Minimalverbrauch von E-Autos - welches Fahrprofil?

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Minimalverbrauch von E-Autos - welches Fahrprofil?

Beitragvon umberto » Sa 9. Aug 2014, 21:28

Moin,

ich habe gerade ein wenig durch eine Diskussion unter i3-Fahrern geblättert, wo alle sagten, in der Stadt kämen sie am weitesten.

Das deckt sich jetzt überhaupt nicht mit meiner Erfahrung (Zoe), meine Minimalverbräuche erziele ich eigentlich immer Überland, Stadt und Autobahn liegen immer ca. 20-40% drüber.

Wie sieht das denn bei anderen E-Autos aus? Stadt oder Überland? Autobahn wird für alle der Reichweiten-GAU sein (weil neben dem Luftwiderstand bei den dafür erforderlichen E-Motor-Drehzahlen die Effizienz desselbigen über die Wupper geht).

Ist das autospezifisch verschieden z.B. weil der i3 bei Gewicht und Rollwiderstand besonders optimiert worden ist.

Bin mal gespannt, was ihr so berichtet.

Gruss
Umbi
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Beitragvon TeeKay » Sa 9. Aug 2014, 21:55

Sowohl mit dem Zoe als auch dem C-Zero habe ich in der Stadt den geringsten Verbrauch, teilweise knapp über 9kWh ohne Ladeverluste.
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Re: Minimalverbrauch von E-Autos - welches Fahrprofil?

Beitragvon umberto » Sa 9. Aug 2014, 22:08

Spannend. In der Stadt liege ich bei Durchschnittsgeschwindigkeiten um die 25 km/h meist bei 15 kWh/100 km, während Überland bei Durchschnittsgeschwindigkeiten um die 50-55 km/h locker 12.5 kWh/100 km drin sind.

Fahrweise: meist moderat beschleunigen, rekuperiern nur vor Ampeln oder wenn Verzögerung notwendig, sonst 0 kW mit dem Fahrpedal. Stadt ist allerdings alles andere als eben.

Wie sieht denn bei einer Zoe mit 9 kWh/100 km in der Stadt Deine Fahrweise aus?

Gruss
Umbi
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Re: Minimalverbrauch von E-Autos - welches Fahrprofil?

Beitragvon TeeKay » Sa 9. Aug 2014, 22:16

Die 9kWh sind absolute Ausnahme. Die hatte ich heute morgen zum ersten Mal über 15km, ehrlicherweise aber ohne die initiale Beschleunigung beim Losfahren gerechnet. Normal sind am Wochenende 9,2-9,5kWh, 10-10,5kWh an Werktagen

Das klappt auf meiner Tour zwischen den Büros, bei denen mir jeder Gullideckel einzeln bekannt ist. Ich kenne die Ampelphasen, weiß, wo ich auf Leerlauf schalten muss, um auszurollen etcpp. Die Strecke ist zudem denkbar günstig, da sie für eine Stadtstrecke sehr wenige Ampeln enthält.

Ich fahre betont sparsam, möglichst niedrige Verbräuche zu erzielen, macht mir Spaß. D.h. sanft beschleunigen, möglichst nie bremsen, möglichst oft rollen, bergauf bei der Brücke lieber langsamer werden und bergab rollend beschleunigen, VMAX laut Tempomat 54.

Verlasse ich diese Stammroute und gehe in Stadtbereiche mit mehr Ampeln, geht der Verbrauch auf 11-12kWh hoch.
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Re: Minimalverbrauch von E-Autos - welches Fahrprofil?

Beitragvon lingley » So 10. Aug 2014, 13:56

moin Umbi,
hast Du ein ähnliches Stadtprofil wie ich ?

hinweg 11km.png

rückweg 11km.png

Denn ich kann Deine Angaben/Beobachtung zu 100% teilen !
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Re: Minimalverbrauch von E-Autos - welches Fahrprofil?

Beitragvon dibu » So 10. Aug 2014, 17:15

Das hängt doch von der Fahrweise ab. Ich kann Überland ganz gemütlich fahren und komme dann auf ca. 12 kWh/100 km. Umgekehrt, wenn ich in der Stadt zügig fahre, komme ich auf 15 kWh. Wenn ich in der Stadt fahre, ist meine Langzeiterfahrung, ist der Verbrauch etwas geringer als Überland. Ich vermute, wegen der geringeren Geschwindigkeiten.
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Re: Minimalverbrauch von E-Autos - welches Fahrprofil?

Beitragvon eDEVIL » So 10. Aug 2014, 19:31

Ich Verbrauche in der Stadt oft am meisten. da mich der Verbrauch im Nahbereich nicht "juckt" und ich auch nicht soviel kilometer zurück legen. Ich brauche das auch als Ausgleich zum Aksetischen Schelichen auf Fernstrecken... :twisted:
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Re: Minimalverbrauch von E-Autos - welches Fahrprofil?

Beitragvon DaZei » Mo 11. Aug 2014, 12:36

Mein Erfahrung im E-Up: wirklich massiv wirkt sich (zumindest jetzt im Sommer) nur die Geschwindigkeit aus.
Am sparsamsten ist man genau in dem Geschwindigkeitsbereich unterwegs, der im Tacho vom E-Up blau markiert ist, nämlich zwischen 30 und 70km/h, da kommt der E-Up mit unter 10kWh/100km aus. Bei eingeschalteter Klimaanlage geht der Verbrauch um ca 0,5kWh/100km nach oben (natürlich nur wenn man auch fährt und nicht stundenlang im Stau steht :D ).

Das Überqueren eines Berges wirkt sich nicht signifikant aus, wenn man rauf und wieder runterfährt. Die Rekuperation ist sehr effektiv, ein Vorteil ist auch der oft geringe Geschwindigkeitsbereich auf Bergstraßen (da frisst der Luftwiderstand nicht zu viel Energie).

Bin hauptsächlich im urbanen und suburbanen Umfeld unterwegs, also auch Überlandstraßen und Stadtautobahnen, aber wenig Autobahn. Im VW Carnet schaut das für die letzten Tage so aus:
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Re: Minimalverbrauch von E-Autos - welches Fahrprofil?

Beitragvon redvienna » Mo 11. Aug 2014, 13:51

Regen (nasse Fahrbahn) sollte die Reichweite aber auch massiv reduzieren !
Tesla S70D 3/16 + 50.000km + Tesla M3 + Tesla Roadster 2020 reserviert
https://www.goingelectric.de/garage/red ... eslaS/706/
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https://www.facebook.com/ELECTRIC-CARS- ... 768868062/
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Re: Minimalverbrauch von E-Autos - welches Fahrprofil?

Beitragvon DaZei » Mo 11. Aug 2014, 14:10

redvienna hat geschrieben:
Regen (nasse Fahrbahn) sollte die Reichweite aber auch massiv reduzieren !

...stimmt, da kann´s auch 1 bis 1,5kWh/100km mehr sein nach meiner Beobachtung (auch vom Tempo abhängig).

Bin jedenfalls schon sehr gespannt wie sich tiefere Temperaturen auswirken...
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