n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon Langsam aber stetig » So 16. Apr 2017, 20:25

Was ja auch nicht so wenig ist. Selbst wenn es nur 1 kWh pro Liter wären - bei einem Verbrauch von 5 Liter Diesel pro 100 km sind das 5 kWh, also etwa ein Drittel des Verbrauchs des E-Autos. Netto verbraucht das E-Auto also nur 10 kWh pro 100 km, wenn man die Stromeinsparung durch die Nichtherstellung des Diesels einrechnet.
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon Hausmeister » Mo 17. Apr 2017, 09:06

Jogi hat geschrieben:
Ist ein nicht totzukriegender Mythos wie der Eisengehalt von Spinat, und bewegt sich auch in der gleichen Größenordnung.
Es sind, je nachdem, welche Parameter mit welcher Gewichtung in die Rechnung eingehen, etwa 1,2kWh.



1,2 kWh Strom für einen Liter Diesel/Benzin? Ja nee, is klar...
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon ederl65 » Mo 17. Apr 2017, 09:13

Ich habe mal irgendwo 1,5 kWh/Liter fossilen Kraftstoff gelesen.

@jm plugin
Keine Angst, die Raffinerie zahlt für Strom nicht den gleichen Preis wie wir.
Zuviel ist nicht genug. ;)
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon iOnier » Mo 17. Apr 2017, 11:35

Ich habe sehr unterschiedliche Angaben gelesen, die von AFAIR etwa 0,8 bis 1,8 kWh Energiebedarf zur Erzeugung eines Liters Dieselkraftstoff reichten. Hängt ja immer auch von Randbedingungen ab. Also z.B. ob Prozesswärme in der jeweiligen Raffinerie elektrisch erzeugt wird oder aus Verbrennung von "eigenem" Heizöl - was natürlich ebenfalls draufzurechnen ist, was aber auch effizienter wäre, so dass die Summe geringer wird.
Gruß
Werner
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon Hausmeister » Mo 17. Apr 2017, 13:07

Mit der Menge an Energie fährt ein E-Auto schon locker 80 KM...
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon Schneemann » Mo 17. Apr 2017, 15:18

Wenn denn so unüberwindbar unfinananzierbare Kosten durch die E-Mobilität entstehen, sollten die dann nicht eher über eine erhöhte KFZ-Steuer, anstatt eine höhere EEG-Umlage finanziert werden? Denn wozu ist denn die E-Mobilität da? Doch, um das fossile Zeitalter und damit die schädlichen Einflüsse auf Mensch und Natur abzuwenden.

"Verursacher" der E-Mobilität ist ja in dem Sinne nicht der Stromkonsument, sondern der Autofahrer. Und die KFZ-Steuer ist bei den meisten Fahrzeugen nun wirklich der geringste Kostenfaktor.
Meine Erfahrungen mit der E-Mobilität auf Kennzeichen E

In the year 5555
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Your legs got nothing to do
Some machine’s doing that for you
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon PavelCoast » Mo 17. Apr 2017, 17:03

Einfach die Stützung des Dieselkraftstoffs aufheben und für die Finanzierung verwenden ;)
Renault Zoe Life (Q210 Bj 03/2014, 41000 km)
7.28 kWp, Fronius Symo Hybrid, Fronius Battery, Laden mit PV Überschuss
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon Alex1 » Mo 17. Apr 2017, 18:20

PavelCoast hat geschrieben:
Einfach die Stützung des Dieselkraftstoffs aufheben und für die Finanzierung verwenden ;)
Wären 7 Milliarden € jährlich... :mrgreen: :twisted:

Die 10 kWh sind - ganz grob gerechnet - der gesamte Energieinhalt eines Liters Sprit. Daher diese Zahl :klugs:
Herzliche Grüße
Alex
Neue Zoe R90 Intens 15" 06/17
So gelingt die Energiewende. Alternativlos.
Echten Ökostrom: http://www.ews-schoenau.de/ Fast Alternativlos.
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon Klebaer » Di 18. Apr 2017, 09:31

Es geht nicht um die Erzeugung vom Strom, sondern um die Verteilung!!!

2 Beispiele warum die Verteilung etwas kostet...

1. Schnellladeinfrastruktur bei Autobahnrastplätzen
Wenn ein Autobahnrastplatz 20 und mehr Schnelllader bekommt, müssen neue Trafohäuser her. Zusätzlich müssen die Stromleitung erweitert werden. Es mag sein, dass es einige Rastplätze gibt, die bereits an vorhandenen Stromleitung sitzen. Aber es gibt auch etliche Rastplätze die mitten in der Pampa stehen.

2. Schnarchladen in der Garage
Bei der Stromversorgung von Wohngebiet wurde bestimmt nicht ans Elektroauto gedacht.
Stellt euch mal vor ein Neubaugebiet wurde für 100 Häuser ausgelegt und jetzt läd in jeder Garage 1 Elektroauto mit 3,6 / 11 kw. Da werden Leistungen dem Stromnetz abverlangt, die nie berücktsichtig wurden.

Ob die Beispiele wirklich Hand und Fuß haben, weiß ich nicht. Aber ich möchte auf die Problematik aufmerksam machen.

Wie gesagt es geht nicht um die Strommenge, sondern um die Leistung die benötigt wird.

Es gäbe sicher Möglichkeiten diesen sinnvolle Netzausbau zu finanzieren (Dieselsubvention streichen).
Nissan Leaf Acenta Baujahr 2014 :D
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon Langsam aber stetig » Di 18. Apr 2017, 12:22

Klar muss an manchen Stellen ausgebaut werden, und das wird auf den Strompreis aufgeschlagen. Aber es wird ja auch mehr Strom verbraucht - die Elektroautos zahlen also auch die bisherige Infrastruktur mit. Der letztere Effekt dürfte überwiegen, da ein Stromnetz pro Einheit günstiger wird, je größer es ist (Skalenerträge). Ich denke daher, dass die Netzgebühren pro kWh daher eher fallen werden, wenn Elektroautos in größeren Mengen auf den Straßen sind.
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