Ferdinand Piech und die Elektromobilität

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Ferdinand Piech und die Elektromobilität

Beitragvon dkt » Mi 5. Mär 2014, 07:50

Laut SZ von Heute hat sich am Vorabend des Genfer Autosalons, beim traditionellen Abendempfang der deutschen Autohersteller, folgendes ereignet:

Ein Journalist frug Piech, was er von Tesla halte. Darauf Piech im Orginalton: „Solange die Batterien brennen“, mache ihm Tesla keine sonderliche große Angst. Man baut nun mal keine brennenden Autos.

Soweit das Zitat

Mit 76 Jahren Alter ist, der VW Konzernlenker nun endgültig der Senilität nahe. Es tut mir um seinen Ruf leid und um die Person insgesamt, wenn ein solcher unglaublicher Unsinn an die Presse weitergegeben wird.

Fakt ist, es brennen eine Vielzahl seiner produzierten Autos mit oft tödlichem Ausgang für die Insassen. Wenn man ihn ernst nähme, müsste er die gesamte Produktion aller VW Konzernfirmen stilllegen.

Im Falle Tesla sind drei Batterien nach schwerer Beschädigung, teilweise in Brand geraten und zwar so, dass die bordeigene Elektronik den Fahrer darauf aufmerksam gemacht hat, das Fahrzeug anzuhalten und auszusteigen. Alle Insassen haben diesen Hinweis befolgt und sind unverletzt geblieben, ungleich den vielen Toten bei Verbrenner-Bränden. Außerdem neigt ein verletzter Benzintank zum Flächenbrand in Sekundenschnelle, wohingegen das Volumen des Elektrolyten zu gering ist um einen Flächenbrand in vergleichbarer Intensität und Schnelligkeit auszulösen.

Jetzt kann ich zumindest verstehen, warum VW der Entwicklung der E-Mobilität nachhinkt, wenn solche Männer an der Spitze tätig werden. Die einzige richtige Antwort darauf ist: Teslas „Gigafabrik“.
Zuletzt geändert von dkt am Mi 5. Mär 2014, 15:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ferdinand Piech und die Elektromobilität

Beitragvon Elektrolurch » Mi 5. Mär 2014, 08:09

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Re: Ferdinand Piech und die Elektromobilität

Beitragvon energieingenieur » Mi 5. Mär 2014, 08:51

Lieber Herr Piech,

Man baut also keine brennenden Autos? Ich darf Ihre Aufmerksamkeit kurz auf eine Pressemeldung von vor 2 Wochen richten: Es gibt da so eine Firma, die heißt Porsche. Ach entschuldigung, ich vergaß: Die gehört ja größtenteils Ihnen... Wie ich hörte haben Sie ja bisher nur 322 Fahrzeuge des Modells 911 GT3 im Markt absetzen können. Zwei davon sind auf freier Strecke und ohne ersichtlichen Grund komplett abgefackelt. Weiß eigentlich inzwischen überhaupt Jemand, woran es gelegen hat? Ich darf Ihren Pressesprecher zitieren: "Wenn ein Besitzer eines 911 GT3 nun aus Sicherheitsgründen sein Fahrzeug stehenlassen möchte, können wir das natürlich verstehen."

http://www.manager-magazin.de/unternehm ... 54083.html

Bei Tesla haben die Fahrzeuge nach einer schweren mechanischen Beschädigung gebrannt. Beim Porschemodell 911 GT3 weiß man eigentlich noch gar nicht so wirklich warum ein neues Auto einfach so in Flammen aufgegangen ist. Bei Tesla sind die Autos übrigens so nett und bitten den Besitzer auszusteigen, bevor das Auto anfängt zu brennen. Können Ihre Porsche das auch? Vll. hilft da ein Softwareupdate?

Die Besitzer der abgefackelten Tesla haben übrigens öffentlich erklärt, wieder einen Tesla kaufen zu wollen, weil Sie sich in dem Auto sehr sicher fühlen. Wie stehen Ihre Kunden denn dazu?
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Re: AW: Ferdinand Piech und die Elektromobilität

Beitragvon Volker.Berlin » Mi 5. Mär 2014, 09:10

Er ist nicht senil. Er hat nur wirklich Angst vor den Umwälzungen, die von Tesla ausgehen. Das kann er natürlich nicht zugeben, also stottert er irgendeinen Blödsinn zusammen.
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Re: AW: Ferdinand Piech und die Elektromobilität

Beitragvon Hasi16 » Mi 5. Mär 2014, 09:15

Volker.Berlin hat geschrieben:
Er ist nicht senil. Er hat nur wirklich Angst vor den Umwälzungen, die von Tesla ausgehen. Das kann er natürlich nicht zugeben, also stottert er irgendeinen Blödsinn zusammen.

Und die anderen machen mit: http://www.heise.de/autos/artikel/Peugeot-Chef-Elektromobilitaet-hat-keine-Prioritaet-2133975.html
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Re: Ferdinand Piech und die Elektromobilität

Beitragvon mlie » Mi 5. Mär 2014, 09:59

Wozu muss das einen Rentner noch groß interessieren? Er könnte sich doch einfach ausklinken und die Arbeit den Leuten überlassen, die sich mit dem heutigen und eher zukünftigen Markt auskennen. Es ist nunmal nicht mehr alles so, wie vor 40 Jahren...
110Mm elektrisch ab 11/2012.

Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: Ferdinand Piech und die Elektromobilität

Beitragvon bm3 » Mi 5. Mär 2014, 10:42

Die Generation in diesem Alter hat jetzt eigentlich Mühe mit der Technik mitzukommen, ist ja auch verständlich und erlebe ich jeden Tag.
Viele möchten eben das Alles so bleibt wie es früher war. Dann ist es einfacher für sie. Ich habe Verständnis dafür, das ist für diese Generation naheliegend. Veränderungen muss die Jugend bringen, da kann man mit dieser Generation nicht mehr rechnen.
Wenns nach mir ginge hätten wir auch ein Verbot für politische Ämter ab 50 oder 60 Jahren, weil die Jugend die politischen Entscheidungen von heute ausbaden und damit leben muss.
" Alte Menschen sind gefährlich, denn sie haben keine Angst mehr vor der Zukunft".
Trotzdem liegt das Kapital und damit die Macht bei älteren Leuten.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Ferdinand Piech und die Elektromobilität

Beitragvon Deef » Mi 5. Mär 2014, 11:28

Vor dem alten Herrn gruselts mir schon lang. Eigentlich hat doch ein Bundesland bei VW ein wenig was zu sagen. Warum wird dem Herrn nicht einfach mal ein wenig Dampf gemacht?
VW ist schon lange nicht mehr VW. VOLKS Wagen. Immer nur teuer und wenig drin.
Erst wurden die Leut mit den Rabattmarken für den ersten Käfer verarscht und nun zieht man Ihnen einfach übers Brainwashing (Deutsch = VW = gut = kost halt) die Kohle aus den Taschen.

Warum muss ein VOLKS wagen so teuer sein? Warum muss da so viel Schnickschnak rein?

Der Ansatz den Citroen mit dem Kaktus verfolgt find ich im Grunde richtig. Ein Vollwertiges Auto, alles drin was man braucht - aber eben NICHT bis zum Gettno vollgestopft mit Sachen die keiner braucht, die den Wagen schwer machen und teuer.
Zurück zu Ente und R4, konsequentes Downsizing. Gewicht Sparen, Platz und Kilos für Batterien machen.

Aber ich bin ja auch ein Verfechter eines allgemeinen Tempolimits... Da fällt dem Piech bestimmt auch ein lustiger Spruch zu ein.
Leaf 2 Zero bestellt in schwarz - 60tkm Pendelei mit dem Japan-Leaf seit 2013
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Re: Ferdinand Piech und die Elektromobilität

Beitragvon Hasi16 » Mi 5. Mär 2014, 11:33

Deef hat geschrieben:
Vor dem alten Herrn gruselts mir schon lang. Eigentlich hat doch ein Bundesland bei VW ein wenig was zu sagen. Warum wird dem Herrn nicht einfach mal ein wenig Dampf gemacht?
VW ist schon lange nicht mehr VW. VOLKS Wagen. Immer nur teuer und wenig drin.


Naja, der Erfolg gibt ihm aber bisher Recht. Auch wenn mir die Wagen nicht im geringsten gefallen.
Gerade ein Volumenhersteller wie VW wird die Massen "elektrisieren". Irgendwann, wenn Herr Piech meint, dass er damit richtig/mehr Geld verdienen kann.
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Re: Ferdinand Piech und die Elektromobilität

Beitragvon kai » Mi 5. Mär 2014, 11:53

Hi

im Gegensatz zu Tesla hat VW / Porsche mindestens 2 Tote zu beklagen:
http://www.welt.de/vermischtes/prominen ... ahrer.html

Für mich ein Grund kein fossiles Auto zu fahren -> zu explosiv !

Gruß

Kai
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