Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

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Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

Beitragvon SL4E » Mo 7. Nov 2016, 13:34

Was Gewicht ausmacht, sieht man doch an den EPA Werten und auch anderen Realtests.

z.b. der Tesla MS 60 hat einen CW Wert von 0,24, verbraucht aber dennoch fast 22% mehr wie der e-Golf mit einem CW-Wert von 0,26. Zum einen natürlich die breiteren Reifen die bei dem Mehrgewicht nötig sind und halt mal eine halbe Tonne Unterschied.

Wie wichtig wiederum der CW Wert ist zeigt der Vergleich e-Golf und i3. Der e-Golf verbraucht nur 7,5% mehr trotz 300kg mehr auf den Rippen.

Am deutlichsten sieht man es aber beim i3, im Vergleich 60Ah mit 94Ah Version. Ein Anstieg des Verbrauchs beim EPA Cycle um 7,5% durch die schwerere und größere Batterie.
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Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

Beitragvon Poolcrack » Mo 7. Nov 2016, 13:48

MineCooky hat geschrieben:
Der Tesla ist nochmal deutlich härter als der i3, das ist aber nebensächlich hier. Der Punkt ist, das Du in der Stadt keine Kilometer machst und dem entsprechend auch den Akku nicht leer bekommst. In diesem speziellen Fall verlierst Du Energie, das ist richtig. Ich würde diesen Fall aber aus zu selten sehen, das die Ampel im falschen Moment auf rot springt und ich eine Vollbremsung hinlegen muss.
Vorausschauend bekommt man das alles rekuperiert.

Es ist doch nicht jedesmal eine Vollbremsung notwendig. Und rote Ampeln kann man nicht zuverlässig mit vorrausschauender Fahrweise vorhersagen. Ebenso wenig wie plötzliche Spurwechsel, Bremsaktionen oder Abbiegevorgänge vorherfahrender Fahrzeuge. Bei meinem 45 m Beispiel ist keine Vollbremsung notwendig. Da ist aber auch beim Model S das Drücken des Bremspedals fällig, aber noch lange keine Vollbremsung. (41,67 m sind der Weg, den man bei 50 km/h in 3 Sekunden zurücklegt).

Sorry wegen dem "Stuttgarter", aber zumindest kennst Du die Straßen in Stuttgart mit Ihren Gefällen aus fast allen Richtungen hinein ins Zentrum.

Übrigens habe ich gerade gelesen, dass das Model S unter 10 km/h mechanisch bremst (während der i3 bis zum Stillstand rekuperiert), diese Energie ist auf jeden Fall weg:
https://tff-forum.de/viewtopic.php?f=58 ... =10#p36674
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Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

Beitragvon MineCooky » Mo 7. Nov 2016, 14:03

Poolcrack hat geschrieben:
Es ist doch nicht jedesmal eine Vollbremsung notwendig. Und rote Ampeln kann man nicht zuverlässig mit vorrausschauender Fahrweise vorhersagen. Ebenso wenig wie plötzliche Spurwechsel, Bremsaktionen oder Abbiegevorgänge vorherfahrender Fahrzeuge. Bei meinem 45 m Beispiel ist keine Vollbremsung notwendig. Da ist aber auch beim Model S das Drücken des Bremspedals fällig, aber noch lange keine Vollbremsung. (41,67 m sind der Weg, den man bei 50 km/h in 3 Sekunden zurücklegt).


Das würde ich auf den Fahrstiel zurück führen, alles ist nicht vermeidbar, das stimmt. Aber wenn eine Ampel schon grün ist seit ich sie sehe (und ich nicht gerade erst um die Kurve gebogen bin) ist damit zu rechnen, das sie gleich gelb wird.


Poolcrack hat geschrieben:
Sorry wegen dem "Stuttgarter", aber zumindest kennst Du die Straßen in Stuttgart mit Ihren Gefällen aus fast allen Richtungen hinein ins Zentrum.


Passt ^^ Ja klar kenn ich die, furchtbar... :|


Poolcrack hat geschrieben:
Übrigens habe ich gerade gelesen, dass das Model S unter 10 km/h mechanisch bremst (während der i3 bis zum Stillstand rekuperiert), diese Energie ist auf jeden Fall weg:
https://tff-forum.de/viewtopic.php?f=58 ... =10#p36674


Das ist in der Tat verlorene Energie, vor allem in der Stadt, da ist das wohl nicht zu unterschätzen. (Meinen Smart verdächtige ich auch schon lange das er das macht)


Jetzt sag ich doch bei recht vielem 'Das ist zu vernachlässigen', das summiert sich aber möglicherweise auch. Das kann ich nicht einschätzen.

Es kommt wohl darauf an, ob das Auto dann auch breitere/größere Schlappen hat wegen des Mehrgewichts.
Ob es bis in den Stand voll rekuperriert.
Und wie es gefahren wird (Sowohl wo, also Stadt oder Überland, als auch der Fahrstiel)

Muss mal ausprobieren wie der Verbrauch auf die gefahrenen Kilometer in der Stadt und Überland ist, das müsste schon mal eine gute Idee geben wie stark sich die Rekuperation auswirkt.
So genau habe ich das noch nicht studiert, fahr da als lediglich durch und bin froh, wenn ich raus aus der Stadt bin


Edit:
Der schreibt zu den Tesla-Bremsen:
'Ich bleibe besser bei meinen 120. '

Ob er wohl sein Model S gegen meinen Smart tauschen will? ;)
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Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

Beitragvon Micky65 » Mo 7. Nov 2016, 14:24

Der Rollwiderstand steigt bei höherem Gewicht, die Energie, die man da verliert, bekommt man beim Rekuperieren nicht mehr wieder.

Rollwiderstand=Masse * Reibungskoffizient * Schwerebeschleunigung
(oder so ähnlich)
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Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

Beitragvon graefe » Mo 7. Nov 2016, 14:29

Das Thema ist schon genügend diskutiert worden: bei niedrigen Geschwindigkeiten dominiert das Gewicht. Der Luftwiderstand nimmt mit der Geschwindigkeit im Quadrat zu und dominiert darum ab 80km/h den Verbrauch.
M.E. wird die Rekuperation überbewertet. Wieviel Energie kann man damit zurückgewinnen? 20-30%? Wer viel rekuperiert hat beim Hypermiling keine Chance. ;) D.h. am effektivsten nutzt man die Energie durch Segeln. Wenn das am Berg nicht geht, dann eben Rekuperieren (als geringeres Übel im Vergleich zur Bremse).

@Mickey: Da fließen doch noch diese Walkarbeit am Gummireifen ein, die in Hitze und Geräusche umgewandelt werden (und somit verloren sind).
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Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

Beitragvon Mei » Mo 7. Nov 2016, 18:22

futureA hat geschrieben:
....Der rechtfertigt natürlich keinen Leichtbau, da der Energiebedarf von Karbon gegenüber hochfesten Stahlblechen gigantisch ist und das Recycling nur bei Stahl unbegrenzt zu neuem Primärstahl führt. Karbon kann man im Prinzip nur shreddern und verbrennen.


Das rechtfertigt auch nicht, den Leichtbau einfach so ohne Prüfung in Frage zu stellen.

Leichtbau muss nicht Carbon heissen.
Es gibt auch hochfesten Stahl, der dann unter Umständen leichter ist bei entsprechender Bauweis.

Siehe Lupo 3L und A2 1,2TDI.
Da wurden so ziemlich alle Register gezogen ohne Carbon.

Ob Aluminium und Magnesium die Lösung sind, muss auch gefragt werden.

Verschwendung ist nunmal Verschwendung.
Natürlich muss immer gefragt werden, ob das Verhältnis der eingesetzten Mittel passt.
Aber einfach so zu sagen Leichtbau wäre quatsch, weil man doch Reku hat ist halt Verbrennerdenken von 1900...
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Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

Beitragvon twiker01 » Mo 7. Nov 2016, 21:04

Vergesst die Federung nicht. Bei schlechtem Straßen landen mehr als 10% in den Stoßdämpfern. Je schwerer das Fahrzeug umso mehr. Es gibt aber bereits Prototypen zur Rekuperation der Dämpfung - ist natürlich auch nur ein Bruchteil.

Das TWIKE braucht bei 50 km/h nur 4 kwh/100 km weil der Rollwiderstand bei 5,5 bar Motorradreifen extrem niedrig ist und das Twike gnadenlos hart gefedert ist.Die neuen Twike mit 135er Smart Reifen hinten brauchen bereits 1 - 2 kwh mehr (je nach Luftdruck). Bei 85 statt 50 kmh erhöht sich der Verbrauch um 2 kwh.
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Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

Beitragvon MineCooky » Mo 7. Nov 2016, 23:28

Stimmt, da hatte Audi mal was verkündet zu dem Thema.

Da holt man wohl nochmal bis zu 10% (auf der übelsten Rumpelpiste) raus
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Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

Beitragvon Barthwo » Mo 7. Nov 2016, 23:47

Leute, Rekuperation gibt es nicht nur, wenn man das Fahrpedal loslässt. Soweit mir bekannt ist rekuperieren so ziemlich alle e-Autos auch beim Drücken den Bremspedals. Das ist auch irgendwie "natürlicher", wenn man vorher Verbrenner gefahren ist.

Beim e-Golf in Stellung D muss man zum Segeln nicht den Fuß verkrampft auf dem Fahrpedal halten, sondern man kann es einfach loslassen. Da sieht man schön an den Kontrollanzeigen wie die Rekuperation einsetzt beim Drücken des Bremspedals.

Allerdings ist wohl bei keinem der Autos leicht feststellbar, wann die Rekuperation dann durch die mechanische Brems ergänzt wird. Bei einer Vollbremsung sicher, aber ansonsten?

In jedem Fall hat die Menge der rekuperierten Energie nichts damit zu tun, wie stark das Auto durch Rekuperation verzögert wenn man das Fahrpedal loslässt. Diese Rekuperationsstärke beim loslassen ist bloß eine Sache der Philosophie der Bedienung des jeweiligen Autos. Beim i3 war das für mich ein wesentliches Argument dieses Auto NICHT zu kaufen, da diese "Zwangsreku" für mich unangenehm stark war.
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Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

Beitragvon graefe » Di 8. Nov 2016, 07:31

Barthwo hat geschrieben:
In jedem Fall hat die Menge der rekuperierten Energie nichts damit zu tun, wie stark das Auto durch Rekuperation verzögert wenn man das Fahrpedal loslässt. Diese Rekuperationsstärke beim loslassen ist bloß eine Sache der Philosophie der Bedienung des jeweiligen Autos. Beim i3 war das für mich ein wesentliches Argument dieses Auto NICHT zu kaufen, da diese "Zwangsreku" für mich unangenehm stark war.

Verstehe nicht, was Du meinst. Beim i3 kann man die Reku von 0 bis maximal fast stufenlos einstellen. Ich fahre meinen i3 an guten Tagen mit 0 Rekuperation (lt. Statistik). Von welcher "Zwangsreku" erzählst Du überhaupt? Kann es sein, dass Du das One-paddle-feeling nicht ganz verstanden hast?
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