Luftverschmutzung: Jährlich über drei Millionen Tote

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Re: Luftverschmutzung: Jährlich über drei Millionen Tote

Beitragvon TeeKay » Mo 28. Sep 2015, 12:40

Eine beliebte Methode ist es auch, Feinstaub in g statt in Partikelzahl anzugeben.

Als Feinstaub gilt schon PM10 - der geht aber nicht in die Blutbahn über. PM2,5 geht in die Blutbahn über.
Dann gibts noch ultrafeine Partikel, PM0,1 und kleiner sozusagen, die ins Gehirn wandern.

Das "schöne" für Manipulatoren ist nun, dass die Gefährlichkeit steigt, je kleiner die Partikel werden, gleichzeitig nimmt deren Masse ab. Wenn ich nun Feinstaub pauschal in Gramm messe, krieg ich erstens keine Unterteilung nach Größen und damit Gefährlichkeit hin und zweitens dominieren natürlich die schweren aber relativ ungefährlichen PM10-Teilchen, wie sie vor allem beim Reifenabrieb entstehen. Die PM2,5 und Ultrafeinstäube aus der Verbrennung, die bis ins Blut oder gar bis ins Gehirn wandern, sind auch ultraleicht, fallen also bei Gewichtsmessungen kaum auf.

Will ich also darstellen, dass Elektroautos total gefährlich sind, messe ich den Reifenabrieb in Gramm und stelle sie den viel gefährlicheren, kleineren und leichteren Teilchen aus dem Auspuff gegenüber. Voila: In Gramm gemessen erzeugt das Elektroauto mehr Feinstaub und ist daher richtig gefährlich.

Schon vor 12 Jahren im Studium 1. Semester wurde uns im Kurs Luftreinhaltung daher gesagt, dass
1. Die Teilchenzahl gemessen werden muss und
2. Die Teilchen nach Größen unterteilt und angegeben werden müssen.

Wenn das vor 12 Jahren im 1. Semester gelehrt wurde, ist das seit mindestens 20 Jahren Grundkonsens in der Wissenschaft. Wenn also heute noch so ein Scheiss von Unis in die Zeitschriften kommt, dann wurden da offensichtlich Drittmittel aus der Verbrennerindustrie eingeworben.
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Beitragvon imievberlin » Mo 28. Sep 2015, 13:56

tubi hat geschrieben:
...das Gehirn soll ja schrumpfen, bei zu viel Stickoxyden ;)

...oder soll es die Witzseite von Entsorga sein ?


Nein leider nicht.
Die Zeitung habe ich noch aufgehoben falls noch Bedarf an mehr Infos besteht.
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Re: Luftverschmutzung: Jährlich über drei Millionen Tote

Beitragvon ammersee-wolf » Fr 23. Okt 2015, 04:55

http://www.ardmediathek.de/tv/Kontraste/Wie-Politik-und-Autokonzerne-sich-gemein/Das-Erste/Video?documentId=31244170&bcastId=431796

Hier ein Ausschnitt aus der Sendung Kontraste vom 22.10.15.
Neu war für mich, dass VW noch nicht mal die schlimmsten Dreckschleudern baut. Wenn die Presse sich dahinter klemmt, fallen noch mehr auf ihren Hosenboden. Und mit Ihnen alle Dobrints und Co.

LG
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Re: Luftverschmutzung: Jährlich über drei Millionen Tote

Beitragvon tubi » Fr 23. Okt 2015, 08:15

Dobrint & Co haben gerade die Idee eine Straßenbaugesellschaft für Fernstraßen und Autobahnen zu schaffen.
Das ist noch nicht in den Medien, aber das heißt sicherlich nichts Gutes, nach dem die Deutsche Bahn privatisiert worden ist.
Das ganze hieß damals Bahnreform mit dem Ergebnis, daß jetzt 8h(800km) Bahnfahren 160 EUR/ kosten...so schnell kann ich mein Geld nicht verdienen...
Wenn dann noch die Fernstraßen und Autobahnen in der Hand einer Straßenbaugesellschaft sind, erahne ich nichts gutes...

Es wird wirklich Zeit, daß die endlich verschwinden !
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Re: Luftverschmutzung: Jährlich über drei Millionen Tote

Beitragvon akoeni84 » Fr 23. Okt 2015, 08:33

Das große TamTam über Stickoxide ist das eine. Das Andere ist sehr gut im folgenden Dokument zu lesen.

http://www.symptome.ch/blog/schwermetalle-entgiften/?output=pdf

Hier merkt man, dass es ein sehr komplexes Thema ist.
Ich möchte friedlich im Schlaf sterben wie mein Opa. Nicht heulend und schreiend wie sein Beifahrer.
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Re: Luftverschmutzung: Jährlich über drei Millionen Tote

Beitragvon Alex1 » Fr 23. Okt 2015, 21:23

akoeni84 hat geschrieben:
Das große TamTam über Stickoxide ist das eine. Das Andere ist sehr gut im folgenden Dokument zu lesen.

http://www.symptome.ch/blog/schwermetalle-entgiften/?output=pdf

Hier merkt man, dass es ein sehr komplexes Thema ist.
Die Behauptungen in dem verlinkten Blog sind - milde gesagt - sehr abenteuerlich, reißerisch und alarmistisch.

So wird z.B. gesagt, die Quecksilberbelastung in der Arktis so stark erhöht habe, was aber für unsere Atemluft irrelevant ist. Dort gibt es keinerlei auch nur irgendwie gefährliches Quecksilber. Das ist schlicht unredlich, sowas zu schreiben. Das ganze Gewese um das Amalgam ist reine Angstmacherei ohne irgendwelche Fakten dahinter. Reine Geschäftemacherei.

Vor allem das Kapitel "Verstärkung durch Funkstrahlen" ist absoluter Blödsinn. So etwas gibt es schlichtweg nicht.

Und die "Ausleitungen", von denen immer gesprochen wird, sind ebenso völliger Blödsinn. Sie helfen nur dem Ausleiter (cui bono!). Die verwendeten Komplexbildner sind selbst gesundheitlich bedenklich. Wiki schreibt dazu:
Bei akuten Schwermetallvergiftungen mit Quecksilber, Blei oder Arsen werden DMSA oder auch DMPS im Rahmen der Chelat-Therapie in Infusionslösungen eingesetzt und bilden hier das Mittel der Wahl; bei chronischen Schwermetallvergiftungen liegen – mit Ausnahme der Bleiintoxikation im Kindesalter – jedoch noch keine ausreichenden Daten für den sinnvollen Einsatz vor.[7]
Und da spricht Wiki von echten Vergiftungen, nicht von den Eingebildeten wie bei Amalgam.

Einige Passagen über Quecksilber sind einfach GELOGEN.

Aber wir sind ja ein freies Land, wo jeder jeden Mist in ein Buch schreiben kann.

Wer sich ein Bild über diesen Autor machen will, schaue mal hier rein: http://www.psiram.com/ge/index.php/Joachim_Mutter
Herzliche Grüße
Alex
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Echten Ökostrom: http://www.ews-schoenau.de/ Fast Alternativlos.
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Re: Luftverschmutzung: Jährlich über drei Millionen Tote

Beitragvon Micky65 » Fr 23. Okt 2015, 23:11

PDF aufgemacht.
Überschrift "Verstärkung der Metallschädlichkeit durch Funkstrahlung" gelesen.
PDF zugemacht.
Micky65. Born Electric 8/2016. i3 Rex 94Ah Protonic BlueBee, Schnellader, Loft-Ausstattung.
Ladesäulen sind genug da, aber es gibt zu viele Verbrenner, die diese zuparken...
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Re: Luftverschmutzung: Jährlich über drei Millionen Tote

Beitragvon Spürmeise » Do 10. Dez 2015, 10:12

Gesundheitsgefährendende Stadtbushaltestellen:

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stickoxid-messung-in-stuttgart-luftbelastung-im-talkessel-ist-extrem.30f3887a-4df4-4718-a1c9-d87089194546.html

"Erste Station ist die Bushaltestelle vor dem Hauptbahnhof. In der Spitze misst die Apparatur dort in 1,50 Meter Höhe 380 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft, die durchschnittliche Belastung liegt zwischen 80 und 150 Mikrogramm. Zum Vergleich: Der derzeitige erlaubte Jahresdurchschnittswert liegt bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter. Auffällig sind die extremen Ausschläge bei den Messwerten, wenn Dieselfahrzeuge den Messort passieren. „Gerade ältere Busse führen unabhängig vom Fahrzeugtyp, und selbst wenn die Technik feinstaubmäßig nachgerüstet wurde, zu einem höherem NO2-Ausstoß“, sagt der Physiker.Die Menschen, die an der Haltestelle sitzend auf den Bus warten, bekommen übrigens noch deutlich mehr ab, da sich das Gas nach oben nur langsam abbaut."
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Re: Luftverschmutzung: Jährlich über drei Millionen Tote

Beitragvon Basslo » Fr 11. Dez 2015, 10:15

tubi hat geschrieben:
Dobrint & Co haben gerade die Idee eine Straßenbaugesellschaft für Fernstraßen und Autobahnen zu schaffen.
Das ist noch nicht in den Medien, aber das heißt sicherlich nichts Gutes, nach dem die Deutsche Bahn privatisiert worden ist.
Das ganze hieß damals Bahnreform mit dem Ergebnis, daß jetzt 8h(800km) Bahnfahren 160 EUR/ kosten...so schnell kann ich mein Geld nicht verdienen...
Wenn dann noch die Fernstraßen und Autobahnen in der Hand einer Straßenbaugesellschaft sind, erahne ich nichts gutes...

Es wird wirklich Zeit, daß die endlich verschwinden !


In Österreich haben wir das schon seit einigen Jahren so und es funktioniert sehr gut. Mit dieser Umstellung hat sich für den Autofahrer kaum was geändert. Die Vignette gabs auch vorher schon und mit der Privatisierung gab es auch keinen großen Preisanstieg. Die Verwaltung und Instandsetzung der Autobahnen und Schnellstrassen wurde so in eine Firma ausgegeliedert die davon Ahnung haben und wo die Politik sich nicht so einmischt mit ihren großen Verwaltungsapparat. Die Qualität der Strassen hat sich damit um einiges verbessert.
Finde das ganze grundsätzlich nicht schlecht. Deutschland ist eines der wenigen Länder, welche noch keine Autobahnmaut für PKW hat. Aber das soll sich nächstes Jahr auch ändern.
BMW i3 BEV 60Ah BJ 4/2016
Photovoltaikanlage 6,7 kWp
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Re: Luftverschmutzung: Jährlich über drei Millionen Tote

Beitragvon tubi » Fr 11. Dez 2015, 11:21

Ich glaube nicht, daß deutsche private Straßenbauer an Schnell-Radwege oder Radspuren denken...es kann sein, daß sich für Autofahrer in Deutschland nichts ändert, sie haben die größte Lobby.
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