Ladestation für Wohnhaus - EVU und Ladeleistung

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Ladestation für Wohnhaus - EVU und Ladeleistung

Beitragvon DanielBoe » Do 20. Okt 2016, 08:27

Hallo zusammen,

das Thema wurde sicher schon behandelt, finde es aber aktuell nicht und habe zwei Fragen:

1. Wie hoch darf die maximale Ladeleistung in DE nach dem EVU für ein Elektroauto sein? Gibt es dazu irgendwo Beiträge im Netz?

2. Welche Gründe sprechen gegen das ständige Aufladen des Elektroautos an der Haushaltssteckdose?

Danke euch für die Hilfe.
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Re: Ladestation für Wohnhaus - EVU und Ladeleistung

Beitragvon HubertB » Do 20. Okt 2016, 09:22

1. Es gibt keinen einheitlichen Wert. Das handhabt jedes EVU anders. 3*16A (11kW) sollten überall ohne Anmeldung oder Genehmigung möglich sein. 3*63A (43kW) sind manchmal auch möglich.
In der Praxis dürfte der limitierende Faktor die Anschlussleistung des Hauses sein, bzw. ob größere Verbraucher am gleichen Anschluss hängen. Frag deinen Elektriker, der wird sich die Leitungen und Sicherungen ansehen und sollte auch die Vorgaben vom EVU kennen.
2. Die Haushaltssteckdose ist nicht für die Dauerbelastung ausgelegt.
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Re: Ladestation für Wohnhaus - EVU und Ladeleistung

Beitragvon SL4E » Do 20. Okt 2016, 12:20

Dem EVU ist das so ziemlich egal wie hoch darf die maximale Ladeleistung ist! Der liefert nur Strom und kassiert Geld dafür.

Wichtig ist die Einhaltung der TAB der VNB ((Verteil-)Netzbetreiber). Diese legen das jeweils für sich fest. In Deutschland waren das 2015 862 unterschiedliche VNB.
Bei meinem gilt (Main-Donau-Netz), Ladestationen für Elektroautos >4,6kW müssen gemeldet sein. Es gibt keine Einschränkung auf "pro Phase"!
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Re: Ladestation für Wohnhaus - EVU und Ladeleistung

Beitragvon Tho » Do 20. Okt 2016, 12:28

Manch ein EVU hat Dauerlasten oberhalb 11kW auch gerne angemeldet.
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Re: Ladestation für Wohnhaus - EVU und Ladeleistung

Beitragvon SL4E » Do 20. Okt 2016, 12:29

Jeder örtliche Elektriker sollte eigentlich die Vorschriften bzgl der TAB's vor Ort kennen.
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Re: Ladestation für Wohnhaus - EVU und Ladeleistung

Beitragvon WinnieW » Do 20. Okt 2016, 13:48

Tho hat geschrieben:
Manch ein EVU hat Dauerlasten oberhalb 11kW auch gerne angemeldet.

Richtig, kommt aber darauf an mit welchem EVU man als Stromkunde welchen Vertrag abgeschlossen hat.

Und man sollte bedenken dass man von einem vorhandenen Hausanschluss ausgehen sollte. Nutzt man z.B. noch einen leistungsstarken Durchlauferhitzer dann kann der Hausanschluss überlastet werden falls man zeitgleich noch ein Elektroauto lädt.

Nachträglich die Leistung des Hausanschluss erhöhen muss mit dem EVU abgeklärt werden, und das kostet natürlich Geld.
So gibt es immer noch Haushalte die nur mit 24 kW (3x 35 A) an das Stromnetz angeschlossen sind. Da ist Laden mit 22 kW nicht empfehlenswert; 7,6 kW einphasig ist genauso wenig zu empfehlen.

Bei einem Neuanschluss ist die Sache relativ einfach,
nachträglich die Anschlussleistung zu erhöhen kann jedoch schwierig werden, je nach vorhandener örtlicher Verkabelung.
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Re: Ladestation für Wohnhaus - EVU und Ladeleistung

Beitragvon Tho » Do 20. Okt 2016, 13:55

Manchmal ist das nachträglicher Erhöhen aber auch nur mit einer Zahlung an den EVU und dem Austausch der Hauptsicherung verbunden. Man sollte jeweils den Einzelfall abklären.

Hat man nur eine begrenze Leistung zur Verfügung, ist auch Lastmanagement eine mögliche Lösung. (Stichwort SmartEVSE)
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Re: Ladestation für Wohnhaus - EVU und Ladeleistung

Beitragvon SL4E » Do 20. Okt 2016, 14:26

Diese Zahlungen sind meist im 4-stelligen Bereich. Bis 3x50A meist kostenfrei. Danach geht es ins Geld.
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Re: Ladestation für Wohnhaus - EVU und Ladeleistung

Beitragvon Solarmobil Verein » Do 20. Okt 2016, 14:38

Tho hat geschrieben:
Manchmal ist das nachträglicher Erhöhen aber auch nur mit einer Zahlung an den EVU und dem Austausch der Hauptsicherung verbunden. Man sollte jeweils den Einzelfall abklären.
Ist wohl auch von EVU zu EVU unterschiedlich.
Bei mir war es von 3x50A auf 3x63A mit ~450 Euro (sog. Baukostenzuschuß für einen leistungsstärkeren Trafo für den Fall, daß in der Straße plötzlich alle mehr haben wollen) getan. Da wurden letztendlich nur die Sicherungen getauscht. Neue Leitungen waren nicht notwendig.

Eine Erhöhung auf 3x80A wäre auch möglich gewesen. Hätte knapp 2000 Euro gekostet. Dazu ggf. eine neue Zuleitung zum Haus mit allem Drumherum, je nachdem, was die Überprüfung dieser Leitung ergeben hätte. Bei viel Eigenleistung wären das vielleicht auch nochmal 2-3000 Euro gewesen.
Aber die 3x63A reichen mir auch.
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Re: Ladestation für Wohnhaus - EVU und Ladeleistung

Beitragvon Tho » Do 20. Okt 2016, 14:43

Oftmals verlangt der EVU bei größer 63A auch Wandlermessung, wo dann unverständlicherweiße jeder Elektriker Panik bekommt.
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