Norwegen mit E-Boom überfordert

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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon Karlsson » Do 21. Sep 2017, 12:28

nr.21 hat geschrieben:
Das Kostenargument sollte da auch nicht greifen, weil sich die Anschaffungsmehrkosten bei hoher Fahrleistung und wenig Verschleißteilen bald amortisieren dürften.

Das frisst bei mir die Akkumiete wieder alles auf. Und hohe Fahrtleistung - warum denn? Ich fahre nicht mehr als vorher. Sogar noch weniger, weil wir vorher immer mein Auto (Diesel) für die Langstrecken genommen haben. Seitdem wir das Elektroauto haben, fährt der Benziner meiner Frau wieder mehr Kilometer - eben die Langstrecken, die vorher der Diesel übernommen hat. Der Zoe fährt mehr, liegt aber auch zur Zeit unter 10tkm/a.
Das Kostenargument greift zur Zeit noch voll.
In Norwegen sieht das durch massive Förderungen, billigeren Strom und teureren Sprit wohl anders aus.

In höchstens einer Hand voll Jahren werden wir aber wohl auch elektrisch billiger fahren können.
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon nr.21 » Do 21. Sep 2017, 12:51

klar, jeder hat andere Anforderungen.
Ich meinte es so wie es die meisten wohl handhaben, wenn eines von 2 Autos elektrisch fährt: das E-Auto wird so viel gefahren wie möglich, das andere so wenig wie unbedingt nötig. Das ist zugegebenermaßen bei mir einfach, weil ich mich oft mit meiner Frau abwechseln kann aufgrund verschiedener Arbeitszeiten. Und man entwickelt einen gewissen Ehrgeiz, planbare Fahrten so zu legen, dass man das E-Auto nehmen kann.
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon kub0815 » Do 21. Sep 2017, 14:14

Karlsson hat geschrieben:
In höchstens einer Hand voll Jahren werden wir aber wohl auch elektrisch billiger fahren können.


Daran glaube ich noch nicht das es billiger wird. Wenn die Steuereinnahmen aus dem Benzinverkauf wegfallen lassen sich die Finanzminister bestimmt etwas einfallen....
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon Exciter » Do 21. Sep 2017, 15:31

Also ich fahre jetzt schon günstiger mit dem BEV als vorher mit dem Verbrenner.
Mein Schwager und ich teilen uns einen gebrauchten I-Miev den wir für 9000 Eruo gekauft haben.
Aufladen erfolgt seit Juni lückenlos bei kostenlosen Ladepunkten in der Umgebung.

Doch selbst wenn wir den Wagen nicht kostenlos laden könnten, so wären das etwa 2,80 Euro auf 100km an der Steckdose.
Natürlich ist das nichts für jeden, aber sicher für einige. Man muss nur mal den Gedanken an ein BEV zulassen und ernsthaft überlegen ob es für einen geeignet ist.
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon Nordstromer » Do 21. Sep 2017, 16:08

harlem24 hat geschrieben:
Oder einfach die 20ct Dieselsubvention für die PKWs streichen und die 4mrd € umleiten.


Das sind ja richtig feuchte Träume. Aufwaaaachen!!! :lol:
So was ist ja nicht mal angedacht und ich wüsste außer ein paar Grünen und vielleicht auch einigen Linken keinen der das überhaupt erst mal als Forderung in den Raum stellen würde. Das hier ist echt ne krasse Filterblase :mrgreen:
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon Nordstromer » Do 21. Sep 2017, 16:09

kub0815 hat geschrieben:
Karlsson hat geschrieben:
In höchstens einer Hand voll Jahren werden wir aber wohl auch elektrisch billiger fahren können.


Daran glaube ich noch nicht das es billiger wird. Wenn die Steuereinnahmen aus dem Benzinverkauf wegfallen lassen sich die Finanzminister bestimmt etwas einfallen....


Sicher. Wir sind selbst die ersten die schreien wenn es zu Kürzungen in Bildung, Soziales und Infrastruktur kommt.
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon Nordstromer » Do 21. Sep 2017, 16:16

Exciter hat geschrieben:
Also ich fahre jetzt schon günstiger mit dem BEV als vorher mit dem Verbrenner.
Mein Schwager und ich teilen uns einen gebrauchten I-Miev den wir für 9000 Eruo gekauft haben.
Aufladen erfolgt seit Juni lückenlos bei kostenlosen Ladepunkten in der Umgebung.

Doch selbst wenn wir den Wagen nicht kostenlos laden könnten, so wären das etwa 2,80 Euro auf 100km an der Steckdose.
Natürlich ist das nichts für jeden, aber sicher für einige. Man muss nur mal den Gedanken an ein BEV zulassen und ernsthaft überlegen ob es für einen geeignet ist.


Hat ein Drilling über das gesamte Jahr gesehen einen durchschnittlichen Verbrauch von 10kWh/100km? Ich bin den iMiev einige Male gefahren und meine der lag doch ein gutes Stück darüber.
Und einen gebrauchter iMiev für 9k€ muss aber schon relativ alt sein und der Akku wird sicher auch schon etwas degradiert sein. Wenn ihr damit zu zweit auskommt fahrt ihr eher sehr wenig damit.
Das sich ein BEV rechnen kann habe ich auch feststellen können. Aber die Gesamtrechnung steht und fällt am Ende mit zwei Faktoren.
1.) Wie lange hält der Akku also wie lange ist er nutzbar und was kostet dann ein Ersatz-Akku.
2.) Wie ist der Wertverlust am Ende wirklich?

Wir haben für unseren A2TDi einen Verlust von 13k€ in 12 Jahren gehabt. Gekauft haben wir ihn mit 1,5 Jahren. Hätten wir ihn neu gekauft wäre der Verlust in 13,5 Jahren etwa grob bei 23k€ gelegen. Im Schnitt hat er im Jahr also 1700€ verloren. Der Ioniq müsste also nach 13,5 Jahren auch noch mindestens 5k€ auf die Waage bringen. Man wird sehen.
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon nr.21 » Do 21. Sep 2017, 17:02

Die Akkupreise fallen schneller, als es bisher angenommen wurde, der Energiebedarf zu ihrer Herstellung wird das auch tun
(laut dieser Studie aus Schweden, die als Kronzeuge gegen die E-Mobilität angeführt wird, gibt es bisher weder neue noch verlässliche Zahlen hierzu).
Die Kraftstoffpreise werden wieder steigen.
Die Wertverluste für Dieselfahrzeuge nehmen zu, weil sie bis auf wenige Ausnahmen die Grenzwerte nur auf dem Prüfstand einhalten.
Die Akkus scheinen länger zu halten als die Kassandrarufer glauben.
Die Zweitverwertung der Akkus ist ein riesiger Zukunftsmarkt angesichts der Notwendigkeit, Energie aus erneuerbaren Quellen zwischenspeichern zu müssen.
Dass Norwegen die Ölgelder für etwas Sinnvolles ausgibt, ist doch klasse.
Da sollten sich die anderen Ölnationen mal ein Beispiel dran nehmen
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon harlem24 » Do 21. Sep 2017, 17:25

@Nordstromer

Nein, dass hat nichts mit Filterblase zu tun, das fordern sogar Kommentatoren in den normalen Zeitungen.
Gut, vielleicht muss man ja nicht die gesamte Subvention auf einmal aufgeben, aber selbst 10ct pro Liter würden niemandem wehtun und ordentlich Kohle in die Kassen spülen.
Um wieviel wetten wir, dass zumindest Teile der Privilegien noch in der jetzt anfangenden Legislaturperiode fallen werden?
Gruß

CHris

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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon Basslo » Do 21. Sep 2017, 18:53

kub0815 hat geschrieben:
Karlsson hat geschrieben:
In höchstens einer Hand voll Jahren werden wir aber wohl auch elektrisch billiger fahren können.


Daran glaube ich noch nicht das es billiger wird. Wenn die Steuereinnahmen aus dem Benzinverkauf wegfallen lassen sich die Finanzminister bestimmt etwas einfallen....


Muss nicht unbedingt sein da der Stromverbrauch steigt und die Gelder mehr im Land bleiben als ins Ausland zu den Ölscheichs. Davon hat auch der Staat was, vorallem in Deutschland wo die Steuern auf dem Strom ja nicht gerade wenig sind.
Auch durch die Infrastrukturprojekte im Energiesektor durch E-Mobilität verdient der Staat. Steigt der Anteil an E-Autos werden auch PV Anlagen erhöht nachgefragt, da man mehr Nutzen davon hat als vorher und sie sich schneller rechnet.
Also ich glaube dass am Ende der Staat mehr am E-Auto verdient als mit Verbrennern.
Wenn man sich ansieht wieviel Mrd. England jetzt Shell aus Steuergeldern zuschießt um ausgediente Ölplattformen abzubauen, dann kann das für den Staat ein ordentlicher Kostenfaktor sein, nur weil so große Konzernen gleich Druck machen wegen drohnenden Arbetisplätzen, wenn sie das Geld nicht bekommen.
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