Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon AbRiNgOi » Di 20. Feb 2018, 14:45

motion hat geschrieben:
Im Schwerlastverkehr (40t) geht der Trend weltweit in eine Richtung zu LNG.


Wien war schon immer anders, alle Gasbusse wurden abgeschafft (einige hundert) weil die Euro 6 nicht zu erfüllen war. Aber das ist eine andere Geschichte.... (steht von mir unter "Öko fährt Diesel...)
Wer mag, darf das alte Pferd weiter treten, Modelle gibt es ja genug. Viel Spass!

Inzwischen gibt es ja einen...
https://www.vision-mobility.de/de/news/scania-praesentiert-euro-6-gasmotor-oc13-911.html
ZOE Live 6/2013 * Ladegerät 60.500km * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * neuer Motor 71.250km
Vertrag für 40kWh Batterie am 05.03.2018 abgeschlossen.
Aktuell: 75.500 km
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon motion » Do 22. Feb 2018, 23:19

Die Fortschritte können sich sehen lassen. Über 500km Reichweite (real) und auf Tesla-Preisnivau. Das Nachtanken dauert nur 2-3min. Wenn das so weitergeht, gibt es ein Rennen. Das Ganze wird eh erst interessant, wenn man merkt, dass man Straßenränder nicht mit Ladesäulen zubauen kann. Denn es ist bekannt, Stellfläche wird immer teurer. Günstig laden wird man schon aus diesem Grund nicht immer können. Das ist eine Ilussion.

https://www.auto-motor-und-sport.de/new ... 22751.html

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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Alex1 » Do 22. Feb 2018, 23:40

Muahaha, DER war gut! Die aaarmen Skandinavier mit ihren vielen Steckdosen, die ihnen die ganzen Stellplätze wegnehmen :lol:

Wie hört sich eigentlich das berühmte Pfeifen im Walde in Wasserstoff an? So piepsig wie in Helium? :twisted:
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon motion » Do 22. Feb 2018, 23:44

Sei nicht so naiv. Mehr Menschen brauchen auch mehr Wohnraum. Vermutlich müssen in Zukunft sogar Straßen in Städten zurückgebaut werden.

Wenn dann braucht man mehr Tiefgaragen. Idealerweiße mit automatisierten Parken, damit man mehr Autos unterbringen kann. Geladen wird per Induktion. Aber nicht am Straßenrand. Das mag noch eine Zeit lang gehen, aber irgendwann ist Ende im Gelände der Ladekabel.

In Frankfurt z.B. ist alles zugeparkt. Die wenigen freien Parkplätze sind für Anwohner gedacht. In Berlin müssen Paketdienste schon in dritter Reihe halten. Was meinst du wie das in 10-20 Jahren aussehen wird? :roll:
Zuletzt geändert von motion am Do 22. Feb 2018, 23:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Alex1 » Do 22. Feb 2018, 23:53

Da komm ich geistig nich mehr mit. Sag mal, was Du nimmst, vielleicht versteh ich´s dann... :lol:
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon motion » Do 22. Feb 2018, 23:58

Das sind wirklich sehr einache Zusammenhänge, die jeder verstehen sollte. Und dann auch noch dreist werden...
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon phonehoppy » Fr 23. Feb 2018, 16:01

Darf ich die Herren bitten, doch wieder etwas zum oben genannten Thema zurück zu kommen und sich bezüglich des Umgangstons etwas zurückzuhalten? Ich als normaler Forumsnutzer finde es sehr schade, dass nach einer gewissen Zeit in vielen Themen in diesem Forum nur noch wenig gehaltvolle Beiträge gepostet werden, und dass es immer wieder auf eine Streitgespräch zwischen zwei bestimmten Teilnehmern hinausläuft. Dabei würde ich auch ab- und zu gerne zu etwas meinen Senf dazugeben, und zwar ohne jemanden anzugreifen oder dessen Haltung, Intelligenz oder Fachwissen infrage zu stellen. Und natürlich bin ich dann auch auf die Reaktionen darauf gespannt und möchte auch nicht sehr gerne, dass diese in einem Schlagabtausch zwischen zwei Personen untergehen.

Konkret geht es mir darum, dass ich nach wie vor denke, dass eine Ladeinfrastruktur für batteriebetriebene PKW günstiger und leichter aufzubauen ist, als für irgendeinen tankbaren Kraftstoff. Die Tatsache, dass momentan fast der gesamte Straßenverkehr auf flüssigen oder gasförmigen Energieträgern beruht, kommt ja auch nicht von ungefähr, sondern die Infrastruktur dafür wurde über viele Jahrzehnte Schritt für Schritt und ohne viel Aufhebens in der Öffentlichkeit aufgebaut. Bei einer Ladeinfrastruktur wäre dies noch viel einfacher und weniger einschneidend möglich.
Zugegeben - da es nunmal schon eine Infrastruktur für Flüssige Energieträger gibt, wäre es naheliegend, diese auch in Zukunft weiter zu nutzen. Insgesamt bin ich aber davon überzeugt, dass auf lange Sicht ein Rückbau der Tankstellen, Raffinerien und Tank-Transportwege und deren Ersatz durch ein (Schnell-)Ladenetz gesamtgesellschaftlich gesehen große Vorteile hätte. Die Versorgung würde dezentralisiert, das Gefahrenpotenzial für Mensch und Umwelt könnte verringert werden, und der Mobilitätsmarkt würde in gewisser Weise demokratisiert, weil doch ein Großteil der Leute zu Hause laden kann und einen Vertrag mit einem gewünschten Energieversorger abschließen kann und nicht mehr auf die großen Mineralölkonzerne angewiesen wäre. Einen Stromversorger kann man leicht wechseln, wenn man aber auf der Autobahn Sprit nachtanken muss, muss man sich mit dem Tankstellenbetreiber begnügen, der die Tankstelle betreibt, die momentan in Reichweite liegt.
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Fire » Fr 23. Feb 2018, 16:12

Der grosse Vorteil beim Strom ist halt dass man zuhause tanken kann. Mit Wasserstoff muss man dann wieder jedes Mal zur Tanke. Je grösser die Akkus desto weniger auswärtige Tankvorgänge werden in Zukunft nötig sein und je schneller die Ladestationen werden desto kürzer werden die Zwangspausen auf Fernreisen.

Wenn das Thema mit dem Wasserstoff 10 Jahre früher gestartet wäre und es inzwischen in brauchbares Tankstellen Netz gäbe sähe ich durchaus Chancen. Im Moment macht die Elektromobilität aber viel zu schnelle Fortschritte. Alleine in der Zeit die für die Planung, Bewilligung und den Bau einer Wasserstofftankstelle nötig sind, hat sich die Kapazität der Akkus und die Ladegeschwindigkeit schon fast wieder verdoppelt.
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon motion » Fr 23. Feb 2018, 16:22

phonehoppy hat geschrieben:

Konkret geht es mir darum, dass ich nach wie vor denke, dass eine Ladeinfrastruktur für batteriebetriebene PKW günstiger und leichter aufzubauen ist, als für irgendeinen tankbaren Kraftstoff.


Ich denke das nicht. Die Leitungen müssen verlegt werden und zwar welche die hohe Ströme liefern. Die Arbeiten kosten viel. Selbst bei minimal invasiver Vorgehensweise. Die Schnelladesäulen sind erheblich günstiger als H2-Tankstellen, davon braucht auch mindestens 10x so viel.

Was kostet ein CCS 350kW-Schnellader mit 2 Plätzen?

Fire hat geschrieben:
Der grosse Vorteil beim Strom ist halt dass man zuhause tanken kann. Mit Wasserstoff muss man dann wieder jedes Mal zur Tanke. Je grösser die Akkus desto weniger auswärtige Tankvorgänge werden in Zukunft nötig sein und je schneller die Ladestationen werden desto kürzer werden die Zwangspausen auf Fernreisen.


Auch Brennstoffzellenautos kann man zu Hause laden, da sie ebenfalls über eine (Puffer)Batterie verfügen. Für kürzere Strecken reicht das allemal. Die meisten Städter können aber ohnehin nicht zu Hause laden, die müssen es schnell unterwegs machen. Doch gerade in den Städten braucht man die E-Mobiltität.

Und kein Schnellader kann in 2-3 Minuten 500km Reichweite bereitstellen, H2 aber schon. Das heisst selbst mit der 800 Volt-Technik bräuchte man 10 Schnellader um die gleiche Menge an Autos abzufertigen, im Vergleich zu H2.

Also 10 x 800 Volt Schnelllader + Tiefbauarbeiten, oder eine H2 Tankstelle. Man sollte aber auch anmerken, dass die Vielzahl an Schnellader wertvollen Baugrund in Anspruch nehmen und der wird in den Städen immer teurer.

Warum will das keiner verstehen?
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Fire » Fr 23. Feb 2018, 16:45

motion hat geschrieben:
Auch Brennstoffzellenautos kann man zu Hause laden, da sie ebenfalls über eine (Puffer)Batterie verfügen. Für kürzere Strecken reicht das allemal. Die meisten Städter können aber ohnehin nicht zu Hause laden, die müssen es schnell unterwegs machen. Doch gerade in den Städten braucht man die E-Mobiltität.

Und kein Schnellader kann in 2-3 Minuten 500km Reichweite bereitstellen, H2 aber schon. Das heisst selbst mit der 800 Volt-Technik bräuchte man 10 Schnellader um die gleiche Menge an Autos abzufertigen, im Vergleich zu H2.

Also 10 x 800 Volt Schnelllader + Tiefbauarbeiten, oder eine H2 Tankstelle. Man sollte aber auch anmerken, dass die Vielzahl an Schnellader wertvollen Baugrund in Anspruch nehmen und der wird in den Städen immer teurer.

Warum will das keiner verstehen?


Als Range Extender seh ich es noch eher aber ich finde bei keinem der aktuell erhältlichen Brennstoffzellenfahrzeugen einen Hinweis auf eine externe Lademöglichkeit oder eine Reichweite im reinen Batteriemodus.
Auf der Wikipedia Seite des Toyota Mirai habe ich dafür den Hinweis gefunden dass das Tanken von Wasserstoff bei ebenfalls 15 Minuten dauert ;)
https://de.wikipedia.org/wiki/Toyota_Mirai

Da der Antrieb ja gleich ist wie beim BEV und nur der Energiespeicher anders würde ich ausserdem unsterstellen dass es sich auch mit den Reichweitenangaben ähnlich verhält und aus den 500km dann schnell mal 250 werden wenn man etwas Gas gibt oder zuviel heizt. Das ist aber eine Unterstellung meinerseits. Da lasse ich mich gerne eines Besseren belehren.
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