n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon Solarstromer » So 16. Apr 2017, 10:45

Hausmeister hat geschrieben:
Angenommen ein E-Auto fährt täglich 150 KM, das wären ca. 20 kWh Strom am Tag. Daraus ein Problem machen ist typischen N-TV gedöns.


Ja richtig, das sind dann im Jahr 7.300 kWh fürs EV. Wenn der Haushalt zuvor z.B. 3.500 kWh im Jahr gebraucht hat und jetzt dann mit EV insgesamt 10.800 kWh braucht, dann ist das so eine minimale Erhöhung, die man beim Stromnetz und bei der Stromerzeugung vernachlässigen kann ;-)
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Beitragvon mweisEl » So 16. Apr 2017, 11:41

Solarstromer hat geschrieben:
Ja richtig, das sind dann im Jahr 7.300 kWh fürs EV.

Die Rechnung ist schon deswegen Humbug, weil die jährliche Durchschnittsfahrleistung von Elektroautos nicht vier mal so hoch ist wie die die jährliche Durchschnittsfahrleistung anderer PKW.

Wenn dereinst im Jahr 2050 die derzeit 44 Mio Verbrenner-PKW durch 20 Mio E-PKW ersetzt worden sind (mehr braucht es aufgrund modernerer Verkehssystem nicht), werden diese 60 Mrd. kWh Strom im Jahr verbrauchen, dass sind etwa 10% des heutigen Strombedarfs. Über den langen Zeitraum von über 30 Jahren ist das problemlos mit besserem Einsatz von Erneuerbaren Energien zu machen - heute schon könnten übrigens mit dem abgeregelten (also zwangsweise nicht erzeugten) EE-Strom von 4,3 TWh/a (weil die Großkraftwerke durchlaufen sollen) über 2 Mio. Elektroautos fahren.
Smart ED3 seit '13, 3 Fahrräder, zuvor CityEL (1,8 kWh Akku) und seit 25 Jahren verbrennerfrei.
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon SL4E » So 16. Apr 2017, 13:11

Die 60TWh sind heute schon da. Im Jahre 2016 wurden 78TWh einfach mal ins Ausland exportiert. Hauptabnehmer, AT (16TWh), CH (17TWh) und NL (16,9TWh). Trotzdem stehen viele Kraftwerke still (Netzreserve) und EE Anlagen werden abgeschalten.
Dabei verdienten die Kraftwerksbetreiber 2750630000€ am Strom nur durch den Stromexport.
Im Gegenzug musste Deutschland 27TWh hauptsächlich aus Frankreich importieren und das hat 1001180000€ gekostet.

Bleibt ein Produktionsüberschuß von 51TWh.

Alleine nach AT und CH flossen 2016 im Durchschnitt tagtäglich 24h rund um die Uhr eine Kraftwerksleistung von 3,76GW. Das entspricht etwa der Leistung von 2,5 AKW in Süddeutschland. Und das tagtäglich! Zusammen mit den NL sind das 5GW Kraftwerksleistung die nur dafür da sind um unsere 3 Nachbarn mit Strom zu versorgen.
Und die Bevölkerung soll für neue Trassen zahlen, damit die Energiekonzerne noch mehr Strom aus dem Norden nach Süden exportieren zu können um noch mehr Gewinne durch den Export zu erzielen.
Lieber jetzt elektrisch fahren, als noch länger warten!
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon Hausmeister » So 16. Apr 2017, 14:59

Solarstromer hat geschrieben:
Ja richtig, das sind dann im Jahr 7.300 kWh fürs EV. Wenn der Haushalt zuvor z.B. 3.500 kWh im Jahr gebraucht hat und jetzt dann mit EV insgesamt 10.800 kWh braucht, dann ist das so eine minimale Erhöhung, die man beim Stromnetz und bei der Stromerzeugung vernachlässigen kann ;-)

Wo genau liegt jetzt deiner Meinung nach das technische Problem dies zu lösen?
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon Hausmeister » So 16. Apr 2017, 15:02

SL4E hat geschrieben:
Und die Bevölkerung soll für neue Trassen zahlen, damit die Energiekonzerne noch mehr Strom aus dem Norden nach Süden exportieren zu können um noch mehr Gewinne durch den Export zu erzielen.


nene. Diese Sonderabgaben müssen wir nicht wegen dem Strom bezahlen, sondern wegen den Langzeitarbeitslosen. Im Volksmund Beamten und Lobbyisten. Technisch ist alles vorhanden um heute schon 5 Mio. E-Autos, kostenlos, mit Strom zu versorgen.
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon SL4E » So 16. Apr 2017, 16:15

So sieht es aus. Dazu auch passend diese obskure Situation Ende 2011:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/servic ... 07323.html

"Am 8. und 9. Dezember exportierte Deutschland gleichzeitig Windstrom nach Italien und Österreich und versuchte, mit weiterem Windstrom die Versorgung in Süddeutschland zu decken", sagt Peter Hoffmann von Tennet. "Doch das klappte nicht, denn für solch eine Doppelbelastung sind Deutschlands Leitungen nicht ausgelegt."


Aha! Weiter im Text:

Die Stromlieferungen nach Südeuropa wollte Tennet zu diesem Zeitpunkt nicht stoppen - aus Kostengründen. "Wenn ein Netzbetreiber erst verspricht, Strom in Länder wie Italien zu liefern und dieses Versprechen dann wegen überlasteter Netze nicht einhalten kann, wird das schnell teuer", sagt Hoffmann. "Pro Tag fallen dann leicht Kosten in Millionenhöhe an." Diese würden letztlich auf die Stromkunden in Deutschland abgewälzt.



Ich glaube mehr muss man dazu nicht mehr sagen... Vorfall ereignete sich Ende 2011.
Anders ausgedrückt, Süddeutschland hätte nach dem spontanen abschalten von Block C in Gundremmingen Problemlos mit Strom versorgt werden können, ja wenn Tennet nicht Strom versprochen hätten den sie gar nicht liefern können. Deswegen braucht es ja auch den Südlink damit sie weiterhin Strom nach AT und IT liefern können. Und dann stellen sich die bösen Bürger auch noch quer und wollen eine teure Erdverkabelung.
Aber immerhin ist Tennet nun auch auf dem Erdkabel Dampfer und lobt es positiv aus:
http://www.tennet.eu/de/unser-netz/onsh ... nk-bewegt/
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon Toumal » So 16. Apr 2017, 17:09

Solarstromer hat geschrieben:
Hausmeister hat geschrieben:
Angenommen ein E-Auto fährt täglich 150 KM, das wären ca. 20 kWh Strom am Tag. Daraus ein Problem machen ist typischen N-TV gedöns.


Ja richtig, das sind dann im Jahr 7.300 kWh fürs EV. Wenn der Haushalt zuvor z.B. 3.500 kWh im Jahr gebraucht hat und jetzt dann mit EV insgesamt 10.800 kWh braucht, dann ist das so eine minimale Erhöhung, die man beim Stromnetz und bei der Stromerzeugung vernachlässigen kann ;-)


Und neue Firmen kommen folglich nie ans Netz, weil das wuerde ja weit mehr Stromverbrauch bedeuten. Meine Firma zieht so viel Strom dass damit halb Wien elektrisch fahren koennte. Da gabs auch keinen Fernsehbeitrag, und wir haben auch nur unseren Anschluss gezahlt, nicht die Vergroesserung der Infrastruktur insgesamt.

Aber Otto Normalverbraucher weiss davon nichts, darum kann man ihm auch mit solchen Propagandameldungen Panik machen.
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon hartmut49 » So 16. Apr 2017, 20:08

Toumal hat geschrieben:
Solarstromer hat geschrieben:
Hausmeister hat geschrieben:
Angenommen ein E-Auto fährt täglich 150 KM, das wären ca. 20 kWh Strom am Tag. Daraus ein Problem machen ist typischen N-TV gedöns.


Ja richtig, das sind dann im Jahr 7.300 kWh fürs EV. Wenn der Haushalt zuvor z.B. 3.500 kWh im Jahr gebraucht hat und jetzt dann mit EV insgesamt 10.800 kWh braucht, dann ist das so eine minimale Erhöhung, die man beim Stromnetz und bei der Stromerzeugung vernachlässigen kann ;-)


Und neue Firmen kommen folglich nie ans Netz, weil das wuerde ja weit mehr Stromverbrauch bedeuten. Meine Firma zieht so viel Strom dass damit halb Wien elektrisch fahren koennte. Da gabs auch keinen Fernsehbeitrag, und wir haben auch nur unseren Anschluss gezahlt, nicht die Vergroesserung der Infrastruktur insgesamt.

Aber Otto Normalverbraucher weiss davon nichts, darum kann man ihm auch mit solchen Propagandameldungen Panik machen.

Fohe Ostern Allerseits,
was hier glaube ich ,noch gar nicht an gsprochen wurde, ist daß angeblich 10 kwh Strom benötigt werdenn, um 1 Lieter Treibstoff zu erzeugen ??
Gruß
Hartmut
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon Jm Plugin » So 16. Apr 2017, 20:19

hartmut49 hat geschrieben:
Toumal hat geschrieben:
Solarstromer hat geschrieben:

Ja richtig, das sind dann im Jahr 7.300 kWh fürs EV. Wenn der Haushalt zuvor z.B. 3.500 kWh im Jahr gebraucht hat und jetzt dann mit EV insgesamt 10.800 kWh braucht, dann ist das so eine minimale Erhöhung, die man beim Stromnetz und bei der Stromerzeugung vernachlässigen kann ;-)


Und neue Firmen kommen folglich nie ans Netz, weil das wuerde ja weit mehr Stromverbrauch bedeuten. Meine Firma zieht so viel Strom dass damit halb Wien elektrisch fahren koennte. Da gabs auch keinen Fernsehbeitrag, und wir haben auch nur unseren Anschluss gezahlt, nicht die Vergroesserung der Infrastruktur insgesamt.

Aber Otto Normalverbraucher weiss davon nichts, darum kann man ihm auch mit solchen Propagandameldungen Panik machen.

Fohe Ostern Allerseits,
was hier glaube ich ,noch gar nicht an gsprochen wurde, ist daß angeblich 10 kwh Strom benötigt werdenn, um 1 Lieter Treibstoff zu erzeugen ??
Gruß
Hartmut

Also soviel wird es nicht sein. Wären dann um die 2 Euro pro Liter. Aber es wäre schon interessant wieviel es wirklich ist.
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon Jogi » So 16. Apr 2017, 20:20

hartmut49 hat geschrieben:
daß angeblich 10 kwh Strom benötigt werdenn, um 1 Lieter Treibstoff zu erzeugen ??

Ist ein nicht totzukriegender Mythos wie der Eisengehalt von Spinat, und bewegt sich auch in der gleichen Größenordnung.
Es sind, je nachdem, welche Parameter mit welcher Gewichtung in die Rechnung eingehen, etwa 1,2kWh.
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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