Gefährliche Elektroautos!

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Re: Gefährliche Elektroautos!

Beitragvon Mittelhesse » Fr 30. Okt 2015, 17:22

Elektrolurch hat geschrieben:
Mein Schrauber umme Ecke hat mir letztes Jahr auch eröffnet, dass er an meiner ZOE nicht mal die Reifen wechseln darf. Also das geht dann tatsächlich nur bei Z.E.-Werkstätten? Ich bin neulich 50km(!) zu Schlesner nach Nienburg gefahren, um meine Winterreifen aufziehen zu lassen, weil ich die kurzfristig brauchte (Wintereinbruch im Harz) und weil ich so schnell hier in Hannover bei CarUnion keinen Termin bekommen habe. :roll:


Das hat mein Gummihändler nebenan gemacht, muss ihn mal fragen ob er Z.E. ready ist :D
LG Stefan

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Re: Gefährliche Elektroautos!

Beitragvon jo.gi » Fr 30. Okt 2015, 18:18

HubertB hat geschrieben:
Dann verstehe ich nicht warum um die 58V beim Twizy so ein Geschisse gemacht wird.

Weil es nur die halbe Wahrheit ist.

Die 58V erreichen auch 6-7 hintereinander gereihte handelsübliche 9V-Blockbatterien.
Es kommt aber niemand auf die Idee das ein halbes Dutzend Duracell-Häschen ein paar hundert Kilo Twizy plus Passagier angemessen beschleunigen können (Ich weiß schon das es in der Werbung keine Blockbatterien waren.).

Oder, um bei dem guten Beispiel Weidezaun zu bleiben, den Kleinen mit einem 10kV-Weidezaun-Umspanner gehörig zu frisieren.

Die andere Hälfte der Wahrheit sind, wie schon geschrieben, die Amperes. Und um ein Auto anzutreiben eine Menge davon.
Und wenn man sieht das schon eine normale 12V-Starterbatterie einen Schraubenschlüssel zum Glühen und Schmelzen bringen kann bekommt man schon große Augen (Ein PKW-Anlasser zieht kurzfristig auch mal 300A).
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Re: Gefährliche Elektroautos!

Beitragvon imievberlin » Fr 30. Okt 2015, 18:45

Und wie sieht es mit den Dipl. Ing. Der div. Prüforganisationen aus ?
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Re: Gefährliche Elektroautos!

Beitragvon PowerTower » Fr 30. Okt 2015, 18:55

eDEVIL hat geschrieben:
Naja, es bleiben hohe Ströme. Auch bei 12V können 200A schon "spaßig" sein

Das spielt aber für die Sicherheit des Menschen keine Rolle. Es ist egal ob der regulär angeschlossene Verbraucher 10 oder 1.000 Ampere zieht, weil für den Stromfluss durch den Menschen nur dessen eigener Widerstand relevant ist. Auch der Vergleich mit dem Schraubenschlüssel als Kurzschlussbrücke ist nicht aussagekräftig, weil man damit lediglich den Innenwiderstand der Batterie demonstriert. Der "Stino Mensch" - in der E-Technik gern als Hugo Blitz betitelt, wird mit etwa 1 kOhm angenommen, abhängig davon wie der Strom durch den Körper fließt und wie gut isoliert du dabei bist. Nehmt einfach ein Multimeter und messt euch durch.

Bei 12 V fließen also durch den menschlichen Körper demnach etwa 12 mA, je nach oben genannter Bedingung auch deutlich weniger. Das merkt man, ist aber unkritisch. Körperströme ab 50 mA werden als lebensgefährlich angesehen, da spielt dann auch die Einwirkdauer eine Rolle. Bei Wechselstrom ist zudem mögliches Herzkammerflimmern ein Problem.

Ein Mensch durch den gerade 200 Ampere fließen hat vermutlich gerade an einer 220 kV Leitung gearbeitet und dabei einen groben Fehler begangen.

Die Leute die an den Autos arbeiten sollen natürlich Respekt vor der Technik haben. Aber sie müssen eben darüber aufgeklärt werden, dass beim Reifenwechsel oder Bei Änderungen am 12 V Bordnetz keine Gefahren von der Antriebsbatterie ausgehen. Ich möchte nicht, dass der Mechaniker aus Unwissenheit vor lauter Angst zitternde Hände bekommt, wenn er am Fahrzeug schrauben muss. Er sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass es Tabuzonen gibt, die aber für seine Arbeiten nicht relevant sind. Wenn es dafür eine Schulung braucht ist das eben so. Im Ausgangsbeispiel halte ich das nach wie vor für übertrieben.
Zuletzt geändert von PowerTower am Fr 30. Okt 2015, 19:07, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Gefährliche Elektroautos!

Beitragvon Mittelhesse » Fr 30. Okt 2015, 18:59

imievberlin hat geschrieben:
Und wie sieht es mit den Dipl. Ing. Der div. Prüforganisationen aus ?


die müssen ebenfalls zur Fortbildung, ein Freund von mir arbeitet bei der Dekra, die haben eine Sicherheitsunterweisung bekommen.
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Re: Gefährliche Elektroautos!

Beitragvon Gerd BausN » Fr 30. Okt 2015, 19:27

http://www.hv-fahrzeuge.de/seminar/
Das ist von der Innung.
Kfzler müssen sich vorher online vorbereiten.
Eigentlich heißt es da : Finger weg von orangenen Kabeln und: Wo kann man das, wenn nötig, stromlos machen?
Jedes Fahrzeug hat seine Besonderheiten.
Habt ihr auch alle eure Rettungskarten dabei?
https://www.adac.de/infotestrat/ratgebe ... fault.aspx
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Re: Gefährliche Elektroautos!

Beitragvon imievberlin » Fr 30. Okt 2015, 20:33

Mittelhesse hat geschrieben:
imievberlin hat geschrieben:
Und wie sieht es mit den Dipl. Ing. Der div. Prüforganisationen aus ?


die müssen ebenfalls zur Fortbildung, ein Freund von mir arbeitet bei der Dekra, die haben eine Sicherheitsunterweisung bekommen.


Das muss ich mal mein Kumpel fragen. Der ist ebenfalls bei der Dekra Prüfer. Er hat wohl letztes Jahr ein Teil der MC Flotte geprüft.
Sinnvoll wäre es auch jeden Fall denn die prüfen wohl auch ob die HV Kabel unbeschädigt sind.
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Re: Gefährliche Elektroautos!

Beitragvon novalek » Mo 2. Nov 2015, 11:14

Eigentlich macht's keinen Sinn, die Gefahrenmomente von Strom aufzuzeigen.
Man redet wie gegen 'ne Wand - sei es FI, sei es Spannung - jeder ist geprägt.

Arbeitsunfälle selbst erleben, das erzeugt Respekt- Drehstrom 200 Ampere und nen Schraubenschlüssel als Brücke - aus und vorbei; Trennmesser unter Last ziehen - aus 1,80 Meter werden 80 cm -> aus und vorbei.

Es ist wie im richtigen Leben: Autobahnpolizei, Baustelle 100 km/h, Raser 150 km/h - Frage werden sie künftig die Geschw.Begrenzung beachten --> "Nee, ich fahr wie immer, Piss off".
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