf die Abhängigkeit von den Autobauern ab. Also dass sie weiterhin Werke brauchen, denen sie zuliefern können. Zugleich sind sie auf "Elektro" spezialisiert, können also von einer Umstellung auf E-Mobilität nur profitieren. Nicht aber oder zumindest deutlich weniger, wenn die deutschen Hersteller den Bach 'runtergehen sollten, weil sie die Umstellung nicht packen. Also kein Wunder, wenn sich Bosch da 'reinhängt und die Umstellung promotet. Anders die konventionellen Autobauer, die besser fahren wenn das mit der Umstellung nicht zu schnell geht.

Klar kann Bosch aus der "Abhängigkeitsfalle" als Zulieferer auch durch "selber machen" entkommen. Kostet aber auch einen erheblichen Kraftakt.

Größere Teile, wie komplette Antriebsstränge anzubieten könnte ihnen aber auch auf dem Weltmarkt Kunden einbringen und wäre ein deutlich kleinerer Kraftakt, mithin eventuell der Goldweg.

Spannend, diese Entwicklung aktuell.
Gruß
Werner
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