Norwegen mit E-Boom überfordert

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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon Karlsson » Di 19. Sep 2017, 17:12

R2-D2 hat geschrieben:
Bis vor 120 Jahren wurde Benzin in Apotheken verkauft , bis dann findige Leute die Tanksäule erfunden haben.
Da gabs bestimmt auch genügend Bedenkenträger.

Zurecht. Unter den Umständen hätte ich damals auch den Gaul behalten. Genauso würde ich ohne Lademöglichkeit zuhause und Verfügbarkeit eines weiteren Fahrzeugs ohne Reichweiteneinschränkung kein Elektroauto haben.
Das ist einfach unpraktisch.

kub0815 hat geschrieben:
Und ihr meint das man einen Benzin oder Dieselfahrer durch höhere Steuern wegen der Emobilität für das Emobilität begeistern kann?

Falscher Ansatz. Die Steuern auf Umweltverschmutzung erheben und dann freuen sich bestehende und neue Nutzer über die nicht anfallenden Steuern wenn sie E-Auto fahren.
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon Schüddi » Di 19. Sep 2017, 17:42

Karlsson hat geschrieben:
kub0815 hat geschrieben:
Und ihr meint das man einen Benzin oder Dieselfahrer durch höhere Steuern wegen der Emobilität für das Emobilität begeistern kann?

Falscher Ansatz. Die Steuern auf Umweltverschmutzung erheben und dann freuen sich bestehende und neue Nutzer über die nicht anfallenden Steuern wenn sie E-Auto fahren.

In diesen "Genuss" kommen aber eben nur die, die es sich leisten können. Also im Umkehrschluss können wie immer nur die Geld sparen, die Geld haben. Siehe mein Beispiel auf der ersten Seite.
Der normale Arbeiter kann sich kein Elektroauto leisten und zahlt dafür auch noch Strafe. Ja das ist fair. Man könnte auch den Soli heranziehen den keiner mehr braucht.
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon tomas-b » Di 19. Sep 2017, 17:50

Schüddi hat geschrieben:
In diesen "Genuss" kommen aber eben nur die, die es sich leisten können. Also im Umkehrschluss können wie immer nur die Geld sparen, die Geld haben. Siehe mein Beispiel auf der ersten Seite.
Der normale Arbeiter kann sich kein Elektroauto leisten und zahlt dafür auch noch Strafe. Ja das ist fair. Man könnte auch den Soli heranziehen den keiner mehr braucht.


Warum sollen sie es sich nicht leisten können?
Wenn ich mir bei uns in der Firma (kein Tariflohn!) angucke, was die einfachen Arbeiter am Band bereit sind, für ein Auto auszugeben, weiß ich, dass es nicht am fehlenden Geld liegen kann...

Und diejenigen, die sich jetzt nur einen kleinen Peugeot 106 oder Fiat Panda leisten können oder wollen, kaufen sich dann halt auch bei den EV`s nur einen Drilling oder etwas Vergleichbares...

Zumal man ja nicht davon ausgehen darf, dass sich alle unbedingt einen Neuwagen kaufen sondern sich etwas Gebrauchtes holen. Machen sie ja jetzt bei den Verbrennern auch so...
Zuletzt geändert von tomas-b am Di 19. Sep 2017, 18:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon Naheris » Di 19. Sep 2017, 17:58

umrath hat geschrieben:
Der Fond verwaltet rund 800 Milliarden Euro und macht eine durchschnittliche Rendite von 6 %. Von dieser Rendite dürfen bis zu 3 % für Infrastrukturausgaben verwendet werden. Das sind am Ende also 3 % von 48 Milliarden, sprich 1,4 Milliarden Euro - für alle Infrastrukturmaßnahmen zusammen.

Sorry, das ist schwerlich relevant.

Sorry, das ist schwerlich falsch gerechnet. :mrgreen:

Die 3% beziehen sich auf den Wert des Staatsfonds, nicht dessen Erträge. In Deinem Beispiel wären es also nur mal 24 Mrd., die in den Haushalt fließen dürfen. 2,8% haben sie derzeit, womit sie also 22,4 Mrd. einsetzen, also 21 Mrd. mehr, als Du ihnen zugestehst. ;)
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon umrath » Di 19. Sep 2017, 18:06

Nein, meine Rechnung stimmt. Lediglich die Erträge dürfen verwendet werden, nicht 3 % des Wertes des Fonds.
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon Naheris » Di 19. Sep 2017, 19:08

Das steht aber in keiner Quelle so, die ich dazu gelesen habe (waren ja nur drei).

Laut WIKI sind es übrigens inzwischen 4% des Fondswertes. https://de.wikipedia.org/wiki/Staatlicher_Pensionsfonds_(Norwegen)

Auch laut Boerse.de:
https://www.boerse.de/wissen/staatsfonds-norwegen/

Oder hier, direkt aus dem Mund von Norwegischen Politiker, der das eingeführt hat:
http://www.deutschlandfunkkultur.de/groesster-staatsfond-der-welt-der-oel-sparstrumpf-der.979.de.html?dram:article_id=355998
Wir haben also diese Regel eingeführt die besagt: Es wird nur der Überschuss aus dem Fonds angetastet. Das ist ganz logisch, wie bei einem Bankkonto. Solange man nur die Zinsen verbraucht, bleibt dessen Grundwert bestehen. Die Frage war damals, wie hoch der Überschuss sein würde. Wir haben ihn auf vier Prozent geschätzt, das schien uns das richtige Niveau.

Auch die aktuelle Regierung aus Konservativen und populistischer Fortschrittspartei hält sich an die Vier-Prozent-Regel. Mehr darf sie nicht entnehmen. Im neuesten Haushaltsplan sind 2,8 Prozent vorgesehen. Aber das bedeutet auch: Wenn der Fonds weniger als diese 2,8 Prozent abwirft, schrumpft er, und damit auch die Altersvorsorge für künftige Generationen in Norwegen. Es hängt also wesentlich an den Management-Fähigkeiten der staatlichen Investoren, ob die Norweger auch noch in 200 Jahren von ihrem Öl-Reichtum profitieren. Finanzausschuss-Chef Hans-Olav Syversen ist guter Dinge, habe sich der Fonds doch besser entwickelt, als man es noch vor wenigen Jahren habe erwarten können:

Mit Deiner Rechnung würde der fett markierte Teil so nicht passen.

Welche Quelle nutzt Du? :mrgreen:
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon Karlsson » Di 19. Sep 2017, 19:16

Schüddi hat geschrieben:
In diesen "Genuss" kommen aber eben nur die, die es sich leisten können. Also im Umkehrschluss können wie immer nur die Geld sparen, die Geld haben. Siehe mein Beispiel auf der ersten Seite.
Der normale Arbeiter kann sich kein Elektroauto leisten und zahlt dafür auch noch Strafe. Ja das ist fair. Man könnte auch den Soli heranziehen den keiner mehr braucht.

Wie Du es auch drehst und wendest, sollte Autofahren etwas teurer werden. Am besten man besteuert den Sprit stärker, dann trifft es vor allem große Fahrzeuge.
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon kub0815 » Di 19. Sep 2017, 22:03

eDEVIL hat geschrieben:
Budnesweit durch entsprechene Umlagen auf den Spritpreis.

Halte ich für meine gute Idee wenn der Staat mehr Geld bekommt macht er nur noch mehr Unsinn damit. Garantiert bekommst dafür dann kein Ladesäulen dafür.
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon Schüddi » Di 19. Sep 2017, 22:31

Karlsson hat geschrieben:
Schüddi hat geschrieben:
In diesen "Genuss" kommen aber eben nur die, die es sich leisten können. Also im Umkehrschluss können wie immer nur die Geld sparen, die Geld haben. Siehe mein Beispiel auf der ersten Seite.
Der normale Arbeiter kann sich kein Elektroauto leisten und zahlt dafür auch noch Strafe. Ja das ist fair. Man könnte auch den Soli heranziehen den keiner mehr braucht.

Wie Du es auch drehst und wendest, sollte Autofahren etwas teurer werden. Am besten man besteuert den Sprit stärker, dann trifft es vor allem große Fahrzeuge.
Die Leute müssen einen Anreiz bekommen, um
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- weniger
- kleinere Fahrzeuge
zu fahren.
Grundsätzlich eine logische denke aber das wird nie diejenigen treffen die wirklich große Autos fahren. Wer sich einen Wagen ab einer Größenordnung A6, E-Klasse usw. leisten kann wird sich das auch weiter leisten können. Jemand der jetzt aber schon knapp ist trifft es hart.

tomas-b hat geschrieben:
Schüddi hat geschrieben:
In diesen "Genuss" kommen aber eben nur die, die es sich leisten können. Also im Umkehrschluss können wie immer nur die Geld sparen, die Geld haben. Siehe mein Beispiel auf der ersten Seite.
Der normale Arbeiter kann sich kein Elektroauto leisten und zahlt dafür auch noch Strafe. Ja das ist fair. Man könnte auch den Soli heranziehen den keiner mehr braucht.


Warum sollen sie es sich nicht leisten können?
Wenn ich mir bei uns in der Firma (kein Tariflohn!) angucke, was die einfachen Arbeiter am Band bereit sind, für ein Auto auszugeben, weiß ich, dass es nicht am fehlenden Geld liegen kann...

Und diejenigen, die sich jetzt nur einen kleinen Peugeot 106 oder Fiat Panda leisten können oder wollen, kaufen sich dann halt auch bei den EV`s nur einen Drilling oder etwas Vergleichbares...

Zumal man ja nicht davon ausgehen darf, dass sich alle unbedingt einen Neuwagen kaufen sondern sich etwas Gebrauchtes holen. Machen sie ja jetzt bei den Verbrennern auch so...

Da machst du es dir aber ganz schön einfach - alle mal über einen Kamm scheren - weist du wie die alle leben?
Wie viele gebrauchte sind denn aktuell zu haben? Auch du bist gerne eingeladen dich an meiner Aufgabe auf Seite 1 zu beteiligen. Bisher hat es nicht einer zustande gebracht auch nur eine Antwort dazu zu verfassen. Immer nur Blabla aber nicht einen Gedanken zuende gebracht. Wie alt sind diese Arbeiter? Was verdienen Sie? Was zahlen Sie Miete? Was haben sie für Hobbys? Haben Sie Lademöglichkeiten zuhause? Und was interessiert in dieser Diskussionsrunde überhaupt irgendwelche Einzelfälle? Ich dachte jeder soll elektrisch fahren dann sag mir wie und nicht alles easy jeder kann das weil sie teure Autos fahren. Was kostet im Schnitt ein VERGLEICHBARES E-Auto. Also KLASSENGLEICH?
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon Michael_Ohl » Di 19. Sep 2017, 23:23

Wozu muss es denn Klassegleichheit geben? Wenn ich darauf warten würde hätt ich sicher vor 2025 kein E-Auto. Einen Kombi der 1,5to ziehen darf für die Urlaubsreise und zwischendurch auch mal knapp 200 km/h fährt, gibt es zwar fast, der kostet aber derzeit voll ausgestattet 150k€ und nicht 20k€.
Ob wie heute jeder Arbeiter Mercedes und BMW fahren muß erschließt sich mir jedenfalls nicht.

mfg
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