Nationale Plattform Elektromobilität bremst noch schärfer

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Re: Nationale Plattform Elektromobilität bremst noch schärfe

Beitragvon hHoch3 » Mi 3. Dez 2014, 14:02

tom hat geschrieben:
hHoch3 hat geschrieben:
Wie meinst du das mit nicht dürfen?

Es gibt zum Thema hier diverse Threads. Grunderkenntnis aus all denen ist, dass die deutsche Automobiliindustrie mit allen Mitteln verhindern will, dass an Ladesäulen neben CCS und Typ 2 auch noch CHAdeMO angeboten wird. Beim öffentlich geförderten SLAM ist dies ausdrücklich in den Förderrichtlinien festgehalten. Und auch bei den 400 Säulen welche der Minister Dobrindt kürzlich angekündigt hat, wird kein CHAdeMO am Start sein, sondern nur CCS und Typ 2.
Zudem empfiehlt die NAtionale Platform Elektromobilität in ihrem aktuellen Bericht der Bundesregierung nachdrücklich auf alles anderes als CCS zu verzichten. Deutschland soll somit offiziell zur CHAdeMO befreiten Zone werden, wenn es nach der Autoindustrie ginge.

Nachzulesen hier:
infrastruktur/superladesaeulen-fuer-deutschland-auto-bild-von-heute-t4221.html
infrastruktur/dobrindt-400-schnelllader-an-dt-raststaetten-t7992.html
infrastruktur/schnelladestandard-diskussion-t7942.html
allgemeine-themen/nationale-plattform-elektromobilitaet-bremst-noch-schaerfer-t8014.html

Gruss Thomas


Ich antworte mal dem EU-Parlament:
http://www.europarl.europa.eu/sides/get ... XML+V0//DE
Gleichstrom-Hochleistungsladestationen für Elektrofahrzeuge sind aus Gründen der Interoperabilität mindestens mit Kupplungen des Typs „Combo 2“ nach der Norm ▌EN62196-3 auszurüsten.


Also das Verbot von Chademo gibt es nicht.
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Re: Nationale Plattform Elektromobilität bremst noch schärfe

Beitragvon tom » Mi 3. Dez 2014, 14:11

Richtig es gibt kein Verbot. Ist gibt in Deutschland aber das unbändige Bestreben auf keinen Fall über den von Dir genannten Mindeststandard hinauszugehen.
PS: Ausnahmslos alle anderen europäischen Staaten, welche ein Schnellladenetzt aufbauen, setzen auf Tripple-Lader. Damit wird nämlich die Elektromobilität als ganze gefördert. Nur Deutschland setzt offiziell einzig und allein auf CCS und behindert damit ganz gezielt die Verbreitung von ausländischen Elektrofahrzeugen, was dann auch noch als Förderung der Elektromobilität verkauft wird.

Gruss Thomas
Zuletzt geändert von tom am Mi 3. Dez 2014, 14:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nationale Plattform Elektromobilität bremst noch schärfe

Beitragvon p.hase » Mi 3. Dez 2014, 14:26

sieht so aus als würde die StromStaffel total durchgreifen. hoffentlich gibt es keine ReichsStromNacht. ich schäme mich mal wieder für mein land. :oops:
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Re: Nationale Plattform Elektromobilität bremst noch schärfe

Beitragvon TeeKay » Mi 3. Dez 2014, 14:40

Nur ein Idiot würde verbieten - denn dagegen könnte man rechtlich vielleicht vorgehen. Viel genialer ist es doch, wenn angeblich unabhängige Gremien, in denen aber nur das Who is Who der deutschen Großindustrie (vornehmlich Automobilbau) vertreten ist, Empfehlungen abgeben. Und die Verwaltungsrechtler in den Ministerien ersinnen dann Konstruktionen, die rechtlich vollkommen unangreifbar sind, de facto aber zu einem Ausschluss von Chademo führen. Eine solche geniale Konstruktion ist das Tarnen eines Infrastrukturprojekts als Forschungsprogramm.

Wenn ich erforschen will, wie CCS-Ladesysteme genutzt werden, muss ich den Forschungsgegenstand erst einmal anschaffen. Und um Kosten zu sparen, mache ich das als Public Private Partnership. Die Uni gibt also privaten Investoren Geld, damit die Lader bauen, die die Uni dann erforschen kann. Genial - und dagegen kann kein Chademo-Hersteller irgendetwas unternehmen. Schließlich ist Forschung gut und frei und die Regierung kann erforschen lassen, was immer sie will. Und wenn 200 Lader nicht ausreichen für valide Daten, dann kann sie notfalls auch ein Netz von 7000 CCS-Ladern erforschen - und den Bau des Forschungsgegenstandes mit Subventionen ermöglichen. Alles im Namen der Wissenschaft - nicht im Namen der Elektromobilitäts- oder Industrieförderung.
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Re: Nationale Plattform Elektromobilität bremst noch schärfe

Beitragvon hHoch3 » Mi 3. Dez 2014, 14:42

p.hase hat geschrieben:
sieht so aus als würde die StromStaffel total durchgreifen. hoffentlich gibt es keine ReichsStromNacht. ich schäme mich mal wieder für mein land. :oops:

"StromStaffel" ? "ReichsStromNacht"? Findest du das witzig?
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Re: Nationale Plattform Elektromobilität bremst noch schärfe

Beitragvon p.hase » Mi 3. Dez 2014, 14:46

hHoch3 hat geschrieben:
p.hase hat geschrieben:
sieht so aus als würde die StromStaffel total durchgreifen. hoffentlich gibt es keine ReichsStromNacht. ich schäme mich mal wieder für mein land. :oops:

"StromStaffel" ? "ReichsStromNacht"? Findest du das witzig?

wenn ichs witzig fände wäre ein smiley dahinter. weils traurig ist was abgeht habe ich ein schämi dahintergemacht.
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Re: Nationale Plattform Elektromobilität bremst noch schärfe

Beitragvon TeeKay » Mi 3. Dez 2014, 14:48

Ich glaub, beim Interview in Dänemark mit Clever hab ich auch gesagt, dass ich mich für Deutschland und seine Haltung zur Emobilität schäme... Mal gucken, ob sie das Statement in ihrer Werbekampagne als Slogan verwenden.

"Im Angesicht der dänischen Lade-Infrastruktur von Clever schämen sich die Deutschen für ihr Land, z.B. der hier:!" und darunter mein Foto. :oops:
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Re: Nationale Plattform Elektromobilität bremst noch schärfe

Beitragvon hHoch3 » Mi 3. Dez 2014, 14:48

TeeKay hat geschrieben:
Nur ein Idiot würde verbieten - denn dagegen könnte man rechtlich vielleicht vorgehen. Viel genialer ist es doch, wenn angeblich unabhängige Gremien, in denen aber nur das Who is Who der deutschen Großindustrie (vornehmlich Automobilbau) vertreten ist, Empfehlungen abgeben. Und die Verwaltungsrechtler in den Ministerien ersinnen dann Konstruktionen, die rechtlich vollkommen unangreifbar sind, de facto aber zu einem Ausschluss von Chademo führen. Eine solche geniale Konstruktion ist das Tarnen eines Infrastrukturprojekts als Forschungsprogramm.

Wenn ich erforschen will, wie CCS-Ladesysteme genutzt werden, muss ich den Forschungsgegenstand erst einmal anschaffen. Und um Kosten zu sparen, mache ich das als Public Private Partnership. Die Uni gibt also privaten Investoren Geld, damit die Lader bauen, die die Uni dann erforschen kann. Genial - und dagegen kann kein Chademo-Hersteller irgendetwas unternehmen. Schließlich ist Forschung gut und frei und die Regierung kann erforschen lassen, was immer sie will. Und wenn 200 Lader nicht ausreichen für valide Daten, dann kann sie notfalls auch ein Netz von 7000 CCS-Ladern erforschen - und den Bau des Forschungsgegenstandes mit Subventionen ermöglichen. Alles im Namen der Wissenschaft - nicht im Namen der Elektromobilitäts- oder Industrieförderung.


Also regst du dich auf, das nicht auch Chademo-Lader mit Steuergeldern gefördert -ach nee- erforscht werden?
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Re: Nationale Plattform Elektromobilität bremst noch schärfe

Beitragvon hHoch3 » Mi 3. Dez 2014, 15:02

p.hase hat geschrieben:
hHoch3 hat geschrieben:
p.hase hat geschrieben:
sieht so aus als würde die StromStaffel total durchgreifen. hoffentlich gibt es keine ReichsStromNacht. ich schäme mich mal wieder für mein land. :oops:

"StromStaffel" ? "ReichsStromNacht"? Findest du das witzig?

wenn ichs witzig fände wäre ein smiley dahinter. weils traurig ist was abgeht habe ich ein schämi dahintergemacht.


Mir ging es um die Begriffe.
Es geht hier "nur" um CCS vs Chademo.
Viele hier meinen das CCS nur (oder zum Teil) Lobbyinteressen vertreten soll.
Ich bin hier anderer Meinung und halte die Entscheidung für nachvollziehbar.
Darüber kann man bestimmt schön streiten,
aber die Situation mit den Ladesystemen in Deutschland mit dem Dritten Reich, der SS und der Reichspogromnacht gleichzusetzen halte ich für schlimm.
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Re: Nationale Plattform Elektromobilität bremst noch schärfe

Beitragvon eBee » Mi 3. Dez 2014, 15:03

tom hat geschrieben:
eBee hat geschrieben:
...Tripple-Lader würden indirekt die deutschen Hersteller benachteiligen, will man wohl auch verhindern...
Wenn wir jetzt schon anfangen das so zu verdrehen weiss ich auch nicht mehr weiter :shock: Trippellader sollen also jemanden indirekt benachteiligen, indem die Konkurrenz nicht staatlich gefördert diskriminiert wird? Verstehe ich das richtig?

Klar! Wenn Fahrzeuge aus Japan/Korea und Frankreich den Fahrzeugen mit CCS gleich gestellt würden, wäre das de facto eine Benachteiligung der CCS-Fahrzeuge.

tom hat geschrieben:
eBee hat geschrieben:
..Letztlich fehlt den aktuellen E-Autos Reichweite, im Winter 300 km und viele Ladeprobleme wären nicht mehr existent ;)
Letztlich fehlt den aktuellen E-Autos eine zuverlässige Tripple-Lader Infrastruktur!

Vermutlich werden die Autos eher mehr Reichweite haben, als dass in Deutschland ein relevantes Netz an funktionsfähigen Tripple-Schnellladern benutzbar ist. Darauf würde ich leider sogar wetten :oops:
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