Müssen wir auf Tesla aufpassen?

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Re: Müssen wir auf Tesla aufpassen?

Beitragvon midimal » Fr 1. Sep 2017, 06:25

voll_geladen hat geschrieben:
Dass Tesla selbst kein Zellhersteller ist, spielt letztlich keine Rolle. Fakt ist, dass mit der Gigafactory Kapazitäten für Tesla zur Verfügung stehen, die sonst kein anderer Hersteller hat. Will man da mithalten (sei es nun der Hersteller selber oder ein Zellhersteller), dann braucht es auch erstmal Zeit und viel Geld. Die bisherigen Investitionen von Samsung und LG Chem sind jedenfalls deutlich zu klein, um große Stückzahlen zu ermöglichen. Die sehe ich daher bei BMW, VW & Co in den nächsten Jahren leider nicht.



Bitte nicht vergessen , dass Gigafactory 1 nur der Anfang ist. Es folgen SEHR BALD Gigafactorys 2 und 3
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Re: Müssen wir auf Tesla aufpassen?

Beitragvon kub0815 » Fr 1. Sep 2017, 07:14

Aber erst Mal 1 fertigmachen..
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Re: Müssen wir auf Tesla aufpassen?

Beitragvon zitic » Fr 1. Sep 2017, 07:15

April2015 hat geschrieben:
Ich habe auch nie behauptet, dass Tesla Zellen herstellen würde. ;) .

Gut das du den Smiley genutzt hat. Werde mit dir jetzt nicht vor Gericht ziehen, ob man das wirklich so lesen kann, dass sie das nicht tun. Jedenfalls kann das ein unbedarfter daraus ablesen. Da hier leider dauernd alles durcheinander geschmissen wird, nervt das mich halt.

Und ich habe auch nie bestritten, dass die deutlich vorn sind mit den Kapazitäten. Aber generell wird dann auch einiges durcheinander geworfen.

Alle Golf etc. wird VW nicht bis 2020 ersetzten. Dann ist nun mal ein Wunschtraum. Wie es aussieht sieht man selbst bei Nissan Renault vielleicht +/- 200.000 Stück Absatz in 2020. Hier wird quasi von den beachtlichen Plänen von Tesla auf gefühlter Nachfrage von 15.000.000 Fahrzeugen extrapoliert und davon dann auf Kapazitäten geguckt. Selbst wenn die Nachfrage da wäre, wird die auch Tesla nicht bedienen können. Aber wenn man sich mal abseits der eigenen und Forumsblase begibt, sehe ich gar nicht die Masse, die danach fragt, trotz Dieselskandal. Abseits meines wohl eher progressiveren, engeren Bekanntenkreises erlebe ich eigentlich nur Leute die BEV nicht wirklich auf dem Schirm haben. Selbst Hybrid...
Selbst im besagten Bekanntenkreis ist die Motivation trotz Kenntnis und überdurchschnittlicher Information durch mich, eher übersichtlich.

Weil ich den Bereich Firmenwagen hier als wesentlich ansehe bei der Transformation, interessiert mich auch die Meinung z.b. von Flottenmanagern. Soweit ich die bis jetzt sprechen konnte, beobachten sie das mit der Elektromobilität schon sehr genau. Aber da sehe ich auch keinen radikalen Umschwung.

Was wird abseits von Tesla denn in wirklich großen Zahlen mittelfristig geplant? RenaultNissan ist da momentan vorn, scheinen aber auch keinen riesigen Absatzsprung zu erwarten. Der Ioniq wurde nun absolut homöopathisch geplant. .Ist ja auch noch ein umgebauter Verbrenner. Man liest allerorten, dass jetzt Hersteller x voll auf Elektromobilität setzt. Wenn man das genau durchliest, muss man dann sogar feststellen, das es dann oft überhaupt mal um die Hybridisierung geht vielleicht noch mit dem einen BEV dabei.

Da ist das was man von RenaultNissan sieht oder sogar VW schon ziemlich die Speerspitze. Letzterer hat sicherlich auf den Schlag keine Ambitionen wie Tesla, aber scheint mit der MEB schon fast das ambitionierteste in der Massenherstellung zu sein. Wenn die bis 2020 250.000 BEVs absetzten, wäre das für die Elektromobilität schon beachtlich. Das ist kein Hexenwerk. Wenn man sich mit CATL Kobalt sichert und die ohnehin schon 30+ GWh bis 2020 zubauen. Der größte Teil wird sicherlich ohnehin in China abgesetzt, wo jetzt die Quote kommt, weil der Markt sonst nicht anspringt. Im Rest der Welt ist da keine radikale Errosion zu sehen.

Vom Rest wird Tesla gut leben. Da sehe ich mittelfristig keinerlei Probleme. Langfristig ist ohnehin für die Glaskugel.
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Re: Müssen wir auf Tesla aufpassen?

Beitragvon eDEVIL » Fr 1. Sep 2017, 08:06

zitic hat geschrieben:
...oder sogar VW schon ziemlich die Speerspitze. Letzterer hat sicherlich auf den Schlag keine Ambitionen wie Tesla, aber scheint mit der MEB schon fast das ambitionierteste in der Massenherstellung zu sein. Wenn die bis 2020 250.000 BEVs absetzten, wäre das für die Elektromobilität schon beachtlich.

Der MEb ist auf jeden Fall ein Zeichen dafür, dass sie es ernst meinen und bereit sein wollen, wenn es richtig los geht.
Ist auf jeden Fall durchdachter als das stückwerk von RönoNissan.

Vor 2020 dürfte beim MEB aber nicht all zu viel passieren
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"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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Re: Müssen wir auf Tesla aufpassen?

Beitragvon EVduck » Fr 1. Sep 2017, 08:28

Dafür das R&N Stückwerk haben, ist aber die Zoe (Q) eines der wenigen wirklich durchdachten Elektroautos (wenn auch mit echt französischer Qualität & Anmutung). Und so wie ich das zur Zeit sehe, ist der MEB zwar durchaus technisch ambitioniert, aber auch voll durch Forschungsgelder des Bundes und des Landes NDS finanziert, also ganz OHNE wirtschaftliches Risiko für VW. Echte Ambitionen sehen anders aus. Alle Signale, die von VW (und anderen europäischen Herstellern) derzeit gesendet werden deuten eher darauf hin, dass man die Elektromobilität noch mal verhindern will.
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Re: Müssen wir auf Tesla aufpassen?

Beitragvon midimal » Fr 1. Sep 2017, 08:32

EVduck hat geschrieben:
) derzeit gesendet werden deuten eher darauf hin, dass man die Elektromobilität noch mal verhindern will.

Das wird nicht funktionieren.
Leaf2 /Bolt / Model 3/ Model Y / ZOE2 mit 60kWh / KONA usw usw

Die Chinesen werden auch bald da sein :lol:
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Re: Müssen wir auf Tesla aufpassen?

Beitragvon thomas1215 » Fr 1. Sep 2017, 08:41

Zum Bolt: der steht in den USA auf Halde, weil er offenbar nur für wenige Bundesstaaten (dort wo gesetzlich notwendig) angeboten wird.
Während für Europa/Deutschland sehr geringe Stückzahlen eingeplant sind.

Klarer Fall von "nicht wollen"

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Re: Müssen wir auf Tesla aufpassen?

Beitragvon Solarstromer » Fr 1. Sep 2017, 08:49

EVduck hat geschrieben:
Dafür das R&N Stückwerk haben, ist aber die Zoe (Q) eines der wenigen wirklich durchdachten Elektroautos (wenn auch mit echt französischer Qualität & Anmutung).


Wenn die ZOE durchdacht wäre, dann hätte sie einen Hinterradantrieb. Den Vorderradantrieb hat sie nur, damit möglichst viel Gleichteile vom Verbrenner Clio & Co. passen.
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Re: Müssen wir auf Tesla aufpassen?

Beitragvon zitic » Fr 1. Sep 2017, 09:50

EVduck hat geschrieben:
Und so wie ich das zur Zeit sehe, ist der MEB zwar durchaus technisch ambitioniert, aber auch voll durch Forschungsgelder des Bundes und des Landes NDS finanziert, also ganz OHNE wirtschaftliches Risiko für VW. Echte Ambitionen sehen anders aus. Alle Signale, die von VW (und anderen europäischen Herstellern) derzeit gesendet werden deuten eher darauf hin, dass man die Elektromobilität noch mal verhindern will.

VW steckt kein Geld in MEB? Alles mit externen Forschunggeldern? EV verhindert? Über die Geschwindigkeit kann man reden. Aber verhindern? Sorry, aber was soll man auf solche Kommentare noch antworten... Ko*** mich so an, dass das hier vielleicht immer so herüberkommt, als würde ich hier irgendwen verteidigen. VW hat seit Dieselgate echt bei mir verschissen. Aber was bringt die Diskussion hier über Elektromobilität, wenn hier nur jeder seine Traumblase beschreibt.
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Re: Müssen wir auf Tesla aufpassen?

Beitragvon EVduck » Fr 1. Sep 2017, 10:05

Lies mal aufmerksam die Geschäftsberichte von VW und setz die in Beziehung zu den entsprechenden Forschungsposten im Bundes- und Landeshaushalt, zitic, da gehen dir die Augen über. VW steckt durchaus viel Geld in die F&E für die Elektromobilität, nur eben kein eigenes.

Und dann horch mal auf die Signale des VDA und der entsprechenden Ministerien (Aktuell Bundeswirtschaftsministerium, die Zypris!). Und dann ziehe deine Schlüsse über die Strategie der Automobilindustrie.
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